Weiterbildung Mediengestalter
Mediengestalter-Weiterbildungen passen perfekt zum gegenwärtigen Zeitgeist, denn einerseits sind die Medien allgegenwärtig und andererseits ist lebenslanges Lernen von höchster Relevanz. Eine Qualifizierung in Sachen Mediengestaltung ist somit sehr naheliegend und übt auf viele Menschen einen großen Reiz aus. Wer bereits als Mediengestalter/in arbeitet, sichert mit einer gezielten Weiterbildung die eigene Wettbewerbsfähigkeit in einer Branche, die sich technisch rasant verändert.
Wer das volle Potenzial ausschöpfen möchte, sollte sich aber vorab umfassend informieren. Unterschiedlichste Qualifizierungen von diversen Anbietern stehen zur Auswahl - von kurzen Software-Kursen bis zur mehrjährigen Aufstiegsfortbildung mit IHK-Abschluss. Damit man nicht den Überblick verliert, kann man einen Beratungstermin beim Arbeitsamt vereinbaren. Unabhängig davon bedarf es einer individuellen Recherche, die hier beginnen kann.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
- Mediengestalter/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf - den Einstieg schafft man über eine Ausbildung oder eine Umschulung, nicht über eine Weiterbildung.
- Für bereits ausgebildete Mediengestalter/innen gibt es zahlreiche Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen, etwa zum Medienfachwirt/zur Medienfachwirtin oder Industriemeister/in Printmedien.
- Aufstiegsfortbildungen mit IHK-Abschluss werden über das Aufstiegs-BAföG gefördert - unabhängig von Alter und Einkommen.
- Arbeitsuchende können kürzere Weiterbildungen über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III finanzieren lassen; Beschäftigte profitieren vom Qualifizierungschancengesetz.
- Das Einkommen liegt je nach Schwerpunkt grob zwischen rund 24.000 und 42.000 Euro brutto im Jahr; mit Aufstiegsabschluss steigt es spürbar.

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Inhaltsverzeichnis
- Das Berufsbild Mediengestalter/in umfasst mehrere Schwerpunkte
- Mediengestalter/in wird man über Ausbildung oder Umschulung, nicht über eine Weiterbildung
- Anpassungsweiterbildungen halten das fachliche Wissen aktuell
- Aufstiegsfortbildungen führen zu einem höheren beruflichen Abschluss
- Ein berufsbegleitendes Studium öffnet akademische Karrierewege
- Dauer und Ablauf richten sich nach Kursformat und Lebenssituation
- Kosten lassen sich über mehrere Förderwege deutlich senken
- Weiterbildung zahlt sich beim Gehalt und bei den Aufstiegschancen aus
- Bei der Anbieterwahl entscheidet die AZAV-Zulassung über die Förderfähigkeit
- Häufige Fragen zur Weiterbildung als Mediengestalter/in
Das Berufsbild Mediengestalter/in umfasst mehrere Schwerpunkte
Zunächst sollten sich Interessierte mit dem Berufsbild des Mediengestalters auseinandersetzen. Grundsätzlich besteht die Aufgabe von Mediengestalterinnen und Mediengestaltern darin, kreative Konzepte auszuarbeiten und umzusetzen.
Im Zuge dessen greifen sie auf verschiedene Medien zurück beziehungsweise arbeiten medienübergreifend. Aufgrund der Vielfalt der Medien gibt es auch den Beruf des Mediengestalters mit verschiedenen Schwerpunkten. Innerhalb dieser Schwerpunkte gibt es zudem teilweise noch Fachrichtungen.
Die folgende Übersicht veranschaulicht die Vielseitigkeit des Berufs des Mediengestalters:
- Mediengestalter/in Bild und Ton
- Mediengestalter/in Digital und Print
- Fachrichtung Gestaltung und Technik
- Fachrichtung Beratung und Planung
- Fachrichtung Konzeption und Visualisierung
- Mediengestalter/in Siebdruck
- Mediengestalter/in Flexografie
Überall dort, wo kreative und gestalterische Arbeiten technisch umgesetzt werden müssen, ergeben sich vielversprechende Jobchancen für Mediengestalter/innen. Diese sind somit auf keine einzelnen Branchen festgelegt - typische Arbeitgeber sind Werbe- und Digitalagenturen, Verlage, Druckereien, Film- und Fernsehproduktionen, Marketingabteilungen von Unternehmen sowie IT- und Softwarehäuser.
