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Umschulung Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Dauer: in Vollzeit meist 21 bis 24 Monate inklusive betrieblichem Praktikum, in Teilzeit bis zu 36 Monate.
  • Kosten: je nach Bildungsträger mehrere Tausend Euro – bei Förderung entstehen fĂĽr UmschĂĽler in der Regel keine Eigenkosten.
  • Förderung: volle KostenĂĽbernahme ĂĽber den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III möglich, sofern der Anbieter AZAV-zugelassen ist.
  • Voraussetzungen: formal keine bestimmte Vorbildung nötig; empfehlenswert sind Hauptschulabschluss, körperliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse.
  • Verdienst: nach dem Abschluss meist rund 2.200 bis 3.000 Euro brutto im Monat, abhängig von Region, Branche und Erfahrung.

Die Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik führt Berufswechsler in rund zwei Jahren zu einem anerkannten IHK-Abschluss und eröffnet den Quereinstieg in die boomende Logistikbranche. Wer nicht als ungelernte Kraft, sondern mit einem vollwertigen Berufsabschluss durchstarten möchte, findet in dieser Maßnahme eine solide Grundlage. Bei einer Förderung durch das Arbeitsamt können die Kosten vollständig übernommen werden.

Wer in seinem alten Job keine Perspektive mehr sieht, kann mithilfe der Qualifizierung noch einmal von vorne anfangen. Vorab lohnt sich ein gewisser Rechercheaufwand, um sich ein genaues Bild zu machen. Neben einer Beratung beim Arbeitsamt liefert der folgende Ratgeber alle wichtigen Fakten zu Ablauf, Kosten, Förderung und Berufsaussichten.

Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik kommissioniert Waren im Hochregallager - Umschulung ĂĽber das Arbeitsamt

Berufsbild, Berufsaussichten und Verdienst

All diejenigen, die mit einer Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik liebäugeln, sollten zunächst dem Berufsbild auf den Grund gehen, um eine bewusste Berufswahl treffen zu können. Wissenswert ist hier, dass Fachkräfte für Lagerlogistik auf keine einzelne Branche festgelegt sind, sondern in nahezu allen Bereichen spannende Beschäftigungsmöglichkeiten vorfinden. Dies verdanken sie einerseits ihren breiten Kompetenzen und andererseits der boomenden Logistik.

Die typischen Aufgaben von Fachkräften für Lagerlogistik bestehen in der Annahme, Kontrolle und Lagerung von Gütern und Waren. Auch die Zusammenstellung von Lieferungen sowie die Erstellung von Tourenplänen fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Die Verladung und der Versand sind weitere Aufgaben, die Fachkräfte für Lagerlogistik im beruflichen Alltag meistern müssen.

Dass der Job vielseitig und aussichtsreich ist, zeigt sich anhand des Berufsbildes überaus deutlich. Der anhaltende Boom im Onlinehandel und in der Zulieferindustrie sorgt für eine stabile Nachfrage nach qualifizierten Lagerfachkräften, sodass die Berufsaussichten als sehr gut gelten. Darüber hinaus sind auch die Verdienstmöglichkeiten von Interesse. Je nach Einsatzbereich und Vorbildung kann es Unterschiede geben, das Einstiegsgehalt bewegt sich aber meist zwischen 2.200 und 2.600 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen oder Schichtzulagen sind auch 3.000 Euro und mehr erreichbar.

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So werden Sie per Umschulung Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik

Die Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik kommt als Zweitausbildung für all diejenigen daher, die einen Berufswechsel vollziehen und in der Logistikbranche Fuß fassen möchten. Das Ganze kann als berufsbegleitende Ausbildung in Form einer betrieblichen Maßnahme stattfinden, außerbetriebliche Lehrgänge bei einem Bildungsträger sind jedoch die Regel. Passende, AZAV-zugelassene Anbieter lassen sich über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden.

