Umschulung Sozialarbeiter - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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Eine klassische Umschulung zum Sozialarbeiter oder zur Sozialarbeiterin über das Arbeitsamt gibt es nicht: Der Beruf setzt zwingend ein abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit voraus. Wer aus einem anderen Beruf ins Sozialwesen wechseln möchte, kann jedoch berufsbegleitend studieren oder auf verwandte Ausbildungsberufe ausweichen, die sich sehr wohl als geförderte Umschulung eignen.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Sozialarbeiter/in ist kein Ausbildungsberuf, sondern erfordert ein Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit - eine klassische Umschulung existiert nicht.
  • Weil das Arbeitsamt Studiengänge nicht über den Bildungsgutschein fördert, kommen für die Finanzierung eher BAföG, Studienkredit oder ein berufsbegleitendes Fernstudium infrage.
  • Verwandte Ausbildungsberufe wie Erzieher/in, Sozialassistent/in oder Heilerziehungspfleger/in sind förderfähige Umschulungen im sozialen Bereich.
  • Ein Bachelor Soziale Arbeit dauert sechs bis acht Semester und lässt sich per Fernstudium oder Abendstudium neben dem Beruf absolvieren.
  • Das Bruttojahresgehalt bewegt sich je nach Träger und Tarif meist zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro.
6 bis 8 SemesterDauerVollzeit / je nach Lehrgang
30.000-50.000 €Verdienstbrutto/Jahr
Staatlich anerkanntAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Sozialarbeiterin im Beratungsgespräch mit einer Familie in einer Beratungsstelle

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Inhaltsverzeichnis

Berufsbild und Verdienst als Sozialarbeiter/in

Menschen, die die Sozialarbeit als Berufsfeld auserkoren haben, sollten nicht vorschnell handeln und nach einer entsprechenden Qualifizierung suchen. Es ist wichtig, zu wissen, worauf man sich einlässt, denn als Sozialarbeiter/in erlebt man den beruflichen Alltag als sehr herausfordernd. Dies liegt vor allem daran, dass man sich vornehmlich um einzelne Personen oder Familien kümmert, die sich gegenwärtig in einer schwierigen Lebenssituation befinden und daher Unterstützung brauchen. Sozialarbeiter/innen werden hier unterstützend tätig, indem sie ihre Klienten beraten und betreuen. Dabei geht es vor allem um die Lösung der Probleme und um präventive Maßnahmen.

Qualifizierte Sozialarbeiter/innen sind für viele Menschen wichtige Ansprechpartner und helfen ihnen aus schwierigen Situationen. Diese Kompetenz eröffnet vor allem in den folgenden Bereichen interessante Karrierechancen:

Die Verdienstmöglichkeiten in der Sozialarbeit erweisen sich bei näherer Betrachtung als sehr variabel. Sie hängen stark vom Träger, von der Region und vom jeweiligen Tarifvertrag ab. Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden meist nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) eingruppiert, häufig in den Entgeltgruppen S 11b bis S 14. In der Praxis liegt das Bruttojahresgehalt so meist zwischen rund 30.000 Euro zu Berufsbeginn und etwa 50.000 Euro mit einigen Jahren Berufserfahrung. Bei freien und kirchlichen Trägern kann die Vergütung abweichen.

Der Weg in die Sozialarbeit führt über das Studium

All diejenigen, die nach einer Sozialarbeiter-Umschulung suchen, um einen beruflichen Neustart in der Sozialarbeit zu schaffen, erleben eine Enttäuschung. Der Zugang zur Tätigkeit erfordert stets ein einschlägiges Studium. Wer Sozialarbeiter/in werden möchte, muss folglich Soziale Arbeit studieren. Im Zuge dessen stehen in der Regel die folgenden typischen Studieninhalte auf dem Plan:

Menschen, die bislang einem anderen Beruf nachgingen und nun umsatteln möchten, bedauern vielfach, dass es keine Umschulungsmaßnahmen im eigentlichen Sinne gibt. Im Gegenzug besteht jedoch die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren. Per Fernstudium, Abendstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium können angehende Sozialarbeiter/innen neben dem Beruf studieren und so nebenbei den Grundstein für ihre zweite Karriere legen. Wer über die klassische geförderte Umschulung in andere Richtungen nachdenkt, findet in unserer Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt einen guten Ausgangspunkt.