Der Alltag hat sich in den vergangenen Jahren stark digitalisiert. Neben der klassischen Layout- und Reinzeichnungsarbeit gehören heute Aufgaben wie die Gestaltung responsiver Websites, das Aufbereiten von Inhalten für Social Media, die Bild- und Videobearbeitung sowie das Arbeiten mit Content-Management-Systemen zum Berufsbild. Genau hier setzen die meisten Weiterbildungen an: Sie schließen die Lücke zwischen dem in der Ausbildung erworbenen Grundwissen und den ständig neuen Anforderungen der Praxis.
Mediengestalter/in wird man über Ausbildung oder Umschulung, nicht über eine Weiterbildung
Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme lässt sich der Berufswunsch Mediengestalter/in nicht realisieren. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, sodass die Qualifizierung im Rahmen einer schulischen oder dualen Ausbildung erfolgt.
Als Alternative kommt für Quereinsteiger eine Umschulung über das Arbeitsamt in Betracht, sofern es darum geht, einen grundlegenden Berufswechsel zu vollziehen. Die Umschulung führt - anders als eine reine Weiterbildung - zu einem vollwertigen, IHK-geprüften Berufsabschluss und dauert in verkürzter Form üblicherweise zwei Jahre. Wer sich gezielt in Richtung Gestaltung orientieren will, findet mit der Umschulung zum Grafikdesigner oder zum Webdesigner passende Alternativen.
Der Begriff Weiterbildung ist an dieser Stelle also klar abzugrenzen: Er meint die berufliche Fortentwicklung von Menschen, die den Beruf bereits gelernt haben. Genau darum geht es auf dieser Seite - um die Frage, wie sich ausgebildete Mediengestalter/innen sinnvoll weiterqualifizieren.
Anpassungsweiterbildungen halten das fachliche Wissen aktuell
Dass es keine Weiterbildung zum Mediengestalter gibt, heißt nicht, dass Weiterbildungen hier keine Rolle spielen. Das Gegenteil ist der Fall: Im Anschluss an die Berufsausbildung und die ersten Jahre im Beruf sollten Mediengestalter/innen an eine weitere Qualifizierung denken. Das Lernen ist ein lebenslanger Prozess und sollte daher in den beruflichen Alltag integriert werden.
Mediengestalter/innen, die sich für einen Kurs oder ein Seminar entscheiden, können sich zielgerichtet weiterbilden, denn in der Regel steht ein ganz bestimmtes Thema im Fokus der Maßnahme. Diese Anpassungsweiterbildungen sind kürzer als eine Aufstiegsfortbildung und dienen dazu, das vorhandene Wissen an neue Software, Techniken und Marktanforderungen anzupassen.
Dabei kann es sich um einen der folgenden Bereiche handeln:
- Webdesign und responsive Gestaltung (HTML, CSS)
- UX- und UI-Design für Websites und Apps
- digitale Bildbearbeitung und Retusche (Adobe Photoshop)
- Vektorgrafik und Layout (Adobe Illustrator, InDesign)
- Motion Design und Animation (After Effects)
- Schriftgestaltung und Typografie
- Farblehre und Colormanagement
- Webprogrammierung und Content-Management-Systeme
- Online-Marketing, SEO und Social Media
- Druckvorstufe, Druckverfahren und Desktop-Publishing
- Ton-, Kamera- und Videotechnik sowie Film- und Fernsehproduktion
Solche Kurse dauern oft nur wenige Tage bis einige Wochen und lassen sich meist berufsbegleitend oder als Fernkurs absolvieren. Viele Anbieter schließen mit einem Zertifikat oder einer Adobe-Zertifizierung ab, was den Wert im Lebenslauf erhöht. Wer arbeitsuchend gemeldet ist, kann viele dieser Maßnahmen über einen Bildungsgutschein fördern lassen. Einen Überblick über weitere gefragte Themen bietet die Seite zur Online-Marketing-Weiterbildung.
