Umschulung Lehrer - Quereinstieg über das Arbeitsamt
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
- Eine klassische Umschulung zum Lehrer gibt es nicht, denn der Lehrerberuf ist ein Studienberuf. Wer quereinsteigen will, nutzt den Seiteneinstieg oder Quereinstieg ins Lehramt.
- Voraussetzung ist in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder Master), dessen Fächer zu einem an Schulen unterrichteten Fach passen.
- Wegen des bundesweiten Lehrermangels sind die Chancen gut, besonders in Mangelfächern wie Mathematik, Physik, Informatik sowie an Berufsschulen und in der Sekundarstufe.
- Der Seiteneinstieg dauert je nach Land und Programm rund 18 bis 36 Monate und umfasst pädagogische Qualifizierung sowie Vorbereitungsdienst oder berufsbegleitende Ausbildung.
- Da Bildung Ländersache ist, gelten in jedem Bundesland eigene Regeln. Die erste Anlaufstelle ist das Schulministerium oder die Bezirksregierung des jeweiligen Landes.
Kann man sich per Umschulung zum Lehrer machen lassen? Eine echte Umschulung im klassischen Sinne gibt es nicht, weil der Lehrerberuf ein Studienberuf ist. Wegen des akuten Lehrermangels ist ein Seiteneinstieg oder Quereinstieg ins Lehramt jedoch möglich - mit einem passenden Hochschulabschluss und einer pädagogischen Nachqualifizierung. Dieser Ratgeber erklärt Voraussetzungen, Ablauf, Dauer, Verdienst und Alternativen.
Aufgrund des akuten Lehrermangels besteht die Möglichkeit eines Seiteneinstiegs ins Lehramt, weshalb eine berufliche Neuorientierung Richtung Lehrerberuf gar nicht so abwegig ist. Quereinsteiger/innen können dank entsprechender Angebote umsatteln und eine zweite Karriere als Lehrer/in starten. Dass dabei einige Dinge beachtet werden müssen, steht außer Frage. Wichtig ist deshalb, dass Interessierte umfassend recherchieren, bevor sie den Weg ins Lehramt einschlagen.
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Inhaltsverzeichnis
- Berufsbild Lehrer/in: Aufgaben, Chancen und Verdienst
- Der Weg ins Lehramt über den Seiteneinstieg
- Voraussetzungen, Dauer und Kosten des Seiteneinstiegs
- So ist der Quereinstieg ins Lehramt anerkannt
- Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte
- Alternativen zum Lehrerberuf
- So funktioniert der Quereinstieg als Lehrer/in
- Der Quereinstieg ins Grundschullehramt
- 5 Tipps für den Seiteneinstieg
- Warum die Bedingungen je Bundesland verschieden sind
- Der Berufsalltag als Lehrer/in
- Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
- Finanzierung und Förderung während der Qualifizierung
- Häufige Fragen zur Umschulung zum Lehrer

Berufsbild Lehrer/in: Aufgaben, Chancen und Verdienst
All diejenigen, die damit liebäugeln, in den Lehrerberuf zu wechseln, sollten nichts überstürzen und genau wissen, worauf sie sich einlassen.
Da jeder die Schule besucht hat, existiert ein gewisses Bild vom Lehrerberuf. Schüler/innen sehen allerdings nur einen kleinen Teil der Arbeit als Lehrer/in und nehmen viele Aufgaben gar nicht wahr. Folglich sollten angehende Quereinsteiger/innen das Berufsbild sachlich analysieren.
Lehrer/innen unterrichten vor allem, treffen dazu aber auch umfassende Vor- und Nachbereitungen. Zudem konzipieren sie Prüfungen, korrigieren Klassenarbeiten und übernehmen organisatorische Aufgaben. Darüber hinaus sind sie für Schüler/innen und Eltern oftmals wichtige Ansprechpartner.
Dass man als Lehrer/in vornehmlich an Schulen beschäftigt ist, liegt auf der Hand. Lehrkräfte unterrichten je nach Qualifikation unterschiedliche Fächer, und der Lehrerberuf wird für bestimmte Schularten ergriffen.