Rahmenbedingungen des Studiums Soziale Arbeit

Das Studium der Sozialen Arbeit bildet die Basis für eine berufliche Laufbahn als Sozialarbeiter/in. Interessierte, die mehr erfahren möchten, müssen zwischen dem grundständigen Bachelor und dem weiterführenden Master unterscheiden. Die folgende Übersicht soll dies deutlich machen:

Beachtenswert ist, dass das Studium Soziale Arbeit in der Regel einige praktische Phasen vorsieht. Im Rahmen von Praktika oder eines praktischen Studiensemesters sammeln die Studierenden erste Erfahrungen in der professionellen Sozialarbeit. Für die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/in ist an vielen Hochschulen zusätzlich ein Anerkennungspraktikum oder ein staatliches Anerkennungsjahr vorgesehen.

Diese Voraussetzungen sprechen für den Beruf

Die Aufnahme eines Studiums der Sozialen Arbeit erfordert zunächst die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen. All diejenigen, die einen beruflichen Neustart im Umfeld der Sozialarbeit anstreben, sollten vor allem ihre persönliche Eignung für dieses herausfordernde und verantwortungsvolle Berufsfeld hinterfragen. Hier kommt es vor allem auf die folgenden Eigenschaften an:


Förderung und Finanzierung des Weges in die Sozialarbeit

Förderung und Finanzierung des Weges in die Sozialarbeit

Grundsätzlich können Umschulungen von der Agentur für Arbeit beziehungsweise vom Jobcenter gefördert werden. Im Zuge dessen gibt es einerseits einen Bildungsgutschein und andererseits Hilfen zum Lebensunterhalt. Auf diese Art und Weise kann eine Umschulung finanziert werden.

Im Falle einer Qualifizierung als Sozialarbeiter/in sieht dies allerdings anders aus, denn dazu ist ein akademisches Studium erforderlich. Für ein Studium können die Teilnehmenden keine Umschulungsförderung über den Bildungsgutschein beanspruchen, aber mitunter BAföG beziehen, einen Studienkredit aufnehmen oder ein berufsbegleitendes Studium neben einer Erwerbstätigkeit finanzieren. Wer stattdessen auf einen der geförderten sozialen Ausbildungsberufe umschult, kann sehr wohl einen Bildungsgutschein erhalten - passende Anbieter finden sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.


Alternativen zur Sozialarbeiter-Umschulung

Per Umschulung Sozialarbeiter/in zu werden, erscheint zwar vielfach sehr reizvoll und verlockend, ist aber keineswegs ohne Alternativen.

Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es keine Umschulung im eigentlichen Sinne gibt, lohnt es sich, nach Ausweichmöglichkeiten Ausschau zu halten. All diejenigen, die sich beispielsweise mithilfe des Arbeitsamtes umschulen lassen möchten, sollten die folgenden Berufsbilder in ihre Auswahl einbeziehen:

In all diesen Fällen handelt es sich um Ausbildungsberufe im sozialen Bereich, die sich für eine geförderte Umschulung eignen. Ein Studium der Sozialen Arbeit ist folglich in keiner Weise alternativlos. Wer sich fachlich breiter aufstellen möchte, kann außerdem einen Blick auf die Angebote zur Weiterbildung über das Arbeitsamt werfen. Auch der eng verwandte Weg über den Sozialpädagogen ist einen Vergleich wert.


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Quereinstieg ins Sozialwesen

Sozialarbeiter/innen können üblicherweise einen einschlägigen Studienabschluss vorweisen und sind daher gut für die Herausforderungen des beruflichen Alltags gerüstet. Menschen, die zunächst einer anderen Tätigkeit nachgegangen sind und nun umsatteln möchten, suchen dahingegen nach Möglichkeiten für einen Quereinstieg.

Grundsätzlich sind Fachfremde im Sozialwesen nicht vollkommen chancenlos. Einerseits bringen sie vielleicht interessante Fachkompetenz mit und andererseits fehlt es im sozialen Bereich vielfach an Personal. Für Hilfstätigkeiten, Assistenzstellen und Betreuungsaufgaben werden Quereinsteiger tatsächlich häufig gesucht. Für die geschützte Tätigkeit als staatlich anerkannte/r Sozialarbeiter/in bleibt der Studienabschluss allerdings die Voraussetzung.

