Umschulung Altenpflegehelfer - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Dauer: ein Jahr in Vollzeit (rund 700 bis 750 Theorie- und 850 bis 900 Praxisstunden), in Teilzeit entsprechend länger.
  • Kosten: bei geförderter Umschulung übernimmt der Kostenträger Lehrgangs-, Material- und Prüfungsgebühren vollständig.
  • Förderung: Bildungsgutschein nach § 81 SGB III über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter, einlösbar bei AZAV-zugelassenen Trägern.
  • Voraussetzungen: in der Regel Hauptschulabschluss, gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis und Masernschutz.
  • Verdienst: als qualifizierte Pflegehilfskraft ab Juli 2026 mindestens 17,80 Euro brutto pro Stunde, in Vollzeit rund 2.800 bis 3.200 Euro brutto im Monat.
1 JahrDauerVollzeit / je nach Lehrgang
2.800-3.200 €Verdienstbrutto/Monat
Staatlich anerkanntAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Die Umschulung zum Altenpflegehelfer dauert in Vollzeit ein Jahr, ist über einen Bildungsgutschein förderfähig und führt über eine staatliche Prüfung zu einem anerkannten Abschluss in der Pflege. Sie richtet sich gezielt an Quereinsteiger und Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen. Angesichts des demografischen Wandels und des anhaltenden Personalmangels in der Pflege bestehen für ausgebildete Pflegehilfskräfte sehr gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Wer den Neustart plant, sollte sich gründlich informieren. Die Agentur für Arbeit hilft bei der Orientierung und bietet neben einer Beratung auch eine finanzielle Förderung an. Über eine Umschulung über das Arbeitsamt rückt der berufliche Wechsel in die Altenpflege damit in erreichbare Nähe - auch für Späteinsteiger ohne Vorerfahrung.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Umschulung aufgebaut ist, welche Voraussetzungen gelten, wie die Finanzierung funktioniert und mit welchem Verdienst Sie rechnen können. Da es um die zweite Chance auf ein erfülltes Berufsleben geht, lohnt es sich, alle Informationen sorgfältig abzuwägen.

Altenpflegehelferin unterstützt eine ältere Person bei der Grundpflege im Pflegeheim

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Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

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Inhaltsverzeichnis

Berufsbild und berufliche Perspektiven

In Zeiten des Pflegenotstands stehen Pflegefachkräfte unter erheblichem Druck und sind auf Unterstützung angewiesen. Genau hier setzen Altenpflegehelfer an: Sie gehen den Fachkräften zur Hand und unterstützen sie in allen Bereichen der Pflege und Betreuung älterer Menschen. Der Bedarf ist hoch, denn ungelernte Kräfte können diese Aufgaben ohne Qualifikation nicht übernehmen.

Altenpflegehelfer kümmern sich vor allem um die Grundpflege und die alltägliche Versorgung der Pflegebedürftigen. Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben sich in zahlreichen Einrichtungen:

Überall dort, wo ältere oder pflegebedürftige Menschen betreut werden, entstehen berufliche Perspektiven. Wer die Verdienstmöglichkeiten einschätzen möchte, kann sich an einem durchschnittlichen Jahresbruttogehalt zwischen rund 24.000 und 34.000 Euro orientieren - die genaue Höhe hängt von Tarifbindung, Bundesland und Arbeitszeit ab.

Die Umschulung zum Altenpflegehelfer im Überblick

Dass in der Altenpflege jede helfende Hand gebraucht wird, ist kein Geheimnis. Wer darin eine Chance für die eigene Laufbahn sieht, kann über eine Umschulung den Quereinstieg schaffen. Die Maßnahme ist eng an die schulische Ausbildung angelehnt und entspricht dieser inhaltlich häufig.

Gelernt wird entweder an einer auf Umschulungen spezialisierten Einrichtung oder klassisch an einer Berufsfachschule beziehungsweise Pflegeschule. Unabhängig von Lehrgangsform und Anbieter geht es stets um dieselbe Qualifizierung. Die Teilnehmenden legen am Ende eine staatliche Abschlussprüfung ab, die typischerweise folgende Themen abfragt:

Neben dieser klassischen Umschulung besteht auch die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Weiterbildung, wenn Sie bereits in einem Pflegeumfeld tätig sind und sich formal qualifizieren möchten.

Voraussetzungen für die Umschulung

Für eine erfolgreiche Umschulung müssen Sie bestimmte formale und persönliche Voraussetzungen erfüllen. Als Mindestbildungsabschluss gilt in der Regel der Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsstand. Da die Altenpflegehilfe dem Landesrecht unterliegt, gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung - in einzelnen Bundesländern wie Brandenburg ist zusätzlich die Berufsbildungsreife nach dem jeweiligen Landesgesetz vorgesehen.

