Umschulung Erzieher
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) bietet eine bezahlte 3-jährige Alternative zur klassischen Erzieherausbildung
- Lebens- und berufserfahrene Menschen sind als Quereinsteiger besonders gefragt und bringen wertvolle Kompetenzen mit
- Die Arbeitsagentur fördert Umschulungen nach §§ 81, 82 SGB III mit vollständiger Kostenübernahme und Lebensunterhalt
- Bei gesundheitlichen GrĂĽnden kann die Deutsche Rentenversicherung die Umschulung als Reha-MaĂźnahme finanzieren
Die Umschulung zum Erzieher beziehungsweise zur Erzieherin ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die gerne mit Kindern arbeiten möchten, dies in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn allerdings nicht konnten. Nicht selten verändern sich die beruflichen Wünsche und Pläne im Laufe der Zeit, so dass sich die abgeschlossene Ausbildung mitunter als Fehlentscheidung erweist.
Dies ist auch dann der Fall, wenn man im erlernten Beruf keine Perspektive mehr hat und nun notgedrungen umdenken muss. In solchen Fällen kann eine Erzieher-Umschulung eine interessante Option sein. Der akute Mangel an pädagogischen Fachkräften sorgt dabei für exzellente Berufsaussichten, so dass sich eine entsprechende Umschulung absolut lohnt.
Berufsbild Erzieher/in – Aufgaben, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten
Betreuungsplätze für Kinder sind vielerorts Mangelware, was nicht zuletzt an fehlenden pädagogischen Fachkräften liegt.
Ohne ausreichend Betreuungskräfte können nicht genügend Kindergartenplätze geschaffen werden, was wiederum vielen Familien ernsthaften Schwierigkeiten bereitet. Dass Erzieher/innen händeringend gesucht werden, liegt somit mehr oder weniger in der Natur der Sache.
Gute Berufsaussichten bestehen demnach vor allem in den folgenden Bereichen:
- Kindergärten
- Horte
- Schulen
- Familienberatungsstellen
- Kinderheime
- Jugendwohngruppen
- Tagesstätten und Heime für Menschen mit Behinderung
- Ferieneinrichtungen
- Jugendämter
Als Erzieher/in hat man hier die Aufgabe, Kinder, Jugendliche und mitunter auch junge Erwachsene zu betreuen und zu fördern. Grundsätzlich sind die Erziehung und Bildung von Kindern die wesentlichen Aufgabengebiete für Erzieher/innen.
Diese gehen somit einer überaus verantwortungsvollen Tätigkeit nach, die sie vielfach als Berufung empfinden. Davon allein kann man allerdings nicht leben, weshalb auch die Verdienstmöglichkeiten zu ergründen sind. Trotz gewisser Unterschiede von Fall zu Fall lässt sich das durchschnittliche Gehalt eines Erziehers auf rund 24.000 Euro bis 36.000 Euro brutto im Jahr beziffern.
Umschulung per Fernstudium - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt
Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.
Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.
Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN StudienfĂĽhrer 2025 bei den folgenden Fernschulen an:
Jetzt kostenlos BroschĂĽre anfordern und vergleichen!
| Name | Fernschule | Abschluss | Qualität | Zertifierter Lehrgang | Studienführer |
|---|---|---|---|---|---|
| SGD | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Fernakademie (FEB) | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| ILS | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Laudius | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen |
Die Erzieher-Umschulung
Wer Gefallen an dem Beruf des Erziehers findet und die vielversprechenden Karrierechancen für sich nutzen möchte, kann trotz erster Karriere noch umschwenken und eine entsprechende Umschulung in Angriff nehmen. Da die klassische Ausbildung zum Erzieher schulisch erfolgt, ist auch die Erzieher-Umschulung außerbetrieblich angelegt.
Dabei kann man einfach eine Fachschule besuchen und gemeinsam mit jungen Erwachsenen den Erzieherberuf von der Pike auf erlernen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, das Qualifizierungsangebot eines ausgewiesenen Umschulungsanbieters wahrzunehmen.
Unabhängig davon, wo man die Umschulung zum/zur Erzieher/in absolviert, befasst man sich in Vorbereitung auf die Abschlussprüfung mit den folgenden Inhalten:
- Sozialpädagogik
- Erziehungswissenschaft
- Bildungswissenschaft
- Didaktik
- Psychologie
- Frühförderung
- Elternarbeit
- Kommunikation
- Recht
- Organisation
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung zum Erzieher
Hinsichtlich der formalen Voraussetzungen unterscheidet sich die Erzieher-Umschulung kaum von der üblichen Ausbildung. Angehende Erzieher/innen müssen mindestens einen mittleren Bildungsabschluss und eine einschlägige Vorbildung vorweisen können.