Diese lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
- Grundschulen
- Hauptschulen und Mittelschulen
- Realschulen
- Gymnasien und Gesamtschulen
- Berufsbildende Schulen
Weiterhin finden Lehrer/innen teilweise auch in der Weiterbildung beziehungsweise Erwachsenenbildung Beschäftigungsmöglichkeiten. Dass die Verdienstmöglichkeiten stark schwanken können, ist angesichts der unterschiedlichen Einsatzbereiche nicht verwunderlich.
Grob kann man von einem durchschnittlichen Bruttogehalt zwischen rund 36.000 Euro und 60.000 Euro im Jahr ausgehen. Verbeamtete Lehrkräfte an Gymnasien erreichen mit Berufserfahrung teils darüber liegende Bezüge, während angestellte Lehrkräfte nach Tarifvertrag (TV-L) vergütet werden.
Der Weg ins Lehramt über den Seiteneinstieg
Menschen, die bereits eine berufliche Vergangenheit haben und nicht den klassischen Weg eines Lehramtsstudiums gehen wollen oder können, profitieren vom hohen Bedarf an Lehrkräften an Schulen in der gesamten Bundesrepublik. So haben sie die Option eines Seiteneinstiegs ins Lehramt.
Dabei spielen die vorhandenen Qualifikationen und Erfahrungen eine wesentliche Rolle und geben typischerweise die späteren Unterrichtsfächer vor. Dass die Inhalte je nach Fächerkombination variieren, liegt in der Natur der Sache. Zugleich geht es im Rahmen eines Quereinstiegs stets darum, die Lehrbefähigung zu erlangen.
Dazu bedarf es der folgenden Kenntnisse und Kompetenzen:
- Pädagogik
- Didaktik
- Psychologie
- Unterrichtsgestaltung und Methodik
- Kommunikation
- Konfliktmanagement
Um sich für den Quereinstieg ins Lehramt zu rüsten, bieten die Länder entsprechende Vorbereitungslehrgänge an. Diese sollen das Fehlen eines Lehramtsstudiums teilweise ausgleichen, obgleich sie es natürlich nicht vollständig ersetzen können.
Die Rahmenbedingungen eines Seiteneinstiegs in den Lehrerberuf werden seitens der Länder vorgegeben, sodass es durchaus Unterschiede geben kann. Interessierte müssen sich dessen bewusst sein und sollten mit der Recherche im eigenen Bundesland beginnen.
All diejenigen, die für ihren beruflichen Neustart als Lehrer/in auch umziehen würden, tun gut daran, sich einen Überblick zu verschaffen und die länderspezifischen Möglichkeiten des Seiteneinstiegs zu vergleichen.
Häufig gibt es verschiedene Wege ins Lehramt, wodurch pauschale Angaben nur der groben Orientierung dienen. Grundsätzlich bringen Berufserfahrene mit abgeschlossenem Studium gute Voraussetzungen mit. Für die Qualifizierung, die sich typischerweise aus dem Vorbereitungsdienst und zusätzlichen pädagogischen Anteilen zusammensetzt, muss man 18 bis 36 Monate veranschlagen.
Lehrgangsgebühren fallen dabei in der Regel nicht an, wobei angehende Lehrer/innen daran denken müssen, dass ihr laufender Lebensunterhalt auch während der Qualifizierung finanziert werden muss. Häufig erfolgt die Qualifizierung bereits in einem bezahlten Anstellungsverhältnis.
Der Seiteneinstieg umfasst die verschiedenen Angebote der Länder für einen Wechsel ins Lehramt ohne klassisches Lehramtsstudium. Dass solche Maßnahmen ein grundständiges Lehramtsstudium nicht vollständig ersetzen können, steht außer Frage.
Sofern man einen entsprechenden Vorbereitungslehrgang absolviert und die geforderten Prüfungen besteht, kann man dennoch als Quereinsteiger/in anerkannt werden und als Lehrer/in Fuß fassen. Je nach Land und absolviertem Programm ist auch eine Verbeamtung möglich.
Voraussetzungen, Dauer und Kosten des Seiteneinstiegs
Wer einen Seiteneinstieg ins Lehramt plant, sollte die zentralen Rahmenbedingungen kennen. In den meisten Bundesländern ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium die Grundvoraussetzung. Aus den Studienfächern lässt sich in der Regel mindestens ein an Schulen unterrichtetes Fach ableiten, etwa Mathematik, Physik, Informatik, eine Fremdsprache oder ein berufsbezogenes Fach.