Darüber hinaus benötigen Sie ein ärztliches Attest über Ihre gesundheitliche Eignung sowie ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis, um Ihre persönliche Zuverlässigkeit nachzuweisen. Eine besondere Bedeutung hat das Masernschutzgesetz, das für alle Tätigkeiten in Pflegeeinrichtungen einen Impfnachweis vorschreibt.

Neben den formalen Kriterien zählen die persönlichen Eigenschaften. Angehende Altenpflegehelfer sollten mitbringen:

Es handelt sich um einen fordernden Beruf, der körperlich und emotional an Grenzen bringen kann. Wer sich das zutraut und den Wunsch hat, ältere Menschen zu pflegen und zu begleiten, findet hier eine sinnstiftende Aufgabe. Da die genauen Zugangsvoraussetzungen je nach Bundesland variieren, klärt ein Beratungsgespräch bei der örtlichen Agentur für Arbeit die individuellen Bedingungen.

Voraussetzungen im Überblick
Hauptschulabschluss, gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis und Masernschutz sind die üblichen Zugangsvoraussetzungen. Landesrecht kann abweichen.

Aufbau und Ablauf der Umschulung

Die Umschulung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, die aufeinander abgestimmt sind. Der theoretische Unterricht umfasst etwa 700 bis 750 Unterrichtsstunden und findet an einer staatlich anerkannten Pflegeschule statt. Dort erwerben Sie Kenntnisse in Grundlagen der Medizin, Pflege, Hauswirtschaft, Betreuung und Kommunikation.

Parallel dazu oder im Anschluss absolvieren Sie den praktischen Teil mit rund 850 bis 900 Stunden in einer stationären Pflegeeinrichtung, einem ambulanten Pflegedienst oder einem Krankenhaus. Während der Praxisphase schließen Sie in der Regel einen Vertrag mit der jeweiligen Einrichtung ab, sammeln erste Berufserfahrung und erhalten häufig bereits eine Vergütung.

Die Umschulung lässt sich sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend in Teilzeit durchführen, wobei sich die Gesamtdauer bei Teilzeit entsprechend verlängert. Den Abschluss bildet eine staatliche Prüfung vor der zuständigen Stelle, nach deren erfolgreichem Bestehen Sie ein Prüfungszeugnis und eine Berufsurkunde erhalten.

Dauer und Kosten der Umschulung

Die reguläre Umschulungsdauer beträgt in Vollzeit ein Jahr. In dieser Zeit konzentrieren Sie sich ausschließlich auf die Qualifizierung. Wählen Sie die berufsbegleitende Teilzeitvariante, verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend, da die vorgeschriebenen Theorie- und Praxisstunden vollständig absolviert werden müssen. Diese Flexibilität ermöglicht auch Berufstätigen oder Personen mit familiären Verpflichtungen den Einstieg.

Die konkreten Lehrgangsgebühren unterscheiden sich je nach Anbieter und Region. Bei einer geförderten Umschulung übernimmt jedoch der Kostenträger die Gebühren vollständig. Darin enthalten sind in der Regel alle Lehrgangs-, Material- und Prüfungskosten. Da die meisten Umschulungen über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanziert werden, entstehen für Sie als Teilnehmer üblicherweise keine direkten Kosten.

Kosten auf einen Blick
Bei Förderung über den Bildungsgutschein trägt der Kostenträger sämtliche Lehrgangs-, Material- und Prüfungsgebühren. Für Sie bleiben in der Regel keine direkten Kosten.

Förderung durch das Arbeitsamt

Die Finanzierung Ihrer Umschulung erfolgt in den meisten Fällen über den Bildungsgutschein. Rechtliche Grundlage ist die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach den Paragrafen 81 und 82 SGB III. Die Agentur für Arbeit kann Ihnen einen Bildungsgutschein ausstellen, der die kompletten Lehrgangsgebühren abdeckt. Während der Maßnahme läuft in der Regel die Zahlung des Arbeitslosengeldes weiter, sodass Ihr Lebensunterhalt gesichert bleibt. Erhalten Sie eine Vergütung aus der Praxisphase, wird diese angerechnet.

Für Empfänger von Grundsicherungsgeld (Bürgergeld) übernimmt das Jobcenter die Förderung und sichert den Lebensunterhalt während der Umschulung. In besonderen Fällen kommt auch eine Förderung über die berufliche Rehabilitation der Rentenversicherung in Betracht. Wichtige Bedingung für jede Förderung ist, dass Maßnahme und Anbieter nach der AZAV zugelassen sind. Ob eine Förderung bewilligt wird, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihren beruflichen Perspektiven und der Arbeitsmarktlage in Ihrer Region ab. Den Bildungsgutschein lösen Sie anschließend bei einem zertifizierten Träger ein, den Sie über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden.