Unabhängig von der jeweiligen Lehrgangsform geht es stets darum, den Berufsabschluss als Fachkraft für Lagerlogistik nachträglich zu erlangen. Dementsprechend stehen die folgenden Inhalte im Mittelpunkt, die auch in der Prüfung abgefragt werden:

  • kaufmännische Grundlagen
  • GĂĽterannahme und GĂĽterkontrolle
  • Qualitätssicherung
  • Lagerwirtschaft und Lagerhaltung
  • Kommissionierung
  • Verpackung und Versand
  • logistische Prozesse und Arbeitsorganisation

Die Umschulung schließt somit die Lücke zwischen einer ungelernten Tätigkeit im Lager und einer vollwertigen Fachkraft-Position. Wer die Maßnahme über das Arbeitsamt oder als Ergänzung zu einer geförderten Weiterbildung angeht, verbessert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung

Interessierte an einem Quereinstieg als Fachkraft für Lagerlogistik tun gut daran, sich ausführlich mit den Rahmenbedingungen der Umschulung zu befassen. Indem man sich mit den Modalitäten auseinandersetzt, gewinnt man einen guten Eindruck und kann auf dieser Grundlage die richtige Wahl treffen.

Obwohl es je nach Lehrgang und Anbieter Unterschiede geben kann, lassen sich die Bedingungen folgendermaĂźen zusammenfassen:

  • Voraussetzungen: formal keine bestimmte Vorbildung erforderlich; empfehlenswert sind ein Hauptschulabschluss, körperliche Eignung und ausreichende Deutschkenntnisse
  • Dauer: je nach Umschulungsform variabel, in Vollzeit in der Regel rund 2 Jahre, in Teilzeit bis zu 36 Monate
  • Kosten: mehrere Tausend Euro, bei Förderung durch das Arbeitsamt in der Regel keine Eigenkosten

Eine Verkürzung der Umschulungszeit ist möglich, wenn bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem verwandten Bereich vorliegt oder einschlägige Berufserfahrung nachgewiesen werden kann. Die genaue Dauer und die Fördervoraussetzungen klärt man am besten im Beratungsgespräch beim Arbeitsamt.

KostenĂĽbernahme durch den Bildungsgutschein
Wird die Umschulung von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter als notwendig anerkannt, übernimmt der Bildungsgutschein die Lehrgangs- und Prüfungskosten. Voraussetzung ist, dass der gewählte Bildungsträger und der Lehrgang nach der AZAV zugelassen sind.

FĂĽr diese Personen eignet sich die Umschulung

Formale Voraussetzungen stellen für die Aufnahme der Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik kaum Hürden dar. Wer einen anderen Beruf erlernt hat und nun umsatteln will, bringt die Grundlagen mit. Interessierte sollten aber auch ihre persönliche Eignung hinterfragen, denn diese ist ausschlaggebend dafür, ob man seine Erfüllung findet und dauerhaft erfolgreich ist. Fachkräfte für Lagerlogistik sollten daher die folgenden Eigenschaften mitbringen:

  • Organisationsgeschick
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • mathematisches Verständnis
  • technisches Geschick
  • logisches Denkvermögen

Da im Lageralltag körperlich gearbeitet und teils im Schichtdienst gearbeitet wird, sind eine gute körperliche Konstitution und Zuverlässigkeit ebenfalls von Vorteil. Wer diese Eigenschaften mitbringt, findet in der Lagerlogistik ein Berufsfeld mit sicheren Perspektiven.

So unterstĂĽtzt das Arbeitsamt die Umschulung

Sofern man keine berufsbegleitende Ausbildung absolviert, sondern sich im Zuge eines Lehrgangs zur Fachkraft für Lagerlogistik umschulen lässt, erhält man einerseits keine Ausbildungsvergütung und muss andererseits mit hohen Lehrgangskosten rechnen.