Interessierte mit (Fach-)Hochschulreife können aber auch ohne vorherige Ausbildung und/oder Berufspraxis im sozialen oder pädagogischen Bereich die Qualifizierung in Angriff nehmen. Wer eine spezielle Umschulung zum Erzieher anstrebt, sollte allerdings eine Ausbildung in einem anderen Beruf abgeschlossen haben.
Die Dauer der Erzieher-Ausbildung liegt in der Regel zwischen zwei und vier Jahren, je nachdem, ob sie in Vollzeit- oder Teilzeit absolviert wird. Entsprechende Umschulungsmaßnahmen sind ebenfalls mit zwei bis vier Jahren zu veranschlagen. Während staatliche Fachschulen kein Schulgeld verlangen, erheben private Umschulungsanbieter durchaus Gebühren.
Abgesehen davon, dass angehende Erzieher/innen ohnehin keine Ausbildungsvergütung erhalten und somit mit dem laufenden Lebensunterhalt zu kämpfen haben, entstehen im Rahmen der Umschulung Kosten von mehreren Tausend Euro. Ohne Förderungen durch BAföG beziehungsweise das Arbeitsamt steht die Finanzierung also auf mehr als wackligen Beinen.
Wie anerkannt ist die Umschulung zum Erzieher?
Unabhängig davon, ob man eine Ausbildung oder Umschulung absolviert hat, darf man sich somit nach bestandener Abschlussprüfung staatlich anerkannte/r Erzieher/in nennen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Erzieher-Umschulung?
Qualifizierte Erzieher/innen können sich in der Regel nicht über mangelnde Jobchancen beschweren, weshalb die Notwendigkeit einer Weiterbildung mitunter nicht ganz offensichtlich ist.
Nichtsdestotrotz lässt sich der Wert des lebenslangen Lernens nicht von der Hand weisen. Wer die zweite Karriere als Erzieher/in ambitioniert angeht, sollte demnach die folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten kennen:
- Fachwirt/in fĂĽr Erziehungswesen
- Sonderpädagoge/Sonderpädagogin
- Motopäde/Motopädin
- Heilpädagoge/Heilpädagogin
- Betriebswirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen
- Fachwirt/in für Organisation und Führung Schwerpunkt Sozialpädagogik
In diesem Zusammenhang kommt zuweilen auch ein akademisches Studium mit dem Ziel Bachelor oder Master in Betracht.
Durch ein Abendstudium, Wochenendstudium, Fernstudium oder anderweitiges Teilzeitstudium können auch Berufstätige der zunehmenden Akademisierung Rechnung tragen und beispielsweise Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft, Heilpädagogik, Sozialarbeit, Sonderpädagogik oder ein anderes Fach berufsbegleitend studieren.
Welche Alternativen gibt es zur Umschulung zum/zur Erzieher/in?
Trotz bester Aussichten als Erzieher/in sollten Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen oder mĂĽssen, sich auch mit Umschulungsalternativen befassen.
Hier kommen unter anderem die folgenden Berufe infrage:
- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
- Haus- und Familienpfleger/in
- Heilerziehungspfleger/in
- Sozialassistent/in
- Kinderpfleger/in
- Sozialpädagogische/r Assistent/in
Durch eine eingehende Recherche im Vorfeld können auch angehende Umschüler/innen die richtige Berufswahl treffen.
Es lohnt sich also, Informationen zu sammeln und die eigenen WĂĽnsche und Vorstellungen zu hinterfragen.
Quereinstieg als Erzieher/in ohne Umschulung
Wenn es um einen Quereinstieg in einen neuen Beruf geht, ist eine Umschulung stets eine gute Wahl.
Auf den Erzieherberuf trifft dies ebenfalls zu. So kann man sich zum Erzieher umschulen lassen und im Zuge eines entsprechenden Lehrgangs den Abschluss als staatlich anerkannte/r Erzieher/in erlangen. Es muss allerdings nicht immer eine klassische UmschulungsmaĂźnahme sein.
Stattdessen kommt vielleicht auch eine berufsbegleitende Ausbildung infrage. Ansonsten sind auch Quereinsteiger/innen ohne abgeschlossene Ausbildung willkommen und können als pädagogische Hilfskräfte im Erziehungswesen Fuß fassen. Nach einigen Jahren können diese darüber nachdenken, den Abschluss im Rahmen einer Externenprüfung nachzumachen.
Die berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Erzieher/in als Umschulungsalternative
Alternativ zu einer Erzieher-Umschulung besteht auch die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung.
