Umschulung Dachdecker - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Dauer: in der Regel 2 Jahre als außerbetriebliche Umschulung, 3 Jahre bei betrieblicher Umschulung im dualen System; Verkürzung bei einschlägigen Vorkenntnissen möglich.
  • Kosten: mehrere tausend Euro Lehrgangsgebühren - bei Förderung durch das Arbeitsamt trägt der Umschüler diese in der Regel nicht selbst.
  • Förderung: Bildungsgutschein nach § 81 SGB III bei ausschließlich AZAV-zertifizierten Bildungsträgern; übernimmt Lehrgangskosten und sichert den Lebensunterhalt.
  • Voraussetzungen: abgeschlossene Erstausbildung, handwerkliches Geschick, Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit - kein bestimmter Schulabschluss zwingend.
  • Verdienst: als Geselle rund 2.800 bis 3.500 Euro brutto im Monat, mit Meistertitel über 4.000 Euro.
2 bis 3 JahreDauerVollzeit / je nach Lehrgang
2.800-3.500 €Verdienstbrutto/Monat
HWK-GesellenprüfungAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Die Umschulung zum Dachdecker führt Quereinsteiger in einen gefragten Bauberuf mit sicheren Zukunftsaussichten. Sie dauert als außerbetriebliche Umschulung meist zwei Jahre, endet mit der anerkannten Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer und lässt sich bei Arbeitslosigkeit oder drohendem Jobverlust über einen Bildungsgutschein des Arbeitsamts nach § 81 SGB III finanzieren. Wer handwerklich geschickt, schwindelfrei und körperlich belastbar ist, findet hier den Grundstein für einen vielversprechenden Berufswechsel.

All diejenigen, die mit einer Umschulung zum Dachdecker liebäugeln, sollten ihre zweite Chance auf eine vielversprechende Berufslaufbahn klug nutzen und sich vorab sorgfältig über den Beruf sowie die Möglichkeiten einer Umschulung informieren. Dazu können sie sich beim Arbeitsamt beraten lassen und hier viel Wissenswertes zur ersten Orientierung erfahren.

Dachdecker bei der Arbeit auf einem Dach - Umschulung zum Dachdecker über das Arbeitsamt

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Inhaltsverzeichnis

Ablauf und Voraussetzungen der Dachdecker-Umschulung

Die Umschulung zum Dachdecker erfolgt im dualen System mit einer Kombination aus praktischer Arbeit im Handwerksbetrieb und theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Zusätzlich absolvieren Sie überbetriebliche Lehrgänge, die spezielle Fertigkeiten vermitteln. Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab, die Ihnen einen bundesweit anerkannten Berufsabschluss verschafft.

Persönliche Voraussetzungen umfassen handwerkliches Geschick, absolute Schwindelfreiheit und körperliche Belastbarkeit, da Sie täglich in großer Höhe arbeiten werden. Technisches Verständnis ist ebenfalls wichtig, da moderne Dachsysteme komplexe Konstruktionen erfordern. Ein bestimmter Schulabschluss wird nicht zwingend verlangt, ein Hauptschulabschluss ist jedoch von Vorteil. In der Regel setzen die Bildungsträger eine abgeschlossene Erstausbildung in einem beliebigen Bereich voraus. Eine gesetzliche Altersgrenze existiert nicht, sodass auch ältere Berufswechsler gute Chancen haben.


Dauer und Verkürzungsmöglichkeiten

Als außerbetriebliche Umschulung dauert die Qualifizierung zum Dachdecker in der Regel zwei Jahre und ist damit gegenüber der dreijährigen Erstausbildung verkürzt. Wird die Umschulung betrieblich im dualen System absolviert, entspricht die Dauer mit drei Jahren der regulären Ausbildungszeit. Bei entsprechenden Vorkenntnissen aus verwandten Berufen wie Zimmerer, Klempner oder anderen Bauberufen lässt sich die Zeit weiter verkürzen. Auch überdurchschnittliche Leistungen während der Umschulung können zu einer vorzeitigen Zulassung zur Gesellenprüfung führen.

Die Verkürzung müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Handwerkskammer beantragen. Dabei prüft die Kammer Ihre Vorkenntnisse und bisherigen beruflichen Erfahrungen. Eine Verkürzung um sechs Monate ist bereits bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem anderen Handwerksberuf möglich, um ein Jahr bei verwandten Bauberufen.


Förderung durch Bildungsgutschein nach § 81 SGB III

Bei Arbeitslosigkeit oder einer konkreten Bedrohung Ihres Arbeitsplatzes fördert die Bundesagentur für Arbeit Ihre Dachdecker-Umschulung durch einen Bildungsgutschein gemäß § 81 SGB III. Diese Förderung übernimmt sowohl die Kosten für den Lehrgang als auch Ihren Lebensunterhalt während der Umschulungszeit. Voraussetzung ist, dass die Umschulung Sie wieder vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt macht und der Bildungsträger nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen ist.

