Umschulung Steuerfachangestellte - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Die Umschulung zum Steuerfachangestellten dauert je nach Form meist 2 bis 3 Jahre und schließt mit der Prüfung vor der Steuerberaterkammer ab.
  • Der Abschluss ist nach Berufsbildungsgesetz anerkannt und der klassischen dualen Ausbildung gleichgestellt.
  • Fördert die Agentur für Arbeit die Maßnahme, übernimmt sie über den Bildungsgutschein die Lehrgangskosten und sichert den Lebensunterhalt.
  • Steuerfachangestellte arbeiten vor allem in Steuerberatungskanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und in der Buchhaltung von Unternehmen.
  • Der Beruf ist gefragt: Fachkräfte im Steuerwesen werden dauerhaft gesucht, Weiterbildungen bis zum Steuerberater sind möglich.
2 bis 3 JahreDauerVollzeit / je nach Lehrgang
2.400-3.200 €Verdienstbrutto/Monat
KammerprüfungAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Die Umschulung zum oder zur Steuerfachangestellten ist eine gute Wahl für alle, die einen Berufswechsel vollziehen wollen oder müssen und dabei das Steuerwesen ins Auge gefasst haben. Wer gerne mit Zahlen arbeitet, ordentlich und verschwiegen ist, findet hier einen anerkannten Beruf mit stabilen Aussichten und klaren Aufstiegswegen.

Wer das Thema Steuern nicht scheut, sondern gerne mit Zahlen jongliert, kann im Rahmen einer entsprechenden Umschulungsmaßnahme den Grundstein für eine zweite Karriere legen. Bevor man sich dieser Herausforderung stellt, sollte man allerdings sorgsam recherchieren.

Eine Auseinandersetzung mit dem Berufsbild ist dabei ebenso wichtig wie eine Analyse der betreffenden Umschulung. Es besteht somit ein gewisser Klärungsbedarf, der nach einer eingehenden Recherche verlangt. Außerdem schadet es nicht, einen Termin bei der Agentur für Arbeit zu vereinbaren und die Möglichkeit einer Steuerfachangestellten-Umschulung zu besprechen.

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Inhaltsverzeichnis

Steuerfachangestellte bei der Büroarbeit mit Belegen und Buchhaltungsunterlagen

Berufsbild Steuerfachangestellte/r - Aufgaben, Karrierechancen und Verdienst

Unabhängig davon, ob es um eine duale Ausbildung oder eine Umschulung zum Steuerfachangestellten geht, sollte vor der Berufswahl das Berufsbild bekannt sein.

Interessierte sollten wissen, dass Steuerfachangestellte im beruflichen Alltag Steuerberatern zur Hand gehen und diese bei der Betreuung und Beratung der Mandanten unterstützen. Dabei übernehmen sie kaufmännische und organisatorische Aufgaben. Gefragt sind die Kenntnisse und Kompetenzen von Steuerfachangestellten vor allem in den folgenden Bereichen:

Über mangelnde Karrierechancen können sich qualifizierte Steuerfachangestellte im Allgemeinen nicht beschweren. Darüber hinaus werden ihnen je nach Vorbildung und Einsatzbereich recht unterschiedliche Verdienstmöglichkeiten zuteil. Im Durchschnitt bewegt sich das Bruttogehalt eines Steuerfachangestellten zwischen rund 2.400 Euro und 3.200 Euro im Monat, wobei Einstiegsgehälter darunter und Gehälter mit Zusatzqualifikation deutlich darüber liegen.

Die Steuerfachangestellten-Umschulung im Überblick

Wer Gefallen am Berufsbild findet und bereit für einen beruflichen Neuanfang ist, sollte ernsthaft über eine Steuerfachangestellten-Umschulung nachdenken. Anders als die duale Ausbildung kommt diese für gewöhnlich als außerbetrieblicher Lehrgang daher und erinnert somit mehr oder weniger an eine schulische Ausbildung.