Aufstiegsfortbildungen führen zu einem höheren beruflichen Abschluss
Mediengestalter/innen haben aber auch die Möglichkeit, einen höheren beruflichen Abschluss anzustreben, indem sie sich für eine Fortbildung entscheiden. Ein solcher Lehrgang dient als Aufstiegsqualifizierung und führt zu einem anerkannten Abschluss, der wiederum einen vielversprechenden Karrierebaustein darstellt. Solche Abschlüsse sind auf dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) je nach Niveau mit einem Bachelor vergleichbar.
Für ambitionierte Mediengestalter/innen kommen hier die folgenden Qualifikationen in Betracht:
- Medienfachwirt/in (IHK)
- Technische/r Fachwirt/in (IHK)
- Industriemeister/in Printmedien
- Meister/in Medienproduktion Bild und Ton
- Techniker/in Druck- und Medientechnik
- Techniker/in Foto- und Medientechnik
- Flexografenmeister/in und Schriftsetzermeister/in
- Kamera-Assistent/in und Kameramann/-frau
- Gestalter/in für visuelles Marketing
Der Medienfachwirt beziehungsweise die Medienfachwirtin gilt als der klassische Aufstiegsweg in der Medien- und Druckbranche. Der Lehrgang vermittelt betriebswirtschaftliches Wissen, Projekt- und Personalführung sowie vertieftes Medien-Know-how und qualifiziert für Führungs- und Planungsaufgaben. Wer sich stärker in Richtung Handels- und Betriebswirtschaft orientieren will, findet auch in der Weiterbildung zum Fachwirt oder zum Techniker passende Anschlüsse. Ein besonderer Vorteil dieser Aufstiegsfortbildungen: Sie werden vom Alter und Einkommen unabhängig über das Aufstiegs-BAföG gefördert.
Ein berufsbegleitendes Studium öffnet akademische Karrierewege
Die zunehmende Akademisierung sollte Mediengestaltern keinen Anlass zu Verärgerung geben, obwohl sie sich für eine Berufsausbildung entschieden haben und daher zunächst mit keinem akademischen Grad aufwarten können. Insbesondere aufgrund der vielfältigen Angebote im Bereich des berufsbegleitenden Studiums ist das Ganze vielmehr als große Chance zu sehen.
Ein Fernstudium, Abendstudium oder anderes Teilzeitstudium kann neben dem Beruf absolviert werden und sorgt für eine Verzahnung von Theorie und Praxis. In vielen Studiengängen wird die abgeschlossene Berufsausbildung sogar angerechnet, sodass sich die Studiendauer verkürzt. Auch ohne Abitur ist ein Studium möglich - eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufserfahrung eröffnet über die berufliche Qualifikation den Hochschulzugang.
Mediengestalter/innen sollten dies zu nutzen wissen und beispielsweise die folgenden Studienfächer in Betracht ziehen:
- Grafikdesign und Kommunikationsdesign
- Medieninformatik
- Druck- und Medientechnik
- Medienkunst und Medienproduktion
- Medienmanagement und Medienwirtschaft
- Multimediatechnik
- Sounddesign und Tontechnik
- UX- und Interaction Design
Dauer und Ablauf richten sich nach Kursformat und Lebenssituation
Wie lange eine Weiterbildung dauert, hängt stark vom Ziel und vom gewählten Format ab. Kurze Anpassungskurse zu einer einzelnen Software sind in wenigen Tagen absolviert, während eine Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt berufsbegleitend gut zwei Jahre in Anspruch nimmt. Grundsätzlich stehen drei Lernformen zur Auswahl, die sich in Tempo und Vereinbarkeit mit Beruf und Familie unterscheiden.
Für Arbeitsuchende ist meist die Vollzeitform sinnvoll, weil sie den schnellsten Wiedereinstieg ermöglicht. Beschäftigte greifen dagegen häufiger zur Teilzeit- oder Fernvariante, um Einkommen und Weiterbildung zu verbinden. Ein Fernkurs bietet die höchste Flexibilität, verlangt aber Selbstdisziplin.