Im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung können angehende Erzieher/innen einer einschlägigen Tätigkeit in einer pädagogischen Einrichtung nachgehen oder ihren familiären Verpflichtungen gerecht werden.
So lässt sich die Qualifizierung mit verschiedenen Lebenssituationen vereinbaren.
Top 7 Quereinsteiger-Berufe fĂĽr eine Umschulung zum/zur Erzieher/in
Wer sich zum/zur Erzieher/in umschulen lassen möchte, träumt von einem entsprechenden Quereinstieg inklusive der daraus resultierenden Berufsaussichten.
Grundsätzlich erfordert eine Umschulung zwar keine bestimmte Vorbildung, aber Angehörige der folgenden Berufe bringen besonders gute Voraussetzungen für einen entsprechenden Berufswechsel mit.
Nachfolgend gibt es daher eine Ăśbersicht ĂĽber die Top 7 Quereinsteiger-Berufe fĂĽr die Erzieher-Umschulung:
- Sozialpädagogische/r Assistent/in
- Kinderpfleger/in
- Sozialassistent/in
- Alltagsbegleiter/in
- Haus- und Familienpfleger/in
- Heilerziehungspflegeassistent/in
- Assistent/in im Gesundheits- und Sozialwesen
Möglichkeiten für eine Umschulung für Kindergärtnerinnen
Wer als Kindergärtnerin die passende Umschulung sucht, hat grundsätzlich alle Möglichkeiten. Allerdings sollten Kindergärtner/innen an den Mangel an pädagogischen Fachkräften denken und ihre Kenntnisse sinnvoll einsetzen. So bietet sich eine Umschulung in einem sozialen oder pädagogischen Beruf in besonderem Maße an.
Die folgenden Umschulungsmöglichkeiten sind für Erzieher/innen daher besonders empfehlenswert:
- Heilerziehungspfleger/in
- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
- Haus- und Familienpfleger/in
PiA – die Praxisintegrierte Ausbildung
Die praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher, kurz PiA genannt, stellt eine besonders attraktive Form der Erzieherausbildung dar. Im Gegensatz zur klassischen schulischen Ausbildung erhalten Sie während der gesamten dreijährigen Ausbildungszeit eine Vergütung von etwa 1.200 bis 1.500 Euro brutto monatlich. Diese Ausbildungsform kombiniert theoretischen Unterricht an einer Fachschule mit praktischer Arbeit in einer Kindertagesstätte oder einer anderen sozialpädagogischen Einrichtung. Dadurch können Sie bereits während der Ausbildung Berufserfahrung sammeln und gleichzeitig Ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Die PiA-Ausbildung ist besonders für Umschüler geeignet, da sie eine solide finanzielle Grundlage bietet und den direkten Praxisbezug ermöglicht. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie die staatliche Anerkennung als Erzieher und haben damit dieselben beruflichen Möglichkeiten wie Absolventen der klassischen Fachschulausbildung. Viele Träger von Kindertagesstätten bieten ihren PiA-Auszubildenden nach dem Abschluss eine Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis an, was zusätzliche Sicherheit für Ihren Quereinstieg als Erzieher bedeutet.
Lebens- und berufserfahrene Menschen gesucht
Kindertagesstätten und andere pädagogische Einrichtungen schätzen besonders die Kompetenzen von lebens- und berufserfahrenen Quereinsteigern. Ihre bereits gesammelten Erfahrungen in anderen Berufsfeldern bringen oft wertvolle Fähigkeiten mit sich, die in der pädagogischen Arbeit sehr geschätzt werden. Dazu gehören beispielsweise Organisationstalent aus kaufmännischen Berufen, handwerkliche Fertigkeiten oder kommunikative Kompetenzen aus dem Dienstleistungsbereich. Auch Eltern, die eigene Kinder großgezogen haben, verfügen über praktische Erfahrungen im Umgang mit Kindern, die als wichtige Grundlage für den Erzieherberuf dienen.
Die Arbeitsagentur prüft individuell, ob eine Umschulung zum Erzieher sinnvoll und förderungswürdig ist. Dabei werden nicht nur formale Qualifikationen betrachtet, sondern auch Ihre bisherigen Lebenserfahrungen und praktischen Kompetenzen gewürdigt. Besonders vorteilhaft wirken sich erste Erfahrungen in der Kinderbetreuung aus, sei es durch ehrenamtliche Tätigkeiten, die Betreuung eigener Kinder oder berufliche Kontakte zu Familien. Diese Vorerfahrungen können sogar zu einer Verkürzung der Umschulungsdauer führen und Ihren Quereinstieg als Erzieher beschleunigen.
