Umschulung Bestatter - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

DAS WICHTIGSTE IN KĂśRZE

  • Dauer: Die Umschulung zur Bestattungsfachkraft dauert in Vollzeit meist 1,5 bis 2 Jahre, gegenĂĽber 3 Jahren in der regulären Ausbildung.
  • Kosten: Die LehrgangsgebĂĽhren variieren je Anbieter; bei Förderung tragen Sie keine Kosten.
  • Förderung: Ăśber den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III bei AZAV-zugelassenen Trägern ĂĽbernimmt die Agentur fĂĽr Arbeit oder das Jobcenter Lehrgangs- und Nebenkosten.
  • Voraussetzungen: In der Regel Hauptschulabschluss, FĂĽhrerschein Klasse B, Mindestalter 18 Jahre sowie EinfĂĽhlungsvermögen und keine BerĂĽhrungsängste.
  • Verdienst: Das Bruttojahresgehalt liegt meist zwischen rund 20.000 und 40.000 Euro, abhängig von Region, Betrieb und Erfahrung.

Die Umschulung zum Bestatter beziehungsweise zur Bestatterin ist eine zweite Ausbildung zur staatlich anerkannten Bestattungsfachkraft, mit der Quereinsteiger in rund 1,5 bis 2 Jahren ins Bestattungswesen wechseln und die Maßnahme bei Arbeitslosigkeit über einen Bildungsgutschein fördern lassen können. Umgangssprachlich werden Bestattungsfachkräfte einfach als Bestatter und Bestatterinnen bezeichnet, weshalb typischerweise die Bestatter-Umschulung nachgefragt wird.

Wer einen Quereinstieg ins Bestattungswesen plant, kann sich zur Bestattungsfachkraft umschulen lassen und auf diese Weise den Grundstein für den angestrebten Berufswechsel legen. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt hilft dabei, den passenden Weg zu finden und die Möglichkeiten einer Umschulung über das Arbeitsamt auszuloten. Interessierte sollten den Berufswechsel von Anfang an strukturiert angehen und zunächst sorgfältig recherchieren.

Bestatter bei der wĂĽrdevollen Vorbereitung einer Trauerfeier - Berufsbild und Umschulung zur Bestattungsfachkraft

Berufsbild und Verdienstmöglichkeiten

Bestatter und Bestatterinnen beziehungsweise Bestattungsfachkräfte kümmern sich um sämtliche Belange rund um Bestattungen und Trauerfeiern. Von der Betreuung der Angehörigen über die Gestaltung der Beisetzung bis hin zur Organisation der Trauerfeier decken sie alle anfallenden Aufgaben ab. Dadurch entlasten sie die trauernden Hinterbliebenen, sorgen für einen würdevollen Abschied und sind die zentralen Ansprechpartner rund um die Beerdigung.

Bestattungsfachkräfte erwarten nicht nur vielseitige Aufgaben, sondern auch stabile Berufsaussichten. Insbesondere in den folgenden Bereichen können sie Fuß fassen:

  • Beerdigungsinstitute und Bestattungsunternehmen
  • Krematorien
  • Friedhöfe
  • Friedhofsverwaltungen

Wer sich für den Beruf interessiert, will vor der Qualifizierung natürlich auch die üblichen Einkommensverhältnisse kennen. Im Einzelfall kann es Unterschiede geben, doch im Allgemeinen bewegt sich das durchschnittliche Bruttojahresgehalt zwischen rund 20.000 und 40.000 Euro. Wer sich fachlich weiterentwickelt oder Verantwortung übernimmt, kann diesen Rahmen nach oben verlassen.

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Per Umschulung Bestattungsfachkraft werden

Das Arbeiten im Bestattungswesen ohne Ausbildung ist vielfach möglich und gibt Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern die Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln. Ohne fundierte Qualifizierung sind sie dann allerdings meist nur für Hilfstätigkeiten zuständig und haben kaum Aufstiegschancen. Daher ist es sinnvoll, ein solides Fundament zu schaffen und den Beruf von Grund auf zu erlernen.