Die Dauer bis zur vollen Lehrbefähigung liegt meist zwischen 18 und 36 Monaten. Sie richtet sich danach, ob der Vorbereitungsdienst berufsbegleitend absolviert wird und wie viele pädagogische Inhalte nachzuholen sind. Reine Kursgebühren fallen üblicherweise nicht an, da die Qualifizierung über das jeweilige Land läuft und häufig bereits vergütet wird.
So ist der Quereinstieg ins Lehramt anerkannt
Der Seiteneinstieg bezeichnet die verschiedenen Angebote für einen Wechsel ins Lehramt. Ein grundständiges Lehramtsstudium mit zwei Fächern und Referendariat bleibt der Regelweg, doch die über die Länder anerkannten Quereinstiegsprogramme führen ebenfalls zu einer gültigen Lehrbefähigung.
Wer einen anerkannten Vorbereitungslehrgang absolviert und die Prüfungen besteht, wird als Lehrkraft anerkannt und kann an Schulen der jeweiligen Schulart unterrichten. Die Anerkennung gilt zunächst im ausbildenden Bundesland; bei einem späteren Wechsel in ein anderes Land ist eine erneute Prüfung der Gleichwertigkeit möglich.
Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte
Wer den Quereinstieg ins Lehramt geschafft hat, darf an Schulen der betreffenden Schulart die jeweiligen Fächer unterrichten. All diejenigen, die eine nachhaltige Karriere anstreben, sollten auch die Weiterbildungsmöglichkeiten kennen.
Wer sich um weitere Qualifikationen bemüht, kann aktiv an der eigenen Laufbahn arbeiten und fachlich am Ball bleiben. Die Länder halten spezielle Fortbildungsangebote für Lehrkräfte bereit und tragen so dem lebenslangen Lernen Rechnung.
Im Rahmen einer solchen Lehrerfortbildung geht es typischerweise um die folgenden Themen:
- Unterrichtsentwicklung
- Schulentwicklung
- Medienkompetenz und digitales Lernen
Abgesehen davon können Lehrer/innen auch auf eigene Faust an Weiterbildungen teilnehmen, indem sie beispielsweise Seminare besuchen oder ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Wer sich fachlich breiter aufstellen möchte, findet über das Portal geförderte Weiterbildungen über das Arbeitsamt weitere Ansatzpunkte.
Alternativen zum Lehrerberuf
Der Seiteneinstieg ins Lehramt ist ohne Frage spannend und vielversprechend, denn bundesweit werden Lehrkräfte händeringend gesucht.
Über einen Seiteneinstieg kann man Lehrkraft an einer Schule werden, ohne ein grundständiges Lehramtsstudium vorweisen zu können.
Wer grundsätzlich Gefallen an einer Lehrtätigkeit findet, aber dennoch nach Alternativen Ausschau hält, sollte auch die folgenden Wege berücksichtigen:
- Erzieher/in
- Sozialpädagoge/-pädagogin
- Dozent/in in der Erwachsenenbildung
- Bildungsreferent/in
- Berufsberater/in
- Sozialarbeiter/in
- DaF-Lehrer/in
Unabhängig davon, ob es schlussendlich der Quereinstieg als Lehrer/in sein soll oder nicht, sollten Interessierte an einer beruflichen Neuorientierung einen gewissen Rechercheaufwand betreiben. Einen Überblick über weitere Berufe und geförderte Wege gibt der Ratgeber zur Umschulung über das Arbeitsamt.
So funktioniert der Quereinstieg als Lehrer/in
Die Zeiten, in denen nur ein abgeschlossenes Lehramtsstudium mit anschließendem Referendariat zum Lehrerberuf führte, sind vorbei. An den Schulen und anderen Einrichtungen des Bildungswesens herrscht akuter Lehrermangel. Dadurch ergeben sich für Interessierte Möglichkeiten für einen Seiteneinstieg.
Wer nach konkreten Informationen zum Ablauf sucht, sollte wissen, dass es verschiedene Programme gibt. Allein schon die Tatsache, dass das Bildungswesen Ländersache ist, sorgt für unterschiedliche Wege.