Für die Genehmigung müssen Sie einen Antrag bei Ihrem zuständigen Arbeitsamt oder Jobcenter stellen. Dort prüft man Ihre persönliche Eignung für den Dachdeckerberuf und die Arbeitsmarktchancen in Ihrer Region. Da das Dachdeckerhandwerk zu den anerkannten Ausbildungsberufen gehört und einen hohen Fachkräftebedarf aufweist, stehen die Chancen für eine Förderung sehr gut. Der Bildungsgutschein ist zeitlich befristet und gilt nur für zugelassene Bildungsträger. Passende Angebote finden Sie über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit. Mehr zu geförderten Qualifizierungen erfahren Sie in unserem Überblick zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.


Verdienstmöglichkeiten nach der Umschulung

Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Dachdecker-Umschulung können Sie als Geselle mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.800 bis 3.500 Euro brutto monatlich rechnen. Diese Spanne erklärt sich durch regionale Unterschiede, die Tarifbindung des Betriebs und Ihre individuellen Fähigkeiten. In tariflich gebundenen Betrieben ist das Gehalt fest geregelt und steigt mit der Berufserfahrung kontinuierlich an.

Mit zunehmender Erfahrung und zusätzlichen Qualifikationen verbessern sich Ihre Verdienstaussichten erheblich. Die Weiterbildung zum Dachdeckermeister eröffnet Ihnen Gehälter von über 4.000 Euro monatlich und die Möglichkeit zur Selbstständigkeit. Durch die steigende Nachfrage nach Energieeffizienz und Solartechnik entwickelt sich der Dachdeckerberuf zu einem zukunftssicheren Arbeitsplatz mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten.


Anbieter und regionale Verfügbarkeit der Dachdecker-Umschulung

Dachdecker-Umschulungen bieten sowohl Handwerksbetriebe als auch spezialisierte, AZAV-zugelassene Bildungsträger an. Welche Anbieter in Ihrer Nähe geeignete Umschulungsplätze bereithalten, erfahren Sie über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit. Auch die regionalen Handwerkskammern vermitteln passende Umschulungsplätze und beraten über verfügbare Angebote in Ihrer Region.

Bei der betrieblichen Umschulung absolvieren Sie Ihre Ausbildung direkt in einem Dachdeckerbetrieb, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Die außerbetriebliche Variante findet in speziellen Bildungseinrichtungen statt, wobei praktische Phasen in Kooperationsbetrieben erfolgen. Informationen über regionale Anbieter erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Handwerkskammer oder der Arbeitsagentur, die auch bei der Vermittlung eines geeigneten Umschulungsplatzes unterstützt.


Rechtliche Grundlagen der Dachdecker-Umschulung

Die rechtliche Basis für Dachdecker-Umschulungen bilden das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO). Diese Gesetze regeln sowohl den Ablauf der Umschulung als auch die Prüfungsordnung für die abschließende Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Der Dachdeckerberuf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk mit bundesweit einheitlichen Standards.

Die Förderung von Umschulungen ist im Sozialgesetzbuch III (SGB III) unter § 81 verankert, der die berufliche Weiterbildung regelt. Diese gesetzlichen Grundlagen gewährleisten, dass Ihr Abschluss bundesweit anerkannt wird und Sie überall als qualifizierte Fachkraft arbeiten können.


Berufsbild und Aufgaben im Dachdeckerhandwerk

Dachdecker sind die Fachkräfte im Bauwesen, die sich um Dächer und Außenwände kümmern. Ihre zentralen Aufgaben bestehen darin, Dächer zu decken und Außenwände zu verkleiden. Weiterhin befassen sie sich mit Abdichtungen und energetischen Maßnahmen an Gebäuden. Die Montage von Dachfenstern, Solaranlagen, Blitzschutzanlagen und Dachrinnen gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich.

Dachdecker sind im Bauwesen unverzichtbar und übernehmen wichtige Aufgaben. Daraus resultiert einerseits eine große Verantwortung, andererseits kommen sie in den Genuss exzellenter Berufsaussichten. Vor allem in den folgenden Bereichen sind sie stets gefragt:

Die Verdienstmöglichkeiten von Dachdeckern variieren je nach Einsatzbereich, Erfahrung und Qualifikationsprofil. Im Allgemeinen bewegt sich das durchschnittliche Jahresgehalt zwischen rund 22.000 Euro und 50.000 Euro brutto.