Berufswechsler und Berufswechslerinnen können zu diesem Zweck eine Umschulung in Angriff nehmen und im Rahmen eines Lehrgangs die Bestattungsfachkraft-Qualifikation erwerben. Dabei geht es insbesondere um die folgenden Inhalte:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Psychologie und Trauerpsychologie
  • Beratung und Kommunikation
  • Grab- und Bestattungstechnik
  • Trauerfloristik
  • Recht und Verwaltung

Wer die Kosten der Maßnahme nicht selbst tragen kann, sollte den Weg über die Weiterbildung über das Arbeitsamt prüfen. Bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit kommt der Bildungsgutschein in Betracht, sofern der Träger AZAV-zugelassen ist.

Förderung durch das Arbeitsamt

Finanzielle Hilfen des Arbeitsamtes sind oft ausschlaggebend dafür, ob eine Umschulung überhaupt möglich ist. Angehende Bestattungsfachkräfte sollten daher einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit vereinbaren und sich nach den Fördermöglichkeiten erkundigen.

Grundsätzlich kann das Amt die Bestatter-Umschulung auf folgende Weise finanziell unterstützen:

  • Ăśbernahme der Lehrgangskosten per Bildungsgutschein nach § 81 SGB III
  • Ăśbernahme von Fahrt-, Kinderbetreuungs- und weiteren Nebenkosten
  • Sicherung des Lebensunterhalts ĂĽber Arbeitslosengeld oder BĂĽrgergeld während der MaĂźnahme

Voraussetzung ist stets, dass die Umschulung bei einem AZAV-zugelassenen Träger stattfindet und die Maßnahme selbst zertifiziert ist. Ob die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter zuständig ist, hängt vom Bezug von Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld ab.

Wo finden Umschulungen zur Bestattungsfachkraft statt?

Die Bestatter-Umschulung kann als betriebliche Qualifizierung oder als außerbetrieblicher Lehrgang erfolgen. Damit kommen sowohl zertifizierte, AZAV-zugelassene Bildungsanbieter als auch Bestattungsinstitute als Träger in Betracht. Geeignete Angebote finden Sie über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.

Berufsbegleitende Ausbildung und Teilzeit

Ein Quereinstieg als Bestattungsfachkraft ist nicht ganz ohne Weiteres möglich, da es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt. Eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit ist jedoch denkbar und in der Praxis üblich.

So können angehende Bestattungsfachkräfte die Ausbildung etwa neben der Kindererziehung oder der Pflege eines Angehörigen absolvieren. Die Teilzeitform verlängert die Gesamtdauer, macht die Qualifizierung aber auch für Menschen mit familiären Verpflichtungen zugänglich.

Weiterbildung und Studium

Nach dem Abschluss als Bestattungsfachkraft lohnt es sich, das Lernen nicht ruhen zu lassen. Fort- und Weiterbildungen sichern die Beschäftigungsfähigkeit und eröffnen Aufstiegswege. Die folgenden Qualifizierungen sind besonders erwähnenswert:

  • GeprĂĽfte Fachkraft fĂĽr Bestattungsgewerbe
  • Bestatterfachwirt beziehungsweise Bestatterfachwirtin
  • Bestattermeister beziehungsweise Bestattermeisterin

Auch ein berufsbegleitendes Studium kann für Bestattungsfachkräfte interessant sein. Passend zur zunehmenden Akademisierung im Dienstleistungssektor kommen Fernstudiengänge oder andere berufsbegleitende Studiengänge in Frage:

  • Dienstleistungsmanagement
  • Psychologie
  • Pädagogik und Trauerbegleitung
  • Gesundheitswissenschaft

Voraussetzungen und Zulassung

Die Hürden für eine Umschulung zur Bestattungsfachkraft sind bewusst niedrig gehalten, um Quereinsteigern den Zugang zu diesem Beruf zu ermöglichen. Als formelle Mindestvoraussetzung genügt in der Regel ein Hauptschulabschluss, wobei viele Bildungsträger einen mittleren Abschluss bevorzugen. Darüber hinaus müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein und über einen Führerschein der Klasse B verfügen, da häufig Fahrten zu Friedhöfen, Krematorien oder zu den Angehörigen erforderlich sind.

