Weiterbildung Palliative Care

Pflegekraft hält behutsam die Hand einer älteren Person

Im Rahmen einer Weiterbildung im Bereich Palliative Care widmen sich die Teilnehmenden einem äußerst sensiblen Thema. Da es hier um die Begleitung und Versorgung schwerkranker und mitunter sterbender Menschen geht, erfordert dieser Bereich nicht nur viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, sondern auch umfassende fachliche Kompetenzen. An diesem Punkt setzt die Weiterbildung Palliative Care an.

In der Medizin und Pflege geht es vornehmlich um die Genesung der Patientinnen und Patienten mithilfe der richtigen Behandlung und Versorgung. Im Bereich Palliative Care geht es dahingegen nicht mehr um die Heilung, sondern um Schmerzlinderung und eine möglichst hohe Lebensqualität unter den gegebenen Umständen. Die teils vollkommen anderen Ansätze und Anforderungen erfordern eine passende Qualifizierung. Wer mit einer Weiterbildung Palliative Care liebäugelt, findet hier alle wichtigen Informationen zu Inhalten, Dauer, Kosten und Förderung, um die richtige Entscheidung für die berufliche Zukunft zu treffen.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Palliative Care ist keine einheitliche Weiterbildung, sondern ein Sammelbegriff: vom 40-stündigen Basisseminar über den 160-Stunden-Basiskurs (Curriculum Kern/Müller/Aurnhammer) bis zur mehrjährigen Fachweiterbildung Palliativ- und Hospizpflege.
  • Der klassische Palliative-Care-Basiskurs (160 Stunden) richtet sich an examinierte Pflegefachkräfte und ist Voraussetzung, um in einem Palliativteam oder Hospiz mitzuarbeiten. Kosten meist 1.200 bis 2.500 Euro.
  • Bei Arbeitslosigkeit ist eine Förderung über den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III möglich, bei Beschäftigten über das Qualifizierungschancengesetz – Voraussetzung ist eine AZAV-Zulassung des Anbieters.
  • Pflegefachkräfte mit Palliativ-Zusatzqualifikation verdienen im Schnitt rund 40.000 Euro brutto im Jahr, in Leitungs- oder Koordinationsfunktion deutlich mehr.
  • Ideale Basis ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege plus einschlägige Berufserfahrung.

Was Palliative Care bedeutet

Palliative Care bezeichnet die ganzheitliche Betreuung von Menschen mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung. Das Ziel ist nicht mehr die Heilung, sondern die bestmögliche Lebensqualität in der verbleibenden Lebenszeit. Der Ansatz geht dabei über die reine Medizin hinaus: Er umfasst die Linderung von Schmerzen und belastenden Symptomen ebenso wie die psychische, soziale und spirituelle Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Die Weltgesundheitsorganisation versteht Palliative Care ausdrücklich als multiprofessionelle Aufgabe, an der Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Sozialarbeit, Seelsorge und ehrenamtliche Hospizbegleitung gemeinsam mitwirken.

Im deutschen Sprachgebrauch werden drei Begriffe oft vermischt, meinen aber Unterschiedliches. Palliativmedizin ist der ärztliche Teil der Versorgung, etwa die medikamentöse Symptomkontrolle. Palliativpflege beschreibt die pflegerische Begleitung durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Hospizarbeit stellt die psychosoziale Sterbebegleitung in den Mittelpunkt und wird häufig ehrenamtlich getragen. Palliative Care ist der Oberbegriff, der all diese Bereiche zu einem gemeinsamen Versorgungskonzept verbindet.

Das Berufsfeld bietet vielfältige Karrierechancen

In der Medizin sowie in der Pflege hat man es vielfach mit schwerstkranken Menschen zu tun, die leider nicht mehr auf Heilung hoffen können. Diese Menschen haben selbstverständlich eine optimale Versorgung verdient und profitieren heute von den massiven Fortschritten, die die Palliativmedizin und Palliativpflege gemacht haben. Damit ist ein Umdenken in der Pflege sowie im Gesundheitswesen einhergegangen, wodurch Fachkräfte aus dem Palliativbereich heute in den Genuss vielfältiger Karrierechancen kommen. Der demografische Wandel und der wachsende Bedarf an würdevoller Versorgung am Lebensende verstärken diesen Trend zusätzlich.

