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Umschulung Altenpflege - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Dauer: Die Umschulung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann (frĂĽher Altenpflege) dauert in Vollzeit meist 2 bis 3 Jahre, berufsbegleitend in Teilzeit bis zu 4 Jahre.
  • Kosten: Die LehrgangsgebĂĽhren liegen ohne Förderung bei mehreren tausend Euro, bei einer geförderten Umschulung entstehen fĂĽr Sie in der Regel keine eigenen Kosten.
  • Förderung: Ăśber einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III ĂĽbernimmt die Agentur fĂĽr Arbeit oder das Jobcenter die Kosten – die Umschulung muss nach AZAV zertifiziert sein.
  • Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss plus einjährige Pflegehelfer-Ausbildung, gesundheitliche Eignung und Belastbarkeit.
  • Verdienst: Examinierte Pflegefachkräfte verdienen je nach Region und Träger meist zwischen rund 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat, während der Umschulung wird eine AusbildungsvergĂĽtung gezahlt.

Die Umschulung in die Altenpflege ist ein realistischer Weg für einen beruflichen Neustart: Sie erwerben über eine geförderte Ausbildung zur staatlich anerkannten Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann eine gefragte Qualifikation und starten in einen Beruf mit sehr guten Arbeitsmarktchancen. Seit der Pflegereform 2020 führt der Weg über die generalistische Pflegeausbildung, die die frühere Altenpflege einschließt. Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein vollständig finanzieren, wenn die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Pflegenotstand und der demographische Wandel sind Faktoren, die bei dieser Berufswahl eine große Rolle spielen. Die Bevölkerung wird immer älter, während zugleich Pflegekräfte fehlen. Für Menschen, die einen erfolgreichen beruflichen Neustart hinlegen möchten, bedeutet dies, dass die Umschulung in die Altenpflege enormes Potenzial bietet. Trotz aller Euphorie sollten Interessierte jedoch ihre Berufswahl kritisch hinterfragen, damit der zweite Anlauf für eine nachhaltige Karriere gelingt.

Umschulung Altenpflege - Pflegefachkraft betreut eine ältere Person in einer Pflegeeinrichtung

Berufsbild und Aufgaben in der Altenpflege

Dass Pflegefachkräfte in der Pflege alter und pflegebedürftiger Menschen tätig sind, liegt auf der Hand. Die Aufgaben sind allerdings weitaus vielfältiger als oft gedacht, weshalb es sich lohnt, das Berufsbild genauer zu betrachten. Fachkräfte in der Altenpflege kümmern sich nicht nur um ältere Menschen, sondern um Pflegebedürftige im Allgemeinen. Dabei übernehmen sie die Grundpflege, führen behandlungspflegerische Maßnahmen durch und tragen zu einer bestmöglichen Alltagsbewältigung bei.

Außerdem sind sie in der Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen tätig. Zuweilen übernehmen sie zusätzlich Aufgaben in Organisation und Verwaltung, etwa in der Pflegedokumentation und der Qualitätssicherung. Typische Einsatzbereiche sind:

  • stationäre Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen
  • ambulante Pflegedienste
  • Kliniken und Krankenhäuser
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Beratungsstellen und PflegestĂĽtzpunkte
  • Pflegekassen und Krankenversicherungen
  • Rehabilitationseinrichtungen

Als Pflegefachkraft geht man einer gesellschaftlich sehr wichtigen Tätigkeit nach und sorgt dafür, dass ältere und pflegebedürftige Menschen bestmöglich versorgt werden. Anderen Menschen zu helfen, kann sehr erfüllend sein und wird vielfach als Berufung empfunden. Zugleich müssen Pflegekräfte von ihrem Einkommen leben können. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen je nach Region, Träger und Berufserfahrung meist zwischen rund 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat, in leitenden Funktionen entsprechend mehr.

So läuft die Umschulung in die Altenpflege ab

Wer den Pflegeberuf ergreifen möchte, absolviert regulär eine dreijährige Ausbildung. Seit der Pflegereform 2020 wurden die früheren Berufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zur generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann zusammengeführt. Wer sich für den Bereich Altenpflege interessiert, wählt diesen Schwerpunkt innerhalb der generalistischen Ausbildung oder über entsprechende Vertiefungseinsätze.