Menschen aus anderen Tätigkeitsbereichen kommen hier zusammen und drücken noch einmal die Schulbank, um den Abschluss als Steuerfachangestellte/r zu erlangen. Praktische Phasen in einschlägigen Betrieben sind dabei ebenfalls vorgesehen und sorgen dafür, dass man als Umschüler zum Steuerfachangestellten eine umfassende Ausbildung erhält. Im Zuge dessen werden typischerweise die folgenden Inhalte behandelt:


Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung zum Steuerfachangestellten

Angehende Steuerfachangestellte sollten sich mit dem Berufsbild sowie den Umschulungsinhalten identifizieren können. Außerdem sollten sie die Rahmenbedingungen der Umschulungsmaßnahme kennen. Zunächst lohnt es sich, den Voraussetzungen auf den Grund zu gehen. Vorkenntnisse werden nicht verlangt, wobei sich die Qualifizierungen typischerweise an Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen aus anderen Berufen richten.

Folglich sollte man schon eine Ausbildung und gewisse Berufspraxis vorweisen können. Je nach Lebenssituation und Lehrgangsform ist die Dauer dann mit zwei bis drei Jahren zu veranschlagen. Eine Verkürzung ist möglich, wenn einschlägige Vorkenntnisse vorliegen. Durchhaltevermögen und Motivation sind folglich weitere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Steuerfachangestellten-Umschulung.

Die Umschulung zur Steuerfachangestellten findet für gewöhnlich an privaten Bildungseinrichtungen statt, die sich auf Umschulungen spezialisiert haben. Die Teilnahme an einem solchen Lehrgang ist kostenpflichtig und geht vielfach mit Gebühren von einigen Tausend Euro einher.

Außerdem nimmt das Ganze viel Zeit in Anspruch, so dass Umschüler und Umschülerinnen kein festes Einkommen durch eine Erwerbstätigkeit verdienen können. Die Kosten der Umschulung sowie der laufende Lebensunterhalt erfordern von angehenden Steuerfachangestellten eine solide Finanzierung. Befürwortet die Agentur für Arbeit die Maßnahme, wird sie für gewöhnlich einer Förderung zustimmen, wodurch sich das Problem der Kostenfinanzierung löst.


Die Umschulung ist voll anerkannt

Sorgen bezüglich der Anerkennung des Abschlusses als Steuerfachangestellte/r muss man sich nicht machen. Dies gilt auch im Falle einer entsprechenden Umschulung, die der klassischen Ausbildung gleichgestellt ist. In beiden Fällen müssen sich angehende Steuerfachangestellte der offiziellen Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer unterziehen, um den anerkannten und geschützten Berufsabschluss Steuerfachangestellte/r gemäß Berufsbildungsgesetz tragen zu dürfen.


Die Umschulung ist der Ausbildung gleichgestellt

Wer sich für die Umschulung entscheidet, erhält am Ende denselben anerkannten Abschluss wie ein regulär ausgebildeter Steuerfachangestellter. Entscheidend ist die bestandene Prüfung vor der zuständigen Steuerberaterkammer. Für Arbeitgeber ist dabei nicht der Weg zum Abschluss ausschlaggebend, sondern die nachgewiesene Qualifikation. Die Umschulung ist damit ein vollwertiger Einstieg in das Berufsfeld und kein Abschluss zweiter Klasse.


Weiterbildungsmöglichkeiten für Steuerfachangestellte

Als Steuerfachangestellte/r kann man viel erreichen und tut bei entsprechenden Ambitionen gut daran, verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Seminare und Workshops zu relevanten Themen sind ohne Frage sinnvoll, aber auch die eine oder andere Fortbildung kommt in Betracht. Für Steuerfachangestellte, die eine höhere berufliche Qualifikation anstreben, gibt es somit die folgenden Optionen:

Ein berufsbegleitendes Studium kann Steuerfachangestellte ebenfalls weiter voranbringen. Beispielsweise in Wirtschaftswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Steuern, Prüfungswesen, Controlling, Wirtschaftsrecht oder Management kann man ein Fernstudium, Abendstudium oder anderes Teilzeitstudium mit dem Ziel Bachelor oder Master absolvieren. Wer sich breiter weiterbilden möchte, findet über die geförderte Weiterbildung der Agentur für Arbeit passende Anschlussqualifikationen.