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich insbesondere in den folgenden Bereichen:

  • Kliniken und Krankenhäuser, vor allem auf Palliativstationen
  • Palliativzentren und Palliativstützpunkte
  • stationäre Hospize und Kinderhospize
  • ambulante Hospizdienste
  • ambulante Palliativversorgung (SAPV-Teams)
  • Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen
  • soziale Einrichtungen und Beratungsstellen

Fachkräfte in Sachen Palliative Care kümmern sich hier vor allem um die stationäre oder auch ambulante Palliativpflege. Einerseits geht es um die Umsetzung multimodaler Behandlungskonzepte, andererseits steht vielfach die würdevolle Sterbebegleitung im Vordergrund. Ein wachsendes Feld ist dabei die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), in der interdisziplinäre Teams schwerstkranke Menschen zu Hause betreuen und so einen Klinikaufenthalt am Lebensende häufig vermeiden helfen.

Palliative Care umfasst mehrere Weiterbildungsformen

Wer die Palliativversorgung als Berufung empfindet und seine Kompetenzen ausbauen möchte, trifft mit einer Weiterbildung Palliative Care eine gute Wahl. Eine einheitliche Qualifizierung existiert jedoch nicht, sondern eine ganze Reihe an Weiterbildungsmöglichkeiten mit sehr unterschiedlichem Umfang. Dessen sollten sich Interessierte bewusst sein, denn je nach Vorbildung und beruflichem Ziel führen unterschiedliche Wege zum Erfolg. Grob lassen sich die Angebote in drei Stufen ordnen, die aufeinander aufbauen.

WeiterbildungsformUmfangFür wen geeignetAbschluss
Basisseminar / Einführungca. 40 StundenPflege- und Betreuungskräfte, EhrenamtlicheTeilnahmezertifikat
Palliative-Care-Basiskurs160 Stundenexaminierte Pflegefachkräfteanerkanntes Zertifikat (Kern/Müller/Aurnhammer)
Fachweiterbildung Palliativ- und Hospizpflegeca. 720 bis 960 StundenPflegefachkräfte mit Berufserfahrungstaatlich anerkannte Fachpflege (Länderrecht)
Zusatzweiterbildung Palliativmedizin40-Stunden-Kurs plus FallseminareÄrztinnen und ÄrzteZusatzbezeichnung der Ärztekammer

Seminare und Kurse in Sachen Palliative Care

Seminare und Kurse sind ideale Weiterbildungen für Fachkräfte aus der Pflege beziehungsweise dem Gesundheitswesen, die die Palliativpflege stärker fokussieren möchten. Fernkurse und Seminare bieten die Gelegenheit dazu und stellen mitunter ein Zertifikat als Qualifikationsnachweis in Aussicht. In Verbindung mit der einschlägigen Vorbildung und Berufserfahrung ergeben sich exzellente Chancen. Besonders geeignet sind Lehrgänge zu beispielsweise den folgenden Themen:

  • Hospizarbeit und Sterbebegleitung
  • Schmerztherapie und Symptomkontrolle
  • Wundversorgung bei palliativen Verläufen
  • Pflegedokumentation und Palliativpflege
  • Kommunikation und Angehörigenarbeit
  • Ethik und Selbstfürsorge im Palliativbereich

Der 160-Stunden-Basiskurs ist der zentrale Einstieg

Das Herzstück der pflegerischen Palliative-Care-Qualifizierung ist der Basiskurs mit 160 Unterrichtsstunden nach dem verbreiteten Curriculum von Kern, Müller und Aurnhammer. Dieser Kurs gilt bei vielen Trägern und Kostenträgern als Standard, um auf einer Palliativstation, in einem Hospiz oder in einem SAPV-Team fest mitzuarbeiten. Vermittelt werden nicht nur pflegefachliche Inhalte wie Schmerz- und Symptommanagement, sondern auch Kommunikation in Grenzsituationen, ethische Entscheidungsfindung, Trauerbegleitung und die eigene Psychohygiene.