Schritt-fĂĽr-Schritt zur Umschulung
Der Weg zur Erzieher-Umschulung beginnt mit einer ausführlichen Beratung bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter. Zunächst sollten Sie einen Beratungstermin vereinbaren, in dem Ihre persönlichen Voraussetzungen, beruflichen Erfahrungen und die Notwendigkeit einer Umschulung geprüft werden. Bringen Sie zu diesem Termin alle relevanten Unterlagen mit: Zeugnisse, Nachweise über Berufstätigkeiten und gegebenenfalls ein ärztliches Attest, falls gesundheitliche Gründe für die Umschulung vorliegen. Die Arbeitsagentur prüft dann, ob die Förderungsvoraussetzungen nach §§ 81, 82 SGB III erfüllt sind.
Nach der positiven Bewertung Ihres Antrags erhalten Sie einen Bildungsgutschein, mit dem Sie sich bei einer AZAV-zertifizierten Bildungseinrichtung anmelden können. Recherchieren Sie verschiedene Anbieter in Ihrer Region und vergleichen Sie deren Ausbildungskonzepte, da diese je nach Bundesland und Träger variieren können. Die Anmeldung erfolgt direkt bei der gewählten Fachschule oder dem Bildungsträger. Während der gesamten Umschulungsdauer von in der Regel zwei Jahren erhalten Sie weiterhin Arbeitslosengeld und zusätzliche Hilfen zum Lebensunterhalt, sodass Sie sich vollständig auf Ihre neue Qualifikation konzentrieren können.
Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten
Die Finanzierung einer Erzieher-Umschulung erfolgt in den meisten Fällen über die Arbeitsagentur, die nach §§ 81, 82 SGB III die gesamten Kosten für die Qualifizierung übernimmt. Dies umfasst nicht nur die Schulgebühren, sondern auch Anfahrtskosten und notwendiges Schulmaterial. Während der gesamten Umschulungsdauer erhalten Sie weiterhin Arbeitslosengeld in der bisherigen Höhe. Zusätzlich können Hilfen zum Lebensunterhalt durch den zuständigen Leistungsträger gewährt werden, um Ihren finanziellen Bedarf vollständig zu decken.
Eine alternative Finanzierungsmöglichkeit bietet die Deutsche Rentenversicherung (DRV) für den Fall, dass gesundheitliche Gründe eine berufliche Neuorientierung erforderlich machen. Hierfür müssen Sie mindestens 15 Beitragsjahre nachweisen und ein medizinisches Gutachten vorlegen, das die Notwendigkeit einer Reha-Umschulung bestätigt. Während schulischer Ausbildungsphasen kann zusätzlich Schüler-BAföG beantragt werden, dessen Höhe vom eigenen Einkommen und dem Einkommen der Eltern abhängt. Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen zu allen Förderungsmöglichkeiten und unterstützt Sie bei der Antragstellung.
Vergleich der verschiedenen Ausbildungswege
Für den Quereinstieg als Erzieher stehen Ihnen verschiedene Ausbildungswege zur Verfügung, die sich in Dauer, Vergütung und Struktur unterscheiden. Die klassische Fachschulausbildung dauert vier bis fünf Jahre und erfolgt ohne Bezahlung, teilweise fallen sogar Schulgebühren an. Die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) hingegen dauert nur drei Jahre und bietet eine monatliche Vergütung von 1.200 bis 1.500 Euro brutto. Die berufsbegleitende Erzieherausbildung erstreckt sich über vier bis fünf Jahre, ermöglicht aber durch eine Anstellung die Finanzierung des Lebensunterhalts.
Besonders interessant für Quereinsteiger ist die kompakte Umschulung mit einer Dauer von nur zwei Jahren, die oft durch die Arbeitsagentur gefördert wird. Eine weitere Option stellt der Direkteinstieg KITA dar, der 23 Monate dauert und bereits während der Qualifizierung ein volles Gehalt von etwa 2.968 Euro brutto monatlich bietet. Alle Wege führen zur staatlichen Anerkennung als Erzieher und eröffnen dieselben beruflichen Perspektiven. Die Wahl des geeigneten Weges hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen, finanziellen Bedürfnissen und zeitlichen Möglichkeiten ab. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt detaillierte Informationen zu den verschiedenen Berufsbildungswegen bereit.
Reha-Umschulung als staatlich anerkannte Erzieher/-in
Wenn gesundheitliche Probleme eine Weiterarbeit in Ihrem bisherigen Beruf unmöglich machen, kann die Deutsche Rentenversicherung eine Umschulung zum Erzieher als Reha-Maßnahme bewilligen. Diese Form der beruflichen Rehabilitation steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie mindestens 15 Beitragsjahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben und ein medizinisches Gutachten die Notwendigkeit einer beruflichen Neuorientierung bestätigt. Die Reha-Umschulung umfasst die vollständige Finanzierung der Ausbildung sowie Übergangsgeld während der gesamten Qualifizierungszeit.
