Weiterbildung Maschinenbautechniker

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Wer per Weiterbildung Maschinenbautechniker beziehungsweise Maschinenbautechnikerin werden möchte, sollte sich zunächst eingehend mit dieser Qualifikation auseinandersetzen. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt kann diesbezüglich sehr aufschlussreich sein und außerdem den Zugang zu einer Förderung eröffnen. Es lohnt sich somit, beim Arbeitsamt vorstellig zu werden und dort das Gespräch zu suchen.

Gleichzeitig sollten Interessierte auch Eigeninitiative zeigen und selbst recherchieren. Im Folgenden erfahren Sie viel Wissenswertes über die Maschinenbautechniker-Weiterbildung, über Inhalte, Voraussetzungen, Dauer und Kosten sowie über die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Weiterbildung über das Arbeitsamt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Der Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik (umgangssprachlich Maschinenbautechniker) ist eine anerkannte Aufstiegsfortbildung auf DQR-Niveau 6, gleichgestellt mit dem Bachelor.
  • Voraussetzung sind in der Regel eine abgeschlossene einschlägige Ausbildung und mehrjährige Berufspraxis.
  • Die Dauer liegt in Vollzeit bei rund zwei Jahren, berufsbegleitend in Teilzeit meist bei drei bis vier Jahren.
  • An staatlichen Fachschulen ist die Weiterbildung nahezu kostenfrei, private Anbieter verlangen oft mehrere Tausend Euro. Das Aufstiegs-BAföG übernimmt die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss.
  • Bei Arbeitslosigkeit kommt eine Förderung über einen Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) in Betracht, für Beschäftigte das Qualifizierungschancengesetz.
2 bis 4 JahreDauerVollzeit / je nach Lehrgang
ALG läuft weiterWährend der MaßnahmeLebensunterhalt gesichert
Staatl. gepr. TechnikerAbschlussAnerkannte Qualifikation
Aufstiegs-BAföGFörderungFür die Aufstiegsfortbildung

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Inhaltsverzeichnis

Maschinenbautechniker konstruiert am Bildschirm ein Bauteil mit CAD-Software

Maschinenbautechniker konstruieren, entwickeln und optimieren Maschinen

Maschinenbautechniker und Maschinenbautechnikerinnen befassen sich im beruflichen Alltag überwiegend mit der Konstruktion und Entwicklung von Maschinen und Anlagen. Die Montage sowie die Instandhaltung gehören dabei ebenfalls zu ihren üblichen Aufgaben. Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Ingenieuren und der Fertigung: Wo Ingenieure den theoretischen Entwurf liefern, setzen Techniker die Vorgaben in die Praxis um, betreuen die Umsetzung in der Werkstatt und lösen Probleme, die im laufenden Betrieb auftauchen.

Konkret erstellen sie technische Zeichnungen und Konstruktionsunterlagen mit CAD-Software, planen und überwachen Fertigungsprozesse, kümmern sich um die Qualitätssicherung und dokumentieren Ergebnisse. Häufig übernehmen sie auch Aufgaben in der Arbeitsvorbereitung, in der Instandhaltung oder in der Projektleitung. Ihre fachliche Kompetenz beschert ihnen vielversprechende Karrierechancen, die sie vor allem in den folgenden Bereichen verwirklichen können:

Der Staatlich geprüfte Techniker ist bundesweit anerkannt und im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Niveau 6 eingestuft. Damit steht der Abschluss formal auf einer Stufe mit einem Bachelor. Das unterstreicht, dass es sich nicht um einen kurzen Lehrgang, sondern um eine anspruchsvolle Aufstiegsfortbildung handelt.

Die Weiterbildung vermittelt technisches Wissen und eine Fachrichtung

All diejenigen, die sich beruflich als Maschinenbautechniker verwirklichen möchten, müssen zunächst die betreffende Fortbildung erfolgreich absolvieren. Im Zuge dessen qualifizieren sie sich als staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik beziehungsweise Maschinenbau. Die Bezeichnung Maschinenbautechniker wird hier vielfach als Synonym benutzt, ist im Gegensatz zum staatlich geprüften Techniker hierzulande aber nicht geschützt.

Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik benötigen für ihren Beruf umfassende Kenntnisse und Kompetenzen. Die staatliche Prüfung der Fortbildung stellt sicher, dass diese vorhanden sind, und dient somit gewissermaßen der Qualitätssicherung. Diejenigen, die sich nun fragen, was sie wissen müssen, tun gut daran, sich mit den Inhalten der Maschinenbautechniker-Weiterbildung zu befassen. Auf dem Lehrplan sind üblicherweise die folgenden Themen zu finden:

Hinzu kommen fachrichtungsübergreifende Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften, Deutsch, Betriebswirtschaftslehre und in vielen Lehrgängen die Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO). Damit dürfen Techniker später selbst ausbilden - ein häufig unterschätzter Zusatznutzen der Weiterbildung.

Wissenswert ist darüber hinaus, dass es innerhalb der Fachrichtung Maschinentechnik eine große Vielfalt gibt. Einerseits kann man die Fortbildung ohne Schwerpunkt absolvieren, andererseits stehen innerhalb der Fachrichtung noch die folgenden Schwerpunkte zur Spezialisierung zur Auswahl:

Welcher Schwerpunkt sinnvoll ist, hängt von der eigenen Vorbildung und vom angestrebten Einsatzbereich ab. Wer beispielsweise in der spanenden Fertigung arbeitet, ist mit dem Schwerpunkt Fertigungstechnik gut beraten, während der Weg in die Produktentwicklung eher über die Entwicklungstechnik oder die Konstruktion führt.

Für die Zulassung brauchen Sie Ausbildung und Berufspraxis

Die Rahmenbedingungen der Maschinenbautechniker-Fortbildung sind ebenso wichtig wie die Inhalte und möglichen Spezialisierungen. Für die Zulassung zur Fachschule gelten je nach Bundesland und Anbieter etwas unterschiedliche Anforderungen, in der Regel gilt aber ein klarer Rahmen.

Vorausgesetzt werden üblicherweise eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung in einem Metall- oder Maschinenbauberuf sowie eine anschließende Berufspraxis. Häufig verlangen die Fachschulen mindestens ein Jahr einschlägige Praxis zusätzlich zur Ausbildung, teilweise werden längere Zeiten gefordert. Wer keine passende Ausbildung, aber eine mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit vorweisen kann, wird unter bestimmten Bedingungen ebenfalls zugelassen. Da die genauen Zugangsvoraussetzungen von Bundesland und Schule abhängen, lohnt sich die frühzeitige Rücksprache mit dem Wunschanbieter.

Wichtig ist außerdem, dass die Berufspraxis inhaltlich zur angestrebten Fachrichtung passt. Wer aus einem verwandten Bereich wie der Zerspanung, dem Werkzeugbau oder der Mechatronik kommt, bringt eine ideale Grundlage mit. Eine passende Alternative kann für solche Fachkräfte auch die Weiterbildung zum Zerspanungsmechaniker oder eine CNC-Weiterbildung sein.

Dauer und Ablauf hängen vom gewählten Lernmodell ab

Die Weiterbildung kann in Vollzeit, in Teilzeit oder als Fernlehrgang absolviert werden, wodurch die Dauer beispielsweise zwischen zwei und vier Jahren liegen kann. Welches Modell das richtige ist, hängt vor allem davon ab, ob Sie parallel arbeiten und wie schnell Sie den Abschluss erreichen möchten.

LernmodellTypische DauerFür wen geeignet
Vollzeitca. 2 JahreWer sich freistellen lassen kann oder arbeitslos ist und schnell abschließen möchte
Teilzeit / berufsbegleitendca. 3 bis 4 JahreBeschäftigte, die neben dem Job (abends/samstags) lernen
Fernlehrgangca. 3,5 bis 4 JahreWer zeitlich und örtlich flexibel lernen will, meist mit Präsenzphasen zur Prüfungsvorbereitung

Der Ablauf ist bei allen Modellen ähnlich: Auf einen allgemeinen Grundlagenteil folgen die fachrichtungsspezifischen und schwerpunktbezogenen Inhalte. Ein wichtiger Bestandteil ist die praxisnahe Technikerarbeit oder ein Projekt, in dem die Teilnehmenden eine reale Aufgabenstellung eigenständig bearbeiten. Am Ende stehen die schriftlichen und mündlichen Prüfungen vor dem staatlichen Prüfungsausschuss. Wer die Weiterbildung ortsunabhängig angehen möchte, findet in der Weiterbildung per Fernstudium weitere Hinweise zum flexiblen Lernen neben dem Beruf.