Bildungsgutschein beantragen
Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Vermittlungsfachkraft. Der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III deckt die Kosten und wird bei einem AZAV-zugelassenen Träger eingelöst.
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Verdienstmöglichkeiten nach der Umschulung

Nach erfolgreichem Abschluss profitieren Sie als qualifizierte Pflegehilfskraft von gesetzlich festgelegten Mindestlöhnen. Seit dem 1. Juli 2026 erhalten Pflegehilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung einen Pflegemindestlohn von 17,80 Euro brutto pro Stunde. Damit heben Sie sich deutlich von ungelernten Hilfskräften ab, deren Mindestlohn niedriger liegt.

Ihre konkreten Verdienstmöglichkeiten hängen vom jeweiligen Tarifvertrag, etwa dem TVöD-P im öffentlichen Dienst, sowie von Arbeitszeit und Bundesland ab. Bei einer Vollzeittätigkeit mit rund 40 Wochenstunden können Sie mit einem monatlichen Bruttogehalt zwischen etwa 2.800 und 3.200 Euro rechnen. In Einrichtungen mit Tarifbindung sind oft höhere Gehälter sowie zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld möglich. Aufgrund des Fachkräftemangels bieten viele Arbeitgeber zudem Schichtzulagen oder eine betriebliche Altersvorsorge an.

Anbieter und regionale Verfügbarkeit

Die Umschulung wird nicht in allen Bundesländern gleichermaßen angeboten, da die Regelungen für diesen Beruf dem Landesrecht unterliegen. Besonders gute Möglichkeiten finden Sie in Bundesländern mit eigenen Altenpflegehilfegesetzen, darunter Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Als Anbieter kommen staatlich anerkannte Pflegeschulen, Berufsfachschulen sowie spezialisierte Bildungsträger infrage, die eng mit Pflegeeinrichtungen zusammenarbeiten.

Die praktische Ausbildung erfolgt in stationären Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten oder Krankenhäusern, die als Kooperationspartner der Schulen fungieren. Bei der Auswahl sollten Sie auf die staatliche Anerkennung, die AZAV-Zulassung für Fördermaßnahmen und die Qualität der Praxispartner achten. Eine frühzeitige Recherche und ein Beratungsgespräch bei der örtlichen Agentur für Arbeit helfen, zertifizierte, AZAV-zugelassene Anbieter über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit in Ihrer Region zu finden.

Stellenlage in der Pflege
In der Pflege herrscht Fachkräftemangel: Die Zahl der offenen Stellen übersteigt vielerorts die Zahl der Bewerber. An Beschäftigungsmöglichkeiten für ausgebildete Altenpflegehelfer mangelt es daher nicht.

Alternativen zur Umschulung

Die Umschulung zum Altenpflegehelfer bietet viel Potenzial. Dennoch gibt es einige erwähnenswerte Alternativen, die Sie in Ihre Entscheidung einbeziehen sollten. Je nach Neigung kommen verwandte Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen infrage:

Da die Ausbildung zum Altenpflegehelfer auf einem schulischen Lehrgang basiert, lässt sie sich zudem berufsbegleitend als Teilzeitausbildung absolvieren. Wer zu Hause Angehörige pflegt oder Kinder betreut, kann so die Familienphase nutzen, um sich auf den beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Als qualifizierte Altenpflegehelfer verfügen Sie über eine solide Basis, auf der Sie aufbauen können. Naheliegend ist es, die Ausbildung fortzusetzen und den Abschluss zur Altenpflegefachkraft anzustreben, der deutlich mehr Karrierechancen eröffnet. Daneben stehen zahlreiche Fortbildungen offen:

Wer eine akademische Laufbahn ins Auge fasst, kann berufsbegleitend studieren, etwa im Fernstudium einen Bachelor oder Master in Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaft, Gerontologie oder Sozialer Arbeit erwerben.

Der Berufsalltag als Altenpflegehelfer

Der Arbeitstag beginnt meist mit einer Übergabe, bei der das Team den Zustand der zu betreuenden Menschen bespricht. Anschließend unterstützen Altenpflegehelfer die Pflegebedürftigen bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, bei der Nahrungsaufnahme und bei der Mobilisation. Sie helfen beim Aufstehen, begleiten zu Mahlzeiten und achten darauf, dass Betroffene ausreichend trinken.