Die Umschulung erinnert stark an die reguläre Ausbildung, weshalb die Unterschiede am Ende nicht so gravierend sind. Sie folgt dem dualen Modell und gliedert sich in einen schulischen und einen betrieblichen Teil. Der theoretische Unterricht findet an einer zugelassenen Pflegeschule statt, die praktischen Inhalte werden in einem Pflegebetrieb wie Krankenhaus, stationärer Pflegeeinrichtung oder ambulantem Pflegedienst vermittelt. Der Ausbildungsvertrag wird mit dem jeweiligen Pflegebetrieb geschlossen, der als Hauptausbildungsort fungiert. Je nach Lebenssituation kann die Umschulung in Voll- oder Teilzeit erfolgen. Ziel ist stets das Bestehen der staatlichen Abschlussprüfung. Zu den Inhalten gehören unter anderem:

  • Grundlagen der Pflege und der Medizin
  • Grund- und Behandlungspflege
  • Wundversorgung, Injektionen und Infusionen
  • Pflegedokumentation und Qualitätssicherung
  • Alltagsbegleitung und Aktivierung
  • Kommunikation mit PflegebedĂĽrftigen und Angehörigen
  • Ernährung und Erste Hilfe
  • Organisation und Pflegeplanung

Die Inhalte werden dabei kompakter vermittelt als in der regulären Ausbildung, da bereits vorhandenes Berufswissen und Lebenserfahrung berücksichtigt werden. Wer die generalistische Ausbildung abschließt, ist nicht nur für die Altenpflege qualifiziert, sondern auch für andere Pflegebereiche wie die Kranken- oder Kinderpflege einsetzbar. Weitere geförderte Qualifizierungswege finden Sie in unserem Überblick zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

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Voraussetzungen fĂĽr die Umschulung

Für eine erfolgreiche Umschulung in die Altenpflege müssen Sie bestimmte formale Voraussetzungen erfüllen. In der Regel benötigen Sie einen mittleren Schulabschluss wie den Realschulabschluss oder eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung. Falls Sie zuvor eine ein- oder zweijährige Ausbildung als Pflegehelfer oder Altenpflegehelfer absolviert haben, reicht auch ein Hauptschulabschluss aus.

Ebenso wichtig ist die gesundheitliche Eignung, da der Pflegeberuf körperlich und psychisch anspruchsvoll ist. Sie sollten den Menschen zugewandt sein, keine BerĂĽhrungsängste haben und belastbar sein. Ein gewisses MaĂź an Ausdauer und Zuverlässigkeit ist ebenfalls erforderlich. Vor Beginn der Umschulung ist eine ausfĂĽhrliche Beratung bei der Bundesagentur fĂĽr Arbeit oder dem Jobcenter ĂĽblich, um Ihre individuelle Situation zu besprechen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Quereinstieg, fĂĽr den keine einschlägige Vorbildung zwingend ist – die persönliche Eignung zählt hier besonders.

Dauer und Kosten der Umschulung

Die Dauer Ihrer Umschulung hängt davon ab, ob Sie sich für die Vollzeit- oder Teilzeitvariante entscheiden. In Vollzeit dauert die Umschulung meist 2 bis 3 Jahre. Eine Verkürzung gegenüber der regulären dreijährigen Ausbildung ist möglich, wenn bereits vorhandenes Berufswissen angerechnet wird und die Inhalte entsprechend komprimiert vermittelt werden. Wenn Sie die Umschulung berufsbegleitend absolvieren möchten, verlängert sich die Dauer auf bis zu 4 Jahre in Teilzeit.

Ohne Förderung erheben Umschulungsanbieter Gebühren von mehreren tausend Euro, hinzu kommt der laufende Lebensunterhalt während der Umschulungszeit. Bei einer Förderung durch die Arbeitsagentur werden alle anfallenden Kosten wie Lehrgangsgebühren vollständig übernommen. Zusätzlich erhalten Sie während der praktischen Ausbildung im Pflegebetrieb eine Ausbildungsvergütung. So ist sichergestellt, dass die Umschulung nicht am Geld scheitert und Sie während der gesamten Dauer finanziell abgesichert sind.