Alternativen zur Umschulung zum Steuerfachangestellten

Die Steuerfachangestellten-Umschulung bietet viel Potenzial und ist dennoch nur eine von vielen Möglichkeiten für einen erfolgreichen Neustart in beruflicher Hinsicht. Als Umschulungsalternativen kommen hier beispielsweise die folgenden Berufe in Betracht:

Unabhängig davon, wie man sich entscheidet, sollte man zunächst der Umschulung über das Arbeitsamt auf den Grund gehen und ergründen, was es damit auf sich hat. Nur wer die Rahmenbedingungen kennt, kann die richtige Entscheidung für oder gegen die Steuerfachangestellten-Umschulung treffen.


Die persönliche Eignung als Steuerfachangestellte/r

Wer die formalen Voraussetzungen erfüllt, sollte nicht vorschnell die Umschulung zum oder zur Steuerfachangestellten aufnehmen. Stattdessen sollten Interessierte ihre persönliche Eignung hinterfragen und in besonderem Maße auf die folgenden Punkte achten:

Da Steuerfachangestellte täglich mit sensiblen Mandantendaten arbeiten, ist ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit unabdingbar. Wer zudem Freude an präziser Arbeit hat und sich in gesetzliche Regelungen einarbeiten mag, bringt gute Voraussetzungen mit.


Hilfen der Agentur für Arbeit während der Umschulung

Alle, die per Umschulung Steuerfachangestellte werden möchten, sollten um die Hilfen der Agentur für Arbeit wissen. Zunächst können sie sich dort eingehend beraten lassen und erhalten so Unterstützung im Zuge der Entscheidungsfindung.

Während der Umschulungsmaßnahme können sie von einem Bildungsgutschein sowie von Hilfen zum Lebensunterhalt profitieren. Der Bildungsgutschein deckt die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren ab, sofern die Maßnahme bei einem AZAV-zugelassenen Anbieter über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit stattfindet. Die Agentur für Arbeit greift Berufswechslern somit tatkräftig unter die Arme und verhilft ihnen zu einem beruflichen Neustart.


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Umschulungen aus dem Beruf der Steuerfachangestellten heraus

Einigen Menschen geht es nicht darum, per Umschulung als Steuerfachangestellte/r Karriere zu machen, sondern sich von diesem Beruf zu verabschieden, um etwas Neues zu beginnen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Umschulungen für Steuerfachangestellte in Betracht kommen.

Grundsätzlich gibt es hier keine Grenzen, sodass ein grundlegender Wechsel vollzogen werden kann. Wer aber die Vorkenntnisse weiterhin verwenden möchte, sollte über einen Neubeginn in einem der folgenden Berufe nachdenken:


Qualifizierung als Steuerfachangestellte/r über die Externenprüfung

Steuerfachangestellte/r ist ein anspruchsvoller Beruf, der viel Fachkompetenz erfordert. Die duale Ausbildung oder alternativ eine Umschulungsmaßnahme kann die Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln.

Wer einen Quereinstieg plant, kann aber auch einen anderen Weg einschlagen und sich in Eigenregie auf die externe Prüfung vorbereiten. Die Steuerberaterkammern lassen allerdings nur diejenigen zu, die nachvollziehbar belegen können, dass sie über das Wissen verfügen und bereits umfassende Erfahrungen im kaufmännischen oder steuerlichen Bereich gesammelt haben. In der Regel ist dafür eine mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit erforderlich. Der offizielle Abschluss ist dann nur noch Formsache, sodass anstelle einer Umschulung die Externenprüfung in Angriff genommen werden kann.