Wichtiger als die formellen Qualifikationen sind jedoch die persönlichen Eigenschaften, die Sie für diesen sensiblen Beruf mitbringen sollten. Körperliche Belastbarkeit ist unerlässlich, da Sie schwere Särge tragen und anspruchsvolle Tätigkeiten verrichten müssen. Handwerkliches Geschick ist von Vorteil, ebenso wie ausgeprägtes Einfühlungsvermögen im Umgang mit trauernden Angehörigen. Sie dürfen keine Berührungsängste mit Verstorbenen haben und sollten über organisatorisches Talent verfügen, um komplexe Bestattungsabläufe zu koordinieren. Je nach Anbieter kann ein polizeiliches Führungszeugnis oder ein ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung verlangt werden.

Ablauf und Inhalte der Umschulung

Die Umschulung zur Bestattungsfachkraft orientiert sich am offiziellen Ausbildungsrahmenplan und kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischen Erfahrungen. Der theoretische Teil vermittelt Ihnen fundierte Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre, Psychologie, Beratung und Kommunikation. Sie erlernen fachspezifische Aspekte wie Grabtechnik, hygienische Versorgung Verstorbener, Trauerfloristik und die relevanten rechtlichen Grundlagen. Besonders wichtig ist die Schulung im sensiblen Umgang mit Trauernden sowie in der Gesprächsführung bei Beratungen.

Ein wesentlicher Baustein der Umschulung ist das Betriebspraktikum, in dem Sie die erlernten Inhalte unter realen Bedingungen anwenden. Hier sammeln Sie erste praktische Erfahrungen in einem Bestattungsunternehmen und lernen den Berufsalltag kennen. Die Umschulung schlieĂźt mit einer AbschlussprĂĽfung ab, die einen schriftlichen und einen praktischen Teil umfasst. Nach erfolgreichem Bestehen erhalten Sie ein anerkanntes Zeugnis, das Sie als qualifizierte Bestattungsfachkraft ausweist.

Dauer und Kosten im Detail

Die Dauer einer außerbetrieblichen Umschulung zur Bestattungsfachkraft beträgt in der Regel zwischen 1,5 und 2 Jahren in Vollzeit. Das ist deutlich kürzer als die reguläre duale Ausbildung, die drei Jahre dauert. Die verkürzte Zeit ist möglich, weil bei Umschülern bereits eine berufliche Vorerfahrung und Lebenserfahrung vorausgesetzt wird, die den Lernprozess beschleunigt. In Teilzeit oder berufsbegleitend verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.

Die finanziellen Aspekte sind für die meisten Interessenten ein wichtiger Faktor. Die Lehrgangsgebühren variieren je nach Bildungsanbieter erheblich und sind nicht einheitlich geregelt. Wenn Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten über einen Bildungsgutschein; bei längerer Arbeitslosigkeit ist das Jobcenter der zuständige Kostenträger. Zusätzlich zu den Lehrgangskosten können Ihnen Leistungen zum Lebensunterhalt sowie Fahrt- und Kinderbetreuungskosten gewährt werden, sodass Sie sich vollständig auf die Qualifizierung konzentrieren können.

Anbieter und PrĂĽfungsstellen

Umschulungen zur Bestattungsfachkraft werden überwiegend außerbetrieblich bei spezialisierten Bildungseinrichtungen angeboten. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt, das bundesweit anerkannte Qualifikationen vermittelt. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Träger AZAV-zugelassen ist, damit eine Förderung über den Bildungsgutschein möglich ist. Passende, zertifizierte Anbieter finden Sie gebündelt über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.

Die Abschlussprüfungen werden je nach Region bei den zuständigen Kammern abgelegt, in der Regel bei den Industrie- und Handelskammern. Diese Struktur gewährleistet, dass Sie auch in Ihrer Nähe eine geeignete Prüfungsstelle finden. Die Prüfungen folgen bundeseinheitlichen Standards, sodass Ihr Abschluss deutschlandweit gleichwertig anerkannt ist und Sie überall als qualifizierte Bestattungsfachkraft arbeiten können.

