Weiterbildung über das Jobcenter

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Beratungsgespräch zur geförderten Weiterbildung über das Jobcenter

Viele Menschen verbinden mit dem Jobcenter vor allem die Grundsicherung für Arbeitsuchende und sehen darin die Institution des deutschen Sozialstaats, die für die Absicherung des Existenzminimums sorgt. Das ist ohne Frage eine wichtige Aufgabe, aber längst nicht alles, was die Jobcenter zu bieten haben. Wer nicht dauerhaft auf staatliche Leistungen angewiesen sein, sondern eigenes Geld verdienen möchte, ist beim Jobcenter ebenfalls goldrichtig und wird tatkräftig unterstützt. Intensive Coachings gehören dazu, und auf dem Weg in eine geförderte Qualifizierung ist das Jobcenter die erste Anlaufstelle. Das kann einen wesentlichen Beitrag zu vielversprechenden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt leisten.

Wenn es um eine Weiterbildung über das Jobcenter geht, sind einige Dinge zu beachten. Es lohnt sich, vorab gründlich zu recherchieren. So kommen Sie bestens informiert ins Beratungsgespräch und können Ihr Anliegen überzeugend vorbringen. Wichtig vorab: Seit dem 1. Januar 2025 bezahlt nicht mehr das Jobcenter, sondern die Agentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung, auch wenn Sie Grundsicherungsgeld beziehen. Dieser Ratgeber erklärt, wie die beiden Stellen zusammenarbeiten, welche Förderungen es gibt, wer Anspruch hat, wie der Antrag läuft und worauf es bei der Wahl von Maßnahme und Bildungsträger ankommt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Seit dem 1. Januar 2025 fördert die Agentur für Arbeit berufliche Weiterbildungen auch für Bezieher der Grundsicherung (früher Hartz IV, seit Juli 2026 offiziell Grundsicherungsgeld), meist über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III. Das Jobcenter berät und bereitet den Weg dorthin vor.
  • Wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat, ist Kunde des Jobcenters (SGB II); wer ALG I bezieht, wird von der Agentur für Arbeit (SGB III) betreut.
  • Neben den Lehrgangskosten können Fahrtkosten, Kinderbetreuung und die Prüfungsgebühren übernommen werden; das Grundsicherungsgeld vom Jobcenter läuft während der Weiterbildung weiter.
  • Bei einer abschlussbezogenen Weiterbildung gibt es zusätzlich 150 Euro Weiterbildungsgeld pro Monat sowie Prämien von 1.000 und 1.500 Euro für bestandene Prüfungen.
  • Gefördert wird nur bei zugelassenen (AZAV-zertifizierten) Bildungsträgern - ein Rechtsanspruch auf den Bildungsgutschein besteht nicht, die Entscheidung liegt im Ermessen der Agentur für Arbeit.
Zuständigkeit seit 2025: Seit dem 1. Januar 2025 fördert die Agentur für Arbeit berufliche Weiterbildungen und Umschulungen auch für Menschen, die Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) beziehen (§ 66a SGB II). Das Jobcenter bleibt für Beratung, Vermittlung und das Grundsicherungsgeld zuständig.
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger
Leistung läuft weiterWährend der MaßnahmeLebensunterhalt gesichert
AZAV-zertifiziertAnbieterKurssuche über KURSNET
BerufsberatungBeratungKostenlos beim Arbeitsamt
Inhaltsverzeichnis

Diese Förderungen stehen Jobcenter-Kunden offen

Menschen, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern und sich so von staatlicher Unterstützung frei machen wollen, sollten über die eine oder andere Weiterbildung nachdenken. Zunächst lohnt es sich, einen Beratungstermin beim Jobcenter zu vereinbaren. Im Gespräch mit der zuständigen Integrationsfachkraft lassen sich alle relevanten Details klären, wodurch die Wahl der richtigen Qualifizierungsmaßnahme leichter fällt.

Interessierte sollten allerdings auch daran denken, dass das Ganze finanziert werden muss. Hier greifen zwei Stellen ineinander: Das Jobcenter sichert den Lebensunterhalt und kann kleinere Maßnahmen wie den Aktivierungsgutschein bewilligen. Für berufliche Weiterbildungen und Umschulungen ist seit dem 1. Januar 2025 die Agentur für Arbeit zuständig (§ 66a SGB II), das Jobcenter stellt dafür den Kontakt her. Diese Förderungen kommen in Betracht:

Wer sich nicht mit seiner Situation abfindet, sondern beruflich etwas erreichen möchte, sollte diese Einsatzbereitschaft im Gespräch deutlich machen. Sie wird beim Jobcenter in aller Regel wohlwollend aufgenommen, sodass einer gezielten Qualifizierung und einer passenden finanziellen Unterstützung durch das Amt oft nichts mehr im Wege steht. Einen tieferen Überblick über sämtliche Fördermöglichkeiten der Arbeitsverwaltung finden Sie in unserem Ratgeber zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Das Jobcenter ist für Bezieher der Grundsicherung zuständig

Das Arbeitsamt in seiner einstigen Form existiert nicht mehr; es wurde durch die Agentur für Arbeit und die Jobcenter ersetzt. Weiterbildungsinteressierte, die über das Jobcenter eine Förderung anstreben, sollten zunächst wissen, wann dieses überhaupt zuständig ist und wofür. Andernfalls landen sie an der falschen Adresse und verlieren wertvolle Zeit.