Berufsförderungswerke wie das BFW Köln sind spezialisiert auf die Durchführung von Reha-Umschulungen und bieten eine intensive Betreuung während der gesamten Ausbildungszeit. Diese Einrichtungen verfügen über besondere Expertise im Umgang mit Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine neue berufliche Laufbahn einschlagen müssen. Sie erhalten nicht nur eine qualitativ hochwertige fachliche Ausbildung, sondern auch psychosoziale Begleitung und Unterstützung bei der späteren Arbeitsplatzsuche. Die Ausbildung erfolgt in kleineren Gruppen und berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse von Umschülern mit gesundheitlichen Einschränkungen.
WeiterfĂĽhrende Informationen
Die Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen zu Förderungsmöglichkeiten, Bildungsgutscheinen und speziellen Direkteinstiegsprogrammen für angehende Erzieher.
Das Bundesministerium fĂĽr Bildung und Forschung stellt detaillierte Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen der Berufsbildung und verschiedenen Qualifizierungswegen bereit.
Die Bundesinitiative FrĂĽhe Chancen informiert ĂĽber aktuelle Entwicklungen in der frĂĽhkindlichen Bildung und bietet Orientierung fĂĽr Quereinsteiger im Erzieherberuf.
Wie lange dauert eine Umschulung zum Erzieher?
Eine Umschulung zum Erzieher dauert in der Regel 2 Jahre in kompakter Form oder 3 Jahre bei der praxisintegrierten Ausbildung (PiA).
Wird die Erzieher-Umschulung von der Arbeitsagentur bezahlt?
Ja, die Arbeitsagentur übernimmt nach §§ 81, 82 SGB III alle Kosten der Umschulung und zahlt weiterhin Arbeitslosengeld.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr eine Erzieher-Umschulung?
Sie benötigen einen mittleren Schulabschluss, ein einwandfreies Führungszeugnis und sollten arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein.
Kann ich als Quereinsteiger ohne pädagogische Vorerfahrung Erzieher werden?
Ja, pädagogische Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Lebenserfahrung und andere Berufserfahrungen sind oft sehr wertvoll.
Was ist der Unterschied zwischen PiA und klassischer Erzieherausbildung?
Bei PiA erhalten Sie 3 Jahre lang eine Vergütung von 1.200-1.500 Euro monatlich, während die klassische Ausbildung unbezahlt ist.
Ăśbernimmt die Rentenversicherung eine Erzieher-Umschulung?
Ja, bei gesundheitlichen GrĂĽnden kann die Deutsche Rentenversicherung die Umschulung als Reha-MaĂźnahme finanzieren, wenn Sie 15 Beitragsjahre haben.
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Die Umschulung zum/zur Erzieher/in erscheint überaus aussichtsreich und rückt daher oftmals in den Mittelpunkt des Interesses, wenn es um einen Berufswechsel geht. Der hohe Bedarf an pädagogischen Fachkräften sowie die erfüllende Arbeit mit Kindern sind zentrale Faktoren, die zur Popularität der Erzieher-Umschulung beitragen.
Interessierte an einem solchen Quereinstieg sollten sich gut informieren und den folgenden Ratschlag aus unserer Fachredaktion befolgen. So schaffen sie ideale Bedingungen fĂĽr einen Wechsel in den Erzieherberuf.
Sammeln Sie vorab Erfahrungen im Erziehungswesen!
Betrachtet man die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die vielfältigen Möglichkeiten für einen Quereinstieg, erscheint eine Umschulung zum Erzieher als perfekte Lösung für einen beruflichen Neustart. Interessierte sollten allerdings nicht zu blauäugig an die Sache herangehen und zunächst prüfen, ob ihnen die Arbeit als Erzieher/in zusagt. Zu diesem Zweck sollten sie vorab Erfahrungen im Erziehungswesen sammeln.
Praktika oder Aushilfstätigkeiten gewähren Einblicke in den Kindergartenalltag und vermitteln einen Eindruck vom Arbeitsalltag als Erzieher/in. Durch diese ersten Erfahrungen in der Praxis können Berufswechsler/innen besser beurteilen, ob ihnen diese Tätigkeit zusagt. So werden böse Überraschungen nach dem Abschluss der Umschulung und dem anschließenden Einstieg in den Beruf vermieden.






