Weiterbildung Techniker

Per Weiterbildung Techniker/in zu werden, bietet sich für Angehörige technischer Berufe in besonderem Maße an. Im Zuge einer entsprechenden Qualifizierung erlangen sie den Abschluss als staatlich geprüfte/r Techniker/in und fördern damit ihre Karriere aktiv. Wer einerseits seinem Beruf sehr verbunden ist und sich andererseits fachlich weiterentwickeln möchte, trifft mit einer Techniker-Weiterbildung eine gute Wahl. Die Aufstiegsfortbildung öffnet den Weg in Führungs- und Planungsaufgaben und verschafft zugleich einen Gehaltssprung.

Vorab sollten Interessierte allerdings einige Dinge bedenken, um keine Fehlentscheidung zu treffen. Denn wer staatlich geprüfte/r Techniker/in werden will, muss zwischen zahlreichen Fachrichtungen und Spezialisierungen wählen, die Finanzierung klären und die passende Lehrgangsform finden. Dieser Ratgeber führt Schritt für Schritt durch Berufsbild, Inhalte, Voraussetzungen, Dauer, Kosten und Förderung sowie Karriere und Gehalt. Eine Beratung beim Arbeitsamt beziehungsweise der Agentur für Arbeit gehört ebenfalls dazu.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Der/die staatlich geprüfte Techniker/in ist eine anerkannte Aufstiegsfortbildung auf DQR-Niveau 6 – gleichwertig mit Bachelor und Meister.
  • Voraussetzung sind eine einschlägige Berufsausbildung und in der Regel ein Jahr Berufspraxis; der Umfang beträgt mindestens 2.400 Unterrichtsstunden.
  • Vollzeit dauert die Weiterbildung rund zwei Jahre, in Teilzeit oder als Fernlehrgang drei bis vier Jahre.
  • An staatlichen Fachschulen fallen keine Lehrgangsgebühren an; private Anbieter kosten mehrere tausend Euro. Aufstiegs-BAföG fördert bis zu 100 Prozent der Gebühren.
  • Techniker/innen verdienen meist zwischen 45.000 und 60.000 Euro brutto im Jahr und erwerben mit dem Abschluss die Fachhochschulreife.

Techniker in der Elektrotechnik bei der Arbeit an einer Schaltanlage

Techniker/innen übernehmen Führungs- und Planungsaufgaben in der Technik

Techniker/innen verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung, mehrjährige Berufspraxis und eine abgeschlossene Fortbildung. Dass sie in den Genuss vielversprechender Berufsaussichten kommen, liegt somit in der Natur der Sache. Als Techniker/in übernimmt man wichtige Führungsaufgaben im technischen Bereich und widmet sich beispielsweise der Organisation, der technischen Planung oder der Kontrolle technischer Prozesse. Damit besetzen Techniker/innen die Schnittstelle zwischen der Facharbeiterebene und dem Ingenieurwesen: Sie planen, koordinieren, überwachen die Fertigung und führen Teams.

Je nach Fachrichtung und Spezialisierung variieren die Einsatzbereiche, so dass sich für Techniker/innen unter anderem in den folgenden Branchen Karrierechancen ergeben:

  • Maschinenbau
  • Bauwesen
  • IT-Branche
  • Medizintechnik
  • Umwelttechnik
  • Holzindustrie
  • Lebensmitteltechnik
  • Chemische Industrie
  • Fahrzeugbau
  • Garten- und Landschaftsbau

Typische Tätigkeitsfelder sind die Arbeitsvorbereitung, die Qualitätssicherung, die Konstruktion, der technische Vertrieb, die Instandhaltung sowie die Betriebs- und Fertigungsleitung. Wer Techniker/in ist, bekleidet häufig eine Führungsposition und hat entsprechend Anspruch auf ein angemessenes Einkommen. Wie eine solche Aufstiegsfortbildung grundsätzlich funktioniert und welche Rolle die Weiterbildung über das Arbeitsamt spielt, erläutern wir im weiteren Verlauf.