Wer den Beruf über einen geförderten Quereinstieg erlernen möchte, findet auf unserer Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt alle Fördermöglichkeiten und weitere Berufe im Vergleich.

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Inhalte der Dachdecker-Umschulung

Wer aus einem anderen Tätigkeitsbereich kommt und dort zuletzt nur Perspektivlosigkeit erlebte, kann von einer Dachdecker-Umschulung profitieren. So lernen Quereinsteiger den Beruf des Dachdeckers und machen sich den hohen Personalbedarf im Bauwesen zunutze. Die Zweitausbildung schafft die Basis für einen dringend notwendigen Berufswechsel. Im Gegensatz zur dualen Berufsausbildung zeichnet sie sich durch einen anderen Ablauf aus.

Es existieren zwar auch Angebote für betriebliche Umschulungen, doch die außerbetriebliche Umschulung ist die Regel. Angehende Dachdecker absolvieren einen Lehrgang, der ihnen unter anderem die folgenden Inhalte vermittelt:

Wer sich für den Neustart als Dachdecker entscheidet, sollte vorab die Bedingungen der Zweitausbildung kennen. Eine einschlägige Vorbildung wird nicht verlangt, in der Regel jedoch eine abgeschlossene Erstausbildung in einem beliebigen Bereich. Werden diese Kriterien erfüllt, kann man im Rahmen des meist zwei Jahre dauernden Lehrgangs den Beruf des Dachdeckers erlernen und den offiziellen Berufsabschluss erlangen.


Finanzierung der Dachdecker-Umschulung über das Arbeitsamt
Die Kosten der außerbetrieblichen Dachdecker-Umschulung und die laufenden Lebenshaltungskosten bescheren Berufswechslern einen erheblichen finanziellen Druck. Das Arbeitsamt kann hier unterstützend eingreifen und die Finanzierung sicherstellen. Sofern das Arbeitsamt die Umschulung befürwortet, kann es einen Bildungsgutschein für die Lehrgangskosten sowie Hilfen zum Lebensunterhalt bereitstellen. Die Förderung macht die Umschulung oftmals erst möglich. Interessierte sollten jedoch bedenken, dass es sich um eine Kann-Leistung handelt und kein Rechtsanspruch darauf besteht.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Dachdecker

Qualifizierte Dachdecker können sich das lebenslange Lernen zunutze machen und durch regelmäßige Weiterbildungen ihre Aufstiegschancen nachhaltig verbessern. Einzelne Seminare und Kurse sind dazu gut geeignet, insbesondere die folgenden Fortbildungen erweisen sich jedoch als wertvolle Karrierebausteine:

Darüber hinaus kann ein berufsbegleitendes Studium dem Werdegang förderlich sein. Beispielsweise per Fernstudium lässt sich flexibel nebenbei Bauingenieurwesen oder Holztechnik studieren.


Der Berufsalltag als Dachdecker

Der Arbeitstag eines Dachdeckers beginnt meist früh und findet überwiegend im Freien statt - auf Gerüsten, Leitern und Dachflächen in oft beträchtlicher Höhe. Zu Beginn eines Projekts sichern Dachdecker die Baustelle, errichten Gerüste und bereiten die benötigten Materialien vor. Anschließend werden Unterkonstruktionen erstellt, Dämmungen eingebracht und Dacheindeckungen aus Ziegeln, Schiefer, Metall oder Bitumenbahnen fachgerecht verlegt.

Neben der klassischen Dacheindeckung übernehmen Dachdecker zunehmend Aufgaben rund um die energetische Sanierung. Sie montieren Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, bringen Wärmedämmungen an und sorgen für eine luftdichte Gebäudehülle. Witterung, wechselnde Einsatzorte und der Umgang mit Sicherheitsausrüstung prägen den Alltag. Wer gern anpackt, technisch mitdenkt und das sichtbare Ergebnis seiner Arbeit schätzt, findet im Dachdeckerhandwerk einen abwechslungsreichen Beruf.


Berufsaussichten und Arbeitsmarkt für Dachdecker

Das Dachdeckerhandwerk zählt zu den Berufen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel. Zahlreiche Betriebe suchen händeringend qualifiziertes Personal, sodass gut ausgebildete Dachdecker nach der Umschulung sehr gute Chancen auf eine unbefristete Anstellung haben. Die Auftragslage im Bauhauptgewerbe ist stabil, und die politisch gewollte energetische Gebäudesanierung sorgt für zusätzliche Nachfrage.

Besonders die Energiewende treibt den Bedarf: Dachflächen werden für Photovoltaik nutzbar gemacht, Dämmungen erneuert und Gebäude klimagerecht saniert. Dachdecker mit Kenntnissen in Solartechnik und energetischer Sanierung sind daher besonders gefragt. Wer nach der Umschulung eine Meisterqualifikation anstrebt, kann sich selbstständig machen oder eine Führungsposition übernehmen - der Beruf bietet damit langfristige Sicherheit und klare Aufstiegsperspektiven.


