Weiterbildung Fachkraft für Lagerlogistik

Anzeige

Eine Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ist in der klassischen Form gar nicht möglich, denn dieser Berufsabschluss steht am Ende einer dreijährigen dualen Ausbildung. Wer den Beruf ergreifen möchte, ohne die Ausbildung zu durchlaufen, wählt daher meist eine Umschulung. Weiterbildungen wiederum bauen auf einer bereits abgeschlossenen Ausbildung auf und vermitteln ausgebildeten Fachkräften für Lagerlogistik zusätzliche Kenntnisse, Spezialisierungen oder höhere Abschlüsse. Die Ausbildung schafft zwar die Basis für den beruflichen Alltag, doch der Wert gezielter Weiterbildungen lässt sich für die weitere Laufbahn nicht von der Hand weisen.

Fachkräfte für Lagerlogistik, die berufliche Ambitionen verfolgen, sollten das lebenslange Lernen verinnerlichen und sich regelmäßig weiterbilden. In vielen Fällen ist das Arbeitsamt behilflich und stellt bei Arbeitslosigkeit oder drohendem Jobverlust einen Bildungsgutschein aus. Unabhängig davon ist es wichtig zu wissen, welche Weiterbildung aussichtsreich ist und wie sie finanziert werden kann. Im Folgenden finden Interessierte einen fundierten Überblick über Anpassungsqualifizierungen, Aufstiegsfortbildungen, Studienoptionen, Fördermöglichkeiten sowie realistische Gehalts- und Karriereperspektiven.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Der Abschluss "Fachkraft für Lagerlogistik" entsteht durch dreijährige Ausbildung oder Umschulung, nicht durch eine Weiterbildung.
  • Weiterbildungen reichen von kurzen Anpassungsqualifizierungen (Ladungssicherung, Gefahrgut, SAP) bis zu Aufstiegsfortbildungen wie Logistikmeister oder Fachwirt.
  • Bei Arbeitslosigkeit übernimmt das Arbeitsamt die Kosten per Bildungsgutschein (§ 81 SGB III), Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert.
  • Aufstiegsfortbildungen (Meister, Fachwirt) werden über das Aufstiegs-BAföG bezuschusst, das unabhängig vom Einkommen gewährt wird.
  • Das Gehalt liegt in der Ausbildung bei rund 2.200 bis 2.800 Euro brutto, als Logistikmeister sind 3.500 bis 4.500 Euro erreichbar.
AZAV-zertifiziertAnbieterKurssuche über KURSNET
3.500-4.500 €Verdienstbrutto/Monat
IHK-AbschlussAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Anzeige

Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

Fernakademie für Erwachsenenbildung

Staatlich zugelassen (ZFU) · Klett-Gruppe

  • Über 100 Fernlehrgänge zur Wahl
  • 4 Wochen kostenloses Probestudium
  • Berufsbegleitend von zu Hause lernen
Infomaterial bestellen

Kostenlos · Unverbindlich

ILS Institut für Lernsysteme

Staatlich zugelassen (ZFU) · größte Fernschule

  • Deutschlands größte Fernschule
  • 4 Wochen kostenloses Probestudium
  • Über 200 Fernkurse im Angebot
Infomaterial bestellen

Kostenlos · Unverbindlich

Die vorgestellten Fernschulen sind Werbepartner. Wenn Sie über einen dieser Links Infomaterial anfordern, erhalten wir unter Umständen eine Provision - für Sie bleibt es kostenlos und unverbindlich.

