Rettungssanitäter Ausbildung

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Beruf: Rettungssanitäter/innen arbeiten im Krankentransport und Rettungsdienst.
  • Dauer: Der Lehrgang umfasst rund 520 Stunden, in Vollzeit etwa 3 Monate.
  • Aufgaben: Krankentransporte fahren und im Rettungsdienst assistieren.
  • Abgrenzung: Kürzer als die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter.
ca. 3 Monate (520 Stunden)DauerVollzeit / je nach Lehrgang
ALG läuft weiterWährend der MaßnahmeLebensunterhalt gesichert
Staatliche PrüfungAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Inhaltsverzeichnis

Die Ausbildung zur Rettungssanitäterin beziehungsweise zum Rettungssanitäter bringt qualifizierte Kräfte für den Krankentransport und den Rettungsdienst hervor. Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Rettung und Versorgung verletzter oder erkrankter Personen. Diese sind oftmals hilflos und darauf angewiesen, dass ihnen schnell und angemessen geholfen wird. Hier setzt die Notfallmedizin an, für die Rettungssanitäter/innen unverzichtbar sind.

Wer den Wunsch hat, anderen Menschen zu helfen und sich eine Tätigkeit im Rettungsdienst zutraut, trifft mit der Rettungssanitäter-Ausbildung eine gute Wahl. Im Vorfeld sollten sich Interessierte aber eingehend mit der Ausbildung und dem Beruf befassen.

Nur so erfahren sie, worauf sie sich einlassen, und können eine bewusste Entscheidung treffen. Bei Bedarf kann man auch einen Beratungstermin beim Arbeitsamt vereinbaren und dort über die Berufswahl sprechen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Rettungssanitäter? Der Rettungssanitäter-Lehrgang umfasst rund 520 Stunden und dauert in Vollzeit etwa 3 Monate. In Teilzeit oder berufsbegleitend zieht sich die Qualifizierung entsprechend länger, teils über mehrere Monate bis zu einem Jahr. Weil die Ausbildung landesrechtlich geregelt ist, kann der genaue Umfang je nach Bundesland und Anbieter leicht abweichen.

Berufsbild Rettungssanitäter/in - Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten

Wer dem Beruf des Rettungssanitäters auf den Grund gehen möchte, muss wissen, dass es vielfach um qualifizierte Krankentransporte geht. Als Fahrer/innen oder Begleitpersonen werden sie hier eingesetzt und übernehmen den Transport von alten und kranken Menschen zum Arzt.

Aber auch in der Notfallrettung werden Rettungssanitäter/innen gebraucht. Dort fahren sie den Rettungswagen oder assistieren bei Noteinsätzen. Sie unterstützen also sowohl den Krankentransport als auch die akute Patientenversorgung und leisten so einen Beitrag zur Versorgung kranker und verletzter Personen.

Angesichts der vielfältigen Aufgaben ist es nicht verwunderlich, dass Rettungssanitäter/innen in verschiedenen Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten vorfinden. Ihnen winken vor allem in den folgenden Bereichen Jobs:

Wenn es um Leben und Tod geht, spielt Geld selbstverständlich keine Rolle. Das bedeutet aber nicht, dass die Verdienstmöglichkeiten für Rettungssanitäter/innen irrelevant sind. Einsatzkräfte müssen ebenfalls ihren Lebensunterhalt bestreiten und sind daher auf den Lohn angewiesen.

Trotz gewisser Schwankungen lässt sich das durchschnittliche Gehalt von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern auf rund 24.000 Euro bis 30.000 Euro brutto im Jahr beziffern. Wichtig ist die Abgrenzung: Diese Zahl beschreibt das Gehalt im Beruf, nicht während der Ausbildung. Der Lehrgang selbst ist keine bezahlte duale Ausbildung, sondern eine kostenpflichtige Qualifizierung. Mehr dazu weiter unten.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter beziehungsweise zur Rettungssanitäterin

Die Rettungssanitäter-Ausbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt und kommt zuweilen auch als Weiterbildung daher. Die Qualifizierung unterliegt dabei dem jeweiligen Landesrecht, wodurch es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede geben kann.

Es existieren aber dennoch einheitliche Grundsätze zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst, die durch den Bund-Länder-Ausschuss Rettungswesen definiert wurden und den Rahmen für die Rettungssanitäter-Ausbildung vorgeben. Bundesweit anerkannt ist die Qualifikation damit als landesrechtlich geregelte Ausbildung, auch wenn sie kein dualer Ausbildungsberuf im Sinne des Berufsbildungsgesetzes ist. Der Umfang von rund 520 Stunden gliedert sich in vier Abschnitte: einen theoretischen Grundlehrgang, ein Klinikpraktikum, ein Praktikum auf einer Lehrrettungswache und einen Abschlusslehrgang mit Prüfung.