Kosten lassen sich über mehrere Förderwege deutlich senken
Die Kosten einer Weiterbildung schwanken erheblich: Ein einzelner Software-Kurs kann einige Hundert Euro kosten, eine Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt liegt inklusive Prüfungsgebühren schnell bei mehreren Tausend Euro. Die gute Nachricht: In vielen Fällen zahlt man diese Summen nicht selbst, denn es gibt gleich mehrere Förderwege. Welcher passt, hängt vor allem davon ab, ob man arbeitsuchend, beschäftigt oder auf einen Aufstiegsabschluss aus ist.
Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann bei der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III beantragen. Damit übernimmt das Arbeitsamt bei einer AZAV-zertifizierten Maßnahme die kompletten Lehrgangs- und oft auch die Fahrt- und Betreuungskosten. Das Arbeitslosengeld läuft während der Weiterbildung weiter.
Beschäftigte müssen für eine Weiterbildung nicht erst arbeitslos werden. Über das Qualifizierungschancengesetz beteiligt sich die Agentur für Arbeit an den Lehrgangskosten und kann einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt gewähren, wenn der Arbeitgeber die Weiterbildung unterstützt.
Aufstiegsfortbildungen wie Medienfachwirt, Meister oder Techniker werden über das Aufstiegs-BAföG (AFBG) gefördert - unabhängig von Alter und Einkommen. Ein großer Teil der Lehrgangs- und Prüfungskosten wird als Zuschuss übernommen, der Rest über ein zinsgünstiges Darlehen. Bei bestandener Prüfung wird ein erheblicher Teil des Darlehens erlassen.
Für Arbeitsuchende kommen zusätzliche Leistungen hinzu: Wer eine geförderte, abschlussbezogene Weiterbildung erfolgreich absolviert, erhält Prämien von 1.000 Euro nach der Zwischen- und 1.500 Euro nach der Abschlussprüfung. Beziehende von Grundsicherungsgeld (dem früheren Bürgergeld) bekommen zusätzlich ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro monatlich. Eine geförderte Weiterbildung darf grundsätzlich mit einem Minijob bis 603 Euro monatlich kombiniert werden, ohne dass die Förderung entfällt. Eine kompakte Übersicht dazu liefert die Seite So wird die Weiterbildung vom Arbeitsamt bezahlt. Reicht ein Bildungsgutschein nicht aus, lohnt der Blick auf die Weiterbildungsprämie.
Weiterbildung zahlt sich beim Gehalt und bei den Aufstiegschancen aus
Die Verdienstmöglichkeiten können je nach Einsatzbereich und Tätigkeitsschwerpunkt variieren, sodass sich das Einkommen nicht pauschal angeben lässt. Zur groben Orientierung kann man bei ausgebildeten Mediengestalter/innen von einem durchschnittlichen Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 42.000 Euro brutto im Jahr ausgehen.
Eine Weiterbildung wirkt sich in doppelter Hinsicht positiv aus. Zum einen erhöhen aktuelle Software- und Fachkenntnisse die Chancen auf besser bezahlte Positionen und schützen vor Verdrängung durch neue Technologien. Zum anderen eröffnet ein Aufstiegsabschluss den Weg in die Team- oder Projektleitung. Als Medienfachwirt/in oder Industriemeister/in Printmedien mit Personalverantwortung liegt das Einkommen deutlich über dem einer reinen Fachkraft, häufig im Bereich von 45.000 Euro und mehr im Jahr. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit als Agentur- oder Freelance-Mediengestalter wagt, bestimmt die eigene Ertragslage über Auftragslage und Spezialisierung selbst.
Bei der Anbieterwahl entscheidet die AZAV-Zulassung über die Förderfähigkeit
Weiterbildungen für Mediengestalter/innen werden von zahlreichen Bildungsträgern angeboten - von Industrie- und Handelskammern über private Akademien bis zu spezialisierten Online-Anbietern. Wer eine Förderung über die Agentur für Arbeit plant, sollte unbedingt auf die AZAV-Zulassung des Anbieters und der Maßnahme achten. Nur mit dieser Zertifizierung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung lässt sich ein Bildungsgutschein einlösen.