Grundsätzlich gilt: Das Jobcenter ist für Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II zuständig - also für die Grundsicherung für Arbeitsuchende, die seit Juli 2026 offiziell Grundsicherungsgeld heißt (der Begriff Bürgergeld darf in einer Übergangsfrist weiter verwendet werden). Wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I hat oder ergänzend auf staatliche Hilfe angewiesen ist, ist somit Kunde des Jobcenters und bespricht einen Weiterbildungswunsch zuerst dort.

Wer dagegen Arbeitslosengeld I bezieht, wird von der Agentur für Arbeit nach dem SGB III betreut. Die guten Nachrichten: Die Förderinstrumente sind dieselben, denn seit dem 1. Januar 2025 fördert in beiden Fällen die Agentur für Arbeit nach den Regeln des SGB III. Bis Ende 2024 hatten die Jobcenter Weiterbildungen für ihre Kunden noch selbst bewilligt und bezahlt; diese Aufgabe ist per Gesetz auf die Agenturen für Arbeit übergegangen (§ 66a SGB II), die frühere Grundlage im SGB II ist weggefallen. Ob Sie nun Grundsicherung oder ALG I beziehen, hat also weniger Einfluss auf die Art der Förderung als viele befürchten. Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie in der folgenden Tabelle.

MerkmalKunden des Jobcenters (SGB II)Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III)
ZielgruppeBezieher von Grundsicherungsgeld ohne ALG-I-AnspruchBezieher von Arbeitslosengeld I
Laufende LeistungGrundsicherungsgeld (Regelsatz 2026: 563 Euro für Alleinstehende)Arbeitslosengeld I (60/67 % des Nettoentgelts)
Bildungsgutscheinja, nach § 81 SGB III, seit 2025 von der Agentur für Arbeitja, nach § 81 SGB III, von der Agentur für Arbeit
Aktivierungsgutscheinja, vom Jobcenter (§ 16 SGB II mit § 45 SGB III)ja (§ 45 SGB III)
Weiterbildungsgeld 150 €ja, bei abschlussorientierter Weiterbildungja, bei abschlussorientierter Weiterbildung
AnsprechpartnerIntegrationsfachkraft im Jobcenter, für die Weiterbildung zusätzlich die Agentur für ArbeitArbeitsvermittler der Agentur für Arbeit

Der Bildungsgutschein ist der wichtigste Fördertopf

Für eine vollwertige berufliche Weiterbildung oder eine Umschulung über das Arbeitsamt ist der Bildungsgutschein das zentrale Instrument. Die Rechtsgrundlage bildet § 81 SGB III (Förderung der beruflichen Weiterbildung). Mit dem Gutschein sagt die Agentur für Arbeit verbindlich zu, die Kosten einer bestimmten Maßnahme zu übernehmen - Sie lösen ihn anschließend bei einem zugelassenen Bildungsträger Ihrer Wahl ein.

Der Bildungsgutschein ist zweckgebunden und meist auf ein Berufsziel, eine Region und einen Zeitraum (in der Regel drei Monate für den Kursbeginn) beschränkt. Damit er bewilligt wird, müssen im Kern vier Voraussetzungen erfüllt sein:

Wichtig zu wissen: Auf den Bildungsgutschein besteht kein Rechtsanspruch. Die Bewilligung liegt im pflichtgemäßen Ermessen der Agentur für Arbeit. Genau deshalb kommt es darauf an, im Beratungsgespräch gut zu argumentieren und den Nutzen der Weiterbildung für die eigene Vermittlung nachvollziehbar darzustellen.

Der Aktivierungsgutschein öffnet den Weg in kleinere Maßnahmen

Nicht jede sinnvolle Qualifizierung ist eine mehrmonatige Weiterbildung. Für kürzere, gezielte Angebote gibt es den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) nach § 45 SGB III. Damit lassen sich zum Beispiel Bewerbungscoachings, Einzelmaßnahmen zur Standortbestimmung, ein Kompetenzcheck oder eine berufsbezogene Kurzqualifizierung finanzieren.