Wer sich an einem Quereinstieg versuchen möchte, kann nebenbei Soziale Arbeit studieren oder auch eine Umschulung in einem sozialen Beruf absolvieren. Auf diese Art und Weise lässt sich eine zweite Karriere im Sozialwesen vorbereiten.


Stellenangebote für soziale Berufe

Unabhängig davon, ob es um einen Quereinstieg oder andere berufliche Perspektiven geht, sollten Fachkräfte aus dem Sozialwesen den Arbeitsmarkt im Blick haben. Dies gilt auch für angehende Umschüler/innen, die noch mitten im Entscheidungsprozess stecken und nach Orientierung suchen.

In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt, offene Stellen zu sichten, um sich mit den Anforderungen und Aufgaben vertraut zu machen. Vor der Qualifizierung ist es für eine Bewerbung zwar noch zu früh, aber es schadet nicht, sich bereits zu orientieren. Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sowie die Stellenportale der großen Wohlfahrtsverbände geben einen guten Überblick über den regionalen Bedarf.


Weiterbildungsmöglichkeiten für Sozialarbeiter/innen

Nach dem Studium oder einer anderweitigen Qualifizierung als Sozialarbeiter/in bringt man solide Grundlagen für eine Laufbahn im Sozialwesen mit. Das lebenslange Lernen ist aber auch hier ein Thema und sollte ernst genommen werden.

Ambitionierte Sozialarbeiter/innen können beispielsweise hin und wieder an Seminaren teilnehmen oder einen der folgenden Abschlüsse per Fortbildung anstreben:


Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Berufsaussichten in der Sozialen Arbeit sind seit Jahren stabil bis gut. Der demografische Wandel, wachsende Anforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Bereich Migration und Integration und ein spürbarer Fachkräftemangel sorgen dafür, dass gut ausgebildete Sozialarbeiter/innen gefragt bleiben. Träger der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, Kommunen, Kliniken, Schulen und Beratungsstellen zählen zu den wichtigsten Arbeitgebern.

Wer sich für den Beruf entscheidet, sollte einkalkulieren, dass viele Stellen befristet oder teilzeitgebunden ausgeschrieben sind und die Vergütung je nach Träger schwankt. Gleichzeitig eröffnen sich über Spezialisierungen - etwa in der Schulsozialarbeit, der Suchthilfe oder der Bewährungshilfe - vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Ein Master-Abschluss oder eine Leitungsfunktion in einer Einrichtung erweitern die Perspektiven zusätzlich.

Für Menschen, die aus einem anderen Beruf ins Sozialwesen wechseln, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die eigene Ausgangslage: Wer bereits Berufserfahrung im Umgang mit Menschen, in der Beratung oder in der Verwaltung mitbringt, hat es beim Einstieg oft leichter. Verwandte Ausbildungsberufe wie die/der Heilerziehungspfleger/in bieten einen realistischen und förderfähigen Einstieg, bevor gegebenenfalls ein berufsbegleitendes Studium den Weg zur staatlich anerkannten Sozialarbeit ebnet.

Häufige Fragen zur Umschulung Sozialarbeiter/in

Gibt es eine Umschulung zum Sozialarbeiter über das Arbeitsamt?
Nein. Sozialarbeiter/in ist kein Ausbildungsberuf, sondern setzt ein abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit voraus. Eine klassische geförderte Umschulung mit Bildungsgutschein gibt es dafür nicht. Wer über das Arbeitsamt in den sozialen Bereich wechseln möchte, weicht meist auf verwandte Ausbildungsberufe wie Erzieher/in oder Sozialassistent/in aus.

Wie wird man Sozialarbeiter, wenn es keine Umschulung gibt?
Der Weg führt über ein Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit an einer Hochschule oder Fachhochschule. Dieses lässt sich auch berufsbegleitend als Fernstudium oder Abendstudium absolvieren. So kann man neben dem bisherigen Beruf studieren und den Grundstein für einen Wechsel ins Sozialwesen legen, ohne das Einkommen komplett aufzugeben.

Wie lange dauert das Studium der Sozialen Arbeit?
Ein Bachelor Soziale Arbeit dauert in der Regel sechs bis acht Semester, also drei bis vier Jahre in Vollzeit. Berufsbegleitende Fern- oder Teilzeitmodelle dauern entsprechend länger. Ein anschließender Master umfasst meist zwei bis vier Semester. Für die staatliche Anerkennung ist häufig zusätzlich ein Anerkennungspraktikum oder Anerkennungsjahr nötig.