Zum Alltag gehört ebenso die Beobachtung des Gesundheitszustands: Auffälligkeiten wie Hautveränderungen, Appetitlosigkeit oder Schmerzen meldet die Pflegehilfskraft an die Fachkräfte weiter. Die Pflegedokumentation ist ein wichtiger Bestandteil, denn sie sichert die Qualität und Nachvollziehbarkeit der Versorgung. Hinzu kommen hauswirtschaftliche Aufgaben und die soziale Begleitung - ein Gespräch, ein Spaziergang oder gemeinsame Beschäftigung tragen wesentlich zum Wohlbefinden der Betreuten bei.

Die Arbeit erfolgt häufig im Schichtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen. Das erfordert Flexibilität, bietet im Gegenzug aber Zuschläge und eine große Nähe zu den betreuten Menschen. Viele Beschäftigte empfinden gerade den unmittelbaren zwischenmenschlichen Kontakt als das Erfüllende an ihrem Beruf.

So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit einer staatlichen Prüfung, die je nach Landesrecht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Im schriftlichen Teil beantworten die Teilnehmenden Fragen zu Pflege, Krankheitslehre, Hygiene und rechtlichen Grundlagen. Der mündliche Teil prüft das Verständnis pflegerischer Zusammenhänge und die Fähigkeit, das Gelernte auf konkrete Situationen anzuwenden.

Kernstück ist der praktische Prüfungsteil: Hier übernehmen die Prüflinge die Pflege und Betreuung einer realen pflegebedürftigen Person und zeigen, dass sie Pflegemaßnahmen fachgerecht planen, durchführen und dokumentieren können. Bewertet werden dabei nicht nur die Handgriffe, sondern auch der wertschätzende Umgang mit den betreuten Menschen.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie ein Zeugnis und eine Berufsurkunde, mit der Sie die geschützte Berufsbezeichnung führen dürfen. Damit steht Ihnen der direkte Einstieg in eine Pflegeeinrichtung offen - oder der Weg in eine weiterführende Ausbildung zur Pflegefachkraft.

Häufige Fragen zur Umschulung zum Altenpflegehelfer

Was kostet die Umschulung zum Altenpflegehelfer?
Wird die Umschulung über einen Bildungsgutschein gefördert, entstehen für Sie in der Regel keine direkten Kosten. Der Kostenträger übernimmt die Lehrgangs-, Material- und Prüfungsgebühren vollständig. Ohne Förderung an einem privaten Institut kann ein Schulgeld anfallen, während staatliche Berufsfachschulen häufig gebührenfrei sind.
Wie lange dauert die Umschulung?
In Vollzeit dauert die Umschulung ein Jahr und umfasst rund 700 bis 750 Theorie- sowie 850 bis 900 Praxisstunden. Wählen Sie eine berufsbegleitende Teilzeitvariante, verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend, weil die vorgeschriebenen Stunden vollständig absolviert werden müssen.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
In der Regel benötigen Sie einen Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss, einen Nachweis der gesundheitlichen Eignung, ein erweitertes Führungszeugnis und einen Masernschutz. Persönlich sollten Sie Empathie, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit mitbringen. Einzelne Bundesländer haben abweichende Zugangsregeln.
Wird die Umschulung durch das Arbeitsamt gefördert?
Ja. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter können die Umschulung über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III fördern. Voraussetzung ist, dass Maßnahme und Anbieter nach der AZAV zugelassen sind. Häufig läuft während der Maßnahme die Zahlung des Arbeitslosengeldes oder Bürgergeldes weiter.
Wie viel verdient man als Altenpflegehelfer?
Seit Juli 2026 gilt für qualifizierte Pflegehilfskräfte ein Pflegemindestlohn von 17,80 Euro brutto pro Stunde. In Vollzeit entspricht das etwa 2.800 bis 3.200 Euro brutto im Monat. In tarifgebundenen Einrichtungen sind höhere Gehälter sowie Zuschläge und Sonderzahlungen möglich.
Kann ich mich später zur Pflegefachkraft weiterbilden?
Ja. Der Abschluss als Altenpflegehelfer ist eine solide Basis. An vielen Pflegeschulen können Sie die Ausbildung fortsetzen und die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft anschließen. Häufig werden bereits erbrachte Leistungen angerechnet, sodass sich der Weg zur Fachkraft verkürzen kann.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

Nach dem Abschluss als Altenpflegehelfer haben Sie eine solide Grundlage - ruhen Sie sich darauf aber nicht aus.

Setzen Sie die Ausbildung fort und werden Sie Pflegefachkraft

Für Altenpflegehelfer liegt es nahe, direkt weiterzumachen. An den Pflegeschulen besteht die Möglichkeit, die Ausbildung fortzusetzen und den Abschluss zur Pflegefachkraft zu erreichen. Damit eröffnen sich mehr Verantwortung, ein höheres Gehalt und deutlich bessere Karrierechancen.