Der AVGS eignet sich besonders für Menschen, die noch nicht genau wissen, in welche Richtung es gehen soll, oder die zunächst wieder Tritt fassen möchten, bevor sie eine große Weiterbildung angehen. Auch hier gilt: Der Träger muss AZAV-zertifiziert sein, und die Maßnahme muss vor Beginn bewilligt werden. Ein Teil der AVGS-Angebote lässt sich als Sprungbrett nutzen, um anschließend gezielt einen Bildungsgutschein für die eigentliche Weiterbildung zu beantragen.

Weiterbildungsgeld und Prämien belohnen den Abschluss

Damit sich eine längere Weiterbildung auch finanziell lohnt, gibt es seit dem Bürgergeld-Gesetz zusätzliche Anreize, die weiterhin gelten. Wer eine abschlussorientierte Weiterbildung absolviert, erhält ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro pro Monat zusätzlich zur laufenden Grundsicherung. Dieser Betrag wird nicht als Einkommen angerechnet und steht Ihnen voll zur Verfügung. Den früheren Bürgergeld-Bonus von 75 Euro gibt es dagegen nicht mehr.

Hinzu kommen die Weiterbildungsprämien nach § 87a SGB III. Sie belohnen bestandene Prüfungen bei Umschulungen und abschlussbezogenen Weiterbildungen: 1.000 Euro für eine bestandene Zwischenprüfung und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung. Zusammengerechnet ergibt sich so eine spürbare Summe, die den Weg durch eine anspruchsvolle Qualifizierung erleichtert. Details dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zur Weiterbildungsprämie.

Für junge Erwachsene zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsabschluss gibt es zudem den Zukunftsstarter aus der bundesweiten Initiative "AusBILDUNG wird was". Ziel ist es, gerade diese Gruppe zu einem ersten anerkannten Berufsabschluss zu bringen - oft über eine geförderte Umschulung.

Finanzieller AnreizHöheVoraussetzung
Weiterbildungsgeld150 Euro pro Monatabschlussorientierte Weiterbildung, laufend
Prämie Zwischenprüfung1.000 Euro einmaligbestandene Zwischenprüfung
Prämie Abschlussprüfung1.500 Euro einmaligbestandene Abschlussprüfung
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Die Förderung deckt weit mehr als nur die Lehrgangskosten

Ein verbreiteter Irrtum lautet, dass mit einer Weiterbildung hohe Eigenkosten auf einen zukommen. Bei einer geförderten Maßnahme ist das Gegenteil der Fall: Die eigentlichen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren trägt die Agentur für Arbeit über den Bildungsgutschein vollständig. Darüber hinaus kann sie die sogenannten Weiterbildungskosten übernehmen, die im weiteren Sinne mit der Teilnahme verbunden sind.

Entscheidend ist, dass das Grundsicherungsgeld während der gesamten Weiterbildung weiterläuft. Sie müssen also nicht befürchten, dass Ihnen die Existenzgrundlage wegbricht, während Sie sich qualifizieren. Wer ergänzend in einem Minijob dazuverdient, sollte die Freibeträge kennen: Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro pro Monat. Wie sich Weiterbildung, Einkommen und laufende Leistung zusammensetzen, erklären wir vertieft im Ratgeber zum Bürgergeld.

So läuft der Antrag Schritt für Schritt

Der Weg zur geförderten Weiterbildung folgt in der Praxis fast immer demselben Muster. Wer die Reihenfolge kennt, vermeidet die häufigsten Fehler - allen voran den vorzeitigen Kursbeginn ohne Bewilligung.

Ein häufiger Stolperstein ist der zeitliche Ablauf: Der Bildungsgutschein muss vor dem ersten Kurstag vorliegen. Wer eine Weiterbildung eigenmächtig beginnt und erst danach eine Förderung beantragt, geht in der Regel leer aus.

Nur AZAV-zertifizierte Anbieter kommen infrage

Damit eine Weiterbildung gefördert wird, müssen sowohl der Bildungsträger als auch die konkrete Maßnahme nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sein. Diese Zulassung stellt sicher, dass Qualität, Inhalte und Prüfungsstandards stimmen. Ein AVGS oder Bildungsgutschein lässt sich ausschließlich bei solchen zugelassenen Anbietern einlösen.

Eine gute erste Anlaufstelle ist KURSNET, die Datenbank der Bundesagentur für Arbeit. Dort finden Sie zertifizierte Kurse gefiltert nach Beruf, Ort und Unterrichtsform. Bei der Auswahl lohnt der Blick auf die Unterrichtsform: Viele Weiterbildungen lassen sich in Vollzeit, in Teilzeit oder als Fernlehrgang absolvieren. Gerade für Menschen mit Betreuungspflichten kann eine Teilzeit- oder Onlinevariante entscheidend sein, damit die Qualifizierung überhaupt in den Alltag passt.