Der Kurs wird meist berufsbegleitend in mehreren Blockwochen über einige Monate hinweg angeboten, sodass Teilnehmende parallel im Beruf bleiben können. Wer über eine allgemeine Weiterbildung in der Altenpflege oder in der Pflege nachdenkt, findet im Palliative-Care-Basiskurs eine sinnvolle Spezialisierung mit klarem Praxisbezug.

Aufstiegsfortbildungen führen zur Fachpflege

Neben einfachen Seminaren und dem Basiskurs stehen auch waschechte Aufstiegsfortbildungen aus dem Bereich Palliative Care zur Auswahl. Wer einen Pflege- oder Gesundheitsfachberuf ausübt, kann so einen höheren beruflichen Abschluss anstreben und darauf die weitere Karriere aufbauen. Die staatlich geregelte Fachweiterbildung Palliativ- und Hospizpflege umfasst je nach Bundesland rund 720 bis 960 Stunden Theorie plus Praxiseinsätze und schließt mit einer anerkannten Fachpflege-Qualifikation ab. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden Weiterbildungsabschlüsse:

  • Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege
  • Fachaltenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege
  • Fachkinderkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege

Solche Fachweiterbildungen sind Aufstiegsfortbildungen und lassen sich häufig über das Aufstiegs-BAföG fördern. Wer eine Leitungslaufbahn anstrebt, kann darauf aufbauend etwa in Richtung Pflegedienstleitung gehen.

Ein Studium eröffnet akademische Laufbahnen

Welches Studium bietet sich an?

Die zunehmende Akademisierung hat längst auch im Pflege- und Gesundheitssektor Einzug gehalten. Wer sich in Sachen Palliative Care weiterbilden möchte, sollte folglich darüber nachdenken, ein einschlägiges Fach zu studieren. Der Beruf muss dem Studienwunsch dabei nicht im Wege stehen, schließlich gibt es das berufsbegleitende Studium in Form eines Fernstudiums oder anderen Teilzeitstudiums. Insbesondere die folgenden Studiengänge eignen sich als Bausteine für eine aussichtsreiche Laufbahn in der Palliativversorgung:

  • Gesundheitswissenschaft
  • Pflegewissenschaft
  • Soziale Arbeit
  • Rehabilitation und Therapiewissenschaften
  • Pflegemanagement und Sozialmanagement
  • Gesundheitswirtschaft

Ein akademischer Abschluss qualifiziert für Aufgaben in Koordination, Qualitätsmanagement, Lehre oder Forschung und ergänzt die praktische Palliativkompetenz um eine wissenschaftliche Perspektive.

Für die Weiterbildung gelten klare Voraussetzungen

Der Bereich Palliative Care ist kein einfaches Aufgabengebiet, denn hier hat man mit schwerkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen zu tun. Das muss man emotional verarbeiten können, ohne tagtäglich in tiefe Trauer zu verfallen oder an der fehlenden Hoffnung auf Heilung zu verzweifeln. Persönliche Stabilität, Empathie und die Bereitschaft zur Selbstreflexion sind deshalb ebenso wichtig wie fachliches Können.

Für den 160-Stunden-Basiskurs setzen die meisten Anbieter eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflege- oder Gesundheitsfachberuf voraus, etwa als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, als Altenpfleger/in oder als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann. Häufig wird zusätzlich eine gewisse Berufserfahrung erwartet. Für einfache Basisseminare genügt oft schon eine Tätigkeit in der Pflege oder Betreuung, während die staatliche Fachweiterbildung eine mehrjährige Berufserfahrung in der Regel zwingend verlangt.