Rechtliche Grundlagen und Berufszugang

Der Ausbildungsberuf Bestattungsfachkraft ist seit 2003 bundesweit einheitlich über eine eigene Ausbildungsverordnung geregelt. Diese Standardisierung hat die Qualität der Ausbildung deutlich verbessert und sorgt für einheitliche Anforderungen in ganz Deutschland. Die Abschlussprüfungen werden bei den Industrie- und Handelskammern abgelegt, was die bundesweite Anerkennung des Abschlusses sicherstellt.

Für die berufliche Selbstständigkeit ist wichtig: Das Bestattungsgewerbe zählt nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken und unterliegt daher keiner Meisterpflicht. Wer sich als Bestatter oder Bestatterin selbstständig machen möchte, benötigt in der Regel lediglich eine Gewerbeanmeldung, muss aber die jeweiligen landesrechtlichen Bestattungsgesetze und hygienischen Vorgaben beachten. Für Ausbildungsbetriebe gelten zusätzlich die Regelungen des Berufsbildungsgesetzes, insbesondere der Nachweis der Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung.

Gehaltsaussichten nach der Umschulung

Nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung zur Bestattungsfachkraft können Sie mit einem soliden Einkommen rechnen, das je nach Region, Betriebsgröße und persönlicher Qualifikation variiert. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt bewegt sich zwischen rund 20.000 und 40.000 Euro, wobei erfahrene Fachkräfte und Beschäftigte in verantwortungsvollen Positionen darüber liegen können. In Ballungsgebieten und bei größeren Bestattungsunternehmen sind die Verdienstmöglichkeiten tendenziell besser als in ländlichen Regionen oder kleineren Betrieben.

Attraktive Perspektiven eröffnet die Möglichkeit zur Selbstständigkeit, da das Bestattungsgewerbe zulassungsfrei ist und keine Meisterpflicht besteht. Mit einer Gewerbeanmeldung und der Beachtung der landesrechtlichen Vorgaben können Sie ein eigenes Unternehmen aufbauen. Zusätzlich zum Grundgehalt lässt sich die Einkommenssituation durch Spezialisierungen verbessern, etwa in der Trauerbegleitung oder bei besonderen Bestattungsformen. Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen werden am Markt geschätzt und entsprechend honoriert.

Der Berufsalltag als Bestattungsfachkraft

Der Arbeitstag einer Bestattungsfachkraft ist abwechslungsreich und verlangt Organisationstalent ebenso wie Fingerspitzengefühl. Ein großer Teil der Zeit entfällt auf die Beratung und Betreuung der Angehörigen: Im Trauergespräch klären Bestatter die Wünsche der Hinterbliebenen, informieren über Bestattungsarten und übernehmen die Formalitäten mit Standesamt, Friedhofsverwaltung und Krematorium. Sie helfen bei der Auswahl von Sarg oder Urne, gestalten Trauerdrucksachen und koordinieren die Trauerfeier mit Rednern, Musikern und Floristik.

Daneben gehört die hygienische Versorgung und Aufbahrung Verstorbener zum Alltag, ebenso die Überführung und die Vorbereitung der Beisetzung. Der Beruf verlangt eine hohe emotionale Belastbarkeit, denn die tägliche Nähe zu Tod und Trauer ist fordernd. Gleichzeitig empfinden viele Bestattungsfachkräfte ihre Arbeit als sinnstiftend, weil sie Menschen in einer der schwersten Lebenssituationen zur Seite stehen. Bereitschaftsdienste, auch nachts und am Wochenende, gehören in vielen Betrieben dazu, da Sterbefälle sich nicht an Öffnungszeiten halten.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Aussichten für qualifizierte Bestattungsfachkräfte sind stabil. Der Bedarf an Bestattungsdienstleistungen bleibt konstant, und der demografische Wandel führt langfristig zu einer steigenden Zahl von Sterbefällen. Zugleich beklagt die Branche einen Fachkräftemangel, sodass gut ausgebildete Fachkräfte gefragt sind. Wer eine anerkannte Umschulung abgeschlossen hat, hebt sich deutlich von ungelernten Hilfskräften ab und hat entsprechend bessere Chancen auf eine unbefristete Anstellung und auf Verantwortung.

