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Umschulung Buchhalter - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Buchhalter/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Statt einer klassischen Umschulung erfolgt die Qualifizierung ĂĽber zertifizierte Weiterbildungslehrgänge, häufig mit IHK-Abschluss.
  • Die Lehrgänge dauern je nach Umfang und Lernform rund drei bis zwölf Monate und lassen sich meist auch in Teilzeit absolvieren.
  • Voraussetzung ist in der Regel eine kaufmännische oder verwaltende Ausbildung beziehungsweise einschlägige Berufspraxis.
  • Das Bruttojahresgehalt bewegt sich meist zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro, mit Weiterqualifizierung zum Bilanzbuchhalter deutlich höher.
  • Ăśber einen Bildungsgutschein der Agentur fĂĽr Arbeit können die Lehrgangskosten bei AZAV-zugelassenen Anbietern vollständig ĂĽbernommen werden.

Eine Qualifizierung zum Buchhalter über das Arbeitsamt läuft nicht als klassische Umschulung, sondern über zertifizierte Weiterbildungslehrgänge, da Buchhalter/in kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Wer eine kaufmännische Ausbildung oder passende Berufspraxis mitbringt, kann sich so in drei bis zwölf Monaten das nötige Fachwissen aneignen und bei AZAV-zugelassenen Anbietern einen Bildungsgutschein zur Finanzierung nutzen.

Viele Menschen haben eine Abneigung gegen die Buchhaltung und empfinden damit verbundene Aufgaben als belastend. Es gibt aber auch Menschen, die gerne mit Zahlen jonglieren und großen Gefallen an einer buchhalterischen Tätigkeit finden. Dies zeigt sich häufig erst im Laufe des Berufslebens, denn als Schüler/innen haben junge Menschen kaum Berührungspunkte mit der Buchhaltung. Dass Buchhalter nicht die erste Berufswahl nach dem Schulabschluss ist, ist somit nicht verwunderlich.

Zu einem späteren Zeitpunkt kann eine bestehende oder drohende Arbeitslosigkeit aber dafür sorgen, dass man sich beruflich umorientieren muss. Dann ist eine Buchhalter-Umschulung möglicherweise eine Überlegung wert.

In Zusammenhang mit einer Umschulung zum Buchhalter sollten Interessierte nichts überstürzen. Bevor sie ihr Vorhaben dem Arbeitsamt vortragen und dort um Unterstützung bitten, sollten sie auf eigene Faust recherchieren und sich ein genaues Bild machen. Im persönlichen Gespräch mit dem Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter kann man durch eine solide Vorbereitung überzeugen und schlüssig argumentieren.

Angehender Buchhalter arbeitet am Laptop an der Finanzbuchhaltung

Berufsbild Buchhalter/in: Aufgaben, Perspektiven und Verdienst

Buchhalter/innen sind Schlüsselfiguren innerhalb des betrieblichen Rechnungswesens und kümmern sich um die Bearbeitung von unterschiedlichen Geschäftsfällen. Diese werden nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung verzeichnet und unterliegen dem Handelsrecht. Gleichzeitig liefert die Buchhaltung der Geschäftsführung wichtige Informationen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

Auf den ersten Blick wirkt die Buchhaltung vielleicht trocken, aber bei näherer Betrachtung offenbart sich ihre große Relevanz für jedes Unternehmen. Dementsprechend finden Buchhalter/innen in allen Branchen und Bereichen Jobs und kommen in den Genuss vielfältiger Karrierechancen.

Buchhalter/innen arbeiten permanent mit den Zahlen des Unternehmens und interessieren sich selbstverständlich auch für die eigenen Finanzen. Die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten kommt daher immer wieder auf. Im Einzelfall kann es zwar Abweichungen geben, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt eines Buchhalters zwischen rund 30.000 Euro und 50.000 Euro brutto im Jahr. Wer sich zum geprüften Bilanzbuchhalter weiterqualifiziert, kann die obere Gehaltsgrenze deutlich überschreiten.

