Umschulung Busfahrer - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Ziel: FĂĽhrerschein Klasse D (Bus) sowie die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG).
- Dauer: fĂĽr den Quereinstieg meist 3 bis 6 Monate (FĂĽhrerschein + beschleunigte Grundqualifikation); die volle Ausbildung zum Berufskraftfahrer dauert 2 bis 3 Jahre.
- Voraussetzungen: Pkw-FĂĽhrerschein Klasse B, Mindestalter (24 Jahre fĂĽr Klasse D, 21 mit beschleunigter Grundqualifikation), gesundheitliche Eignung.
- Kosten: mehrere Tausend Euro – bei Förderung übernimmt sie das Arbeitsamt per Bildungsgutschein nach § 81 SGB III.
- Aussichten: sehr gut – Busfahrer/in gilt als Engpassberuf mit hohem Personalbedarf.
Per Umschulung Busfahrer/in zu werden, ist fĂĽr viele Menschen eine Option fĂĽr eine zweite Karriere. Falls es im ursprĂĽnglich erlernten Beruf nicht mehr klappt, muss man sich nicht mit dauerhafter Arbeitslosigkeit abfinden, sondern kann neue Wege gehen. Die Busfahrer-Umschulung ist wegen der positiven Lage auf dem Arbeitsmarkt fĂĽr Busfahrer/innen besonders vielversprechend.
Bevor Interessierte beim Arbeitsamt vorstellig werden, sollten sie sich umfassend informieren. Im Folgenden finden sich detaillierte Informationen rund um die Busfahrer-Umschulung, die als solides Fundament für die individuelle Entscheidungsfindung dienen können.
Berufsbild Busfahrer/in – Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten
Busfahrer/innen werden als Fahrer/innen von Bussen eingesetzt und lenken dementsprechend Reisebusse, Schulbusse oder auch Linienbusse. Die Beförderung von Personen ist dabei ihre zentrale Aufgabe und verlangt ihnen einiges ab. Insbesondere in den folgenden Bereichen werden Busfahrer/innen vor allem gebraucht:
- Reiseverkehrsunternehmen
- Verkehrsbetriebe des öffentlichen Personennahverkehrs
- Reiseveranstalter
Als Busfahrer/in befördert man Personen nicht nur von A nach B, sondern sorgt für Sicherheit während der Fahrt. Dass es sich um einen verantwortungsvollen Job handelt, steht außer Frage und verdient nicht nur Respekt, sondern auch ein angemessenes Einkommen. Trotz variierender Verdienstmöglichkeiten lässt sich das durchschnittliche Gehalt mit rund 24.000 Euro bis 40.000 Euro brutto im Jahr veranschaulichen. In Ballungsräumen und mit Zulagen für Schicht- und Wochenenddienste sind höhere Verdienste möglich.
Umschulung per Fernstudium - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt
Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.
Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.
Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN StudienfĂĽhrer 2025 bei den folgenden Fernschulen an:
Jetzt kostenlos BroschĂĽre anfordern und vergleichen!
| Name | Fernschule | Abschluss | Qualität | Zertifierter Lehrgang | Studienführer |
|---|---|---|---|---|---|
| SGD | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Fernakademie (FEB) | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| ILS | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Laudius | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen |
Die Busfahrer-Umschulung
Um als Busfahrer/in tätig werden zu dürfen, benötigt man vor allem eine entsprechende Fahrerlaubnis sowie die Grundqualifikation zur gewerblichen Personenbeförderung. Der bloße Besuch einer Fahrschule reicht allerdings nicht aus. Hier bedarf es spezieller Qualifizierungen, die zu einem der folgenden anerkannten Abschlüsse führen können:
- Berufskraftfahrer/in
- Fachkraft im Fahrbetrieb
Speziell für Quereinsteiger/innen werden zudem zielgerichtete Umschulungen angeboten, so dass es nicht nur die genannten dualen Ausbildungen gibt. Es führen folglich verschiedene Wege zu einer Tätigkeit als Busfahrer/in.
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung zum/zur Busfahrer/in
Interessierte an einer Busfahrer-Umschulung sollten sich vorab mit den Rahmenbedingungen befassen. Zunächst sollte man wissen, dass keine besondere Vorbildung verlangt wird. Man sollte allerdings mindestens über den Hauptschulabschluss verfügen und gesundheitlich geeignet sein.
Bei der Dauer kommt es entscheidend auf den gewählten Weg an: Der reine Quereinstieg über den Führerschein der Klasse D und die beschleunigte Grundqualifikation lässt sich häufig in drei bis sechs Monaten bewältigen. Eine vollständige Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb dauert dagegen zwei bis drei Jahre. Nicht zu vergessen sind die Kosten, die sich aus Lehrgangsgebühren, Fahrschulkosten und dem laufenden Lebensunterhalt zusammensetzen und schnell mehrere Tausend Euro betragen.