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Die Fachrichtung entscheidet über Inhalte und Einsatzgebiet

Der Weg zum/zur staatlich geprüften Techniker/in führt stets über den Besuch einer Fachschule für Technik. Im Rahmen der Aufstiegsfortbildung streben die Teilnehmenden die staatliche Abschlussprüfung an, mit der zugleich die Fachhochschulreife erworben werden kann. Die Weiterbildung basiert auf einer staatlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung des jeweiligen Bundeslandes und lässt sich unter anderem in den folgenden Varianten absolvieren:

  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Maschinenbau mit den Spezialisierungen Fertigungstechnik, Betriebstechnik, Verfahrenstechnik sowie Entwicklung und Konstruktion
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Maschinentechnik mit den Spezialisierungen Konstruktion, Fertigungstechnik, Bergbaumaschinen und Werkzeugbau
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Mechatronik mit den Spezialisierungen Maschinen- und Anlagentechnik sowie Systemtechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Fahrzeugtechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Elektrotechnik mit den Spezialisierungen Datenverarbeitungstechnik, Energietechnik und Prozessautomatisierung, Systemtechnik, Erneuerbare Energien, Automatisierungstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Bautechnik mit den Spezialisierungen Hochbau, Tiefbau, Glasbautechnik, Baustofftechnik, Metallbautechnik, Vermessungstechnik, Hochbaukonstruktion und Baubetriebslehre
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Medizintechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Sanitärtechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Werkstofftechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Farb- und Lacktechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Forsttechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit den Spezialisierungen Verfahrenstechnik, Qualitäts- und Umweltmanagement, Prozesstechnik, Bäckereitechnik sowie Prozessplanung und -management

Diese Liste ließe sich fortführen und vermittelt daher nur einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Techniker-Weiterbildung. Daraus ergeben sich große inhaltliche Unterschiede. Bei der Wahl der Fachrichtung sollte die eigene Ausbildung passen und ein Blick auf die regionale Nachfrage geworfen werden. Wer etwa im Elektrohandwerk gelernt hat, findet mit der Fachrichtung Elektrotechnik oder Mechatronik den logischen Anschluss; für den Bereich Medizinprodukte eignet sich die Fachrichtung Medizintechnik.

Fachbereich und allgemeinbildende Fächer prägen den Lehrplan

Der fachrichtungsspezifische Teil bildet den Kern des Lehrplans, doch daneben stehen berufsübergreifende und allgemeinbildende Fächer an. Diese vermitteln Führungs-, Kommunikations- und Managementkompetenzen und bereiten zugleich auf die Fachhochschulreife vor. Typischerweise umfasst die Fortbildung die folgenden übergreifenden Inhalte:

  • Kommunikation und Präsentation
  • Englisch (fachbezogen)
  • Betriebswirtschaft und Wirtschaftslehre
  • Recht
  • Politik und Gesellschaft
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Unternehmensführung und Projektmanagement

Wer die Berufs- und Arbeitspädagogik erfolgreich absolviert, erwirbt zugleich die Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) und darf im Betrieb selbst ausbilden. Den Abschluss der Weiterbildung bildet eine schriftliche und praktische Prüfung, häufig ergänzt um eine Technikerarbeit (Projektarbeit) mit anschließendem Fachgespräch.

Berufsausbildung und Berufspraxis sind die Zugangsvoraussetzungen

Für die Zulassung zur Techniker-Weiterbildung gelten bundesweit ähnliche, im Detail aber landesrechtlich geregelte Voraussetzungen. In der Regel werden verlangt:

  • eine abgeschlossene, einschlägige Berufsausbildung in einem passenden anerkannten Ausbildungsberuf,
  • eine einschlägige Berufspraxis von in der Regel mindestens einem Jahr (je nach Bundesland und Fachrichtung teils bis zu drei Jahren; Ausbildungszeiten können angerechnet werden),
  • alternativ eine mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit ohne Ausbildung, sofern das jeweilige Landesrecht dies zulässt.

Ein bestimmter Schulabschluss ist über die Ausbildung hinaus meist nicht gefordert. Wer unsicher ist, ob die eigene Vorbildung ausreicht, klärt das am besten direkt mit der Wunschfachschule und lässt sich parallel bei der Agentur für Arbeit zu Fördermöglichkeiten beraten. Auch für Quereinsteiger kann sich statt der Fortbildung eine Umschulung über das Arbeitsamt anbieten, wenn zunächst ein passender Ausbildungsberuf nachgeholt werden soll.