Förderung über den Bildungsgutschein

Die Finanzierung Ihrer Umschulung erfolgt in der Regel über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III. Diesen erhalten Sie von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter, nachdem geprüft wurde, ob die Fördervoraussetzungen bei Ihnen vorliegen. Der Bildungsgutschein übernimmt die gesamten Lehrgangsgebühren für die komplette Umschulungsdauer und kann auch die Weiterzahlung von Arbeitslosengeld oder Bürgergeld zur Sicherung des Lebensunterhalts umfassen.

Wichtig zu wissen ist, dass der Bildungsgutschein eine begrenzte Gültigkeitsdauer hat und nur bei zugelassenen Bildungseinrichtungen eingelöst werden kann. Die Umschulung und der Anbieter müssen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sein. Passende, AZAV-zugelassene Anbieter finden Sie über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit. Vor der Ausstellung findet eine obligatorische Beratung statt, in der Ihre beruflichen Ziele, Voraussetzungen und die Arbeitsmarktchancen in der Pflege besprochen werden. Einen umfassenden Überblick über geförderte Berufswechsel bietet unsere Seite zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Der Weg ĂĽber das Arbeitsamt

Wenn es um einen Quereinstieg in die Altenpflege geht, sollten Interessierte den üblichen Verfahrensweg kennen. Zunächst ist es wichtig, zwischen der Arbeitsagentur und dem Jobcenter zu unterscheiden, denn es handelt sich um unterschiedliche Stellen:

  • Arbeitsagentur: zuständig fĂĽr Empfänger von Arbeitslosengeld
  • Jobcenter: zuständig fĂĽr Empfänger von BĂĽrgergeld (Grundsicherung)

Nachdem Sie die richtige Stelle gefunden haben, sollten Sie einen Beratungstermin vereinbaren und bei dieser Gelegenheit den Wunsch nach einer Umschulung äußern. Ein persönliches Gespräch geht somit stets dem Antrag voraus. Wichtig zu wissen: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf eine geförderte Umschulung. Es liegt im Ermessen des Sachbearbeiters, wie über den Antrag entschieden wird.

Häufig wird nach der ersten Beratung ein Eignungstest oder ein psychologisches Gespräch verlangt. Dies soll prüfen, ob Sie den besonderen Anforderungen der Altenpflege gewachsen sind. Wer hier überzeugt, hat gute Chancen auf einen Bildungsgutschein, der die Kostenübernahme beinhaltet. Zusammengefasst führen die folgenden Schritte zur geförderten Umschulung:

  • Beratungstermin bei Arbeitsagentur oder Jobcenter
  • Antragstellung
  • gegebenenfalls Eignungs- oder psychologischer Test
  • Ausstellung eines Bildungsgutscheins
  • Sicherung des Lebensunterhalts während der Umschulung

Der Weg über eine geförderte Umschulung wirkt auf den ersten Blick beschwerlich, ist in der Praxis aber ein routinierter Prozess. Weder die Beratungen noch die Eignungstests sind als Schikane zu verstehen, sondern als Hilfestellung für einen gelungenen Neustart. Aufgrund des akuten Pflegenotstands begegnen die Sachbearbeiter dem Wunsch nach einer Umschulung in die Pflege in der Regel sehr wohlwollend.

Anerkennung und Wert der Umschulung
Wer sich hinsichtlich der Anerkennung einer Umschulung in die Altenpflege Sorgen macht, kann beruhigt sein: Es handelt sich in keiner Weise um eine Ausbildung zweiter Klasse. Menschen mit Lebenserfahrung sind für die Pflege oft besonders gut geeignet. Quereinsteiger tragen zudem maßgeblich zur Behebung des Pflegenotstands bei. Entscheidend ist: Auch die Umschulung endet mit derselben staatlichen Abschlussprüfung wie die reguläre Ausbildung und bringt folglich vollwertig examinierte, staatlich anerkannte Pflegefachkräfte hervor.

Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Umschulung

Nach der erfolgreichen Umschulung kommen Sie in den Genuss vielfältiger Jobchancen und können direkt durchstarten. Spätestens nach einigen Jahren im Beruf haben viele den Wunsch, weiter aufzusteigen. Für examinierte Pflegefachkräfte bestehen dazu vor allem die folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Fachweiterbildungen, etwa in der Gerontopsychiatrie oder Palliativpflege
  • Praxisanleiter fĂĽr die Anleitung von Auszubildenden
  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Pflegedienstleitung (PDL)
  • Betriebswirt fĂĽr Management im Gesundheitswesen
  • Pflegesachverständiger

Außerdem ist ein berufsbegleitendes Studium als Abend- oder Fernstudium eine Option. Für Pflegefachkräfte liegt es nahe, einen Bachelor in Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Gesundheitsökonomie oder Rehabilitation anzustreben und sich so für leitende oder spezialisierte Aufgaben zu qualifizieren.

Alternativen zur Umschulung in die Altenpflege

Wenn eine Umschulung zur Pflegefachkraft nicht infrage kommt, gibt es einige Alternativen im Pflege- und Sozialbereich. Wer noch unsicher ist, kann zunächst mit einer kürzeren Helferqualifikation einsteigen. Zu nennen sind unter anderem:

Selbst wer sich für den Quereinstieg in die Pflege sicher ist, muss sich also nicht sofort festlegen, sondern kann verschiedene Berufsbilder vergleichen und dann die persönliche Berufswahl treffen, um die Weichen für die berufliche Zukunft zu stellen.

Der Berufsalltag in der Altenpflege

Der Arbeitsalltag in der Altenpflege ist abwechslungsreich und geprägt vom direkten Kontakt zu Menschen. Ein Arbeitstag beginnt meist mit der Übergabe, bei der das aktuelle Pflegeteam über den Zustand der Pflegebedürftigen informiert wird. Anschließend folgen die Grundpflege wie Körperpflege, Unterstützung beim Ankleiden und bei der Nahrungsaufnahme sowie die Behandlungspflege, etwa das Verabreichen von Medikamenten, Wundversorgung oder das Anlegen von Verbänden.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht in der genauen Pflegedokumentation, denn jede Maßnahme muss nachvollziehbar festgehalten werden. Hinzu kommen die Beobachtung des Gesundheitszustands, die Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten sowie Gespräche mit Angehörigen. Der Beruf verlangt körperliche Fitness, weil viel gestanden, gelaufen und gehoben wird, ebenso wie psychische Belastbarkeit im Umgang mit Krankheit, Demenz und Sterben. Schicht- und Wochenenddienste gehören in stationären Einrichtungen zum Alltag. Gleichzeitig empfinden viele Pflegekräfte die Dankbarkeit der Menschen und die sinnstiftende Tätigkeit als große Bereicherung.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Berufsaussichten in der Altenpflege sind ausgezeichnet. Der demographische Wandel sorgt dafür, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland kontinuierlich steigt, während gleichzeitig ein erheblicher Fachkräftemangel besteht. Examinierte Pflegefachkräfte gehören zu den am stärksten gesuchten Berufsgruppen auf dem Arbeitsmarkt. Wer eine Umschulung erfolgreich abschließt, findet in der Regel ohne lange Suche eine Anstellung und hat gute Chancen auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Die Pflege gehört zudem zu den krisensicheren Branchen, da der Bedarf unabhängig von der Konjunktur besteht. Neben der Sicherheit des Arbeitsplatzes bieten sich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten: von der Spezialisierung über die Weiterbildung bis hin zur Übernahme von Leitungsfunktionen. Auch der Gesetzgeber stärkt die Rolle der Pflege. Mit dem sogenannten Pflegekompetenzgesetz werden die Befugnisse von Pflegefachpersonen erweitert, sodass sie künftig eigenverantwortlicher tätig sein können. Das eröffnet Absolventen einer Umschulung zusätzliche berufliche Perspektiven.

So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit der staatlichen Abschlussprüfung, die identisch zur regulären Pflegeausbildung ist. Sie besteht aus drei Teilen: einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Im schriftlichen Teil bearbeiten Sie Aufsichtsarbeiten zu pflegerischen, medizinischen und rechtlichen Themen. Der mündliche Teil prüft Ihr Fachwissen im Gespräch mit den Prüfern.