Dauer und Ablauf richten sich nach der Kursform

Wie lange die Weiterbildung dauert, hängt stark vom gewählten Format ab. Kurze Basisseminare sind an wenigen Tagen absolviert, der 160-Stunden-Basiskurs verteilt sich meist auf mehrere Blockwochen über einige Monate, und die staatliche Fachweiterbildung erstreckt sich berufsbegleitend über ein bis zwei Jahre. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Rahmenwerte:

FormatTypische DauerOrganisation
Basisseminar2 bis 5 TagePräsenz oder online, oft am Stück
Basiskurs (160 Std.)ca. 4 bis 8 Monateberufsbegleitend in Blockwochen
Fachweiterbildung1 bis 2 Jahreberufsbegleitend, Theorie plus Praxis
Fernkurs / Zertifikatskurs3 bis 12 Monateflexibel im Selbststudium plus Präsenzanteile

Berufsbegleitende Formate und Fernkurse haben den Vorteil, dass sich die Qualifizierung mit der laufenden Berufstätigkeit vereinbaren lässt. Eine reine Vollzeitform ist bei Palliative Care unüblich, weil die praktische Arbeit am Patienten fester Bestandteil der Ausbildung ist.

Bildungsgutschein und Co. übernehmen die Kosten

So wird die Weiterbildung finanziert

Ein Palliative-Care-Basiskurs kostet je nach Anbieter meist zwischen 1.200 und 2.500 Euro, die staatliche Fachweiterbildung liegt darüber. Diese Summen müssen Interessierte in vielen Fällen nicht selbst tragen. Für die Finanzierung stehen mehrere Wege offen, die sich nach der persönlichen Situation richten.

  • Bildungsgutschein (§ 81 SGB III): Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann die Agentur für Arbeit um einen Bildungsgutschein bitten. Damit werden die Lehrgangskosten übernommen, wenn der Kurs sinnvoll für die Wiedereingliederung ist und der Anbieter eine AZAV-Zulassung hat.
  • Qualifizierungschancengesetz: Beschäftigte können über ihren Arbeitgeber gefördert werden, wenn die Weiterbildung den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit sichert.
  • Aufstiegs-BAföG: Für die staatliche Fachweiterbildung als Aufstiegsfortbildung kommt das Aufstiegs-BAföG in Betracht, das einen Zuschuss zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gewährt.
  • Arbeitgeberfinanzierung: Viele Kliniken und Träger übernehmen die Kosten, weil sie qualifizierte Palliativkräfte dringend benötigen.

Wer arbeitslos gemeldet ist und über den Bildungsgutschein gefördert wird, erhält während der Weiterbildung in der Regel weiterhin Arbeitslosengeld I. Seit der Reform gibt es zusätzlich ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro monatlich sowie Prämien bei bestandenen Zwischen- und Abschlussprüfungen. Wer Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) bezieht, kann einen Nebenjob als Minijob bis zur Grenze von 603 Euro monatlich ausüben, ohne die Förderung zu gefährden.

Weitere Details zu den Fördervoraussetzungen und zum Antragsweg finden sich in unseren Ratgebern zur Weiterbildung per Bildungsgutschein, zur Förderung einer Weiterbildung durch das Arbeitsamt sowie zur Frage, wie die Weiterbildung bezahlt wird.

Gehalt und Perspektiven im Palliativbereich

Der Palliativbereich ist ein sehr sensibles Tätigkeitsfeld. Interessierte wollen dennoch wissen, wie es finanziell für sie aussieht. Dazu sollten sie wissen, dass die Verdienstmöglichkeiten von Fall zu Fall variieren können, etwa nach Bundesland, Träger und Tarifbindung. In der Regel liegt das durchschnittliche Gehalt einer examinierten Pflegefachkraft mit Palliativ-Zusatzqualifikation bei rund 40.000 Euro brutto im Jahr. Wer nach Tarif des öffentlichen Dienstes oder eines kirchlichen Trägers beschäftigt ist, profitiert zusätzlich von Zulagen und geregelten Stufensteigerungen.

Nach oben ist die Gehaltsspanne offen: Mit einer Fachweiterbildung, in Koordinations- oder Leitungsfunktionen sowie in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind höhere Bezüge möglich. Die Palliativpflege bietet damit nicht nur eine sinnstiftende Tätigkeit, sondern auch stabile und ausbaufähige Verdienstperspektiven in einem zukunftssicheren Feld.