Inhaltsverzeichnis

Fachkraft für Lagerlogistik bei der Arbeit im Warenlager

Das Berufsbild bestimmt die passende Weiterbildung

Bevor es um die eine oder andere Weiterbildung geht, sollte das Berufsbild klar sein. Als Fachkraft für Lagerlogistik kümmert man sich vor allem um die Annahme, Kontrolle und sachgerechte Lagerung von Lieferungen. Hinzu kommen die Zusammenstellung von Sendungen, die Tourenplanung sowie Verladung und Versand. Fachkräfte für Lagerlogistik sind in nahezu alle logistischen Prozesse eines Betriebs eingebunden und arbeiten heute stark IT-gestützt mit Lagerverwaltungssystemen. Vor allem in den folgenden Bereichen ergeben sich daraus spannende Beschäftigungsmöglichkeiten:

Weil das Berufsbild so breit angelegt ist, hängt die sinnvolle Weiterbildung stark vom persönlichen Ziel ab. Wer sich fachlich vertiefen will, greift zu Anpassungsqualifizierungen. Wer eine Führungsrolle anstrebt, setzt auf eine Aufstiegsfortbildung. Und wer den Sprung ins Management plant, denkt über ein berufsbegleitendes Studium nach. Einen umfassenden Überblick über Förderwege bietet unsere Übersicht zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Anpassungsqualifizierungen schließen Wissenslücken gezielt

Anpassungsqualifizierungen kommen typischerweise als Seminare, Workshops oder kompakte Kurse daher und widmen sich einzelnen Themen. Fachkräfte für Lagerlogistik erhalten so die Gelegenheit, Wissenslücken zu schließen, ihr Fachwissen aufzufrischen oder sich zu spezialisieren. Sie dauern meist nur wenige Tage bis Wochen und lassen sich oft berufsbegleitend absolvieren. Insbesondere die folgenden Themengebiete eignen sich für Anpassungsqualifizierungen:

Solche Qualifizierungen sind vergleichsweise schnell zu absolvieren und bringen im Berufsalltag oft sofort einen Mehrwert. Ein Gefahrgutschein oder ein SAP-Zertifikat kann die eigene Position im Betrieb spürbar aufwerten und die Chancen bei einer Bewerbung erhöhen. Wer sich softwareseitig breiter aufstellen möchte, findet in unserem Ratgeber zur SAP-Weiterbildung weiterführende Informationen.

Aufstiegsfortbildungen führen zu höheren Abschlüssen

Wer als Fachkraft für Lagerlogistik eine Weiterbildung anstrebt, die zu einem höheren beruflichen Abschluss führt, liegt mit einer sogenannten Aufstiegsfortbildung goldrichtig. Diese Fortbildungen sind bundesweit einheitlich geregelt, enden mit einer Prüfung vor der IHK und öffnen den Weg in Führungs- und Fachaufgaben. Sie sind zudem über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. All diejenigen, die einen Expertenstatus anstreben, sollten die folgenden Abschlüsse im Blick haben:

Der Logistikmeister ist der klassische Aufstiegsweg direkt aus der Lagerlogistik heraus. Er qualifiziert für die Leitung von Lagerbereichen, die Personalführung und die Organisation logistischer Abläufe. Der Fachwirt für Logistiksysteme legt den Schwerpunkt stärker auf kaufmännische und planerische Aufgaben. Wer sich für die vielfältigen Fachwirt-Abschlüsse interessiert, findet in unserem Überblick zum Fachwirt eine gute Orientierung.

Ein Studium öffnet den Weg ins Management

Ein Studium kann für versierte Fachkräfte für Lagerlogistik ebenfalls eine Option sein und gerade in Zeiten zunehmender Akademisierung spannende Chancen bieten. Berufstätige können ein Studium neben dem Beruf in Angriff nehmen und so trotz beruflicher und privater Verpflichtungen den grundständigen Bachelor oder weiterführenden Master erlangen. Möglich macht dies ein berufsbegleitendes Studium in Form eines Abendstudiums, Fernstudiums oder anderen Teilzeitmodells. Besonders relevant sind die folgenden Fächer:

Zu beachten ist, dass für ein Studium in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung nötig ist. Fachkräfte für Lagerlogistik mit mehrjähriger Berufserfahrung können jedoch in vielen Bundesländern auch ohne Abitur über eine berufliche Qualifikation zum Studium zugelassen werden. Ein Meister- oder Fachwirt-Abschluss verschafft sogar den vollwertigen Hochschulzugang.