5 Tipps für eine erfolgreiche Umschulung zur Steuerfachangestellten

Steuerfachangestellte gehen einem anspruchsvollen Beruf nach und benötigen umfassendes Wissen. Spätestens im Rahmen der Umschulung wird dies auch Quereinsteigern bewusst. Damit diese die Umschulung schaffen und als Steuerfachangestellte Fuß fassen können, finden sie hier nachfolgend fünf Tipps:


Weiterbildung vom Steuerfachangestellten zum Steuerberater

Ambitionierte Steuerfachangestellte können im Anschluss an die Umschulung oder Ausbildung durch das lebenslange Lernen weitere Qualifikationen sammeln und so auf der Karriereleiter aufsteigen. Eine Weiterbildung zum Steuerberater ist hier besonders naheliegend und bietet spannende Perspektiven. Steuerfachangestellte benötigen allerdings eine mindestens zehnjährige Berufspraxis, um zur Steuerberaterprüfung zugelassen zu werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich zunächst der Steuerfachwirt-Weiterbildung widmen und wird so bereits nach sieben Jahren zur Steuerberaterprüfung zugelassen.


Checkliste: Das macht einen guten Umschulungsanbieter aus

Angehende Steuerfachangestellte, die sich für ihren beruflichen Neustart umschulen lassen möchten, haben die Qual der Wahl. Unterschiedlichste Anbieter offerieren entsprechende Maßnahmen. Damit man hier keine Fehlentscheidung trifft, sollte man die Punkte der folgenden Checkliste bei der Auswahl eines Anbieters beachten:

Ein Anbieter, der in allen Punkten überzeugt und über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit auffindbar ist, ist der richtige Partner für die Umschulung zum Steuerfachangestellten.


Der Berufsalltag als Steuerfachangestellte/r

Der Arbeitstag in einer Steuerberatungskanzlei ist geprägt von Buchführung, Belegen und dem Kontakt mit Mandanten. Steuerfachangestellte erfassen laufende Geschäftsvorfälle, buchen Ein- und Ausgangsrechnungen und bereiten die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen vor. Ein großer Teil der Arbeit findet heute digital in Programmen wie DATEV statt, mit dem Kanzleien Buchhaltung und Lohnabrechnung abwickeln.

Auch die Lohn- und Gehaltsabrechnung für Mandanten gehört häufig zum Aufgabenbereich. Hinzu kommen die Vorbereitung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen, die der Steuerberater anschließend prüft und verantwortet. Der Kontakt zu Finanzämtern, Krankenkassen und Mandanten macht den Beruf abwechslungsreich und kommunikativ. Gerade zu Fristterminen, etwa bei den monatlichen Voranmeldungen oder zum Jahreswechsel, kann es zeitweise arbeitsintensiv werden.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Steuerfachangestellte gehören zu den gesuchten Fachkräften. Kanzleien und Unternehmen klagen seit Jahren über einen Mangel an qualifiziertem Personal im Steuer- und Rechnungswesen, sodass gut ausgebildete Fachkräfte in der Regel schnell eine Anstellung finden. Die Nachfrage bleibt stabil, weil steuerliche und buchhalterische Aufgaben in jedem Unternehmen anfallen und rechtlich vorgeschrieben sind.

Auch die zunehmende Digitalisierung verändert den Beruf, ersetzt ihn aber nicht: Zwar übernehmen Programme viele Routinebuchungen, doch die fachliche Prüfung, Beratung und Kommunikation bleiben Aufgabe des Menschen. Wer sich mit digitalen Kanzleiprozessen auskennt, verbessert seine Aussichten zusätzlich. Über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit lassen sich freie Stellen bundesweit recherchieren, und die Aufstiegswege bis zum Steuerfachwirt oder Steuerberater eröffnen langfristig deutlich höhere Verdienstmöglichkeiten.

So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Steuerberaterkammer. Diese gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil werden die Prüfungsbereiche Steuerwesen, Rechnungswesen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. Hier gilt es, praxisnahe Aufgaben zu lösen und das erlernte Fachwissen anzuwenden.

Wer den schriftlichen Teil besteht, wird zur mündlichen Prüfung zugelassen. In dieser wird ein Fachgespräch geführt, in dem die Prüflinge zeigen, dass sie steuerliche Sachverhalte verständlich erklären und einordnen können. Nach bestandener Prüfung erhält man den anerkannten Abschluss als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter. Viele Umschulungsanbieter bereiten gezielt mit Probeklausuren und Prüfungssimulationen auf diesen Abschluss vor, was die Erfolgschancen deutlich erhöht.