Dauer und Ablauf hängen von der gewählten Lehrgangsform ab

Die Weiterbildung umfasst mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Wie lange es bis zum Abschluss dauert, hängt von der Lehrgangsform und den persönlichen Umständen ab. Angehende Techniker/innen können zwischen Vollzeit, Teilzeit (berufsbegleitend) und dem Fernlehrgang wählen. Die folgende Übersicht fasst die Formen zusammen:

LehrgangsformDauerUnterrichtGeeignet für
Vollzeitca. 2 Jahretagsüber, Mo-Fr an der Fachschulewer sich ganz auf die Fortbildung konzentrieren kann
Teilzeit / berufsbegleitendca. 3-4 Jahreabends und/oder samstagsBerufstätige, die ihr Einkommen behalten wollen
Fernlehrgangca. 3,5-4 JahreSelbststudium plus Präsenzphasenortsunabhängiges, flexibles Lernen

Der berufsbegleitende Weg hat den Vorteil, dass das feste Einkommen erhalten bleibt und Gelerntes direkt im Betrieb angewendet werden kann. Dafür verlängert sich die Gesamtdauer, und die Doppelbelastung aus Beruf und Lernen ist nicht zu unterschätzen. Die Vollzeitvariante führt schneller zum Ziel, erfordert aber, für rund zwei Jahre auf das reguläre Arbeitseinkommen zu verzichten – hier kommt die Förderung ins Spiel.

Kosten lassen sich über mehrere Förderwege deutlich senken

Zumindest an staatlichen Fachschulen fallen für die Techniker-Weiterbildung keine oder nur geringe Lehrgangsgebühren an, so dass vor allem die Lebenshaltungskosten während der Fortbildung zu decken sind. Bei privaten Bildungsträgern und Fernschulen liegen die Gebühren dagegen häufig im mittleren vierstelligen Bereich. Für die Finanzierung stehen mehrere Wege offen, die sich teils kombinieren lassen:

FörderwegFür wenWas wird gefördert
Aufstiegs-BAföG (AFBG)alle, die eine Aufstiegsfortbildung machenLehrgangs- und Prüfungsgebühren (50 % Zuschuss, Rest zinsgünstiges Darlehen), bei Vollzeit zusätzlich einkommensunabhängiger Unterhaltsbeitrag
Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohtevollständige Lehrgangskosten bei AZAV-zertifiziertem Träger nach Ermessen der Agentur für Arbeit
QualifizierungschancengesetzBeschäftigte (über den Arbeitgeber)Zuschüsse zu Weiterbildungskosten und Arbeitsentgelt während der Freistellung
WeiterbildungsgeldBezieher von Grundsicherungsgeld beim Jobcenter150 Euro monatlich zusätzlich sowie Prämien bei bestandenen Prüfungen

Das Aufstiegs-BAföG ist für die klassische Techniker-Fortbildung der wichtigste Weg, weil der Techniker als Aufstiegsfortbildung ausdrücklich förderfähig ist – unabhängig vom Alter und einkommensunabhängig bei den Gebühren. Wer arbeitslos ist, kann stattdessen einen Bildungsgutschein erhalten; dann übernimmt die Agentur für Arbeit die kompletten Lehrgangskosten, sofern der Träger AZAV-zertifiziert ist. Beschäftigte lassen sich über das Qualifizierungschancengesetz durch ihren Arbeitgeber fördern. Wer Grundsicherungsgeld (das frühere Bürgergeld) bezieht, erhält für eine abschlussorientierte Weiterbildung zusätzlich 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat. Ein Minijob bis zur Grenze von 603 Euro monatlich bleibt in vielen Konstellationen anrechnungsfrei nutzbar, um während der Fortbildung etwas hinzuzuverdienen.

Der Abschluss ist staatlich anerkannt und öffnet den Hochschulzugang

Hinsichtlich der Anerkennung der Techniker-Weiterbildung muss sich niemand Sorgen machen, denn hier winkt der Abschluss als staatlich geprüfte/r Techniker/in. Eine staatlich konzipierte Ausbildungs- und Prüfungsordnung dient als Grundlage und regelt die Aufstiegsfortbildung. Abschließend findet eine staatliche Prüfung statt, die keinen Zweifel an der Anerkennung zulässt.