Die Voraussetzungen hängen von der gewählten Qualifizierung ab

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, richtet sich stark nach der Art der Weiterbildung. Für die meisten Anpassungsqualifizierungen genügt die abgeschlossene Ausbildung oder einschlägige Berufserfahrung. Bei den Aufstiegsfortbildungen sind die Zulassungsbedingungen dagegen klar geregelt und knüpfen an Abschluss plus Praxiszeit an.

WeiterbildungTypische VoraussetzungAbschluss
AnpassungsqualifizierungAusbildung oder BerufserfahrungTeilnahme-/Zertifikat
Logistikmeister/in (IHK)Ausbildung + ca. 1 Jahr PraxisBundeseinheitlicher Meisterbrief
Fachwirt/in für LogistiksystemeAusbildung + einschlägige PraxisIHK-Fortbildungsabschluss
Berufsbegleitendes StudiumAbitur oder berufliche ZulassungBachelor / Master

Die genauen Praxiszeiten legt die jeweilige IHK fest. In der Praxis lassen sich fehlende Zeiten häufig durch bereits absolvierte Teilqualifikationen ausgleichen. Eine Beratung bei der zuständigen Kammer schafft hier schnell Klarheit.

Dauer und Ablauf richten sich nach Vollzeit oder Teilzeit

Die Dauer einer Weiterbildung variiert erheblich. Anpassungsqualifizierungen sind in Tagen oder wenigen Wochen erledigt, Aufstiegsfortbildungen dauern je nach Modell mehrere Monate bis über ein Jahr. Entscheidend ist, ob die Weiterbildung in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit absolviert wird.

ModellTypische Dauer (z. B. Logistikmeister)Für wen geeignet
Vollzeitca. 4 bis 8 MonateArbeitslose, Freigestellte
Teilzeit / berufsbegleitendca. 18 bis 24 MonateBerufstätige neben dem Job
Fernlehrgangflexibel, ca. 18 bis 30 MonateOrts- und zeitunabhängig Lernende

Vollzeitmodelle bringen schneller zum Ziel, setzen aber voraus, dass man in dieser Zeit nicht regulär arbeitet - für Arbeitslose ist das oft der ideale Weg. Teilzeit- und Fernlehrgänge lassen sich mit dem Beruf vereinbaren, verlangen dafür aber mehr Durchhaltevermögen. Wer eine Fernlösung bevorzugt, findet in unserem Ratgeber zur Weiterbildung per Fernstudium hilfreiche Hinweise.

Anzeige

Kosten und Förderung entscheiden über die Machbarkeit

Weiterbildungen kosten Geld, doch niemand muss die Finanzierung allein stemmen. Je nach Ausgangslage stehen unterschiedliche Förderwege offen. Für viele Fachkräfte für Lagerlogistik ist gerade die Förderfrage entscheidend dafür, ob eine Qualifizierung realistisch wird.

FörderwegFür wenWas wird gefördert
Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit BedrohteLehrgangs- und Fahrtkosten, oft komplett
QualifizierungschancengesetzBeschäftigte im BetriebZuschuss zu Kosten und Arbeitsentgelt
Aufstiegs-BAföG (AFBG)Alle bei Meister/FachwirtZuschuss zu Lehrgangs- und Prüfungskosten
WeiterbildungsgeldBürgergeld-/Grundsicherungsgeld-Bezug150 Euro monatlich plus Prämien

Bei Arbeitslosigkeit ist der Bildungsgutschein der wichtigste Hebel: Wird eine Weiterbildung als notwendig anerkannt, übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten oft vollständig. Wie das genau funktioniert, erklärt unser Ratgeber So wird die Weiterbildung vom Arbeitsamt bezahlt. Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert, das der Arbeitgeber gemeinsam mit der Arbeitsagentur beantragt.