Häufige Fragen zur Umschulung Steuerfachangestellte

Wie lange dauert die Umschulung zum Steuerfachangestellten?
Die Umschulung dauert je nach Anbieter und Lehrgangsform in der Regel zwei bis drei Jahre. In Vollzeit ist ein zügiger Abschluss möglich, in Teilzeit dauert es entsprechend länger. Liegen einschlägige kaufmännische Vorkenntnisse vor, kann die Dauer unter Umständen verkürzt werden. Praktische Phasen in einer Kanzlei sind fester Bestandteil.
Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten der Umschulung?
Ja, befürwortet die Agentur für Arbeit die Maßnahme, übernimmt sie über den Bildungsgutschein die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Voraussetzung ist, dass der Anbieter AZAV-zugelassen und über KURSNET auffindbar ist. Zusätzlich kann während der Umschulung der Lebensunterhalt gesichert werden. Ein Beratungsgespräch vor Antragstellung ist verpflichtend.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?
Formal werden keine speziellen Vorkenntnisse verlangt. Von Vorteil sind jedoch eine abgeschlossene Berufsausbildung und etwas Berufspraxis, da sich Umschulungen an Quereinsteiger richten. Interesse an Steuerrecht sowie Grundkenntnisse in Wirtschaft und Mathematik erleichtern den Einstieg. Wichtige persönliche Eigenschaften sind Sorgfalt, Diskretion und Zuverlässigkeit im Umgang mit Mandantendaten.
Ist der Umschulungsabschluss genauso anerkannt wie eine Ausbildung?
Ja, der Abschluss der Umschulung ist der klassischen dualen Ausbildung vollständig gleichgestellt. In beiden Fällen legt man die Abschlussprüfung vor der Steuerberaterkammer ab und erhält denselben nach Berufsbildungsgesetz geschützten Berufsabschluss. Für Arbeitgeber zählt die nachgewiesene Qualifikation, nicht der Weg dorthin. Ein Nachteil gegenüber Ausbildungsabsolventen besteht nicht.
Was verdient ein Steuerfachangestellter?
Das Bruttogehalt bewegt sich im Durchschnitt zwischen etwa 2.400 und 3.200 Euro im Monat. Einstiegsgehälter liegen darunter, mit Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen steigt das Gehalt spürbar. Wer sich zum Steuerfachwirt oder Steuerberater weiterbildet, erreicht deutlich höhere Einkommen. Auch Region, Kanzleigröße und Verantwortungsbereich beeinflussen den Verdienst.
Kann ich Steuerfachangestellte ohne Umschulung werden?
Ja, über die sogenannte Externenprüfung ist ein Abschluss auch ohne formale Umschulung möglich. Voraussetzung ist, dass man gegenüber der Steuerberaterkammer eine ausreichend lange einschlägige Berufstätigkeit nachweist. Man bereitet sich dann eigenständig auf die Prüfung vor. Dieser Weg eignet sich vor allem für Quereinsteiger, die bereits umfangreiche Erfahrung im Steuer- oder Rechnungswesen gesammelt haben.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um eine Umschulung zum oder zur Steuerfachangestellten geht, müssen viele Aspekte beachtet werden. Interessierte verlieren zuweilen den Überblick oder wünschen sich einfach einen festen Ansprechpartner. Der folgende Tipp aus unserer Redaktion kann dabei sehr hilfreich sein. Lassen Sie sich bei der Steuerberaterkammer beraten! Für angehende Umschüler und Umschülerinnen ist die Agentur für Arbeit die richtige Anlaufstelle. Wer aber Steuerfachangestellte/r werden möchte und konkrete Informationen über den Beruf und mögliche Qualifizierungen sucht, sollte auch bei der Steuerberaterkammer vorstellig werden. Diese bietet umfassende Beratungen und steht angehenden Steuerfachangestellten mit Rat und Tat zur Seite.