Die Praxis nimmt in der Rettungssanitäter-Ausbildung einen hohen Stellenwert ein, während die Theorie im Grundlehrgang die Basis schafft. Dort stehen vor allem die folgenden Themen auf dem Plan:

So läuft die Rettungssanitäter-Ausbildung ab

Der 520-Stunden-Lehrgang ist bundesweit in vier aufeinander aufbauende Abschnitte gegliedert. Erst der theoretische Grundlehrgang, dann die beiden Praktika in Klinik und auf der Lehrrettungswache und schließlich der Abschlusslehrgang mit der Prüfung. So verteilen sich die Stunden im Regelfall:

Grundlehrgang (Theorie): 160 Stunden - Notfallmedizin, Anatomie und Physiologie, Erste Hilfe, Recht und Einsatztaktik
Klinikpraktikum: 160 Stunden - Patientenversorgung im Krankenhaus, etwa auf Intensiv-, Anästhesie- oder Notaufnahmestationen
Praktikum auf der Lehrrettungswache: 160 Stunden - Mitfahrt im Rettungs- und Krankenwagen, praktischer Einsatz in Notfallrettung und Krankentransport
Abschlusslehrgang mit Prüfung: 40 Stunden - Wiederholung, Vertiefung und die abschließende praktische und schriftliche Prüfung
Gesamt: rund 520 Stunden, in Vollzeit etwa 3 Monate

Wer alle vier Abschnitte durchlaufen und die praktische und schriftliche Prüfung bestanden hat, darf die Bezeichnung Rettungssanitäter/in führen und im Rettungsdienst eingesetzt werden. In Teilzeit lässt sich der Lehrgang strecken, sodass er sich auch neben einer Berufstätigkeit oder einem Freiwilligendienst absolvieren lässt. Die genaue Aufteilung kann je nach Bundesland und Rettungsdienstschule geringfügig abweichen, die Gesamtsumme von rund 520 Stunden ist aber der bundesweit übliche Rahmen.

Voraussetzungen und Anbieter

Angehende Rettungssanitäter/innen müssen wissen, dass es sich bei der Qualifizierung um keine klassische duale Berufsausbildung von drei Jahren handelt. Es ist zwar von einer Ausbildung die Rede, formal handelt es sich jedoch um einen Lehrgang mit klar geregelten Zulassungsvoraussetzungen.

Die Zulassungsvoraussetzungen fallen je nach Bundesland und Anbieter unterschiedlich aus, in der Regel werden aber die folgenden Punkte verlangt:

Angeboten werden die Lehrgänge vor allem von den Hilfsorganisationen wie DRK, Malteser, Johanniter und ASB sowie von Rettungsdienstschulen und Feuerwehren. Auch manche Berufsfachschulen und private Bildungsträger führen die Ausbildung durch. Wer den Rettungsdienst zunächst kennenlernen möchte, kann über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst einsteigen und dort erste Erfahrung sammeln, bevor der Lehrgang folgt.

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Was kostet die Ausbildung und was verdient man?

Anders als bei einer dualen Ausbildung gibt es während des Rettungssanitäter-Lehrgangs keine Ausbildungsvergütung. Im Gegenteil: Für den Lehrgang fallen Gebühren an, die je nach Anbieter und Bundesland typischerweise zwischen rund 1.300 Euro und 2.500 Euro liegen. Ein regelmäßiges Gehalt gibt es erst im Beruf, dann sind die genannten rund 24.000 Euro bis 30.000 Euro brutto im Jahr üblich.

Wer den Rettungsdienst über ein FSJ oder den Bundesfreiwilligendienst kennenlernt, erhält dort statt eines Gehalts ein monatliches Taschengeld. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

Voraussetzungen: mindestens Hauptschulabschluss oder abgeschlossene Berufsausbildung, gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis, häufig Führerschein
Dauer: rund 520 Stunden, Vollzeit ca. 3 Monate, in Teilzeit bis zu etwa 12 Monaten
Kosten: Lehrgangsgebühren von etwa 1.300 Euro bis 2.500 Euro (ohne Förderung)
Verdienst im Beruf: rund 24.000 Euro bis 30.000 Euro brutto im Jahr

Die Lehrgangsgebühren lassen sich in vielen Fällen fördern. Ist der Anbieter nach der AZAV zugelassen, kann das Arbeitsamt die Kosten über einen Bildungsgutschein übernehmen. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt zu den Hilfen vom Arbeitsamt.

Wie können sich Rettungssanitäter/innen weiterbilden?

Nach der erfolgreichen Qualifizierung zum/zur Rettungssanitäter/in kann man diesen Beruf ausüben und im Rettungsdienst Fuß fassen. Diejenigen, die mehr erreichen wollen, können dies als Basis betrachten und sich passend zum lebenslangen Lernen weiterbilden.

