Weiterbildung IHK Kaufmann im Einzelhandel

Anzeige

Wer als Kauffrau beziehungsweise Kaufmann im Einzelhandel eine Weiterbildung mit IHK-Abschluss sucht, hat mehr oder weniger die Qual der Wahl. In kaufmännischen Berufen ist die Industrie- und Handelskammer die zentrale Institution der beruflichen Bildung. Bereits die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor der IHK. Es liegt also nahe, auch bei der Weiterbildung besonderen Wert auf IHK-Abschlüsse zu legen, denn sie sind bundesweit einheitlich geregelt und bei Arbeitgebern anerkannt.

Einzelhandelskaufleute mit beruflichen Ambitionen sind an der IHK bestens aufgehoben. Dort finden sie nicht nur vielversprechende Qualifizierungen, sondern werden auch eingehend beraten. Ein Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit ist zusätzlich sinnvoll, gerade wenn eine Förderung im Raum steht. Dieser Ratgeber ordnet die Weiterbildungswege ein, zeigt Dauer, Kosten und Fördermöglichkeiten und hilft bei der Entscheidung.

Kauffrau im Einzelhandel berät eine Kundin an der Ladentheke

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Die wichtigste Aufstiegsfortbildung für Kaufleute im Einzelhandel ist der Geprüfte Handelsfachwirt IHK, gefolgt von Wirtschaftsfachwirt, Fachwirt im E-Commerce und Betriebswirt.
  • Aufstiegsfortbildungen der IHK werden über das Aufstiegs-BAföG gefördert, unabhängig vom Einkommen und meist mit Zuschuss von mehr als 50 Prozent der Kosten.
  • Arbeitslose können eine Weiterbildung über einen Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) voll finanziert bekommen, Beschäftigte über das Qualifizierungschancengesetz.
  • Der Handelsfachwirt dauert berufsbegleitend meist 18 bis 24 Monate, in Vollzeit rund 4 bis 8 Monate.
  • Mit einem Fachwirt-Abschluss steigt das Jahresgehalt häufig auf 40.000 bis 55.000 Euro, in Führungspositionen deutlich darüber.
4 bis 24 MonateDauerVollzeit / je nach Lehrgang
40.000-55.000 €Verdienstbrutto/Jahr
Fachwirt (IHK)AbschlussAnerkannte Qualifikation
Aufstiegs-BAföGFörderungFür die Aufstiegsfortbildung

Anzeige

Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

Fernakademie für Erwachsenenbildung

Staatlich zugelassen (ZFU) · Klett-Gruppe

  • Über 100 Fernlehrgänge zur Wahl
  • 4 Wochen kostenloses Probestudium
  • Berufsbegleitend von zu Hause lernen
Infomaterial bestellen

Kostenlos · Unverbindlich

ILS Institut für Lernsysteme

Staatlich zugelassen (ZFU) · größte Fernschule

  • Deutschlands größte Fernschule
  • 4 Wochen kostenloses Probestudium
  • Über 200 Fernkurse im Angebot
Infomaterial bestellen

Kostenlos · Unverbindlich

Die vorgestellten Fernschulen sind Werbepartner. Wenn Sie über einen dieser Links Infomaterial anfordern, erhalten wir unter Umständen eine Provision - für Sie bleibt es kostenlos und unverbindlich.

Inhaltsverzeichnis

Kaufleute im Einzelhandel steuern Verkauf, Warenfluss und Kundenberatung

Kaufleute im Einzelhandel sind das Rückgrat des stationären und digitalen Handels. Sie beraten Kundinnen und Kunden, verkaufen Waren, disponieren Bestände, gestalten die Warenpräsentation und wirken bei Marketingaktionen mit. In größeren Betrieben übernehmen sie zunehmend kaufmännische Aufgaben wie Kalkulation, Wareneinkauf und Auswertung von Kennzahlen. Genau an diesen Aufgabenfeldern setzen die Weiterbildungen an.

Karrierechancen ergeben sich für Einzelhandelskaufleute vor allem in diesen Bereichen:

Ohne Zusatzqualifikation bewegt sich das Jahresgehalt einer ausgebildeten Fachkraft im Einzelhandel meist zwischen etwa 28.000 und 38.000 Euro brutto. Zusätzliche Qualifikationen ermöglichen den Aufstieg auf der Karriereleiter und verbessern zugleich die Verdienstmöglichkeiten deutlich. Wie groß der Sprung ausfällt, hängt vom Abschluss, von der Erfahrung und vom Einsatzbereich ab.