Kosten und Förderung entscheiden über die Finanzierung

An staatlichen Fachschulen müssen angehende Maschinenbautechniker keine hohen Gebühren befürchten, sodass sie sich vor allem um den laufenden Lebensunterhalt kümmern müssen. Im Gegensatz dazu erheben private Anbieter und Fernschulen teils hohe Gebühren von mehreren Tausend Euro. Es stellt sich daher immer wieder die Frage, wie die Finanzierung der Fortbildung funktionieren kann. Die gute Nachricht: Für Aufstiegsfortbildungen wie den Techniker gibt es starke Förderprogramme.

Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz)

Das Aufstiegs-BAföG ist der wichtigste Fördertopf für den staatlich geprüften Techniker und unabhängig vom eigenen Einkommen oder Alter. Der Staat übernimmt 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als reinen Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Für die restlichen 50 Prozent kann ein zinsgünstiges Darlehen der KfW aufgenommen werden. Wer die Prüfung besteht, bekommt zusätzlich 50 Prozent des noch nicht getilgten Darlehens erlassen. Wer in Vollzeit lernt, kann außerdem einen Beitrag zum Lebensunterhalt beantragen.

Bildungsgutschein bei Arbeitslosigkeit (§ 81 SGB III)

Sind Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, kann die Agentur für Arbeit die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III fördern. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Weiterbildung notwendig ist, um Sie beruflich einzugliedern, und dass der Träger sowie die Maßnahme nach der AZAV zugelassen sind. Details klären Sie im Beratungsgespräch bei Ihrer Weiterbildung über das Arbeitsamt oder bei der Weiterbildung über das Jobcenter.

Förderung für Beschäftigte über das Qualifizierungschancengesetz

Auch wer in einem festen Arbeitsverhältnis steht, kann gefördert werden. Über das Qualifizierungschancengesetz beteiligt sich die Agentur für Arbeit an Weiterbildungskosten und teils am Arbeitsentgelt, wenn Beschäftigte sich für neue Anforderungen fit machen. Häufig läuft die Förderung über den Arbeitgeber, der ein starkes Interesse an qualifizierten Technikern hat und die Weiterbildung finanziell oder zeitlich unterstützt.

Weiterbildungsgeld und Prämien

Wer Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) bezieht und eine geförderte, abschlussbezogene Weiterbildung absolviert, kann zusätzlich ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro monatlich erhalten. Für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen gibt es zudem Weiterbildungsprämien. Ein Minijob bis zur Grenze von 603 Euro im Monat bleibt daneben in bestimmten Fällen möglich, ohne die Förderung zu gefährden. Die genauen Bedingungen klärt die zuständige Stelle im Einzelfall. Ansonsten besteht die Möglichkeit, ein Stipendium zu nutzen oder die Weiterbildung in Raten zu finanzieren.


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Karrierewege und Gehalt sprechen für die Weiterbildung

Die Verdienstmöglichkeiten dürfen im Zusammenhang mit dem Berufsbild nicht unerwähnt bleiben. Im Einzelfall kann es zwar teils deutliche Abweichungen geben, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Gehalt zwischen rund 42.000 Euro und 55.000 Euro brutto im Jahr. Die genaue Höhe hängt von Branche, Region, Betriebsgröße, Berufserfahrung und Verantwortung ab. In tarifgebundenen Industrieunternehmen und mit Personalverantwortung sind auch höhere Werte möglich. Der Technikertitel ist damit in der Regel ein deutlicher Schritt nach oben gegenüber der reinen Facharbeitertätigkeit.

Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik verfügen über einen anerkannten Fortbildungsabschluss. Dieser erweist sich als wichtiger Karrierebaustein und schafft die Basis für den Aufstieg auf der Karriereleiter. Nichtsdestotrotz sollten Maschinenbautechniker das Thema Weiterbildung nicht abhaken, sondern sich dem lebenslangen Lernen verschreiben. So sammeln sie weitere Qualifikationen und bleiben stets auf dem Laufenden.

Seminare und Kurse sind eine gute Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung. Als Anpassungsqualifizierungen sorgen sie für eine Auffrischung, Erweiterung, Spezialisierung oder Aktualisierung des vorhandenen Fachwissens. Für Maschinenbautechniker sind vor allem Seminare zu den folgenden Themen überaus interessant:

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine höhere Fortbildung zu absolvieren. Als weitere höhere berufliche Abschlüsse kommen vor allem der Technische Betriebswirt, der Techniker der Fachrichtung Wirtschaftstechnik sowie die Fachkraft für Arbeitssicherheit in Betracht. Wer stärker in die Führung von Industrieprozessen hineinwachsen möchte, für den ist auch die Weiterbildung zum Industriemeister eine interessante Ergänzung.

Im Zuge der zunehmenden Akademisierung sollten Maschinenbautechniker außerdem an ein Studium denken. Mit dem Technikerabschluss besteht ein Hochschulzugang, sodass sich Studiengänge wie Maschinenbau, Mechatronik, Konstruktionstechnik, Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen anschließen lassen. Per Fernstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium können Techniker sogar berufsbegleitend studieren und so die Wissenschaft mit der Praxis verbinden.

Der geschützte Abschluss sichert die Anerkennung

Interessierte an einer Qualifizierung zum Maschinenbautechniker sollten wissen, dass es sich bei der Bezeichnung Maschinenbautechniker selbst um keine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung handelt. Dementsprechend kann die Anerkennung einzelner Angebote variieren, die den Titel im Namen tragen.

Wer dabei kein Risiko eingehen will und auf eine volle Anerkennung setzt, sollte daher darauf achten, dass im Zuge der Fortbildung der geschützte und bundesweit anerkannte Abschluss als staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik erlangt wird. Nur dieser staatliche Abschluss ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft und bietet die Sicherheit einer einheitlich geregelten Prüfung. Reine Zertifikatslehrgänge ohne staatliche Prüfung können sinnvoll sein, ersetzen den staatlichen Technikerabschluss aber nicht.

Bei der Anbieterwahl zählt die AZAV-Zulassung

Menschen mit ernsthaftem Interesse an der Fortbildung zum Maschinenbautechniker sollten sich beraten lassen, Kontakt mit verschiedenen Anbietern aufnehmen und zudem auf eigene Faust recherchieren. Zur Auswahl stehen staatliche Fachschulen für Technik, private Technikerschulen sowie Fernlehrgänge. Achten Sie bei der Auswahl vor allem darauf, dass der Anbieter und die konkrete Maßnahme nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zugelassen sind. Nur dann ist eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit überhaupt möglich.

Sinnvoll ist außerdem ein Blick auf die Erfolgsquoten bei den Prüfungen, das Betreuungskonzept, die Ausstattung mit Werkstätten und CAD-Arbeitsplätzen sowie darauf, ob die Ausbildereignung (AEVO) enthalten ist. Da in Zusammenhang mit der Maschinenbautechniker-Weiterbildung von Alternativlosigkeit keine Rede sein kann, sollten Interessierte auch mögliche Alternativen prüfen. Unter anderem die folgenden Qualifikationen sollten Beachtung finden:

Wenn Sie sich ohnehin beruflich neu orientieren wollen, kann auch eine Umschulung über das Arbeitsamt eine Überlegung wert sein. Ein Beratungsgespräch beim Arbeitsamt hilft, die passende Qualifizierung für Ihre Ziele zu finden.

