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Weiterbildung Staatlich geprĂĽfter Fachwirt

In Anlehnung an den staatlich geprüften Betriebswirt suchen viele Weiterbildungsinteressierte nach Möglichkeiten, sich als staatlich geprüfter Fachwirt zu qualifizieren. Dieses Vorhaben ist allerdings von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn es gibt keine Weiterbildung zum staatlich geprüften Fachwirt.

Nichtsdestotrotz haben die angebotenen Fachwirt-Weiterbildungen ihre Daseinsberechtigung und erweisen sich immer wieder als wertvolle Karrierebausteine.

Wer daran Interesse hat, sollte einen gewissen Rechercheaufwand betreiben und zudem darĂĽber nachdenken, einen Beratungstermin beim Arbeitsamt zu vereinbaren. So kann man sich einen Ăśberblick verschaffen und schlussendlich die richtige Wahl treffen.

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten als Fachwirt/in

Fachwirtinnen und Fachwirte sind versierte Fachkräfte in wirtschaftlichen Belangen und daher überall dort gefragt, wo ökonomische Fachkompetenz gefordert ist. Zudem zeichnen sich Fachwirte durch spezifisches Branchenwissen aus und sind daher bestens gerüstet für eine Führungsposition im entsprechenden Bereich.

Je nach fachlichem Schwerpunkt ergeben sich unterschiedliche Einsatzbereiche. So kann man als Fachwirt/in beispielsweise in den folgenden Bereichen Karriere machen:

  • Finanzbranche
  • Immobiliensektor
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • IT-Branche
  • Verwaltung
  • Marketing
  • Medienbranche
  • Tourismus
  • Verkehrswesen
  • Umweltsektor

In nahezu allen Wirtschaftsbereichen können sich Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachwirte ergeben.

Diese kommen zudem in den Genuss attraktiver Verdienstmöglichkeiten und können ein durchschnittliches Gehalt von beispielsweise zwischen 36.000 Euro und 60.000 Euro brutto im Jahr erwirtschaften.

Die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in

Wer auf der Suche nach einer kaufmännischen Fortbildung ist, sollte den Fachwirt-Abschluss ins Auge fassen. Kennzeichnend für die Weiterbildung ist der vorhandene Branchenbezug, der sich unter anderem anhand der folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten zum/zur Fachwirt/in zeigt:

  • Bankfachwirt/in
  • Immobilienfachwirt/in
  • Steuerfachwirt/in
  • Fachwirt/in – Gesundheits- und Sozialwesen
  • Fachwirt/in – Erziehungswesen
  • Medienfachwirt/in
  • Personaldienstleistungsfachwirt/in
  • Technische/r Fachwirt/in
  • Fachwirt/in fĂĽr BĂĽro- und Projektorganisation
  • Tourismusfachwirt/in
  • Energiefachwirt/in
  • Wirtschaftsfachwirt/in

Einerseits vermittelt die Fachwirt-Weiterbildung fundiertes Wirtschaftswissen, andererseits bezieht sie sich auf einzelne Branchen und bietet Spezialwissen. Absolventen einer solchen Qualifizierung sind somit bestens fĂĽr eine verantwortungsvolle Aufgabe im betreffenden Bereich geeignet.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Fachwirt-Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Fachwirt kommt als Aufstiegsfortbildung daher und setzt daher eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf voraus. Zudem muss man eine gewisse Berufspraxis nachweisen können.

Je nach Lehrgangsform sind dann üblicherweise 12 bis 24 Monate bis zum ersehnten Abschluss zu veranschlagen. Der Weg dahin kostet nicht nur Kraft und Zeit, sondern auch Geld. Private Lehrgangsanbieter finanzieren sich über Gebühren, die beispielsweise zwischen 2.000 Euro und 5.000 Euro liegen können.

Der Weg zum Arbeitsamt kann sich diesbezüglich lohnen, denn dort können Weiterbildungsinteressierte unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten. Diese kann aus einer Kostenübernahme und Hilfen zum Lebensunterhalt bestehen.

Wie anerkannt ist der Abschluss als Fachwirt/in?

Es gibt zwar keinen staatlich geprĂĽften Fachwirt, aber die Weiterbildung zum Fachwirt wird dennoch anerkannt.

Es handelt sich um einen höheren kaufmännischen Abschluss, der mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer erlangt wird. Dabei handelt es sich um eine bundesweit anerkannte Qualifikation auf Meisterebene.

Welche Alternativen gibt es zur Weiterbildung zum Fachwirt?

Die Fachwirt-Weiterbildung ist durchaus interessant, aber nicht die einzige Option für Menschen auf der Suche nach einer kaufmännischen Fortbildung.

Hier kommen typischerweise auch die folgenden Abschlüsse ins Spiel, die als Alternativen in Betracht kommen könnten:

  • staatlich geprĂĽfte/r Betriebswirt/in
  • geprĂĽfte/r Betriebswirt/in IHK
  • Fachkaufmann/-frau

Wie geht es nach der Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in weiter?

Ambitionierte Kaufleute, die sich für die Weiterbildung zum Fachwirt entschieden haben, können auch nach dem erfolgreichen Abschluss dem lebenslangen Lernen folgen, indem sie sich weiterbilden.

Da sie bereits im Besitz eines höheren Weiterbildungsabschlusses sind, liegt es nahe, auf die zunehmende Akademisierung zu reagieren und ein Studium ins Auge zu fassen. Hier kommen unter anderem die folgenden Fächer in Betracht:

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsinformatik
  • Management

Indem Fachwirte ein Fernstudium, Abendstudium oder anderes Teilzeitstudium absolvieren, können sie berufsbegleitend studieren und dadurch eine Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau inklusive akademischem Grad erlangen.