Für die Aufstiegsfortbildungen zum Logistikmeister oder Fachwirt greift das Aufstiegs-BAföG, das einkommensunabhängig gewährt wird und einen großen Teil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss abdeckt. Wer Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) bezieht und eine abschlussorientierte Weiterbildung macht, erhält zusätzlich ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro monatlich sowie Prämien für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen. Beim Bezug von Grundsicherungsgeld gilt außerdem, dass ein Minijob bis zur Grenze von 603 Euro im Monat unter bestimmten Bedingungen anrechnungsfrei bleiben kann. Details zu den Wegen der Kostenübernahme bündelt unsere Übersicht zur Weiterbildung per Bildungsgutschein.

Karriere und Gehalt steigen mit jeder Qualifizierung

An beruflichen Perspektiven mangelt es Fachkräften für Lagerlogistik in keiner Weise, denn qualifiziertes Logistikpersonal ist branchenübergreifend gefragt. Auch die Verdienstmöglichkeiten können sich sehen lassen und wachsen deutlich mit jeder zusätzlichen Qualifizierung. Die folgenden Werte dienen als grobe Orientierung; regional und je nach Betrieb gibt es spürbare Unterschiede.

QualifikationsstufeTypisches Monatsbrutto
Fachkraft für Lagerlogistikca. 2.200 - 2.800 Euro
Fachkraft mit Spezialisierungca. 2.600 - 3.200 Euro
Logistikmeister/in (IHK)ca. 3.500 - 4.500 Euro
Leitung Logistik / Studiumca. 4.500 Euro und mehr

Wer als Logistikmeister oder Fachwirt Verantwortung übernimmt, kann in die Bereichs- oder Lagerleitung aufsteigen. Mit einem Studium eröffnen sich Positionen im Logistik-, Supply-Chain- oder Prozessmanagement. Die Investition in eine Weiterbildung zahlt sich also nicht nur fachlich, sondern in aller Regel auch finanziell aus.

Alternativen erweitern das berufliche Spektrum

Ein Studium kann eine interessante Alternative zur klassischen Weiterbildung sein. Fachkräfte für Lagerlogistik können aber auch Qualifizierungen für verwandte Berufsbilder ins Auge fassen und so ihr berufliches Spektrum erweitern. In Betracht kommen unter anderem folgende Richtungen:

Wer den Beruf hinter sich lassen und komplett neu starten möchte, sollte über eine Umschulung nachdenken. Dabei lässt sich ein vollständiger Berufswechsel innerhalb oder außerhalb der Logistikbranche verwirklichen. Welche Wege das Arbeitsamt hier fördert, zeigt unsere Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Anbieter und Beratung sichern die richtige Wahl

Eigeninitiative ist in der Karriereplanung wichtig, doch niemand muss alles allein entscheiden. IHK, Arbeitsamt und zahlreiche Lehrgangsanbieter beraten umfassend und sind kompetente Ansprechpartner rund um berufliche Qualifizierungen für Fachkräfte für Lagerlogistik. Damit eine Weiterbildung über einen Bildungsgutschein förderfähig ist, muss der Anbieter nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert und der konkrete Kurs zugelassen sein.

Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt gehört zur Entscheidung. Ein Blick auf aktuelle Stellenangebote für Fachkräfte für Lagerlogistik hilft, ein Gefühl für gefragte Zusatzqualifikationen zu bekommen und die passende Maßnahme auszuwählen. So lässt sich die Weiterbildung an den realen Anforderungen des Marktes ausrichten.


Der richtige Zeitpunkt lässt sich frühzeitig erkennen

Wann eine Weiterbildung sinnvoll wird

Viele Fachkräfte für Lagerlogistik empfinden es als große Herausforderung, den richtigen Zeitpunkt für eine Weiterbildung abzupassen. So schwer ist das aber nicht, denn in Zeiten des lebenslangen Lernens sollten regelmäßige Weiterbildungen eine Selbstverständlichkeit sein.

Spätestens dann, wenn der geplante Aufstieg an fehlenden Qualifizierungen scheitert oder ein Jobverlust droht, sollte man die Weiterbildungsmöglichkeiten ergründen und das Gespräch mit der Arbeitsagentur suchen.