So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Dachdecker-Umschulung endet mit der Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer. Die Prüfung gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Im praktischen Teil fertigen die Prüflinge Arbeitsproben an, etwa das Decken einer Dachfläche, das Herstellen von An- und Abschlüssen oder das Verkleiden von Außenwänden - jeweils unter realistischen Bedingungen und innerhalb vorgegebener Zeit.

Der theoretische Teil umfasst Prüfungsbereiche wie Dachdeckertechnik, Auftragsabwicklung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Geprüft werden Fachwissen zu Materialien, Konstruktionen, Statik, Arbeitssicherheit und energetischen Maßnahmen. Wer beide Teile besteht, erhält den Gesellenbrief - einen bundesweit anerkannten Berufsabschluss, der die Grundlage für die weitere Karriere bis hin zum Meistertitel bildet.


Alternativen zur Dachdecker-Umschulung

Menschen, die sich beruflich umorientieren wollen, sich mit der Umschulung zum Dachdecker aber nicht sicher sind, können eine berufsbegleitende Ausbildung ins Auge fassen. Ansonsten gibt es viele andere Ausbildungsberufe, die sich als Umschulungsalternativen anbieten. Erwähnenswert sind unter anderem die folgenden handwerklich-technischen Berufsbilder, zu denen wir eigene Ratgeber anbieten:

Indem man einen gewissen Rechercheaufwand betreibt und zudem einen Beratungstermin beim Arbeitsamt vereinbart, kann man die Basis für eine bewusste Entscheidungsfindung schaffen.


Häufige Fragen zur Umschulung zum Dachdecker

Was kostet eine Dachdecker-Umschulung?
Die Lehrgangsgebühren einer außerbetrieblichen Dachdecker-Umschulung liegen je nach Anbieter und Dauer bei mehreren tausend Euro. Wird die Umschulung vom Arbeitsamt über einen Bildungsgutschein gefördert, trägt der Umschüler diese Kosten in der Regel nicht selbst - der Bildungsgutschein deckt die Lehrgangskosten vollständig ab.
Wie lange dauert die Dachdecker-Umschulung?
Als außerbetriebliche Umschulung dauert sie in der Regel zwei Jahre. Wird sie betrieblich im dualen System absolviert, entspricht die Dauer mit drei Jahren der regulären Ausbildung. Bei Vorkenntnissen aus verwandten Bauberufen oder überdurchschnittlichen Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Welche Voraussetzungen muss ich für die Umschulung erfüllen?
Gefordert werden handwerkliches Geschick, absolute Schwindelfreiheit, körperliche Belastbarkeit und technisches Verständnis. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht zwingend, meist wird jedoch eine abgeschlossene Erstausbildung in einem beliebigen Bereich vorausgesetzt. Eine Altersgrenze gibt es nicht.
Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten der Umschulung?
Bei Arbeitslosigkeit oder drohendem Jobverlust fördert die Arbeitsagentur die Umschulung über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III. Dieser übernimmt die Lehrgangskosten und sichert den Lebensunterhalt. Voraussetzung ist ein AZAV-zugelassener Bildungsträger. Es handelt sich um eine Kann-Leistung ohne Rechtsanspruch.
Wie viel verdient man als Dachdecker nach der Umschulung?
Als Geselle können Sie mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.800 bis 3.500 Euro brutto monatlich rechnen. Die genaue Höhe hängt von Region, Tarifbindung und Erfahrung ab. Mit dem Meistertitel und zusätzlichen Qualifikationen sind über 4.000 Euro brutto im Monat möglich.
Muss ich schwindelfrei sein, um Dachdecker zu werden?
Ja, absolute Schwindelfreiheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, da Dachdecker täglich in großer Höhe auf Dächern, Gerüsten und Leitern arbeiten. Auch körperliche Belastbarkeit und Trittsicherheit sind unverzichtbar. Wer Höhenangst hat, ist für den Beruf in der Regel nicht geeignet.

Tipp der Redaktion
Lassen Sie sich vor der Anmeldung unbedingt kostenlos bei Ihrer Arbeitsagentur beraten und klären Sie die Förderung über den Bildungsgutschein frühzeitig. Achten Sie darauf, dass der Bildungsträger AZAV-zertifiziert ist - nur dann werden die Kosten übernommen. Ein Praktikum oder Schnuppertag in einem Dachdeckerbetrieb hilft Ihnen, die körperlichen Anforderungen und die Arbeit in der Höhe realistisch einzuschätzen.