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Die Umschulung zum Buchhalter im Ăśberblick

Auf der Suche nach einer Umschulung zum Buchhalter mĂĽssen Berufswechsler/innen vielfach feststellen, dass es keine entsprechende UmschulungsmaĂźnahme im eigentlichen Sinne gibt. Dies liegt daran, dass Buchhalter/in kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Folglich ist eine Zweitausbildung in Form einer Umschulung kein Thema.

Es besteht allerdings dennoch die Möglichkeit, sich als Buchhalter/in zu qualifizieren und so einen beruflichen Neustart zu schaffen. Spezielle Weiterbildungen eignen sich bestens dazu und vermitteln den Teilnehmenden die notwendige Fachkompetenz für die Buchhaltung. Insbesondere die folgenden Inhalte werden dabei behandelt:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Finanzbuchhaltung
  • Kostenrechnung
  • Personalwirtschaft
  • Investition und Finanzierung
  • Steuern
  • Recht
  • BĂĽroorganisation
  • Korrespondenz

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Buchhalter-Qualifizierung

Die Umschulung zum Buchhalter ist eigentlich eine Weiterbildung, die den internen Vorschriften des jeweiligen Anbieters unterliegt. Folglich können die Rahmenbedingungen teilweise stark variieren. In der Regel wird eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Beruf verlangt. Alternativ kann auch eine entsprechende Berufspraxis vorausgesetzt werden. Je nach Umfang und Lehrgangsform sind dann beispielsweise drei bis zwölf Monate zu veranschlagen.

Pauschale Angaben zu den Kosten der Buchhalter-Qualifizierung kann es aufgrund der unterschiedlichen Lehrgänge und Anbieter nicht geben. Interessierte sollten sich umfassend informieren und zudem beim Arbeitsamt nach Förderungen und finanziellen Hilfen erkundigen. Bei einem AZAV-zugelassenen Anbieter, den man über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit findet, lassen sich die Lehrgangskosten über einen Bildungsgutschein häufig vollständig übernehmen.

FĂĽr diese Menschen eignet sich die Umschulung
Die Qualifizierung zum Buchhalter bietet sich in besonderem Maße für Menschen an, die gerne mit Zahlen umgehen und sehr genau arbeiten. Erfahrungen aus dem kaufmännischen Bereich sind ebenfalls sehr vorteilhaft und schaffen eine solide Basis. Verantwortungsbewusstsein, Organisationsgeschick und logisches Denkvermögen dürfen zudem nicht fehlen.

FĂĽr diese Menschen eignet sich die Umschulung

Nicht jeder Mensch fühlt sich in der Welt der Zahlen wohl, doch wer Freude an strukturierter Arbeit und einem gewissen Ordnungssinn mitbringt, findet in der Buchhaltung ein passendes Betätigungsfeld. Sorgfalt ist die wichtigste Eigenschaft, denn schon kleine Fehler können sich durch die gesamte Buchführung ziehen und am Jahresende zu Problemen führen. Gefragt sind daher Menschen, die konzentriert und gewissenhaft arbeiten und auch bei wiederkehrenden Aufgaben die nötige Genauigkeit an den Tag legen.

Vorteilhaft ist außerdem ein grundlegendes Verständnis betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge. Wer bereits eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat, kennt viele Begriffe und Abläufe und tut sich beim Einstieg entsprechend leichter. Aber auch Quereinsteiger aus der Verwaltung oder aus zahlenaffinen Berufen bringen oft gute Voraussetzungen mit. Wichtig ist die Bereitschaft, sich in Steuer- und Handelsrecht einzuarbeiten, da sich Vorschriften regelmäßig ändern.

So steht es um die Anerkennung der Qualifizierung

In Ermangelung einer anerkannten Berufsausbildung zum Buchhalter kann es auch keine solche Umschulung geben. Qualifizierungen auf dem Gebiet der Buchhaltung können aber dennoch wichtige Karrierebausteine sein. Interessierte sollten auf das Ansehen des jeweiligen Anbieters achten und beispielsweise ein IHK-Zertifikat anstreben. Damit sind sie auf der sicheren Seite und können ihren weiteren Werdegang durch den Abschluss als Buchhalter/in unterstützen.