Der praktische Teil findet in der Regel in der Einrichtung statt, in der Sie ausgebildet wurden. Dabei übernehmen Sie die Versorgung realer Pflegebedürftiger und weisen nach, dass Sie den Pflegeprozess eigenständig planen, durchführen und dokumentieren können. Wer alle drei Teile besteht, darf die geschützte Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann führen und ist damit staatlich anerkannt. Die Prüfung wird vor einem staatlichen Prüfungsausschuss abgelegt, sodass der Abschluss bundesweit gilt.

Häufige Fragen zur Umschulung in die Altenpflege

Was kostet die Umschulung in die Altenpflege?
Ohne Förderung fallen für die Umschulung Lehrgangsgebühren von mehreren tausend Euro an, hinzu kommt der Lebensunterhalt während der Ausbildungszeit. Wird die Umschulung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert, entstehen für Sie in der Regel keine eigenen Kosten, da die Gebühren vollständig übernommen werden.
Wie lange dauert die Umschulung in die Altenpflege?
In Vollzeit dauert die Umschulung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann meist 2 bis 3 Jahre. Eine Verkürzung ist möglich, wenn vorhandenes Berufswissen angerechnet wird. Berufsbegleitend in Teilzeit verlängert sich die Dauer auf bis zu 4 Jahre. Die Umschulung schließt mit derselben staatlichen Prüfung ab wie die reguläre Ausbildung.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr die Umschulung?
In der Regel benötigen Sie einen mittleren Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Bei einer vorherigen Ausbildung als Pflege- oder Altenpflegehelfer reicht auch der Hauptschulabschluss. Wichtig sind zudem die gesundheitliche Eignung sowie körperliche und psychische Belastbarkeit, da der Pflegeberuf anspruchsvoll ist.
Spoiler-Titel
Die Förderung erfolgt über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III. Damit übernimmt die Arbeitsagentur oder das Jobcenter die kompletten Lehrgangsgebühren und sichert häufig den Lebensunterhalt über Arbeitslosengeld oder Bürgergeld. Voraussetzung ist, dass die Umschulung und der Anbieter nach AZAV zugelassen sind. Einen Rechtsanspruch auf die Förderung gibt es allerdings nicht.
Was verdient man in der Altenpflege?
Während der Umschulung erhalten Sie eine Ausbildungsvergütung. Nach dem Abschluss verdienen examinierte Pflegefachkräfte je nach Region, Träger und Berufserfahrung meist zwischen rund 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat. In leitenden Funktionen wie der Pflegedienstleitung sowie durch Zulagen für Schicht- und Wochenenddienste sind höhere Einkommen möglich.
Kann ich ohne Vorerfahrung in die Altenpflege quereinsteigen?
Ja, die Umschulung ist gerade auf Quereinsteiger ohne einschlägige Vorbildung ausgelegt. Wichtiger als Vorerfahrung sind Ihre persönliche Eignung, Belastbarkeit und die Freude am Umgang mit Menschen. Wer zunächst unsicher ist, kann über eine kürzere Helferqualifikation einsteigen und später die Vollausbildung zur Pflegefachkraft anschließen.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

Die Altenpflege bietet enormes Potenzial fĂĽr Berufswechsler. Verantwortungsvolle Aufgaben und viele offene Stellen sprechen fĂĽr eine entsprechende Umschulung. Allerdings ist nicht jeder fĂĽr die Pflege geeignet, daher sollte der folgende Tipp aus unserer Redaktion bei der Entscheidungsfindung beachtet werden.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung für die Altenpflege!

Die persönliche Eignung sollte vor dem Beginn einer Umschulung unbedingt geprüft werden. In der Theorie klingt vieles gut, in der Praxis funktioniert es aber nicht immer. Ein Praktikum oder ein Freiwilligendienst in einer Pflegeeinrichtung hilft, sich Klarheit zu verschaffen. Fragen Sie sich, ob Sie die folgenden Kriterien erfüllen:

  • körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • psychische Stabilität im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Organisationstalent und Einsatzbereitschaft
  • EinfĂĽhlungsvermögen und Offenheit

Umschulung