Zwei Wege führen weiter: Anpassung und Aufstieg

Kaufleute im Einzelhandel sollten die Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, die sich ihnen bieten. Grundsätzlich lassen sich zwei Richtungen unterscheiden: die Anpassungsqualifizierung, mit der man vorhandenes Wissen aktuell hält oder ein Spezialgebiet vertieft, und die Aufstiegsfortbildung, die zu einem höheren beruflichen Abschluss und zu mehr Verantwortung führt. Wer hinsichtlich der Anerkennung kein Risiko eingehen möchte, sollte einen anerkannten IHK-Abschluss anstreben.

Anpassungsqualifizierungen halten das Wissen aktuell

Kurse und Seminare mit IHK-Zertifikat gibt es bundesweit in großer Zahl. Man kann solche Weiterbildungen direkt an der IHK absolvieren oder bei kooperierenden Bildungseinrichtungen. Sie sind kürzer als Aufstiegsfortbildungen und eignen sich gut, um einzelne Kompetenzen gezielt auszubauen. Häufig nachgefragt werden Themen wie:

Aufstiegsfortbildungen öffnen die nächste Karrierestufe

Wer eine Führungsposition anstrebt, sollte nicht bei Zertifikatskursen stehen bleiben, sondern einen höheren Fortbildungsabschluss ins Auge fassen. Die IHK bietet dafür mehrere Wege. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Aufstiegsfortbildungen ein:

AbschlussEbene (DQR)SchwerpunktTypische Position
Geprüfte/r Handelsfachwirt/in IHK6 (Bachelor-Niveau)Handel, Führung, VertriebAbteilungs- oder Filialleitung
Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in IHK6Kaufmännisch, branchenübergreifendSachgebiets- oder Teamleitung
Fachwirt/in im E-Commerce IHK6Onlinehandel, digitale KanäleLeitung Onlineshop / Marktplätze
Geprüfte/r Betriebswirt/in IHK7 (Master-Niveau)Strategie, ManagementBereichs- oder Geschäftsleitung

Der Handelsfachwirt ist die zentrale Aufstiegsfortbildung

Für Kaufleute im Einzelhandel ist der Geprüfte Handelsfachwirt IHK der naheliegendste und beliebteste Aufstieg. Der Abschluss liegt auf DQR-Niveau 6 und damit auf dem Niveau eines Bachelor-Abschlusses. Inhaltlich verbindet er handelsspezifisches Wissen mit betriebswirtschaftlicher und personeller Führungskompetenz. Typische Themenfelder sind Unternehmensführung und Steuerung, Handelsmarketing und Vertriebssteuerung, Beschaffung und Logistik, Mitarbeiterführung und Personalmanagement sowie ein handelsbezogener Wahlbaustein.

Wer bereits Ausbildereignung benötigt, kann parallel die Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) ablegen, die in vielen Lehrgängen enthalten ist. Neben dem Handelsfachwirt sind für Einzelhandelskaufleute vor allem diese Aufstiegs- und Alternativwege interessant:

Auch die Weiterbildungsangebote verwandter Berufe können den eigenen Horizont erweitern, etwa aus dem Bereich Groß- und Außenhandel oder Büromanagement. Einen Gesamtüberblick über kaufmännische Fortbildungen bietet unsere Seite zur kaufmännischen Weiterbildung.

Dauer und Ablauf richten sich nach Voll- oder Teilzeit

Wie lange eine Weiterbildung dauert, hängt vor allem vom Zeitmodell ab. Der Handelsfachwirt lässt sich in Vollzeit in wenigen Monaten abschließen, berufsbegleitend zieht er sich dagegen über eineinhalb bis zwei Jahre. Fernlehrgänge bieten die größte zeitliche Flexibilität, verlangen aber viel Eigendisziplin. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Modelle am Beispiel Handelsfachwirt:

ModellTypische DauerFür wen geeignet
Vollzeitca. 4 bis 8 MonateArbeitslose, Freigestellte, Bildungsgutschein
Teilzeit / berufsbegleitendca. 18 bis 24 MonateBerufstätige (Abend- oder Wochenendunterricht)
Fernlehrgangca. 15 bis 24 MonateFlexibles Lernen, wenige Präsenztage

Der Ablauf ist bei allen Modellen ähnlich: Auf die Lehrgangsphase folgen die schriftlichen und mündlichen IHK-Prüfungen. Die Prüfung wird immer vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer abgelegt, unabhängig davon, bei welchem Bildungsträger man gelernt hat. Das sichert die bundesweite Anerkennung des Abschlusses.

Für den Handelsfachwirt gelten klare Zulassungsvoraussetzungen

Zur Prüfung zum Geprüften Handelsfachwirt wird in der Regel zugelassen, wer eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung (etwa als Kaufmann im Einzelhandel oder Verkäufer) und anschließende Berufspraxis nachweist. Ohne einschlägige Ausbildung ist die Zulassung über mehrjährige Berufserfahrung möglich. Die genauen Fristen legt die IHK-Prüfungsordnung fest, üblich sind:

Ein Schulabschluss ist keine formale Voraussetzung. Wichtig ist die kaufmännische Praxis. Bei Unsicherheit klärt ein kurzer Anruf bei der IHK, ob die eigene Laufbahn die Bedingungen erfüllt.

Anzeige

Kosten und Förderung entscheiden über den passenden Weg

Die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren für den Handelsfachwirt liegen je nach Anbieter und Modell meist zwischen etwa 3.000 und 6.000 Euro. Das klingt nach viel, doch für kaufmännische Aufstiegsfortbildungen gibt es starke Förderungen. Welcher Weg passt, hängt vor allem davon ab, ob man beschäftigt oder arbeitslos ist und ob es sich um eine Aufstiegsfortbildung handelt.

Die wichtigsten Förderwege im Überblick

FörderungFür wenLeistung
Aufstiegs-BAföGAlle bei Aufstiegsfortbildungen (Fachwirt, Betriebswirt)einkommensunabhängig, mehr als 50 % Zuschuss zu den Gebühren plus günstiges Darlehen
Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personenvolle Übernahme der Lehrgangskosten, oft auch Fahrt- und Kinderbetreuungskosten
QualifizierungschancengesetzBeschäftigte (über den Arbeitgeber)Zuschuss zu Lehrgangskosten und teils Arbeitsentgelt
WeiterbildungsgeldBezieher von Grundsicherungsgeld in geförderter Weiterbildung150 Euro monatlich zusätzlich plus Erfolgsprämien

Aufstiegs-BAföG und Bildungsgutschein sind die tragenden Säulen

Für den Weg zum Fachwirt oder Betriebswirt ist das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) meist die erste Wahl. Es fördert unabhängig vom Einkommen und unabhängig vom Alter. Der Zuschussanteil zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren liegt über der Hälfte, den Rest kann man über ein zinsgünstiges Darlehen der KfW finanzieren. Wer die Prüfung besteht, bekommt einen erheblichen Teil des Darlehens erlassen. Auch bei den Materialkosten für ein Prüfungsprojekt gibt es einen Zuschuss.

Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, sollte den Bildungsgutschein nach § 81 SGB III prüfen. Damit übernimmt die Agentur für Arbeit die vollen Lehrgangskosten, wenn die Weiterbildung arbeitsmarktlich sinnvoll ist und der Träger sowie die Maßnahme nach AZAV zugelassen sind. Häufig kommen Fahrtkosten und ein Zuschuss zur Kinderbetreuung hinzu. Details und den Ablauf beschreiben unsere Ratgeber Weiterbildung per Bildungsgutschein und Weiterbildung über das Jobcenter.

Beschäftigte, deren Qualifikation durch den Strukturwandel unter Druck gerät, können über das Qualifizierungschancengesetz gefördert werden. Hier läuft die Beantragung über den Arbeitgeber. Bezieher von Grundsicherungsgeld erhalten während einer geförderten Weiterbildung zusätzlich das Weiterbildungsgeld von 150 Euro im Monat sowie Prämien bei bestandenen Zwischen- und Abschlussprüfungen. Einen Überblick über alle Wege gibt die Seite Aufstiegsweiterbildung.


Ein IHK-Abschluss verbessert Karriere und Gehalt spürbar

Zusätzliche Qualifizierungen sind kein Selbstzweck. Mit einem Handelsfachwirt oder Betriebswirt öffnen sich Positionen wie Filial-, Abteilungs- oder Vertriebsleitung, die ohne Fortbildung schwer erreichbar sind. Der DQR-Level 6 stellt den Fachwirt formal auf eine Stufe mit dem Bachelor und wird auch bei Bewerbungen und in Tarifsystemen entsprechend eingeordnet.

Beim Gehalt macht sich der Aufstieg deutlich bemerkbar. Während eine ausgebildete Fachkraft im Einzelhandel häufig zwischen 28.000 und 38.000 Euro im Jahr verdient, liegt das Einkommen mit Fachwirt-Abschluss vielfach bei 40.000 bis 55.000 Euro, in Führungsrollen und größeren Betrieben noch darüber. Neben dem höheren Gehalt profitieren Absolventinnen und Absolventen von diesen Effekten:

Bei der Anbieterwahl zählen IHK-Zulassung und AZAV

Weiterbildungen für Einzelhandelskaufleute bieten die Industrie- und Handelskammern selbst, private Bildungsträger, Fernschulen und Fachakademien an. Entscheidend ist, dass der Lehrgang gezielt auf die IHK-Prüfung vorbereitet. Wer die Weiterbildung über einen Bildungsgutschein finanzieren möchte, muss zusätzlich darauf achten, dass Träger und Maßnahme nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sind. Nur dann übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten.