Eine Sonderrolle nimmt der geprüfte Bilanzbuchhalter ein: Dieser Abschluss ist als öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannt und genießt bei Arbeitgebern einen sehr guten Ruf. Wer diesen Weg einschlägt, sollte allerdings die höheren Zugangsvoraussetzungen und den größeren zeitlichen Aufwand einkalkulieren.

Alternativen zur Umschulung zum Buchhalter

Ausgebildete Kaufleute, die eine Karriere als Buchhalter/in anstreben oder im weitesten Sinne in der Buchhaltung Fuß fassen möchten, müssen nicht zwingend eine Umschulung zum Buchhalter machen. Während ihrer Ausbildung haben sie sich bereits der Buchhaltung gewidmet und können sich daher gegebenenfalls ohne weitere Maßnahme einarbeiten. Wenn es aber eine vielversprechende Weiterbildung sein soll, können die folgenden Alternativen eine Überlegung wert sein:

  • GeprĂĽfte/r Bilanzbuchhalter/in
  • Assistent/in fĂĽr Rechnungswesen
  • Fachkraft fĂĽr Rechnungswesen
  • Betriebswirt/in fĂĽr Rechnungswesen
  • Finanzbuchhalter/in

Ansonsten bietet sich ein berufsbegleitendes Studium an. Per Fernstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium kann man beispielsweise Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen oder Controlling neben dem Beruf studieren und dabei den Bachelor oder Master machen. Wer sich zunächst breiter aufstellen möchte, findet in der Umschulung zum Steuerfachangestellten oder in der Ausbildung zum Industriekaufmann verwandte kaufmännische Wege mit anerkanntem Abschluss.

Die berufsbegleitende Qualifizierung als Alternative

Anstelle einer klassischen Umschulung oder dualen Ausbildung kommt möglicherweise eine berufsbegleitende Qualifizierung in Frage. Immer mehr Betriebe und Bildungsanbieter legen eine hohe Flexibilität an den Tag und nehmen auf Menschen Rücksicht, die aufgrund familiärer Verpflichtungen keine Qualifizierung in Vollzeit absolvieren können. Die Betreuung der Kinder oder die Pflege eines Angehörigen sind hier typische Gründe, die nach einer Teilzeitform verlangen.

Da die Qualifizierung zum/zur Buchhalter/in typischerweise als Weiterbildungslehrgang erfolgt, ist es ohnehin kein Problem, das Ganze in Teilzeit oder abends beziehungsweise am Wochenende zu absolvieren. Viele Anbieter setzen zudem auf Online-Formate, sodass sich Lernphasen flexibel in den Alltag einbauen lassen.

Der Quereinstieg als Buchhalter/in

Die Buchhaltung ist ein anspruchsvoller Geschäftsbereich, der fundierte Kenntnisse und Kompetenzen erfordert. Eine kaufmännische Ausbildung in Verbindung mit der einen oder anderen Weiterbildung schafft die richtige Basis. Ein Quereinstieg ist dennoch denkbar, denn Buchhalter/in ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung.

Ein Seiteneinstieg ohne einschlägige Vorbildung ist somit zumindest möglich. In der Praxis ist dies aber unrealistisch, denn die Buchhaltung ist nichts, was man sich mal eben aneignen kann. Sinnvoller ist der schrittweise Einstieg über eine unterstützende Tätigkeit, etwa in der Debitoren- oder Kreditorenbuchhaltung, verbunden mit einem berufsbegleitenden Lehrgang. So sammelt man Praxis und baut parallel das theoretische Fundament auf.