Im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ist der/die staatlich geprüfte Techniker/in auf Niveau 6 eingeordnet – derselben Stufe wie der Bachelor und der Meisterabschluss. Mit dem erfolgreichen Abschluss wird in der Regel zugleich die Fachhochschulreife erworben, in einigen Bundesländern bei entsprechenden Zusatzleistungen sogar die allgemeine Hochschulreife. Damit steht der Weg an die Hochschule offen.

Karriere und Gehalt sprechen für die Techniker-Weiterbildung

Techniker/innen bekleiden typischerweise eine Führungs- oder Fachverantwortungsposition und haben Anspruch auf ein angemessenes Einkommen. Die Verdienstmöglichkeiten variieren nach Branche, Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Als grobe Orientierung bewegt sich das Bruttojahresgehalt meist zwischen rund 45.000 und 60.000 Euro; Einstiegswerte liegen häufig um 40.000 Euro, in gut zahlenden Branchen und mit Führungsverantwortung sind auch mehr als 65.000 Euro erreichbar.

Neben dem reinen Gehalt zahlt sich die Fortbildung durch verbesserte Aufstiegs- und Jobsicherheit aus. Techniker/innen sind gefragte Fachkräfte, gerade in Branchen mit Fachkräftemangel wie Maschinenbau, Elektrotechnik und dem Bauwesen. Verwandte Aufstiegsfortbildungen wie der Technische Betriebswirt, der Logistikmeister oder die Qualifizierung zur Elektrofachkraft können die eigene Position zusätzlich stärken.

Nach dem Techniker steht der Weg ins Studium offen

Als Techniker/in ist man im Besitz eines anerkannten Fortbildungsabschlusses, kann sich aber durchaus noch weiterentwickeln. Staatlich geprüfte Techniker/innen sollten über ein Studium nachdenken, das ihrem Fachbereich entspricht. Da der Techniker den Hochschulzugang mitbringt, ist ein anschließendes Studium auch ohne klassisches Abitur möglich. Um studieren und zugleich Berufserfahrung sammeln zu können, bietet sich ein Studium neben dem Beruf an. Die folgenden Studienformen lassen sich gut mit dem Beruf vereinbaren:

  • Fernstudium
  • Abendstudium
  • Teilzeitstudium

Welches Fach sinnvoll ist, hängt vom bisherigen Werdegang ab. In der Regel empfiehlt es sich, der Techniker-Fachrichtung treu zu bleiben und die betreffenden Kompetenzen weiter auszubauen. Grundsätzlich stehen unter anderem folgende Studienfächer zur Auswahl:

  • Maschinenbau
  • Mechatronik
  • Elektrotechnik
  • Verfahrenstechnik
  • Medizintechnik
  • Landschaftsarchitektur
  • Bauingenieurwesen
  • Lebensmitteltechnologie

Meister und Fachwirt sind sinnvolle Alternativen

Die Weiterbildung zum Techniker bietet viel Potenzial, dennoch sollten Interessierte mögliche Alternativen im Blick behalten. Je nach Ziel kann auch eine Qualifizierung als Meister/in, Technische/r Fachwirt/in oder Betriebswirt/in eine Überlegung wert sein. Während der Techniker stärker technisch-fachlich ausgerichtet ist, betont der Meister die betriebliche Führung und Ausbildung im Handwerk, und der Fachwirt setzt einen kaufmännischen Schwerpunkt. Wer unsicher ist, welcher Weg besser passt, lässt sich am besten beim Arbeitsamt beraten.

Fachschulen und Akademien bereiten auf die Prüfung vor

Die Qualifizierung zum/zur Techniker/in ist für viele Menschen mit abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung im handwerklichen beziehungsweise technischen Bereich ein echter Türöffner. Interessierte müssen jedoch wissen, wo sie sich weiterbilden können. Technikerschulen, staatliche Fachschulen für Technik und private Akademien kommen gleichermaßen in Betracht und bereiten umfassend auf die staatliche Prüfung vor. Achten Sie bei der Trägerwahl auf die AZAV-Zertifizierung, wenn Sie mit Bildungsgutschein fördern lassen wollen, und vergleichen Sie Präsenzanteile, Prüfungsquoten und Gebühren.