Auch die Bestattungskultur verändert sich: Neue Bestattungsformen, individuelle Trauerfeiern und der Wunsch nach persönlicher Betreuung eröffnen Spezialisierungsfelder. Bestattungsfachkräfte, die sich in Trauerbegleitung, Hygiene oder Betriebsführung fortbilden, verbessern ihre Position zusätzlich. Wer sich noch nicht sicher ist, ob der Beruf passt, sollte über verwandte Wege nachdenken. Als Alternativen zur Bestatter-Umschulung kommen etwa die Umschulung zum Floristen, zum Kaufmann für Büromanagement, in die Altenpflege oder zum Gärtner in Betracht, wenn Beratung, Fürsorge oder handwerkliche Gestaltung im Vordergrund stehen sollen.

Häufige Fragen zur Umschulung Bestatter

Was kostet die Umschulung zur Bestattungsfachkraft?
Die LehrgangsgebĂĽhren unterscheiden sich stark je nach Anbieter und Form der Umschulung. Bei einer auĂźerbetrieblichen Umschulung fallen mehrere tausend Euro an. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, zahlt in der Regel nichts, weil die Agentur fĂĽr Arbeit oder das Jobcenter die Kosten ĂĽber den Bildungsgutschein ĂĽbernimmt.
Wie lange dauert die Umschulung zum Bestatter?
Eine außerbetriebliche Umschulung zur Bestattungsfachkraft dauert in Vollzeit meist 1,5 bis 2 Jahre. Das ist kürzer als die reguläre duale Ausbildung mit drei Jahren, da bei Umschülern bereits berufliche Vorerfahrung vorausgesetzt wird. In Teilzeit oder berufsbegleitend verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr die Bestatter-Umschulung?
In der Regel genügt ein Hauptschulabschluss, viele Träger bevorzugen einen mittleren Abschluss. Hinzu kommen ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Führerschein der Klasse B. Wichtiger sind persönliche Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, körperliche Belastbarkeit und keine Berührungsängste mit Verstorbenen.
Fördert das Arbeitsamt die Bestatter-Umschulung?
Ja. Bei Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit werden die Kosten über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III gefördert, sofern die Umschulung bei einem AZAV-zugelassenen Träger stattfindet. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter übernimmt dann Lehrgangs- und Nebenkosten und sichert den Lebensunterhalt.
Wie viel verdient man als Bestattungsfachkraft?
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen rund 20.000 und 40.000 Euro. Der Verdienst hängt von Region, Betriebsgröße und Qualifikation ab. Erfahrene Fachkräfte und Beschäftigte mit Verantwortung liegen darüber. Als Selbstständige können Bestatter ihr Einkommen abhängig vom Geschäftserfolg weiter steigern.
Kann ich mich als Bestatter selbstständig machen?
Ja. Das Bestattungsgewerbe ist zulassungsfrei und unterliegt keiner Meisterpflicht. Für die Selbstständigkeit genügt in der Regel eine Gewerbeanmeldung. Zu beachten sind allerdings die landesrechtlichen Bestattungsgesetze sowie hygienische Vorgaben, weshalb eine qualifizierte Ausbildung und Berufserfahrung sinnvoll sind.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

Bestatter oder Bestatterin ist ein ungewöhnlicher Berufswunsch. Bei näherer Betrachtung erscheint er allerdings nicht mehr so ungewöhnlich. Der Tod gehört zum Leben und verlangt nach einem würdevollen Abschied. Hier sind qualifizierte Bestattungsfachkräfte gefragt. An Beschäftigungsmöglichkeiten mangelt es folglich nicht.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung als Bestatter oder Bestatterin

Die permanente Konfrontation mit dem Tod, der Umgang mit Verstorbenen und die Betreuung trauernder Angehöriger sind große Herausforderungen des Berufs. Potenzielle Berufswechsler dürfen dies nicht vergessen und sollten sich fragen, ob sie all dem gewachsen sind. Im Zweifelsfall lohnt sich vorab ein Praktikum in einem Beerdigungsinstitut, um erste Erfahrungen im Bestattungsgewerbe zu sammeln.

Umschulung

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