Berufe aus dem Bereich Buchhaltung

In Ermangelung einer offiziellen Buchhalter-Ausbildung gibt es auch keine entsprechende Umschulung. Stattdessen existieren diverse Berufe aus dem Bereich Buchhaltung. Zunächst müssen Interessierte wissen, dass es in kaufmännischen Berufen immer auch um die Buchführung geht. Wer einen speziellen Abschluss anstrebt, sollte die folgenden Optionen im Hinterkopf haben:

  • Bilanzbuchhalter/in
  • Finanzbuchhalter/in
  • Kreditorenbuchhalter/in
  • Debitorenbuchhalter/in
  • Lohnbuchhalter/in

Diese Spezialisierungen unterscheiden sich vor allem im Aufgabenschwerpunkt. Während sich die Debitorenbuchhaltung um Forderungen gegenüber Kunden kümmert, verwaltet die Kreditorenbuchhaltung die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Die Lohnbuchhaltung wiederum ist auf die Abrechnung von Gehältern und die Abführung von Sozialabgaben spezialisiert. Der Bilanzbuchhalter steht in dieser Hierarchie ganz oben und verantwortet den Jahresabschluss.

Der Berufsalltag als Buchhalter/in

Der Arbeitstag in der Buchhaltung ist von wiederkehrenden Abläufen geprägt, die dennoch Aufmerksamkeit verlangen. Zu den täglichen Aufgaben gehören das Erfassen und Kontieren von Belegen, das Buchen von Ein- und Ausgangsrechnungen sowie die Kontrolle offener Posten. Am Monatsende kommen Abschlussarbeiten hinzu, etwa Abstimmungen der Konten, die Umsatzsteuer-Voranmeldung und Auswertungen für die Geschäftsführung.

Moderne Buchhaltung findet fast ausschließlich am Computer statt. Kenntnisse in gängiger Buchhaltungssoftware wie DATEV, SAP oder Lexware sind daher gefragt und werden in vielen Lehrgängen bereits vermittelt. Neben der Arbeit mit Zahlen gehört auch Kommunikation zum Alltag, denn Buchhalter/innen stimmen sich mit Kollegen aus dem Einkauf, dem Vertrieb und mit dem Steuerberater ab. Wer strukturiert arbeitet und ein Gespür für Fristen hat, findet in diesem Berufsfeld ein verlässliches und planbares Arbeitsumfeld.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Buchhalterische Kompetenzen werden branchenübergreifend nachgefragt, denn jedes Unternehmen ist zur ordnungsgemäßen Buchführung verpflichtet. Vom Handwerksbetrieb über den Mittelständler bis zum Konzern und der Steuerberatungskanzlei besteht überall Bedarf an Fachkräften, die das Rechnungswesen zuverlässig betreuen. Das sorgt für eine stabile Nachfrage und gute Beschäftigungsaussichten, die weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen sind.

Die zunehmende Digitalisierung verändert das Berufsbild, ohne es überflüssig zu machen. Zwar übernehmen Programme immer mehr Routinebuchungen automatisch, doch die Kontrolle, Interpretation und rechtssichere Aufbereitung der Zahlen bleiben Aufgabe des Menschen. Wer bereit ist, sich mit neuer Software vertraut zu machen und sich fortlaufend weiterzubilden, verbessert seine Chancen erheblich. Mit dem Abschluss zum Bilanzbuchhalter oder einem betriebswirtschaftlichen Studium eröffnen sich zudem Wege in Leitungsfunktionen des Rechnungswesens.

Förderung und Finanzierung über das Arbeitsamt

Wer arbeitslos ist oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann sich die Kosten einer Buchhalter-Qualifizierung häufig über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters fördern lassen. Voraussetzung ist, dass der gewählte Lehrgang nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen ist. Passende Angebote lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit gezielt suchen.

Neben dem Bildungsgutschein kommen je nach persönlicher Situation weitere Fördermöglichkeiten in Betracht. Dazu zählen das Aufstiegs-BAföG für höherwertige Fortbildungen wie den Bilanzbuchhalter, regionale Weiterbildungsschecks der Bundesländer sowie das Aufstiegsstipendium für besonders leistungsstarke Fachkräfte. Es lohnt sich, die verschiedenen Wege im Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit zu klären und gut vorbereitet in das Gespräch zu gehen.