All diejenigen, die gerne unterrichten möchten und kein Lehramtsstudium vorweisen können, sollten sich in ihrem jeweiligen Bundesland über die Möglichkeiten informieren und mit der zuständigen Stelle in Kontakt treten. Grundsätzlich bestehen beispielsweise die folgenden Chancen:
- Berufsbegleitende Ausbildung und Staatsprüfung nach einem Hochschulstudium und einer Berufstätigkeit
- Vorbereitungsdienst mit reduziertem Stundendeputat und begleitender Qualifizierung
- Pädagogische Einführung und Unterrichtserlaubnis nach einem Universitätsabschluss oder einem Master
- Pädagogische Einführung nach einer fachspezifischen Ausbildung wie dem Meister, vor allem an Berufsschulen
Der Quereinstieg ins Grundschullehramt
Wenn es um einen Wechsel ins Lehramt geht, ist typischerweise von einem Seiteneinstieg als Lehrkraft der Sekundarstufe die Rede. Dass man über den Quereinstieg Grundschullehrer/in wird, ist eher ungewöhnlich. In Zeiten akuten Lehrermangels findet allerdings auch an den Grundschulen ein Umdenken statt.
Dies wissen die Schulministerien und lassen mittlerweile ebenfalls Quereinsteiger/innen zu. Diese müssen allerdings ein passendes Studium vorweisen können und den Vorbereitungsdienst absolvieren.
Die Anforderungen an einen Quereinstieg als Grundschullehrer/in sind im Vergleich besonders hoch.
Oftmals ist dies auch nur in bestimmten Fächern wie Kunst, Sport und Musik möglich. Wer an der Grundschule Deutsch oder Mathematik unterrichten möchte, kann sich häufig nicht auf den Quereinstieg verlassen, sondern muss ein entsprechendes Lehramtsstudium sowie ein abgeschlossenes Referendariat vorweisen können.
5 Tipps für den Seiteneinstieg
Wer über den Quereinstieg Lehrer/in werden möchte, muss einiges beachten und sollte den Seiteneinstieg gezielt angehen.
Die folgenden Tipps können dabei helfen:
- Nutzen Sie Ihre beruflichen Erfahrungen für den Quereinstieg ins Berufsschullehramt!
- Prüfen Sie ein berufsbegleitendes Studium der Bildungswissenschaft oder Pädagogik!
- Halten Sie Ausschau nach aktuellen Ausschreibungen für den Quereinstieg als Lehrer/in!
- Denken Sie auch an einen Quereinstieg als Grundschullehrer/in!
- Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit!
Checkliste für den Quereinstieg ins Grundschullehramt
All diejenigen, die sich beruflich verändern möchten und eine zweite Karriere im Grundschullehramt anstreben, sollten anhand der folgenden Checkliste ergründen, worauf es bei Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern besonders ankommt:
- pädagogisches Geschick
- Einfühlungsvermögen
- Durchsetzungsstärke
- Einsatzbereitschaft
Fachliche Qualifikationen sind für den Seiteneinstieg ins Grundschullehramt zwar auch wichtig, aber man sollte bedenken, dass man kleine Kinder unterrichtet, die ihre ersten Schuljahre an der Grundschule verbringen.
Warum die Bedingungen je Bundesland verschieden sind
Wer einen Quereinstieg als Lehrer/in anstrebt, findet teils sehr unterschiedliche Bedingungen vor. Das liegt daran, dass Bildung in Deutschland Ländersache ist.
Dementsprechend kann auch der Seiteneinstieg ins Lehramt von Bundesland zu Bundesland variieren. Manche Länder setzen auf berufsbegleitende Programme mit sofortigem Unterrichtseinsatz, andere verlangen zunächst eine pädagogische Einführung. Die verbindlichen Auskünfte erteilt jeweils das Schulministerium oder die Bezirksregierung des Landes.
Der Berufsalltag als Lehrer/in
Der Alltag im Lehrerberuf besteht aus deutlich mehr als den reinen Unterrichtsstunden. Zu einer vollen Stelle gehören je nach Land rund 24 bis 28 Wochenstunden Unterricht, hinzu kommen Vor- und Nachbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und Konferenzen.
