Informationsportal rund um die Thematik Arbeitslosigkeit, Jobsuche und Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese Website ist keine offizielle Website einer Arbeitsagentur oder einer anderen Behörde. mehr...

Umschulung Bademeister

Per Umschulung Bademeister/in zu werden, ist der Traum vieler Menschen, die einerseits Perspektivlosigkeit in ihrem alten Job erleben und andererseits ihre Leidenschaft für alles rund ums Wasser zum Beruf machen möchten. Der erforderliche Berufswechsel erweist sich dann als perfekte Gelegenheit für einen Quereinstieg als Bademeister/in.

Interessierte an einer Bademeister-Umschulung neigen mitunter dazu, nur das Positive zu sehen. Dass das Ganze enormes Potenzial bietet, steht außer Frage. Nichtsdestotrotz muss man bedenken, dass auch einige Herausforderungen mit einem entsprechenden Berufswechsel einhergehen. Aus diesem Grund ist eine Beratung beim Arbeitsamt unerlässlich. Zudem sollten angehende Umschüler/innen selbst recherchieren und sich so ein genaues Bild von der Bademeister-Umschulung machen.

Berufsbild Bademeister/in – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten

Noch bevor es um Detailfragen der Bademeister-Umschulung geht, sollte eine genaue Analyse des Berufsbilds erfolgen. Im Zuge dessen offenbart sich, dass die Bezeichnung Bademeister nicht ganz eindeutig ist. Einerseits gibt es den Masseur und medizinischen Bademeister, andererseits den Fachangestellten für Bäderbetriebe. Angehende Umschüler/innen müssen also zunächst herausfinden, welcher Beruf ihnen vorschwebt. Die folgenden Definitionen können dabei helfen:

  • Als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in fĂĽhrt man Behandlungen im Rahmen physikalischer Therapien durch. Dementsprechend ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten:
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • Krankenhäuser
    • Therapiezentren
    • Massagepraxen
    • Wellness-Einrichtungen
  • Fachangestellte fĂĽr Bäderbetriebe sind fĂĽr Sicherheit und Ordnung zuständig und verkörpern somit das klassische Bild eines Bademeisters. Sie finden daher vor allem in den folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten vor:
    • Frei- und Hallenbäder
    • Strandbäder
    • medizinische Badeeinrichtungen
    • Seebäder
    • Fitnesszentren

Die Verdienstmöglichkeiten als Bademeister/in hängen vom erlernten Beruf, der praktischen Erfahrung, sonstigen Qualifikationen und dem Einsatzbereich ab. Pauschale Angaben zum Einkommen lassen sich daher kaum treffen. Nichtsdestotrotz können sich angehende Bademeister/innen an einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 38.000 Euro brutto im Jahr orientieren.

Die Umschulung zum/zur Bademeister/in

Wer per Umschulung Bademeister/in werden möchte, muss zunächst wissen, dass die offizielle Berufsbezeichnung entweder Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in oder Fachangestellte/r für Bäderbetriebe lautet. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Berufe, die verschiedene Aufgaben erfüllen. Als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in widmet man sich Behandlungen und physikalischen Therapien.

Die meisten Menschen, die an eine Bademeister-Umschulung denken, meinen jedoch einen Quereinstieg als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe. In der entsprechenden Umschulungsmaßnahme geht es vor allem um die folgenden Themen:

  • Gesundheitslehre
  • Hygiene
  • Betriebssicherheit
  • Beaufsichtigung des Badebetriebes
  • Kundenbetreuung
  • Erste Hilfe
  • Wasserrettung
  • Schwimmlehre
  • Pflege- und Wartungsarbeiten im Bad
  • Schwimmbadtechnik
  • Physik
  • Chemie
  • Verwaltung
  • Recht
  • kaufmännische Organisation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Die Bademeister-Umschulung kommt ohne strenge formale Voraussetzungen aus. Die Teilnehmenden müssen aber schwimmen können und sind idealerweise Rettungsschwimmer/innen. Zuverlässigkeit, Fitness, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Kommunikationsstärke dürfen ebenfalls nicht fehlen. Für die Qualifizierung als Fachangestellte für Bäderbetriebe müssen sie dann üblicherweise zwei Jahre einplanen und brauchen daher auch Ausdauer.

Zudem darf man nicht vergessen, dass die Teilnahme an einem Umschulungslehrgang kostenpflichtig ist und außerdem die Ausübung einer anderen Tätigkeit verhindert. Folglich müssen angehende Bademeister/innen die Umschulungskosten sowie die laufenden Lebenshaltungskosten stemmen. So können einige Tausend Euro zusammenkommen.

Welche finanziellen Hilfen zur Bademeister-Umschulung gibt es?

Wer arbeitslos ist, verfügt in der Regel über kein großes Kapital, sondern lebt vielfach vom Amt. Eine teure Bademeister-Umschulung lässt sich daher aus finanziellen Gründen nicht realisieren. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt kann hier Lösungen aufzeigen, denn mitunter können Umschüler/innen finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen. Die Förderung kann dann aus einem Bildungsgutschein und aus Hilfen zum Lebensunterhalt bestehen, wodurch die Qualifizierung als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe keine Frage des Geldes sein muss.

Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum/zur Bademeister/in?

Wenn es um Alternativen zur Bademeister-Umschulung geht, ist zunächst festzuhalten, dass damit die Qualifizierung als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe oder als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in gemeint sein kann. Wer nach Alternativen sucht und großen Wert auf einen anerkannten Abschluss legt, sollte auch die folgenden Berufe berücksichtigen:

  • Sportlehrer/in
  • Haustechniker/in
  • Gymnastiklehrer/in
  • Sportfachmann/Sportfachfrau

Zu guter Letzt darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass es die Möglichkeit eines Quereinstiegs ohne Umschulung gibt.

Wie funktioniert der Quereinstieg als Bademeister/in?

Abgesehen von einer außerbetrieblichen Umschulung gibt es noch weitere Möglichkeiten für einen Quereinstieg als Bademeister/in. Eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit kann in so manchem Schwimmbad absolviert werden. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, sich auf privater Ebene als Rettungsschwimmer/in zu qualifizieren und so in den Beruf des Bademeisters hineinzurutschen.