Eine feste Lernroutine trägt durch die lange Fortbildung

Wer sich zum Techniker fortbilden lässt, muss eine Lernroutine etablieren, die zur eigenen Lebenssituation passt. Bei bestehenden privaten und beruflichen Verpflichtungen ist das alles andere als einfach. Die folgende Checkliste fasst die wesentlichen Punkte einer guten Lernorganisation zusammen:

  • feste Lernzeiten im Wochenplan verankern
  • regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen
  • zeitnahe Nacharbeit des Unterrichtsstoffs
  • gute, aktuelle Lernmaterialien nutzen
  • Verständnis und Rücksichtnahme von Familie und Freunden einholen
  • Motivation durch realistische Zwischenziele erhalten

Tipp aus der Redaktion: Stellenanzeigen zeigen gefragte Fachrichtungen

Tipp aus der Redaktion

Wenn es um Weiterbildungen für Techniker/innen geht, haben Interessierte bei der Auswahl der Fachrichtung die Qual der Wahl. Zugleich stellen sie damit die Weichen für ihre Zukunft und sollten daher überlegt entscheiden.

Verschaffen Sie sich anhand aktueller Stellenanzeigen einen Überblick über gefragte Techniker-Qualifikationen. Aus den Anforderungen der Arbeitgeber lässt sich ablesen, welche Fachrichtungen und Spezialisierungen in Ihrer Region und Zielbranche besonders gesucht und damit aussichtsreich sind.

Häufige Fragen zur Techniker-Weiterbildung

Wie lange dauert die Weiterbildung zum Techniker?
In Vollzeit dauert die Techniker-Weiterbildung rund zwei Jahre. Berufsbegleitend in Teilzeit oder als Fernlehrgang sind es drei bis vier Jahre. Der Gesamtumfang beträgt mindestens 2.400 Unterrichtsstunden, unabhängig von der gewählten Lehrgangsform.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Techniker-Fortbildung?
Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene, einschlägige Berufsausbildung und in der Regel mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis. Die genauen Anforderungen regelt das jeweilige Bundesland. Ein zusätzlicher Schulabschluss über die Ausbildung hinaus ist meist nicht nötig.
Was kostet die Techniker-Weiterbildung?
An staatlichen Fachschulen fallen keine oder nur geringe Gebühren an. Private Anbieter und Fernschulen verlangen oft mehrere tausend Euro. Über das Aufstiegs-BAföG lassen sich bis zu 100 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren fördern, bei Vollzeit gibt es zusätzlich einen Unterhaltsbeitrag.
Zahlt das Arbeitsamt die Techniker-Weiterbildung?
Bei Arbeitslosigkeit kann die Agentur für Arbeit die Kosten per Bildungsgutschein nach § 81 SGB III übernehmen, sofern der Träger AZAV-zertifiziert ist. Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert. Für die klassische Fortbildung ist meist das Aufstiegs-BAföG der Hauptweg.
Ist der staatlich geprüfte Techniker dem Bachelor gleichgestellt?
Im Deutschen Qualifikationsrahmen ist der/die staatlich geprüfte Techniker/in auf Niveau 6 eingeordnet – derselben Stufe wie Bachelor und Meister. Das bedeutet formale Gleichwertigkeit des Niveaus, nicht Gleichartigkeit der Inhalte. Ein Studium ersetzt der Techniker nicht.
Was ist besser: Techniker oder Meister?
Beide liegen auf DQR-Niveau 6. Der Techniker ist stärker technisch-planerisch ausgerichtet und in der Industrie verbreitet. Der Meister betont Führung, Betrieb und Ausbildung im Handwerk und berechtigt zur Betriebsgründung. Die Wahl hängt von Ausbildung und Karriereziel ab.
Kann ich nach dem Techniker studieren?
Ja. Mit dem Abschluss wird in der Regel die Fachhochschulreife erworben, in einigen Ländern bei Zusatzleistungen die allgemeine Hochschulreife. Damit ist ein Studium auch ohne klassisches Abitur möglich, etwa in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen, gern berufsbegleitend.
Welche Fachrichtung sollte ich als Techniker wählen?
Sinnvoll ist eine Fachrichtung, die zur eigenen Ausbildung passt und regional nachgefragt wird. Ein Blick in aktuelle Stellenanzeigen zeigt gefragte Spezialisierungen. Beliebt sind Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik und Bautechnik. Eine Beratung beim Arbeitsamt hilft bei der Entscheidung.

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