Voraussetzungen fĂĽr die Busfahrer-Umschulung
Für eine erfolgreiche Busfahrer-Umschulung müssen verschiedene formelle und persönliche Voraussetzungen erfüllt sein. Das Mindestalter richtet sich nach der angestrebten Führerscheinklasse: Für die Klasse D1 (Kleinbus) sind mindestens 21 Jahre nötig, für die Klasse D in der Regel 24 Jahre – mit beschleunigter Grundqualifikation ist der Einstieg teils schon ab 21 Jahren möglich. Zusätzlich sollte man den Pkw-Führerschein der Klasse B bereits seit ein bis zwei Jahren besitzen.
Die gesundheitliche Eignung ist ein zentraler Aspekt der Zulassung. Nötig sind ein augenärztliches und ein allgemeinärztliches Gutachten sowie ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs. Diese Anforderungen sind im Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG) geregelt und dienen der Verkehrssicherheit.
Persönliche Eigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Kommunikationsstärke sind ebenfalls entscheidend. Technisches Verständnis und die Bereitschaft zur Schichtarbeit runden das Anforderungsprofil ab, da der Beruf sowohl frühe Morgen- als auch späte Abendstunden umfassen kann.
Ablauf der Umschulung und FĂĽhrerscheinklassen
Die Umschulung zum Busfahrer gliedert sich in theoretische und praktische Ausbildungsabschnitte. Der theoretische Unterricht umfasst Verkehrsrecht, Fahrsicherheit, Fahrgastrechte und weitere relevante Themen. Parallel dazu absolviert man praktische Fahrstunden. Am Ende stehen die Prüfungen zur Führerscheinklasse D für Busse mit mehr als acht Plätzen oder DE für Busse mit Anhänger.
Zusätzlich zur Fahrerlaubnis muss die Grundqualifikation nach dem BKrFQG erworben werden, die mit einer IHK-Prüfung abschließt. Dabei stehen zwei Hauptwege offen: die technisch orientierte Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder die serviceorientierte Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Beide Qualifikationen berechtigen zur Tätigkeit im Linienverkehr.
Nach erfolgreichem Abschluss folgt häufig eine betriebliche Einarbeitung beim künftigen Arbeitgeber. Diese Phase dient dem Kennenlernen unternehmensspezifischer Abläufe, der Fahrzeugtechnik und der Streckengegebenheiten.
Fördermöglichkeiten für die Busfahrer-Umschulung
In all diesen Punkten ist das Arbeitsamt die richtige Anlaufstelle: Arbeitssuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen können von der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter eine Förderung über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III erhalten, sofern die Busfahrer-Umschulung befürwortet wird. Da Busfahrer/innen als Engpassberuf gelten, stehen die Chancen dafür gut.
FĂĽr wen sich die Busfahrer-Umschulung eignet
Außerdem sollte man Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Eigenständigkeit und Organisationsgeschick mitbringen. Kommunikationsstärke und Anpassungsfähigkeit sind weitere Eigenschaften, auf die es ankommt.
Weiterbildungsmöglichkeiten für Busfahrer/innen
Als qualifizierte/r Busfahrer/in verfügt man über das notwendige Rüstzeug für den Job, sollte aber die Chance zur Weiterbildung nicht vertun. Wichtig ist auch die gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung nach dem BKrFQG (regelmäßige Module von insgesamt 35 Stunden innerhalb von fünf Jahren), die für die gewerbliche Personenbeförderung Pflicht ist. Darüber hinaus kommen folgende Fortbildungen in Betracht:
- Meister/in – Kraftverkehr
- Techniker/in – Kraftfahrzeugtechnik
- Techniker/in – Verkehrstechnik
- Technische/r Fachwirt/in
- Fachwirt/in – Güterverkehr und Logistik
AuĂźerdem kann ein berufsbegleitendes Studium eine Option fĂĽr Absolventen der Busfahrer-Umschulung sein. Parallel zum Job lassen sich per Fernstudium, Abendstudium oder Teilzeitstudium etwa Fahrzeugtechnik, Logistikmanagement oder Verkehrsingenieurwesen studieren.
Der Quereinstieg als Busfahrer/in
Der Quereinstieg als Busfahrer/in erfordert nicht zwingend eine vollständige Umschulung oder berufsbegleitende Ausbildung. Grundsätzlich reicht es aus, im Besitz des Busführerscheins (Klasse D) und der erforderlichen Grundqualifikation zu sein.
Dementsprechend können Quereinsteiger/innen auch direkt bei einer geeigneten Fahrschule beziehungsweise einem Bildungsträger vorstellig werden und ihre Qualifizierung organisieren. Mitunter unterstützt das Arbeitsamt diese Bestrebungen sogar und erkennt das Potenzial eines beruflichen Neustarts als Busfahrer/in an.