Das Arbeitsamt kann dann dafür sorgen, dass der Berufswechsel zu keiner Frage des Geldes wird. Umschüler können über den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III die volle Kostenübernahme erhalten. Voraussetzung ist, dass die Umschulung als notwendig anerkannt wird und der Bildungsträger nach der AZAV zugelassen ist. Ergänzend sichern Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Bürgergeld den Lebensunterhalt während der Maßnahme, sodass Arbeitssuchende die Möglichkeit haben, umzusatteln und als Fachkraft für Lagerlogistik durchzustarten. Einen vollständigen Überblick über geförderte Wege bietet unsere Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Ablauf und Struktur der Umschulung

Die Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik folgt der bundesweiten Ausbildungsordnung und dem Rahmenlehrplan des anerkannten Ausbildungsberufs. Der strukturierte Ablauf gliedert sich in theoretische Phasen mit Fachtheorie, Lern- und Arbeitstechniken sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Anschließend folgt eine betriebliche Praxisphase, die häufig mehrere Monate umfasst, um praxisnahe Erfahrungen in der Lagerwirtschaft zu sammeln.

Die praxisnahen Inhalte umfassen Güterkontrolle, Einlagerung, Kommissionierung und logistische Planung sowie die Berücksichtigung von Zoll- und Gefahrgutvorschriften. Den Abschluss bildet eine IHK-Prüfung, die zum anerkannten Berufsabschluss führt. Zusätzlich können während der Umschulung wertvolle Zusatzqualifikationen wie der Flurförderschein (Staplerschein) oder eine ADR-Bescheinigung für den Gefahrguttransport erworben werden, die den Wert auf dem Arbeitsmarkt weiter steigern.

Der Berufsalltag als Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik

Der Arbeitsalltag einer Fachkraft für Lagerlogistik ist abwechslungsreich und findet überwiegend im Lager, im Wareneingang und im Versand statt. Der Tag beginnt häufig mit der Annahme und Kontrolle eingehender Waren: Menge, Zustand und Begleitpapiere werden geprüft, bevor die Güter fachgerecht eingelagert werden. Dabei kommen sowohl klassische Regalsysteme als auch moderne Hochregallager und Lagerverwaltungssoftware zum Einsatz.

Ein zentraler Teil der Arbeit ist die Kommissionierung, also das Zusammenstellen von Waren für einzelne Aufträge und Lieferungen. Fachkräfte für Lagerlogistik bedienen Flurförderzeuge wie Gabelstapler, verpacken die Güter transportsicher und bereiten den Versand vor. Auch die Bestandsführung, Inventuren und die Optimierung von Lagerprozessen gehören zum Aufgabenspektrum. Häufig wird im Schichtbetrieb gearbeitet, was gerade in großen Logistikzentren zum Alltag zählt. Wer gerne anpackt, mitdenkt und Ordnung schätzt, findet in diesem Beruf ein solides und krisensicheres Betätigungsfeld.

Beschäftigung finden Fachkräfte für Lagerlogistik in nahezu jeder Branche: im Groß- und Einzelhandel, in Speditionen und Logistikzentren, in der Industrie sowie bei Onlinehändlern und Paketdienstleistern. Diese Vielseitigkeit macht den Beruf besonders krisensicher, da Waren überall angenommen, gelagert und versendet werden müssen. Mit wachsender Erfahrung übernehmen viele Fachkräfte zusätzliche Verantwortung, etwa als Schicht- oder Teamleiter, oder spezialisieren sich auf Bereiche wie Gefahrgut, Zoll oder die Steuerung von Lagerverwaltungssystemen.

So läuft die IHK-Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Diese besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Bereich werden die Prüflinge in den Feldern Prozesse der Lagerlogistik, rationelles Kommissionieren sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Hier zeigt sich, ob das theoretische Fachwissen zu Lagerhaltung, Güterkontrolle, Qualitätssicherung und kaufmännischen Grundlagen sitzt.

Im praktischen Teil bearbeiten die Teilnehmer eine oder mehrere praxisorientierte Aufgaben aus dem Lageralltag, etwa das Annehmen, Kommissionieren und versandfertige Verpacken von Waren, ergänzt durch ein Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss. Wer besteht, erhält den bundesweit anerkannten Abschluss als Fachkraft für Lagerlogistik, der dem einer regulären dualen Ausbildung gleichwertig ist. Damit stehen den Absolventen dieselben beruflichen Wege offen wie klassisch ausgebildeten Fachkräften.