Weitere Berufe und Fördermöglichkeiten stellen wir in unserer Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt vor. Allgemeine Informationen rund um geförderte Lehrgänge bietet zudem unser Ratgeber zur Weiterbildung über das Arbeitsamt. Verwandte kaufmännische Wege sind unter anderem die Umschulung zur Bürokauffrau und zum Kaufmann für Büromanagement.

Häufige Fragen zur Umschulung zum Buchhalter

Gibt es eine anerkannte Umschulung zum Buchhalter?
Nein, Buchhalter/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, daher gibt es keine klassische Umschulung im rechtlichen Sinne. Die Qualifizierung erfolgt über zertifizierte Weiterbildungslehrgänge, häufig mit IHK-Abschluss. Eine echte staatliche Anerkennung bietet die höhere Fortbildung zum geprüften Bilanzbuchhalter nach dem Berufsbildungsgesetz.
Wie lange dauert die Qualifizierung zum Buchhalter?
Die Dauer hängt stark vom Anbieter, dem Umfang und der Lernform ab. In der Regel bewegen sich die Lehrgänge zwischen drei und zwölf Monaten. In Vollzeit geht es schneller, während berufsbegleitende Teilzeit- oder Onlineformate entsprechend länger dauern, dafür aber neben Beruf oder Familie absolviert werden können.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Meist wird eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf verlangt. Alternativ akzeptieren viele Anbieter einschlägige Berufspraxis. Persönlich sind Sorgfalt, Zahlenaffinität, logisches Denken und Verantwortungsbewusstsein gefragt. Für den Bilanzbuchhalter gelten strengere Zugangsvoraussetzungen mit nachgewiesener Berufserfahrung im Rechnungswesen.
Was verdient man als Buchhalter/in?
Das Bruttojahresgehalt liegt im Durchschnitt zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro, abhängig von Region, Branche, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Mit einer Spezialisierung oder dem Abschluss zum geprüften Bilanzbuchhalter lässt sich die obere Grenze deutlich überschreiten und der Weg in Leitungsfunktionen des Rechnungswesens öffnen.
Ăśbernimmt das Arbeitsamt die Kosten?
Bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit kann die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten über einen Bildungsgutschein übernehmen, sofern der Anbieter AZAV-zugelassen ist. Passende Kurse findet man über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit. Daneben kommen Aufstiegs-BAföG, Weiterbildungsschecks oder ein Aufstiegsstipendium in Betracht.
Ist ein Quereinstieg in die Buchhaltung möglich?
Da Buchhalter/in keine geschützte Berufsbezeichnung ist, ist ein Quereinstieg grundsätzlich möglich. Ohne Vorkenntnisse ist er in der Praxis aber schwierig. Empfehlenswert ist der Einstieg über eine unterstützende Tätigkeit, etwa in der Kreditoren- oder Debitorenbuchhaltung, kombiniert mit einem berufsbegleitenden Lehrgang, um Theorie und Praxis parallel aufzubauen.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

In Zusammenhang mit der Qualifizierung zum/zur Buchhalter/in gibt es bei Interessierten viele Fragen. Im Kontakt mit einzelnen Anbietern lassen sich diese zwar klären, aber objektive und allgemeingültige Auskünfte gibt es so nicht. Darüber hinaus bleibt die Umsetzung der Finanzierung oftmals unklar. Daher lohnt es sich, dem folgenden Tipp aus unserer Redaktion Aufmerksamkeit zu schenken.

Sichern Sie sich eine Förderung für die Buchhalter-Qualifizierung!

Wer eine Qualifizierung zum/zur Buchhalter/in in Angriff nimmt, sollte mit Geld umgehen können und in der Lage sein, sich finanzielle Unterstützung zu sichern. Dabei kann es sich um einen Weiterbildungsscheck, ein Aufstiegsstipendium, Aufstiegs-BAföG oder auch einen Bildungsgutschein handeln. Es gibt folglich verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Mittel zur Finanzierung des Vorhabens zu erhalten.

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