Kümmern Sie sich frühzeitig um die Finanzierung

Tipp aus der Redaktion
Die Maschinenbautechniker-Weiterbildung ist ein großer Schritt für die eigene berufliche Laufbahn. Wer mehr Verantwortung übernehmen und sich vom Facharbeiter zur technischen Fach- und Führungskraft entwickeln möchte, liegt mit dem staatlich geprüften Techniker goldrichtig. Vorab sollte aber die Finanzierung geklärt werden. Kombinieren Sie die Fördermöglichkeiten clever: Das Aufstiegs-BAföG übernimmt bereits die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss. Bei Arbeitslosigkeit kommt ein Bildungsgutschein infrage, bei Beschäftigung eine Förderung über den Arbeitgeber und das Qualifizierungschancengesetz. Lassen Sie sich vor der Anmeldung beim Arbeitsamt beraten - so ist die Weiterbildung am Ende keine reine Frage des Geldes.

Häufige Fragen zur Maschinenbautechniker-Weiterbildung

Was macht ein Maschinenbautechniker?
Ein Maschinenbautechniker konstruiert, entwickelt und optimiert Maschinen und Anlagen. Er erstellt technische Zeichnungen mit CAD-Software, plant und überwacht Fertigungsprozesse, kümmert sich um Qualitätssicherung und Instandhaltung und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Ingenieuren und Fertigung. Häufig übernimmt er auch Aufgaben in Arbeitsvorbereitung und Projektleitung.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Maschinenbautechniker?
In Vollzeit dauert die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik rund zwei Jahre. Berufsbegleitend in Teilzeit oder als Fernlehrgang müssen Sie meist drei bis vier Jahre einplanen, da hier abends und am Wochenende gelernt wird. Die genaue Dauer hängt vom Anbieter und vom Lernmodell ab.
Was kostet die Maschinenbautechniker-Weiterbildung?
An staatlichen Fachschulen ist die Weiterbildung nahezu kostenfrei, hier fallen vor allem Kosten für den Lebensunterhalt an. Private Anbieter und Fernschulen verlangen oft mehrere Tausend Euro. Über das Aufstiegs-BAföG übernimmt der Staat 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss, für den Rest gibt es ein zinsgünstiges KfW-Darlehen.
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Weiterbildung?
In der Regel benötigen Sie eine abgeschlossene, einschlägige Ausbildung in einem Metall- oder Maschinenbauberuf und danach eine mehrjährige Berufspraxis, häufig mindestens ein Jahr zusätzlich zur Ausbildung. Ohne passende Ausbildung sind längere einschlägige Praxiszeiten nötig. Die genauen Zugangsvoraussetzungen legt die jeweilige Fachschule je nach Bundesland fest.
Kann das Arbeitsamt die Maschinenbautechniker-Weiterbildung fördern?
Ja. Wenn Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, kann die Agentur für Arbeit die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III fördern. Voraussetzung ist, dass Maßnahme und Träger nach der AZAV zugelassen sind. Beschäftigte können über das Qualifizierungschancengesetz gefördert werden.
Was verdient ein Maschinenbautechniker?
Das Jahresgehalt bewegt sich in der Regel zwischen rund 42.000 und 55.000 Euro brutto. Die genaue Höhe hängt von Branche, Region, Betriebsgröße, Berufserfahrung und Verantwortung ab. In tarifgebundenen Industrieunternehmen und mit Personalverantwortung sind auch höhere Werte möglich, sodass der Technikertitel meist ein deutlicher Schritt nach oben ist.
Ist der Maschinenbautechniker mit einem Bachelor vergleichbar?
Der staatlich geprüfte Techniker ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft und steht damit formal auf einer Stufe mit einem Bachelorabschluss. Er ist eine anerkannte Aufstiegsfortbildung und berechtigt zum Hochschulstudium, etwa in Maschinenbau, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen.
Welche Schwerpunkte gibt es bei der Weiterbildung?
Innerhalb der Fachrichtung Maschinentechnik können Sie ohne Schwerpunkt lernen oder sich spezialisieren, etwa auf Betriebstechnik, Entwicklungstechnik, Fertigungstechnik, Konstruktion, Produktionsorganisation, Kunststoff- und Kautschuktechnik oder Verfahrenstechnik. Welcher Schwerpunkt sinnvoll ist, richtet sich nach Ihrer Vorbildung und Ihrem angestrebten Einsatzbereich.