Vor der Anmeldung lohnt sich ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit. Die Berufsberatung hilft dabei, das passende Ziel zu finden, prüft die Fördervoraussetzungen und nennt geeignete Träger. Wer sich vorab einen Überblick über das gesamte Fördersystem verschaffen möchte, findet auf der Übersichtsseite Weiterbildung über das Arbeitsamt alle wichtigen Informationen gebündelt. Ein Vergleich mehrerer Angebote nach Inhalt, Dauer, Betreuung und Abschluss sorgt dafür, dass die investierte Zeit auch den gewünschten Karriereeffekt bringt.
Häufige Fragen zur Weiterbildung als Mediengestalter/in
Kann man sich zum Mediengestalter weiterbilden?
Nein, Mediengestalter/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und kein Weiterbildungsberuf. Man erlernt ihn über eine duale oder schulische Ausbildung, Quereinsteiger können ihn über eine Umschulung nachholen. Weiterbildungen richten sich an bereits ausgebildete Mediengestalter/innen, die sich fachlich anpassen oder beruflich aufsteigen möchten.
Welche Aufstiegsfortbildung passt zu Mediengestaltern?
Der klassische Aufstieg führt über den Medienfachwirt oder die Medienfachwirtin (IHK). Je nach Schwerpunkt kommen auch Industriemeister/in Printmedien, Meister/in Medienproduktion Bild und Ton oder Techniker/in Druck- und Medientechnik infrage. Alle diese Abschlüsse eröffnen Führungs- und Planungsaufgaben und werden über das Aufstiegs-BAföG gefördert.
Wer zahlt die Weiterbildung für Mediengestalter?
Arbeitsuchende erhalten für förderfähige Maßnahmen einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III, der die Lehrgangskosten übernimmt. Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz unterstützt. Aufstiegsfortbildungen fördert das Aufstiegs-BAföG unabhängig von Alter und Einkommen. Auch Arbeitgeber beteiligen sich häufig an den Kosten.
Wie lange dauert eine Weiterbildung als Mediengestalter?
Das hängt vom Ziel ab. Kurze Software- oder Themenkurse sind in wenigen Tagen bis Wochen absolviert. Eine Aufstiegsfortbildung zum Medienfachwirt dauert in Vollzeit rund 8 bis 14 Monate, berufsbegleitend etwa 18 bis 24 Monate. Fernkurse lassen sich flexibel über 6 bis 24 Monate strecken.
Lohnt sich eine Weiterbildung für Mediengestalter finanziell?
In der Regel ja. Aktuelle Fachkenntnisse verbessern die Chancen auf besser bezahlte Stellen und schützen vor Verdrängung durch neue Technik. Ein Aufstiegsabschluss wie der Medienfachwirt hebt das Gehalt spürbar, oft auf 45.000 Euro im Jahr und mehr, und öffnet den Weg in Führungspositionen.
Kann man Mediengestalter berufsbegleitend weiterbilden?
Ja. Viele Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen werden in Teilzeit oder als Fernkurs angeboten, sodass sie sich neben dem Beruf absolvieren lassen. Der Unterricht findet dann meist abends und samstags oder vollständig online statt. Beschäftigte können dafür Förderung über das Qualifizierungschancengesetz nutzen.
Ist ein Studium für Mediengestalter ohne Abitur möglich?
Ja. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit Berufserfahrung eröffnet über die berufliche Qualifikation den Hochschulzugang, auch ohne Abitur. Geeignet sind Fächer wie Grafikdesign, Medieninformatik oder Medienmanagement, häufig als berufsbegleitendes Fern- oder Abendstudium mit Anrechnung der Ausbildung.
Welche Software sollten Mediengestalter beherrschen?
Zentral sind die Adobe-Programme Photoshop, Illustrator und InDesign, ergänzt um After Effects für Motion Design. Je nach Schwerpunkt kommen Webtechnologien wie HTML und CSS, Content-Management-Systeme, Schnittsoftware oder UX-Tools hinzu. Entsprechende Kurse und Adobe-Zertifikate lassen sich häufig über einen Bildungsgutschein fördern.