Regelmäßige Fortbildungen sind hier ohnehin Pflicht. Der wichtigste Aufstieg führt zum Notfallsanitäter, dem dreijährigen Ausbildungsberuf mit deutlich mehr Kompetenzen in der Notfallmedizin. Daneben besteht die Möglichkeit, sich über Seminare zu spezialisieren. Ansonsten ist auch ein berufsbegleitendes Studium eine Überlegung wert.

Es sind dann vor allem die folgenden Studiengänge hervorzuheben:

Welche Alternativen gibt es zur Rettungssanitäter-Ausbildung?

Die Qualifizierung zum/zur Rettungssanitäter/in kann sehr reizvoll sein, ist aber in keiner Weise alternativlos.

Ausbildungssuchende sollten im Zuge ihrer Berufswahl daher auch auf die folgenden Berufe Rücksicht nehmen:

Gerade der Notfallsanitäter ist einen genauen Blick wert: Wer den Rettungsdienst zum Beruf machen will, findet dort statt eines kurzen Lehrgangs eine vollwertige, vergütete dreijährige Ausbildung. Für viele ist der Rettungssanitäter deshalb der schnelle Einstieg in den Rettungsdienst und der Notfallsanitäter das langfristige Ziel.

Welche Hilfen vom Arbeitsamt gibt es für Auszubildende zum/zur Rettungssanitäter/in?

Menschen, die sich trotz verschiedener Alternativen für die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/in entscheiden, finden im Rettungsdienst ihre Erfüllung. Einerseits helfen sie anderen Menschen in Notlagen, andererseits können sie sich beruflich verwirklichen.

Damit diese Pläne in die Tat umgesetzt werden können, muss unter anderem auch die Finanzierung des Lehrgangs sichergestellt werden. Angehende Auszubildende können sich diesbezüglich an das Arbeitsamt wenden und werden dort zunächst ausführlich beraten.

Das Arbeitsamt hat aber nicht nur ein paar warme Worte für angehende Rettungssanitäter/innen übrig, sondern bietet auch finanzielle Unterstützung. Vor allem der Bildungsgutschein ist hier zu nennen: Ist der Lehrgangsträger nach der AZAV zugelassen, kann das Arbeitsamt die Lehrgangsgebühren übernehmen. Hinzu kommen Hilfen zum Lebensunterhalt, sodass die Qualifizierung auch für Arbeitsuchende finanzierbar bleibt.

Häufige Fragen zu Rettungssanitäter Ausbildung

Wie lange dauert die Rettungssanitäter-Ausbildung?
Die Rettungssanitäter-Ausbildung umfasst rund 520 Stunden und dauert in Vollzeit etwa drei Monate. Sie gliedert sich in einen theoretischen Grundlehrgang, ein Klinikpraktikum, ein Praktikum auf der Lehrrettungswache und einen Abschlusslehrgang mit Prüfung. In Teilzeit oder berufsbegleitend dauert sie länger, teils bis zu einem Jahr.

Was kostet die Ausbildung zum Rettungssanitäter?
Für den Lehrgang fallen Gebühren an, die je nach Anbieter und Bundesland meist zwischen rund 1.300 Euro und 2.500 Euro liegen. Anders als bei einer dualen Ausbildung gibt es keine Ausbildungsvergütung. Ist der Träger nach der AZAV zugelassen, kann das Arbeitsamt die Kosten über einen Bildungsgutschein übernehmen.

Ist Rettungssanitäter eine anerkannte Ausbildung?
Ja, es handelt sich um eine landesrechtlich geregelte und anerkannte Qualifikation für den Rettungsdienst. Sie ist allerdings kein bundesweit einheitlicher dualer Ausbildungsberuf. Diesen Status hat der dreijährige Notfallsanitäter, der über deutlich mehr Kompetenzen verfügt.

Was ist der Unterschied zum Notfallsanitäter?
Der Rettungssanitäter ist eine kürzere Qualifikation, der Notfallsanitäter dagegen ein dreijähriger Ausbildungsberuf mit mehr Kompetenzen. Rettungssanitäter/innen assistieren häufig und übernehmen Krankentransporte.

Welche Aufgaben hat ein Rettungssanitäter?
Rettungssanitäter/innen führen qualifizierte Krankentransporte durch und assistieren im Rettungsdienst bei Noteinsätzen. Sie fahren den Krankenwagen und unterstützen die Versorgung kranker und verletzter Menschen.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Rettungssanitäter-Ausbildung?
In der Regel werden mindestens ein Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Mindestalter, die gesundheitliche Eignung und ein erweitertes Führungszeugnis verlangt. Häufig ist auch ein Führerschein nötig. Die genauen Zulassungsvoraussetzungen legen die Bundesländer und Anbieter fest.

Weiterführende Ratgeber

Stand: September 2026. Angaben ohne Gewähr. Die Rettungssanitäter-Ausbildung ist landesrechtlich geregelt; Details können je Bundesland und Anbieter abweichen.