Der Unterricht selbst verlangt Präsenz und Flexibilität. Eine Lehrkraft plant Lerneinheiten, geht auf unterschiedliche Leistungsniveaus in einer Klasse ein und muss zugleich für ein ruhiges Lernklima sorgen. Gerade Quereinsteiger/innen berichten, dass die Unterrichtsführung und der Umgang mit heterogenen Klassen anfangs die größte Umstellung darstellen.
Neben dem Kerngeschäft übernehmen Lehrkräfte weitere Aufgaben, etwa die Betreuung als Klassenlehrer/in, die Organisation von Ausflügen und Projekttagen sowie die Mitarbeit an der Schulentwicklung. Wer diese Bandbreite realistisch einschätzt, startet mit passenden Erwartungen in den neuen Beruf.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
Die Aussichten für den Seiteneinstieg ins Lehramt sind derzeit günstig. Prognosen der Kultusministerkonferenz weisen für die kommenden Jahre einen anhaltenden Lehrkräftemangel aus, besonders an Grund-, Haupt- und Berufsschulen sowie in den Fächern Mathematik, Physik, Informatik und Technik.
Dieser Mangel verteilt sich ungleich. In Ballungsräumen und bei stark nachgefragten Fächern wie Deutsch oder Geschichte an Gymnasien ist der Wettbewerb höher, während ländliche Regionen und Mangelfächer offene Stellen oft kaum besetzen können. Wer flexibel bei Schulart, Fach und Standort ist, verbessert seine Chancen deutlich.
Für die Suche nach konkreten Stellen lohnt ein Blick in die Stellenportale der Kultusministerien sowie in die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Dort schreiben die Länder Seiteneinstiegsstellen häufig fachbezogen und regional aus.
Finanzierung und Förderung während der Qualifizierung
Anders als bei einer klassischen Umschulung entstehen beim Seiteneinstieg ins Lehramt in der Regel keine Lehrgangsgebühren, da die Länder die Qualifizierung selbst tragen. Häufig läuft die pädagogische Ausbildung bereits in einem bezahlten Beschäftigungsverhältnis, sodass ein laufendes Gehalt gezahlt wird.
Wer aus einer Arbeitslosigkeit heraus den Weg ins Lehramt einschlägt, sollte dennoch ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit führen. Für vorbereitende Qualifizierungen bei AZAV-zugelassenen Anbietern über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit kommt unter Umständen ein Bildungsgutschein infrage. Ob eine Förderung möglich ist, hängt von der individuellen Situation und der Zielsetzung der Maßnahme ab.
Häufige Fragen zur Umschulung zum Lehrer
Gibt es eine echte Umschulung zum Lehrer?
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Seiteneinstieg?
Wie lange dauert der Quereinstieg ins Lehramt?
Was verdient man als Quereinsteiger im Lehramt?
In welchen Fächern sind die Chancen am besten?
Kann ich als Quereinsteiger verbeamtet werden?
Worin unterscheiden sich Quer- und Seiteneinstieg ins Lehramt?
Kann ich als Quereinsteiger an berufsbildenden Schulen unterrichten?
Werde ich über den Seiteneinstieg zu einer vollwertig ausgebildeten Lehrkraft?
Eine Umschulung zum Lehrer im klassischen Sinne kann es nicht geben, denn es handelt sich um einen Studienberuf. Umschulungsmaßnahmen dienen als Zweitausbildungen und können ein Lehramtsstudium nicht ersetzen.
Ein Seiteneinstieg ins Lehramt ist dennoch möglich. Damit dieser reibungslos gelingt und der berufliche Neustart als Lehrer/in gut startet, sollte der folgende Tipp berücksichtigt werden.
Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung als Lehrer/in!
Formale Kriterien sind ohne Frage wichtig, aber wer im Zuge eines Berufswechsels Lehrer/in werden möchte, sollte auch die persönliche Eignung ehrlich prüfen.
Der Alltag des Unterrichtens kann sehr fordernd sein, weshalb man Belastbarkeit, Einsatzbereitschaft, Konsequenz, Kommunikationsstärke und Offenheit mitbringen muss. Zudem muss man mit Stress umgehen können und Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen.