Weiterbildung Staatlich geprüfter Fachwirt

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In Anlehnung an den staatlich geprüften Betriebswirt suchen viele Weiterbildungsinteressierte nach Möglichkeiten, sich als staatlich geprüfter Fachwirt zu qualifizieren. Dieses Vorhaben ist allerdings von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn eine Weiterbildung mit der exakten Bezeichnung "staatlich geprüfter Fachwirt" gibt es nicht. Wer diesen Begriff bei einer Suchmaschine eingibt, meint in aller Regel die anerkannten Fachwirt-Fortbildungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie der Handwerkskammern (HWK).

Nichtsdestotrotz haben die angebotenen Fachwirt-Weiterbildungen ihre Daseinsberechtigung und erweisen sich immer wieder als wertvolle Karrierebausteine. Der Fachwirt ist ein bundeseinheitlich geregelter Fortbildungsabschluss auf der sogenannten Meisterebene und öffnet die Tür zu Fach- und Führungsaufgaben im kaufmännischen Bereich.

Wer daran Interesse hat, sollte einen gewissen Rechercheaufwand betreiben und zudem darüber nachdenken, einen Beratungstermin beim Arbeitsamt zu vereinbaren. So kann man sich einen Überblick verschaffen, die Fördermöglichkeiten klären und schlussendlich die richtige Wahl treffen. Dieser Ratgeber ordnet den Begriff ein, zeigt die wichtigsten Fachwirt-Richtungen und erklärt Voraussetzungen, Dauer, Kosten und Förderung.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Einen Abschluss namens "staatlich geprüfter Fachwirt" gibt es nicht. Gemeint sind die von IHK und HWK geprüften Fachwirt-Fortbildungen.
  • Der Fachwirt ist eine Aufstiegsfortbildung auf DQR-Niveau 6, also formal auf einer Stufe mit einem Bachelor und dem Meister.
  • Voraussetzung sind meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und einige Jahre Berufspraxis; die Weiterbildung dauert je nach Form 12 bis 24 Monate.
  • Die Kosten von etwa 2.000 bis 5.000 Euro lassen sich über das Aufstiegs-BAföG, einen Bildungsgutschein oder das Qualifizierungschancengesetz fördern.
  • Fachwirtinnen und Fachwirte verdienen je nach Branche und Erfahrung häufig zwischen 36.000 und 60.000 Euro brutto im Jahr.
12 bis 24 MonateDauerVollzeit / je nach Lehrgang
36.000-60.000 €Verdienstbrutto/Jahr
Fachwirt (IHK)AbschlussAnerkannte Qualifikation
Aufstiegs-BAföGFörderungFür die Aufstiegsfortbildung

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Inhaltsverzeichnis

Fachwirtin am Arbeitsplatz im Büro mit Unterlagen und Laptop

Den "staatlich geprüften Fachwirt" gibt es nicht

Der sprachliche Missgriff ist verständlich: Weil es den staatlich geprüften Betriebswirt und den staatlich geprüften Techniker gibt, liegt die Annahme nahe, dass auch der Fachwirt diesen Zusatz trägt. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Titel "staatlich geprüft" ist an Fortbildungen gebunden, die an Fachschulen der Länder abgeschlossen werden. Der Fachwirt dagegen ist eine Fortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz, deren Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer abgelegt wird.

Beide Wege führen zu bundesweit anerkannten Abschlüssen, nur die Bezeichnung unterscheidet sich. Wer also "staatlich geprüfter Fachwirt" sucht, findet in der Praxis den geprüften Fachwirt IHK oder HWK. Diese Abschlüsse sind im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auf Niveau 6 eingestuft und stehen damit formal auf einer Stufe mit einem Bachelor und dem Meisterbrief. Für die berufliche Praxis zählt genau diese Einordnung, nicht der Wortlaut des Titels.

Diese Fachwirt-Richtungen stehen zur Auswahl

Wer auf der Suche nach einer kaufmännischen Fortbildung ist, sollte den Fachwirt-Abschluss ins Auge fassen. Kennzeichnend für die Weiterbildung ist der ausgeprägte Branchenbezug, der sich unter anderem anhand der folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten zum/zur Fachwirt/in zeigt:

Besonders nachgefragt sind der Wirtschaftsfachwirt als branchenübergreifende Variante, der Handelsfachwirt für den Handel und der Steuerfachwirt im Steuerwesen. Wer eher in einem Produktionsbetrieb tätig ist, findet mit dem Industriefachwirt die passende Richtung. Eine Gesamtübersicht bietet unser Ratgeber zur Weiterbildung zum Fachwirt.

Die Weiterbildung vermittelt Wirtschafts- und Branchenwissen

Einerseits vermittelt die Fachwirt-Weiterbildung fundiertes Wirtschaftswissen, andererseits bezieht sie sich auf einzelne Branchen und bietet Spezialwissen. Absolventinnen und Absolventen einer solchen Qualifizierung sind somit bestens für eine verantwortungsvolle Aufgabe im betreffenden Bereich geeignet.

Die meisten Fachwirt-Lehrgänge gliedern sich in einen wirtschaftsbezogenen Grundlagenteil und einen handlungsspezifischen Vertiefungsteil. Zu den typischen Themenfeldern gehören:

Neben dem reinen Fachwissen trainieren die Lehrgänge auch überfachliche Kompetenzen wie Projektarbeit, Kommunikation und Führung. Genau diese Mischung macht den Fachwirt zum Sprungbrett in mittlere Führungsebenen. Die Prüfung besteht üblicherweise aus schriftlichen Teilen und einer mündlichen Prüfung; einige Fachrichtungen verlangen zusätzlich eine Präsentation oder ein Fachgespräch.

Ausbildung und Berufspraxis sind die üblichen Voraussetzungen

Die Weiterbildung zum Fachwirt kommt als Aufstiegsfortbildung daher und setzt daher in aller Regel eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf voraus. Zudem muss man eine gewisse Berufspraxis nachweisen können. Wie viel Praxis genau gefordert ist, hängt von der jeweiligen Fachrichtung und der Prüfungsordnung der Kammer ab.

Als grobe Orientierung gilt: Mit einer einschlägigen Ausbildung werden häufig ein bis drei Jahre Berufserfahrung verlangt. Wer keine passende Ausbildung, aber langjährige Berufspraxis vorweisen kann, wird in vielen Fällen ebenfalls zur Prüfung zugelassen. Da die Zulassungsvoraussetzungen von Fachrichtung zu Fachrichtung schwanken, lohnt sich vor der Anmeldung ein Blick in die aktuelle Verordnung der zuständigen IHK oder HWK. Auch eine Beratung beim Arbeitsamt zur Weiterbildung kann helfen, den eigenen Ausgangspunkt richtig einzuschätzen.

Dauer und Ablauf richten sich nach der Lehrgangsform

Je nach Lehrgangsform sind üblicherweise 12 bis 24 Monate bis zum ersehnten Abschluss zu veranschlagen. Entscheidend ist, ob man in Vollzeit, berufsbegleitend oder als Fernlehrgang lernt. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Unterschiede:

LehrgangsformTypische DauerFür wen geeignet
Vollzeitca. 4 bis 12 MonateArbeitsuchende oder Freigestellte, die schnell abschließen möchten
Teilzeit / berufsbegleitendca. 18 bis 24 MonateBerufstätige, die neben dem Job lernen (Abend- und Wochenendunterricht)
Fernlehrgangca. 15 bis 24 MonateLernende mit wenig Präsenzmöglichkeit, hohe zeitliche Flexibilität

Vollzeitlehrgänge bringen den schnellsten Abschluss, verlangen aber, dass man in dieser Zeit nicht oder nur wenig arbeitet. Die berufsbegleitende Variante ist der Klassiker: Man bleibt im Job und lernt am Abend oder am Wochenende. Fernlehrgänge bieten die größte Flexibilität, erfordern jedoch viel Selbstdisziplin. Welche Form die richtige ist, hängt von der persönlichen und finanziellen Situation ab.

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Kosten und Förderung entscheiden über die Finanzierung

Der Weg zum Abschluss kostet nicht nur Kraft und Zeit, sondern auch Geld. Private Lehrgangsanbieter finanzieren sich über Gebühren, die je nach Fachrichtung und Anbieter beispielsweise zwischen 2.000 Euro und 5.000 Euro liegen können. Hinzu kommen Prüfungsgebühren der Kammer sowie Kosten für Lernmaterial. Die gute Nachricht: Für Fachwirt-Fortbildungen stehen mehrere Fördermöglichkeiten offen, die einen großen Teil dieser Kosten abfedern.

Das Aufstiegs-BAföG ist der Hauptweg für Aufstiegsfortbildungen

Weil der Fachwirt eine Aufstiegsfortbildung ist, ist das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) das zentrale Förderinstrument. Es ist einkommensunabhängig und steht sowohl Beschäftigten als auch Arbeitsuchenden offen. Der Staat übernimmt einen Großteil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss, den Rest gibt es als zinsgünstiges Darlehen. Wer die Prüfung besteht, bekommt zusätzlich einen erheblichen Teil des Restdarlehens erlassen. Bei einem Vollzeitlehrgang kann außerdem ein Beitrag zum Lebensunterhalt hinzukommen.