Kann das Arbeitsamt ein Studium der Sozialen Arbeit fördern?
Ein grundständiges Studium fördert die Agentur für Arbeit nicht über den Bildungsgutschein, da dieser für berufliche Umschulungen und Weiterbildungen gedacht ist. Für ein Studium kommen stattdessen BAföG, ein Studienkredit oder ein berufsbegleitendes Modell infrage. Eine geförderte Umschulung ist nur in verwandten sozialen Ausbildungsberufen möglich.

Welche Alternativen zur Sozialarbeit eignen sich für eine Umschulung?
Als förderfähige Ausbildungsberufe im sozialen Bereich bieten sich Erzieher/in, Sozialassistent/in, Heilerziehungspfleger/in oder Kinderpfleger/in an. Diese lassen sich über das Arbeitsamt als Umschulung mit Bildungsgutschein absolvieren. Sie ermöglichen einen praxisnahen Einstieg ins Sozialwesen und können später als Basis für ein berufsbegleitendes Studium dienen.

Wie viel verdient man als Sozialarbeiter?
Das Gehalt hängt stark von Träger, Region und Tarif ab. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung meist nach TVöD, häufig in den Entgeltgruppen S 11b bis S 14. In der Praxis liegt das Bruttojahresgehalt so überwiegend zwischen rund 30.000 Euro zu Beginn und etwa 50.000 Euro mit Berufserfahrung. Bei freien und kirchlichen Trägern kann die Vergütung abweichen.
Welche Voraussetzungen braucht man für ein Studium der Sozialen Arbeit?
Für den Studiengang Soziale Arbeit benötigen Sie in der Regel die Fachhochschulreife oder das Abitur; teils genügt auch ein einschlägiger Schulabschluss in Verbindung mit Berufserfahrung. Neben der formalen Qualifikation sind persönliche Eignung, Belastbarkeit und Freude am Umgang mit Menschen entscheidend, da Sie später als Fachkraft eng mit Ihren Klienten arbeiten. Wer diese Kenntnis und Motivation früh mitbringt, kann sich gezielt für den Beruf des Sozialarbeiters qualifizieren.
Ist ein Quereinstieg in die soziale Arbeit ohne abgeschlossenes Studium möglich?
Ein Quereinstieg in einen sozialen Beruf ist grundsätzlich möglich, führt aber selten direkt in die klassische Sozialarbeit, da diese Tätigkeit im sozialen Bereich ein abgeschlossenes Studium voraussetzt. Sie können sich zunächst über einen anerkannten Ausbildungsberuf qualifizieren und anschließend berufsbegleitend studieren. So gelingt der Quereinstieg in die soziale Arbeit schrittweise, ohne dass Sie sofort als studierte Fachkraft einsteigen müssen.
In welchen Bereichen sind Sozialarbeiter tätig?
Die Arbeit im sozialen Bereich umfasst viele Felder, etwa die Kinder- und Jugendarbeit, die Familienhilfe oder die Beratung von Menschen in schwierigen Lebenslagen. In all diesen Feldern begleiten Sie Ihre Klienten, vermitteln passende Hilfsangebote und bringen Ihre fachliche Kenntnis in Beratung und Betreuung ein. Diese Vielfalt macht den Beruf des Sozialarbeiters abwechslungsreich, verlangt aber auch eine breite Qualifikation.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

In der Sozialarbeit gibt es nicht den einen Königsweg in Sachen Qualifizierung. Sozialarbeiter/innen müssen ihren eigenen Weg finden und sich zunächst einen Überblick verschaffen. Der folgende Tipp aus unserer Redaktion soll dabei helfen.

Nutzen Sie ein Fernstudium Soziale Arbeit als berufsbegleitenden Weg!

Eine Akademisierung der Sozialarbeit lässt sich ohnehin nicht leugnen, weshalb anstelle einer Umschulung ein Studium neben dem Beruf eine sinnvolle Wahl sein kann. Dies gilt im Übrigen auch für weiterführende Qualifizierungen von Sozialarbeiter/innen.

Besonders flexibel kommt hier das Fernstudium daher, das auf E-Learning basiert und den Teilnehmenden mit dem Bachelor oder Master einen akademischen Grad mit internationaler Anerkennung in Aussicht stellt. Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Sozialmanagement, Pädagogik und Psychologie sind Fächer, die sich hier in besonderem Maße anbieten.