Umschulung Automobilkaufmann - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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Eine Umschulung zum Automobilkaufmann beziehungsweise zur Automobilkauffrau führt in rund 24 Monaten zum anerkannten IHK-Abschluss und öffnet den Quereinstieg in den kaufmännischen Bereich des Kraftfahrzeughandels. Wer aus einem anderen Beruf kommt, kaufmännisches Interesse mitbringt und ein Faible für Autos hat, kann über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Diese Seite erklärt Berufsbild, Ablauf, Voraussetzungen, Kosten, Förderung sowie die Berufsaussichten.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Automobilkaufmann/-frau ist ein anerkannter IHK-Ausbildungsberuf; die Umschulung schließt mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.
  • Die Umschulung dauert in Vollzeit meist rund 24 Monate, in Teilzeit entsprechend länger.
  • Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann die Kosten per Bildungsgutschein vollständig übernehmen; parallel ist Arbeitslosengeld möglich.
  • Ein mittlerer Schulabschluss und kaufmännisches Interesse sind übliche Voraussetzungen; eine bestimmte Vorbildung ist nicht zwingend.
  • Beschäftigung finden Automobilkaufleute in Autohäusern, bei Herstellern, Importeuren und im Kfz-Teilehandel; das Gehalt liegt grob zwischen 22.000 und 36.000 Euro brutto pro Jahr.
24 MonateDauerVollzeit / je nach Lehrgang
22.000-36.000 €Verdienstbrutto/Jahr
IHK-AbschlussAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Umschulung zum Automobilkaufmann - Beratung im Autohaus über den kaufmännischen Quereinstieg

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Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

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Inhaltsverzeichnis

Berufsbild Automobilkaufmann und Automobilkauffrau bietet kaufmännische Vielfalt

Angehende Automobilkaufleute sollten sich mit dem Berufsbild vertraut machen, um festzustellen, ob die Berufswahl passt. Die Kernkompetenz liegt in der kaufmännischen Organisation im Kraftfahrzeughandel. Das Aufgabenspektrum reicht von der Kundenberatung über die Disposition bis zur Abwicklung von Fahrzeugverkäufen. Auch Marketing und Rechnungswesen gehören zum Aufgabengebiet.

Der Arbeitsalltag gestaltet sich abwechslungsreich und verbindet Verkauf, Verwaltung und Kundenkontakt. Dafür sorgen auch die soliden Berufsaussichten in den folgenden Bereichen:

An Beschäftigungsmöglichkeiten mangelt es Automobilkaufleuten somit nicht. Wer den Beruf ergreift, sollte auch die Verdienstmöglichkeiten kennen. Grob orientieren kann man sich an einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 22.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr. Die konkrete Höhe hängt von Region, Betriebsgröße, Tarifbindung und Berufserfahrung ab.

Die Umschulung zum Automobilkaufmann führt zum IHK-Abschluss

Wer per Umschulung Automobilkaufmann oder Automobilkauffrau werden möchte, sollte Gefallen am Berufsbild finden und sich eingehend mit der Qualifizierung befassen. Automobilkaufmann ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die reguläre duale Ausbildung dauert drei Jahre; die Umschulung verkürzt diesen Weg für Erwachsene mit Berufserfahrung auf in der Regel rund 24 Monate und schließt mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.

Der Lehrgang kombiniert Theorie beim Bildungsträger mit betrieblichen Praxisphasen in einem Autohaus. Er führt zum offiziellen Berufsabschluss und widmet sich den folgenden typischen Inhalten:

Eine solche Umschulung wird von zahlreichen Bildungsträgern angeboten. Passende Lehrgänge lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden; wichtig ist, dass der Anbieter AZAV-zugelassen ist, damit eine Förderung möglich ist. Wer noch unsicher bei der Berufswahl ist, findet in unserer Übersicht aller Umschulungsberufe über das Arbeitsamt weitere Orientierung.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Wer sich zu Automobilkaufleuten umschulen lassen möchte, sollte nicht nur den Ablauf, sondern auch die Rahmenbedingungen beachten. Eine einschlägige Vorbildung ist keine zwingende Voraussetzung. Üblich sind ein mittlerer Schulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation sowie die Bereitschaft, etwas Neues zu wagen. Kaufmännisches Interesse ist ebenso wichtig wie ein Faible für Autos.

Die Dauer der Automobilkaufmann-Umschulung beträgt in Vollzeit meist rund 24 Monate; in Teilzeit verlängert sie sich entsprechend. Die Kosten belaufen sich bei privaten Anbietern auf mehrere Tausend Euro. Bei einer Förderung über den Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Lehrgangskosten in der Regel vollständig, sodass für die Teilnehmenden keine Gebühren anfallen.


Das Arbeitsamt unterstützt die Umschulung mit Beratung und Bildungsgutschein

Das Arbeitsamt ist die richtige Adresse für alle, die sich in einer Phase des beruflichen Umbruchs befinden. Hier gibt es fundierte Beratung und finanzielle Unterstützung. Das bewährt sich auch im Zusammenhang mit der Automobilkaufmann-Umschulung.

Interessierte erhalten zunächst umfassende Informationen und können anschließend den Bildungsgutschein als Förderung beantragen. Wird dieser bewilligt, sind die Lehrgangskosten gedeckt. Zusätzlich lässt sich der Lebensunterhalt über Arbeitslosengeld oder Grundsicherungsgeld (Bürgergeld) absichern, sodass das Existenzminimum während der Umschulung gesichert ist. Einen Rechtsanspruch auf den Bildungsgutschein gibt es allerdings nicht; die Bewilligung liegt im Ermessen der Agentur für Arbeit und setzt voraus, dass die Umschulung für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt notwendig erscheint. Wer sich breiter orientieren möchte, findet in unserem Bereich Weiterbildung über das Arbeitsamt weitere geförderte Wege.


So läuft die Abschlussprüfung vor der IHK ab

Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Sie folgt derselben Ordnung wie bei der regulären Ausbildung, sodass Umschülerinnen und Umschüler denselben anerkannten Abschluss erwerben. Die Prüfung ist in einen schriftlichen und einen praktischen Teil gegliedert.

Im schriftlichen Teil werden Prüfungsbereiche wie Geschäftsprozesse im Autohaus, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. Der mündliche beziehungsweise praktische Teil besteht aus einem fallbezogenen Fachgespräch, in dem die Kandidatinnen und Kandidaten eine typische Situation aus dem Autohaus bearbeiten und ihre Beratungs- und Verkaufskompetenz zeigen. Viele Bildungsträger bereiten mit Zwischenprüfungen und Probeklausuren gezielt darauf vor. Nach bestandener Prüfung stellt die IHK ein bundesweit anerkanntes Zeugnis aus.

Automobilkaufleute können sich vielfältig weiterbilden

Automobilkaufleute haben nicht nur solide Berufschancen, sondern auch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Verschiedene Seminare laden zum lebenslangen Lernen ein. Darüber hinaus gibt es unter anderem die folgenden Fortbildungen:

Neben klassischen Weiterbildungen bietet sich auch ein Studium neben dem Beruf an. Dieses kann als Fernstudium organisiert sein und flexibel zum Bachelor oder weiterführenden Master führen. Für ambitionierte Automobilkaufleute eignen sich vor allem die folgenden Studiengänge:

Auch die Fachrichtung Kfz-Technik erweist sich als vielversprechend und eröffnet Weiterbildungsmöglichkeiten abseits des rein kaufmännischen Bereichs. Wer sich technisch weiterentwickeln möchte, kann sich am Berufsbild des Kfz-Mechatronikers orientieren.


Die berufsbegleitende Ausbildung als Umschulungsalternative

Anstelle einer klassischen Umschulung können angehende Automobilkaufleute auch eine berufsbegleitende Ausbildung ins Auge fassen. Im Gegensatz zur klassischen Berufsausbildung läuft diese oft in Teilzeit und lässt sich daher gut mit familiären Verpflichtungen vereinbaren. Menschen, die sich um ihren Nachwuchs kümmern oder Angehörige pflegen, haben so die Gelegenheit, nebenbei den offiziellen Abschluss als Automobilkaufleute zu erlangen.


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Alternativen zur Umschulung im Blick behalten

Der Beruf des Automobilkaufmanns beziehungsweise der Automobilkauffrau spricht viele Menschen an, ist aber nicht für jeden die passende Wahl. Bei der Entscheidungsfindung sollten sich angehende Umschülerinnen und Umschüler bewusst machen, dass sie ihre Chance auf eine neue Berufslaufbahn gut nutzen sollten.

Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, auch die folgenden Berufe als mögliche Alternativen zu betrachten:

Es lohnt sich, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich für andere Berufe zu öffnen. Mitunter stellt man dabei auch fest, dass Automobilkaufmann beziehungsweise Automobilkauffrau die richtige Wahl ist.

Der Berufsalltag als Automobilkaufmann verbindet Handel und Verwaltung

Der Alltag von Automobilkaufleuten spielt sich überwiegend im Autohaus ab und ist von Kundenkontakt geprägt. Am Empfang und im Verkaufsraum beraten sie Interessenten zu Fahrzeugen, Finanzierungs- und Leasingangeboten sowie zu Zubehör und Serviceleistungen. Sie erstellen Angebote, kalkulieren Preise und wickeln Kaufverträge ab.

Hinter den Kulissen übernehmen Automobilkaufleute organisatorische und verwaltende Aufgaben. Dazu zählen die Bestellung und Disposition von Fahrzeugen und Ersatzteilen, die Rechnungsstellung, das Mahnwesen und die Pflege der Warenwirtschaftssysteme. Auch die Abwicklung von Garantie- und Gewährleistungsfällen mit dem Hersteller gehört dazu. In kleineren Betrieben decken sie ein breites Aufgabenspektrum ab, während sie in großen Autohäusern oft auf Bereiche wie Verkauf, Serviceannahme oder Buchhaltung spezialisiert sind. Der Beruf verlangt Kommunikationsstärke, Organisationstalent und Freude am Umgang mit Zahlen wie mit Menschen.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt für Automobilkaufleute

Der Automobilhandel befindet sich im Wandel: Elektromobilität, Online-Vertrieb und neue Mobilitätsdienstleistungen verändern die Branche. Für Automobilkaufleute entstehen dadurch neue Aufgabenfelder, etwa in der Beratung zu E-Fahrzeugen, Lade-Infrastruktur und digitalen Verkaufsprozessen. Gleichzeitig bleibt der kaufmännische Kern des Berufs stabil gefragt, da jedes Autohaus und jeder Händlerbetrieb auf verlässliche kaufmännische Abwicklung angewiesen ist.

Beschäftigung finden Automobilkaufleute vor allem in Autohäusern und Vertragswerkstätten, bei Herstellern und Importeuren sowie im Kraftfahrzeugteilehandel. Wer bereit ist, sich in digitale Systeme und neue Antriebstechnologien einzuarbeiten, verbessert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich. Auch der Fachkräftemangel in vielen Regionen spielt Berufseinsteigern in die Karten. Aktuelle regionale Bedarfe lassen sich über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit einschätzen.

Stellenangebote für Automobilkaufleute richtig nutzen

Im Rahmen einer Umschulung zum Automobilkaufmann beziehungsweise zur Automobilkauffrau vollzieht man einen Berufswechsel und setzt auf bessere Jobchancen nach dem Abschluss. Schon vorab sollten Interessierte offene Stellenangebote suchen und aufmerksam lesen.

Auch wenn es für Bewerbungen noch zu früh ist, lässt sich daraus Nutzen ziehen. So erfahren angehende Umschülerinnen und Umschüler, was im Beruf gefordert wird und wo sich Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben. Das hilft auch bei der Wahl des passenden Bildungsträgers und der späteren Bewerbung.

Häufige Fragen zur Umschulung Automobilkaufmann

Wie lange dauert die Umschulung zum Automobilkaufmann?
In Vollzeit dauert die Umschulung zum Automobilkaufmann in der Regel rund 24 Monate. Sie verkürzt die reguläre dreijährige Ausbildung, weil Umschülerinnen und Umschüler bereits Berufserfahrung mitbringen. In Teilzeit verlängert sich die Dauer entsprechend. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?
Eine bestimmte Vorbildung ist nicht zwingend erforderlich. Üblich sind ein mittlerer Schulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation, kaufmännisches Interesse und ein Faible für Autos. Wichtig sind außerdem Kommunikationsstärke und die Bereitschaft, sich in Zahlen und Verwaltungsaufgaben einzuarbeiten. Eine Beratung bei der Agentur für Arbeit klärt individuelle Voraussetzungen.
Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten der Umschulung?
Ja, die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein fördern und übernimmt dann die Lehrgangskosten in der Regel vollständig. Zusätzlich lässt sich der Lebensunterhalt absichern. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht; die Bewilligung liegt im Ermessen der Behörde und setzt die Notwendigkeit für die Wiedereingliederung voraus.
Mit welchem Abschluss endet die Umschulung?
Die Umschulung schließt mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Automobilkaufmann und Automobilkauffrau sind anerkannte IHK-Ausbildungsberufe. Wer besteht, erhält ein bundesweit anerkanntes IHK-Zeugnis, das dem Abschluss der regulären dualen Ausbildung gleichwertig ist und den Zugang zu Weiterbildungen eröffnet.
Was verdient man als Automobilkaufmann?
Das Jahresgehalt liegt grob zwischen 22.000 und 36.000 Euro brutto. Die konkrete Höhe hängt von Region, Betriebsgröße, Tarifbindung und Berufserfahrung ab. In großen Autohäusern und bei Herstellern sind oft höhere Gehälter möglich, ebenso mit Weiterbildungen wie zum Handelsfachwirt oder Betriebswirt.
Wo kann ich die Umschulung Automobilkaufmann absolvieren?
Die Umschulung wird von zahlreichen Bildungsträgern bundesweit angeboten. Passende, AZAV-zugelassene Anbieter lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden. Die Zulassung ist wichtig, damit eine Förderung per Bildungsgutschein möglich ist. Der theoretische Teil erfolgt beim Träger, praktische Phasen finden in einem Autohaus statt.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Menschen, die einem kaufmännischen Beruf im Auto-Bereich nachgehen möchten und zugleich nach Perspektiven für einen Quereinstieg suchen, landen unweigerlich bei der Umschulung zum Automobilkaufmann beziehungsweise zur Automobilkauffrau.

In diesem Zusammenhang kommt ein guter Ratschlag sehr gelegen, schließlich ist ein Berufswechsel eine lebensverändernde Situation.

Nehmen Sie Kontakt mit verschiedenen Anbietern auf!

Wer sich zur Automobilkauffrau beziehungsweise zum Automobilkaufmann umschulen lassen möchte, sollte sich nicht nur an das Arbeitsamt wenden, sondern auch verschiedene Umschulungsanbieter kontaktieren. So gewinnt man einen ersten Eindruck und kann entscheiden, wo man sich umschulen lässt.

Entscheidend ist dabei, dass die Maßnahme vom Arbeitsamt unterstützt wird und zum offiziellen Abschluss führt.