Zur Vorbereitung auf die Prüfung sollte man den Lernstoff frühzeitig strukturieren und die Praxisphasen im Betrieb aktiv nutzen, um Theorie und Anwendung zu verknüpfen. Viele Bildungsträger bieten begleitende Prüfungsvorbereitung und Musteraufgaben an. Wer die Praxisphase gewissenhaft durchläuft und die kaufmännischen Grundlagen sicher beherrscht, geht gut vorbereitet in die IHK-Prüfung.

Alternativen zur Umschulung

Da die Wahl der richtigen Umschulung die Weichen für die berufliche Zukunft stellt, sollten Berufswechsler bei ihrem Quereinstieg nicht vorschnell vorgehen und sich eingehend über alle Möglichkeiten informieren. Dabei sollten auch die folgenden Alternativen in Betracht gezogen werden:

Die genannten Berufe weisen einige Parallelen zur Fachkraft für Lagerlogistik auf, da sie ebenfalls dem Bereich Transport, Logistik und Lager zugeordnet werden können. Gleichzeitig handelt es sich um eigenständige Berufsbilder mit jeweils speziellen Eigenheiten. Im Zuge eines Beratungstermins beim Arbeitsamt kann man zur richtigen Wahl für die zweite Karriere geführt werden.

Häufige Fragen zur Umschulung Fachkraft für Lagerlogistik

Was kostet die Umschulung zur Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik?
Die Lehrgangskosten bei einem Bildungsträger belaufen sich je nach Anbieter und Dauer auf mehrere Tausend Euro. Wird die Umschulung über den Bildungsgutschein gefördert, übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten in der Regel vollständig, sodass für die Teilnehmer keine Eigenkosten für Lehrgang und Prüfung anfallen.
Wie lange dauert die Umschulung zur Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik?
In Vollzeit dauert die Umschulung in der Regel rund 21 bis 24 Monate, inklusive einer betrieblichen Praxisphase. In Teilzeit verlängert sich die Dauer auf bis zu 36 Monate. Bei einer bereits abgeschlossenen, verwandten Berufsausbildung ist eine Verkürzung möglich.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr die Umschulung?
Formal ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Empfehlenswert sind ein Hauptschulabschluss, körperliche Eignung für die Arbeit im Lager sowie ausreichende Deutschkenntnisse. Organisationstalent, technisches Geschick und Belastbarkeit erleichtern den Einstieg und den späteren Berufsalltag zusätzlich.
Ăśbernimmt das Arbeitsamt die Kosten der Umschulung?
Ja. Über den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die vollen Lehrgangs- und Prüfungskosten übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Umschulung als notwendig anerkannt wird und der Bildungsträger nach der AZAV zugelassen ist.
Was verdient eine Fachkraft fĂĽr Lagerlogistik?
Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.600 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen wie dem Staplerschein oder Schichtzulagen sind auch 3.000 Euro und mehr erreichbar. Region und Branche beeinflussen den Verdienst zusätzlich.
Welchen Abschluss erhalte ich nach der Umschulung?
Nach bestandener IHK-Prüfung erhalten Sie den bundesweit anerkannten Berufsabschluss als Fachkraft für Lagerlogistik. Er ist dem einer regulären dualen Ausbildung gleichwertig, sodass Ihnen dieselben beruflichen und Weiterbildungswege offenstehen wie klassisch ausgebildeten Fachkräften.
Tipp der Redaktion
Lassen Sie sich vor der Anmeldung unbedingt beim Arbeitsamt beraten und klären Sie die Förderung ĂĽber den Bildungsgutschein frĂĽhzeitig. Achten Sie bei der Anbieterwahl auf die AZAV-Zulassung und darauf, ob Zusatzqualifikationen wie der Staplerschein im Lehrgang enthalten sind – das erhöht Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt spĂĽrbar.

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