Stellenangebote fĂĽr Busfahrer/innen
Auf diese Art und Weise gewinnen Berufswechsler/innen einen guten Eindruck von den bestehenden Perspektiven. DarĂĽber hinaus kann man so Adressen von Unternehmen sammeln, die Jobs fĂĽr Busfahrer/innen bereithalten. Angesichts des Fahrermangels sind viele Verkehrsbetriebe aktiv auf der Suche.
Alternativen zur Busfahrer-Umschulung
All diejenigen, die ĂĽber den beruflichen Neuanfang als Busfahrer/in nachdenken, sollten sich nicht zu sehr auf dieses Berufsbild versteifen, sondern auch fĂĽr Alternativen offen sein. Hier lassen sich vor allem die folgenden Berufe nennen:
- Fachkraft im Fahrbetrieb
- Berufskraftfahrer/in
- LokfĂĽhrer/in
- StraĂźenbahnfahrer/in
Anbieter und Ausbildungsstätten für die Busfahrer-Umschulung
Die Auswahl geeigneter Anbieter ist vielfältig. Fahrschulen bilden die Basis für den Erwerb der erforderlichen Führerscheinklassen und bieten oft spezialisierte Kurse für angehende Berufskraftfahrer an. Darüber hinaus gibt es private Akademien und Bildungszentren mit umfassenden Umschulungsprogrammen aus theoretischen und praktischen Komponenten. Zertifizierte, AZAV-zugelassene Anbieter lassen sich über das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit nach Ort filtern.
Besonders attraktiv sind betriebliche Umschulungen direkt bei Verkehrsbetrieben und Busunternehmen. Diese Programme verbinden die Ausbildung mit einer konkreten Jobperspektive und ermöglichen es, bereits während der Umschulung betriebsspezifische Abläufe kennenzulernen. Viele regionale Verkehrsunternehmen bieten angesichts des Personalbedarfs maßgeschneiderte Programme mit direkter Übernahme nach dem Abschluss an.
Erfolgsfaktoren und Tipps fĂĽr die Umschulung
Der Erfolg der Busfahrer-Umschulung hängt von einigen Faktoren ab, die man bereits im Vorfeld berücksichtigen sollte. Eine realistische Selbsteinschätzung der körperlichen und mentalen Eignung ist wichtig, da der Beruf hohe Anforderungen an Konzentration und Belastbarkeit stellt. Vorabberatungen bei Bildungsanbietern oder der Arbeitsagentur helfen, die eigene Eignung einzuschätzen.
Auch die Wahl des richtigen Anbieters ist entscheidend. Achten Sie auf anerkannte Zertifizierungen, Prüfungserfolgsquoten und die Qualität der Fahrzeugausstattung. Erkundigen Sie sich nach Kooperationen mit lokalen Verkehrsunternehmen, da diese oft direkte Übernahmemöglichkeiten nach dem Abschluss bieten und den Berufseinstieg erleichtern.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt fĂĽr Busfahrer/innen
Die Berufsaussichten für Busfahrer/innen sind ausgesprochen gut. Der öffentliche Personennahverkehr und die Reisebranche suchen angesichts eines spürbaren Fahrermangels händeringend qualifiziertes Personal. Viele Verkehrsbetriebe klagen über offene Stellen, und der demografische Wandel verschärft die Lage, da zahlreiche erfahrene Fahrer/innen in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.
Für Umschüler/innen bedeutet das gute Chancen auf eine schnelle Anstellung, häufig sogar mit Übernahme direkt nach der Qualifizierung. Wer bei Arbeitszeiten und Einsatzort flexibel ist, findet in der Regel zügig eine Stelle. Mit Zusatzqualifikationen, im Fernverkehr oder mit Zulagen für Schicht- und Wochenenddienste lässt sich das Einkommen weiter steigern. Auch ein späterer Wechsel in angrenzende Bereiche wie Disposition oder Fahrdienstleitung ist mit Erfahrung möglich.
Häufige Fragen zur Umschulung zum Busfahrer
Achtung! Tipp aus der Redaktion
Für viele Menschen ist Busfahrer/in ein Wunschberuf. Wer bei der Berufswahl zunächst einen anderen Weg eingeschlagen hat und dies später bereut, kommt auf die Idee, sich zum/zur Busfahrer/in umschulen zu lassen.
Bevor man diesen Entschluss fasst, sollte man allerdings nicht nur die formalen Voraussetzungen prĂĽfen, sondern auch den folgenden Tipp befolgen.
Befassen Sie sich mit Ihrer persönlichen Eignung als Busfahrer/in!
Nur wer auch persönlich für den Beruf geeignet ist, findet darin Erfüllung und startet eine tragfähige zweite Karriere. Interessierte sollten sich daher fragen, ob sie die folgenden Kriterien erfüllen:
- Zuverlässigkeit
- Verantwortungsbewusstsein
- Flexibilität
- Orientierungssinn
- Fahrtalent
- Offenheit
- Belastbarkeit
- Organisationsgeschick