Bei der Auswahl helfen ein paar Prüffragen: Bereitet der Kurs vollständig auf die aktuelle IHK-Prüfungsordnung vor? Ist der Träger AZAV-zertifiziert? Passt das Zeitmodell zur eigenen Lebenssituation? Und wie sind die Erfolgs- und Bestehensquoten? Ein Beratungstermin bei der IHK und bei der Agentur für Arbeit klärt offene Fragen und die Förderung. Einen Überblick über das gesamte Förder- und Weiterbildungssystem bieten unsere Hubs Weiterbildung über das Arbeitsamt und Umschulung über das Arbeitsamt.

Aktuelle Stellenangebote helfen bei der Orientierung

Wenn es darum geht, die richtige Weiterbildung für die eigenen Karrierepläne zu finden, sind aktuelle Stellenangebote eine wertvolle Orientierung. Sie zeigen, welche Abschlüsse und Kompetenzen Arbeitgeber für die angestrebte Position verlangen. So lässt sich die Weiterbildung gezielt am Arbeitsmarkt ausrichten und man qualifiziert sich für Stellen, die tatsächlich ausgeschrieben werden.

Häufige Fragen zur IHK-Weiterbildung für Einzelhandelskaufleute

Welche Weiterbildung ist die beste für Kaufleute im Einzelhandel?
Die naheliegendste Aufstiegsfortbildung ist der Geprüfte Handelsfachwirt IHK. Er liegt auf Bachelor-Niveau, verbindet Handels- und Führungswissen und führt zu Positionen wie Abteilungs- oder Filialleitung. Wer breiter kaufmännisch bleiben will, wählt den Wirtschaftsfachwirt, für den Onlinehandel den Fachwirt im E-Commerce.
Was verdient man als Handelsfachwirt?
Mit dem Abschluss als Handelsfachwirt liegt das Jahresgehalt häufig zwischen 40.000 und 55.000 Euro brutto, in Führungsrollen und größeren Handelsunternehmen auch darüber. Zum Vergleich: Ausgebildete Fachkräfte im Einzelhandel verdienen ohne Zusatzqualifikation meist zwischen 28.000 und 38.000 Euro im Jahr.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Handelsfachwirt?
In Vollzeit dauert der Handelsfachwirt etwa 4 bis 8 Monate. Berufsbegleitend in Teilzeit zieht er sich über rund 18 bis 24 Monate, meist mit Abend- oder Wochenendunterricht. Fernlehrgänge liegen mit 15 bis 24 Monaten dazwischen und bieten die größte zeitliche Flexibilität.
Wer bezahlt die Weiterbildung für Einzelhandelskaufleute?
Für Aufstiegsfortbildungen wie den Handelsfachwirt gibt es das einkommensunabhängige Aufstiegs-BAföG mit mehr als 50 Prozent Zuschuss. Arbeitslose können die Kosten über einen Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) voll fördern lassen, Beschäftigte über das Qualifizierungschancengesetz per Arbeitgeber.
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Handelsfachwirt?
In der Regel genügen eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und etwa ein Jahr Berufspraxis. Mit einer anderen Ausbildung sind rund zwei Jahre Praxis nötig, ohne Berufsabschluss mehrjährige einschlägige Erfahrung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Die genauen Fristen legt die IHK fest.
Lohnt sich ein IHK-Abschluss gegenüber einem Studium?
Der Handelsfachwirt IHK liegt auf DQR-Niveau 6 und damit formal auf Bachelor-Niveau, ist aber praxisnäher und schneller. Ein berufsbegleitendes Studium bietet dagegen einen international anerkannten akademischen Grad. Für die meisten Einzelhandelskaufleute ist der IHK-Weg der direktere Aufstieg, ein Studium bleibt als Ergänzung möglich.
Kann ich die Weiterbildung berufsbegleitend machen?
Ja. Die meisten Anbieter führen den Handelsfachwirt und andere Fachwirte in Teilzeit als Abend- oder Wochenendlehrgang durch, viele auch als Fernlehrgang. So bleibt die Weiterbildung mit Beruf und Familie vereinbar. Die Prüfung legt man in jedem Fall vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab.
Wo finde ich einen passenden Anbieter?
Erste Anlaufstellen sind die eigene IHK sowie private Bildungsträger und Fernschulen. Wichtig ist, dass der Lehrgang auf die aktuelle IHK-Prüfungsordnung vorbereitet. Für eine Förderung über den Bildungsgutschein muss der Anbieter zusätzlich nach AZAV zugelassen sein. Ein Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit klärt die Finanzierung.