Der Bildungsgutschein hilft bei Arbeitslosigkeit

Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann die Weiterbildung unter Umständen über einen Bildungsgutschein nach Paragraf 81 SGB III fördern lassen. In diesem Fall übernimmt die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten vollständig, sofern die Maßnahme und der Anbieter nach der AZAV zugelassen sind. Ob ein Bildungsgutschein bewilligt wird, entscheidet die Vermittlungsfachkraft im persönlichen Gespräch. Details dazu bündelt unser Überblick zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Beschäftigte profitieren vom Qualifizierungschancengesetz

Auch wer in einem festen Job steht, kann gefördert werden. Über das Qualifizierungschancengesetz beteiligt sich die Agentur für Arbeit an Weiterbildungen von Beschäftigten, deren Tätigkeit sich durch den Strukturwandel verändert. Antragsteller ist hier meist der Arbeitgeber. Seit der Reform gibt es außerdem ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro pro Monat sowie Weiterbildungsprämien, wenn während einer geförderten Umschulung Zwischen- und Abschlussprüfungen bestanden werden.

Die folgende Übersicht ordnet die Förderwege nach der jeweiligen Lebenslage:

FörderwegFür wenWas wird gefördert
Aufstiegs-BAföGalle, unabhängig vom EinkommenZuschuss plus Darlehen für Gebühren, Bonus bei Bestehen
Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohtevolle Lehrgangskosten bei AZAV-Zulassung
QualifizierungschancengesetzBeschäftigte im StrukturwandelZuschuss zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt
Weiterbildungsgeldgeförderte Umschülerinnen und Umschüler150 Euro pro Monat zusätzlich plus Prämien

Wer während der Fortbildung Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) bezieht, kann in vielen Fällen weiterhin einen Minijob bis zur Grenze von 603 Euro im Monat ausüben, ohne die Förderung zu gefährden. Welche Kombination im Einzelfall möglich ist, klärt am besten ein Beratungstermin. Ein Überblick, wie sich Weiterbildungen grundsätzlich finanzieren lassen, findet sich auch in unserem Ratgeber zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Der Fachwirt ist bundesweit anerkannt

Es gibt zwar keinen staatlich geprüften Fachwirt, aber die Weiterbildung zum Fachwirt wird dennoch bundesweit anerkannt. Es handelt sich um einen höheren kaufmännischen Abschluss, der mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer erlangt wird. Dabei handelt es sich um eine bundesweit gültige Qualifikation auf Meisterebene, die im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft ist.

Diese Einstufung ist mehr als eine Formsache: Sie stellt den Fachwirt formal mit einem Bachelor gleich und ermöglicht in vielen Bundesländern den Zugang zu einem Hochschulstudium, selbst ohne Abitur. Für Arbeitgeber ist der Fachwirt ein klares Signal für Fach- und Führungskompetenz.

Karrierechancen und Verdienst als Fachwirt

Fachwirtinnen und Fachwirte sind versierte Fachkräfte in wirtschaftlichen Belangen und daher überall dort gefragt, wo ökonomische Fachkompetenz gefordert ist. Zudem zeichnen sich Fachwirte durch spezifisches Branchenwissen aus und sind daher bestens gerüstet für eine Führungsposition im entsprechenden Bereich.

Je nach fachlichem Schwerpunkt ergeben sich unterschiedliche Einsatzbereiche. So kann man als Fachwirt/in beispielsweise in den folgenden Bereichen Karriere machen:

In nahezu allen Wirtschaftsbereichen können sich Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachwirte ergeben. Diese kommen zudem in den Genuss attraktiver Verdienstmöglichkeiten und können ein durchschnittliches Gehalt von beispielsweise zwischen 36.000 Euro und 60.000 Euro brutto im Jahr erwirtschaften. Wie hoch das Gehalt tatsächlich ausfällt, hängt stark von der Branche, der Region, der Betriebsgröße und der übernommenen Verantwortung ab. Wer in eine Teamleitung oder Abteilungsleitung aufsteigt, liegt in der Regel am oberen Ende dieser Spanne.