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Es gibt sinnvolle Alternativen zur Palliative Care

Dass die Weiterbildung Palliative Care nicht für jeden geeignet ist, liegt in der Natur der Sache. Wer dennoch in der Pflege Karriere machen möchte, sollte sich über Alternativen informieren. Andere Fachrichtungen kommen ebenso in Betracht wie eine Qualifizierung als Pflegesachverständige/r, Stationsleiter/in oder Praxisanleiter/in. Auch verwandte Spezialisierungen bieten spannende Wege, etwa in der Intensivpflege oder als Heilerziehungspfleger/in.

Wer noch am Anfang steht oder ganz neu in die Pflege einsteigen möchte, findet in unserer Übersicht zur Weiterbildung über das Arbeitsamt und zur Umschulung über das Arbeitsamt weitere geförderte Optionen. Eine Umschulung im Gesundheitswesen kann etwa der erste Schritt sein, um überhaupt die Voraussetzungen für eine spätere Palliative-Care-Qualifizierung zu schaffen.

Häufige Fragen zur Weiterbildung Palliative Care

Was ist Palliative Care?
Palliative Care ist die ganzheitliche Versorgung von Menschen mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung. Ziel ist nicht die Heilung, sondern eine möglichst hohe Lebensqualität durch Schmerz- und Symptomlinderung sowie psychische, soziale und spirituelle Begleitung. Der Ansatz ist multiprofessionell und bezieht Pflege, Medizin, Sozialarbeit und Seelsorge ein.
Was bedeutet Palliativpflege im Unterschied zur Palliativmedizin?
Palliativpflege ist der pflegerische Teil der Palliativversorgung durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Palliativmedizin bezeichnet den ärztlichen Anteil, etwa die medikamentöse Symptomkontrolle. Beide arbeiten im Palliative-Care-Team eng zusammen. Palliative Care ist der Oberbegriff, der pflegerische, medizinische und psychosoziale Versorgung zu einem gemeinsamen Konzept verbindet.
Wie lange dauert eine Weiterbildung Palliative Care?
Das hängt vom Format ab. Basisseminare dauern wenige Tage, der anerkannte 160-Stunden-Basiskurs verteilt sich berufsbegleitend meist auf vier bis acht Monate. Die staatliche Fachweiterbildung Palliativ- und Hospizpflege erstreckt sich über ein bis zwei Jahre. Fernkurse laufen je nach Umfang zwischen drei und zwölf Monaten.
Was kostet ein Palliative-Care-Basiskurs?
Ein Basiskurs mit 160 Stunden kostet je nach Anbieter meist zwischen 1.200 und 2.500 Euro. Die staatliche Fachweiterbildung liegt darüber. Bei Arbeitslosigkeit übernimmt oft die Agentur für Arbeit die Kosten über einen Bildungsgutschein, bei Beschäftigten häufig der Arbeitgeber oder eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz.
Spoiler-Titel
Ja. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III erhalten, sofern der Anbieter eine AZAV-Zulassung hat und die Weiterbildung sinnvoll für die Eingliederung ist. Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert, Aufstiegsfortbildungen zusätzlich über das Aufstiegs-BAföG.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Weiterbildung?
Für den 160-Stunden-Basiskurs ist meist eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege nötig, oft ergänzt um Berufserfahrung. Für einfache Basisseminare genügt häufig eine Tätigkeit in Pflege oder Betreuung. Die staatliche Fachweiterbildung setzt in der Regel mehrjährige Berufserfahrung als Pflegefachkraft voraus.
Was verdient man in der Palliativpflege?
Eine examinierte Pflegefachkraft mit Palliativ-Zusatzqualifikation verdient im Schnitt rund 40.000 Euro brutto im Jahr. Das Gehalt hängt von Bundesland, Träger und Tarifbindung ab. In Leitungs- und Koordinationsfunktionen oder in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind deutlich höhere Bezüge möglich.
Für wen ist eine Weiterbildung Palliative Care geeignet?
Geeignet ist sie vor allem für Pflegefachkräfte aus Krankenpflege und Altenpflege, die schwerstkranke und sterbende Menschen begleiten möchten. Neben fachlichem Können sind Empathie, emotionale Stabilität und die Bereitschaft zur Selbstreflexion wichtig. Auch Ärzte, Sozialarbeiter und Seelsorger nutzen entsprechende Kurse im Rahmen der multiprofessionellen Palliativversorgung.

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