Ein Redaktionstipp zur Umschulung als Alternative

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Interessierte an einer aussichtsreichen Karriere in der Logistik befassen sich vielfach mit Weiterbildungen für Fachkräfte für Lagerlogistik. Sie sollten allerdings auch dem folgenden Tipp aus unserer Redaktion Beachtung schenken.

Denken Sie auch über eine Umschulung nach. Wer bislang als Fachkraft für Lagerlogistik tätig war und sich beruflich verändern möchte, kann anstelle einer Weiterbildung auch eine Umschulung in Betracht ziehen. Im Zuge dessen lässt sich ein kompletter Berufswechsel bewerkstelligen, sodass innerhalb oder außerhalb der Logistik- und Transportbranche noch einmal ein Neuanfang gelingt.

Häufige Fragen zur Weiterbildung Fachkraft für Lagerlogistik

Kann man per Weiterbildung Fachkraft für Lagerlogistik werden?
Nein. Der anerkannte Abschluss entsteht nur über die dreijährige Ausbildung oder eine gleichwertige Umschulung. Eine reine Weiterbildung führt nicht zum Berufsabschluss, sondern baut auf einer bestehenden Ausbildung auf. Für Quereinsteiger kommt daher meist eine Umschulung infrage.

Welche Weiterbildung passt zur Fachkraft für Lagerlogistik?
Das hängt vom Ziel ab. Für die fachliche Vertiefung eignen sich Anpassungsqualifizierungen wie Gefahrgut, Ladungssicherung oder SAP. Wer aufsteigen will, wählt eine Aufstiegsfortbildung zum Logistikmeister oder Fachwirt für Logistiksysteme. Für das Management bietet sich ein berufsbegleitendes Studium an.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Logistikmeister?
In Vollzeit dauert der Logistikmeister etwa vier bis acht Monate, berufsbegleitend in Teilzeit rund 18 bis 24 Monate. Fernlehrgänge sind flexibel und liegen häufig zwischen 18 und 30 Monaten. Die genaue Dauer hängt vom Anbieter und vom gewählten Modell ab.

Zahlt das Arbeitsamt die Weiterbildung?
Bei Arbeitslosigkeit oder drohendem Jobverlust kann das Arbeitsamt die Kosten per Bildungsgutschein nach § 81 SGB III übernehmen, oft vollständig inklusive Fahrtkosten. Voraussetzung ist, dass die Weiterbildung als notwendig anerkannt wird und der Anbieter AZAV-zertifiziert ist.

Wie werden Beschäftigte gefördert?
Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert. Der Arbeitgeber beantragt gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Zuschüsse zu den Weiterbildungskosten und teils zum Arbeitsentgelt während der Freistellung. Für Aufstiegsfortbildungen greift zusätzlich das einkommensunabhängige Aufstiegs-BAföG.

Was verdient ein Logistikmeister?
Ein Logistikmeister verdient typischerweise zwischen 3.500 und 4.500 Euro brutto im Monat und damit deutlich mehr als eine Fachkraft für Lagerlogistik ohne Aufstiegsabschluss. In leitenden Positionen oder mit Studium sind auch höhere Gehälter erreichbar. Region und Betriebsgröße beeinflussen die Höhe stark.

Lohnt sich eine Weiterbildung finanziell?
In den meisten Fällen ja. Schon Spezialisierungen wie ein Gefahrgut- oder SAP-Zertifikat verbessern die Position im Betrieb. Ein Meister- oder Fachwirt-Abschluss hebt das Gehalt spürbar an. Durch Förderungen wie Bildungsgutschein oder Aufstiegs-BAföG bleiben die eigenen Kosten oft gering.

Ist ein Studium ohne Abitur möglich?
Ja. Fachkräfte für Lagerlogistik mit mehrjähriger Berufserfahrung können in vielen Bundesländern auch ohne Abitur studieren. Ein abgeschlossener Meister- oder Fachwirt-Abschluss verschafft sogar den vollwertigen Hochschulzugang und öffnet den Weg zu einem Bachelor in Logistik oder BWL.