Zur Fachwirt-Weiterbildung gibt es sinnvolle Alternativen

Die Fachwirt-Weiterbildung ist durchaus interessant, aber nicht die einzige Option für Menschen auf der Suche nach einer kaufmännischen Fortbildung. Hier kommen typischerweise auch die folgenden Abschlüsse ins Spiel, die als Alternativen in Betracht kommen könnten:

Der geprüfte Betriebswirt IHK und der Bilanzbuchhalter setzen häufig auf einem Fachwirt oder einer vergleichbaren Qualifikation auf und sind im DQR auf Niveau 7, also auf Master-Niveau, eingestuft. Wer nach dem Fachwirt weiter aufsteigen möchte, findet dort passende Anschlüsse, zum Beispiel als Bilanzbuchhalter oder als technischer Betriebswirt.

Nach dem Fachwirt ist ein Studium möglich

Ambitionierte Kaufleute, die sich für die Weiterbildung zum Fachwirt entschieden haben, können auch nach dem erfolgreichen Abschluss dem lebenslangen Lernen folgen, indem sie sich weiterbilden. Da sie bereits im Besitz eines höheren Weiterbildungsabschlusses sind, liegt es nahe, auf die zunehmende Akademisierung zu reagieren und ein Studium ins Auge zu fassen. Hier kommen unter anderem die folgenden Fächer in Betracht:

Weil der Fachwirt im DQR auf Niveau 6 eingestuft ist, berechtigt er in den meisten Bundesländern zum Studium an einer Hochschule, auch ohne Abitur. Indem Fachwirte ein Fernstudium, Abendstudium oder ein anderes Teilzeitstudium absolvieren, können sie berufsbegleitend studieren und dadurch eine Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau inklusive akademischem Grad erlangen. So lässt sich der Fachwirt gezielt als Zwischenschritt auf dem Weg zum Bachelor oder Master nutzen.

Häufige Fragen zum Fachwirt

Gibt es einen staatlich geprüften Fachwirt?
Nein, einen Abschluss mit dieser Bezeichnung gibt es nicht. Der Zusatz "staatlich geprüft" gehört zu Fachschulabschlüssen wie dem Betriebswirt oder Techniker. Der Fachwirt wird stattdessen vor der IHK oder der Handwerkskammer geprüft und ist ein bundesweit anerkannter Fortbildungsabschluss auf Meisterebene.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Fachwirt?
In der Regel benötigen Sie eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und einige Jahre Berufspraxis. Je nach Fachrichtung sind ein bis drei Jahre Erfahrung üblich. Auch ohne passende Ausbildung ist die Zulassung mit langjähriger Berufspraxis oft möglich. Die genauen Bedingungen legt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer fest.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Fachwirt?
Die Dauer hängt von der Lehrgangsform ab. In Vollzeit sind rund vier bis zwölf Monate möglich, berufsbegleitend dauert es meist 18 bis 24 Monate. Fernlehrgänge liegen dazwischen. Wer neben dem Beruf lernt, sollte einen Zeitraum von etwa zwei Jahren einplanen.
Was kostet ein Fachwirt-Lehrgang?
Die Lehrgangsgebühren liegen je nach Anbieter und Fachrichtung häufig zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Hinzu kommen Prüfungsgebühren der Kammer und Kosten für Lernmaterial. Über das Aufstiegs-BAföG oder einen Bildungsgutschein lässt sich ein großer Teil dieser Kosten fördern.
Wird der Fachwirt vom Arbeitsamt gefördert?
Ja. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein nach Paragraf 81 SGB III erhalten, mit dem die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten übernimmt. Voraussetzung ist eine nach AZAV zugelassene Maßnahme. Über die Bewilligung entscheidet die Vermittlungsfachkraft im Beratungsgespräch.
Auf welchem Niveau steht der Fachwirt?
Der Fachwirt ist im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft. Damit steht er formal auf einer Stufe mit einem Bachelor und dem Meisterbrief. Diese Einordnung ermöglicht in vielen Bundesländern auch den Zugang zu einem Hochschulstudium ohne Abitur.
Lohnt sich der Fachwirt?
Für viele Berufstätige lohnt sich der Fachwirt, weil er den Weg in Fach- und Führungspositionen öffnet und das Gehalt steigern kann. Verdienste zwischen 36.000 und 60.000 Euro brutto im Jahr sind je nach Branche realistisch. Ob sich der Aufwand rechnet, hängt von Ziel, Branche und Karriereplänen ab.
Kann ich nach dem Fachwirt noch studieren?
Ja. Durch die Einstufung auf DQR-Niveau 6 berechtigt der Fachwirt in den meisten Bundesländern zum Hochschulstudium, auch ohne Abitur. Beliebt sind berufsbegleitende Studiengänge in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Management, die sich neben dem Job absolvieren lassen.