Mit guter Vorbereitung steigt die Bewilligungschance

Weil der Bildungsgutschein eine Ermessensleistung ist, entscheidet die Vorbereitung oft über Erfolg oder Ablehnung. Ein paar bewährte Grundsätze helfen dabei, das Beratungsgespräch für sich zu nutzen.

Wer diese Punkte beherzigt, verwandelt das Beratungsgespräch von einer bloßen Formalität in ein echtes Planungsgespräch - und legt damit den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterbildung über das Jobcenter.

Wer hat Anspruch auf eine geförderte Weiterbildung über das Jobcenter?
Infrage kommen grundsätzlich Bezieher von Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld beziehungsweise Hartz IV), die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Die Förderung selbst bewilligt seit 2025 die Agentur für Arbeit. Ein Rechtsanspruch auf den Bildungsgutschein besteht allerdings nicht - die Förderung ist eine Ermessensleistung. Entscheidend sind die Notwendigkeit der Weiterbildung für Ihre Eingliederung und ein vorheriges Beratungsgespräch.
Was kostet eine Weiterbildung über das Jobcenter?
Für Sie in der Regel nichts. Bei einer über den Bildungsgutschein geförderten Maßnahme trägt die Agentur für Arbeit die Lehrgangs- und Prüfungskosten vollständig. Zusätzlich können Fahrtkosten, auswärtige Unterbringung und Kinderbetreuung übernommen werden. Das Grundsicherungsgeld läuft während der gesamten Weiterbildung weiter, sodass Ihr Lebensunterhalt gesichert bleibt.
Wie beantrage ich einen Bildungsgutschein beim Jobcenter?
Vereinbaren Sie zuerst einen Beratungstermin mit Ihrer Integrationsfachkraft im Jobcenter und stimmen Sie das Berufsziel ab. Wird die Weiterbildung als notwendig eingestuft, stellt seit 2025 die Agentur für Arbeit den Bildungsgutschein aus. Damit wählen Sie eine AZAV-zertifizierte Maßnahme aus und lösen den Gutschein beim Träger ein. Wichtig: Das Gespräch muss vor dem Kursbeginn stattgefunden haben.
Bekomme ich während der Weiterbildung weiter Bürgergeld?
Ja. Das Grundsicherungsgeld (Bürgergeld) läuft während einer geförderten Weiterbildung ohne Unterbrechung weiter. Bei einer abschlussorientierten Weiterbildung erhalten Sie zusätzlich 150 Euro Weiterbildungsgeld pro Monat, das nicht als Einkommen angerechnet wird. Für bestandene Prüfungen kommen Prämien von 1.000 und 1.500 Euro hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen Jobcenter und Agentur für Arbeit bei der Weiterbildung?
Das Jobcenter betreut Bezieher von Grundsicherungsgeld nach dem SGB II, die Agentur für Arbeit betreut Bezieher von Arbeitslosengeld I nach dem SGB III. Die berufliche Weiterbildung fördert seit dem 1. Januar 2025 in beiden Fällen die Agentur für Arbeit nach § 81 SGB III. Das Jobcenter bleibt für Beratung, Vermittlung, den Aktivierungsgutschein und den Lebensunterhalt zuständig.
Welche Weiterbildungen werden beim Bezug von Grundsicherungsgeld gefördert?
Gefördert werden berufliche Weiterbildungen und Umschulungen, die Ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt verbessern und bei einem AZAV-zertifizierten Träger stattfinden. Das reicht von kaufmännischen und IT-Qualifizierungen über Pflege- und Handwerksberufe bis zu vollständigen Umschulungen mit anerkanntem Abschluss. Reine Hobby- oder Freizeitkurse fallen nicht darunter.
Kann eine geförderte Weiterbildung abgelehnt werden?
Ja, denn der Bildungsgutschein ist eine Ermessensleistung ohne Rechtsanspruch. Häufige Ablehnungsgründe sind fehlende Arbeitsmarktnähe, ein bereits vorhandener passender Abschluss oder ein eigenmächtiger Kursbeginn ohne vorherige Bewilligung. Gegen eine Ablehnung können Sie schriftlich Widerspruch einlegen und um eine begründete Erläuterung bitten.

Häufige Fragen zur Weiterbildung über das Jobcenter

Die häufigsten Fragen rund um Förderung, Kosten und Ablauf haben wir oben in den aufklappbaren Abschnitten kompakt beantwortet. Für weiterführende Informationen lohnt sich der Blick in unsere Ratgeber zur Weiterbildung über das Arbeitsamt und zur Umschulung über das Arbeitsamt sowie in die Übersicht zur Grundsicherung.