Weiterbildung Personalmanagement

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Mithilfe einer gezielten Weiterbildung im Bereich Personalmanagement stellen Sie die Weichen für eine aussichtsreiche Laufbahn im Personalwesen. Ob Sie bereits im HR-Bereich arbeiten und aufsteigen möchten oder als Quereinsteiger einsteigen wollen: Der Markt an Qualifizierungen reicht vom kurzen Fachseminar über anerkannte IHK-Fortbildungen bis zum berufsbegleitenden Studium. Wer die Karriereziele klar hat, findet für jede Ausgangslage den passenden Weg.

Wer entsprechende Karriereziele verfolgt, kann sich beim Arbeitsamt rund um die berufliche Qualifizierung beraten lassen, sollte schlussendlich aber vor allem Eigeninitiative zeigen. Als angehende Personalerin oder angehender Personaler sollten Sie in der Lage sein, gründlich zu recherchieren und vielversprechende Weiterbildungen zu identifizieren. Damit diese Recherche gelingt, fasst dieser Ratgeber das Wichtigste zu Inhalten, Dauer, Kosten, Förderung und Karrierechancen zusammen.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Personalmanagement umfasst Personalauswahl, -entwicklung, -planung, -verwaltung und Lohnabrechnung; qualifizierte Fachkräfte werden in nahezu jeder Branche gesucht.
  • Zu den anerkannten Abschlüssen zählen Personalfachkaufmann/-frau (IHK), geprüfte/r Personaldienstleistungsfachwirt/in und Betriebswirt/in Personalwirtschaft; kürzere Seminare vertiefen Einzelthemen wie Arbeitsrecht oder Lohnbuchhaltung.
  • Die Dauer reicht von wenigen Tagen (Seminar) über 6 bis 24 Monate (Fortbildung/Fernkurs) bis zu mehreren Jahren (berufsbegleitendes Studium).
  • Zur Finanzierung kommen Bildungsgutschein (§ 81 SGB III), Qualifizierungschancengesetz für Beschäftigte, Aufstiegs-BAföG für IHK-Fortbildungen sowie Weiterbildungsgeld und Prämien infrage.
  • Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro brutto im Jahr, mit Fortbildung und Personalverantwortung sind deutlich höhere Bezüge möglich.
6 bis 24 MonateDauerVollzeit / je nach Lehrgang
30.000-50.000 €Verdienstbrutto/Jahr
AZAV-zertifiziertAnbieterKurssuche über KURSNET
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Weiterbildung Personalmanagement: Personalerin im Beratungsgespräch am Arbeitsplatz

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Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

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Inhaltsverzeichnis

Personalmanagement steuert alle Personalprozesse eines Unternehmens

Das Personalmanagement, oft auch Human Resource Management (HR) genannt, ist der Bereich eines Unternehmens, der sich dem gesamten Spektrum des Personalwesens widmet und dabei Führungs- und Steuerungsaufgaben wahrnimmt. Wer im Personalmanagement Karriere macht, findet in nahezu allen Branchen spannende Beschäftigungsmöglichkeiten vor und ist somit nicht auf ein einzelnes Feld festgelegt. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel gewinnt gutes Personalmanagement in vielen Unternehmen weiter an Bedeutung.

Die Aufgabenbereiche lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Je nach Zuschnitt der Stelle können Sie beispielsweise als Lohnbuchhalter/in, Personalberater/in, Ausbilder/in, Personalsachbearbeiter/in oder Personalreferent/in Fuß fassen. Für Personen, die zunächst über die Sachbearbeitung einsteigen möchten, ist die Umschulung zum Personalsachbearbeiter ein bewährter Startpunkt, auf dem sich später weiterführende Qualifikationen aufbauen lassen.

Vom Seminar bis zum Studium gibt es mehrere Qualifizierungswege

Aufgrund der Vielseitigkeit des Personalmanagements existiert eine große Bandbreite an Weiterbildungen. Interessierte sollten zunächst alle Möglichkeiten berücksichtigen und sich einen Überblick verschaffen, bevor sie eine persönliche Auswahl treffen und einen konkreten Weg einschlagen. Grundsätzlich lassen sich drei Ebenen unterscheiden: kurze Anpassungsseminare, anerkannte Aufstiegsfortbildungen und akademische Studiengänge.

Seminare vertiefen einzelne HR-Themen

Seminare kommen als Anpassungsqualifizierungen daher und konzentrieren sich stets auf ein konkretes Thema. Dadurch wird eine gezielte, oft kurze Weiterbildung erreicht, die sich gut neben dem Beruf absolvieren lässt. Lohnende Themen sind unter anderem:

Anerkannte Fortbildungen bringen einen höheren Berufsabschluss

Neben Seminaren gibt es mehrere Fortbildungen, die einen anerkannten höheren Berufsabschluss verleihen und sich bestens als Karrierebausteine für Personaler eignen. Sie sind bundesweit einheitlich geregelt und schließen in der Regel mit einer IHK-Prüfung ab:

Diese Fortbildungen gehören zu den Aufstiegsfortbildungen und sind über das Aufstiegs-BAföG förderbar. Verwandte kaufmännische Aufstiegsabschlüsse wie der Fachwirt oder der Bilanzbuchhalter lassen sich gut mit einer Personal-Qualifizierung kombinieren.

Ein Studium ergänzt HR um akademische Tiefe

Die zunehmende Akademisierung betrifft auch das Personalwesen. Wer eine Führungsposition anstrebt, kann einen Hochschulabschluss ins Auge fassen. Berufsbegleitende Studiengänge sind dazu besonders gut geeignet und kommen als Fernstudium oder Abendstudium daher. Passende Disziplinen sind:

Die Weiterbildung vermittelt Arbeitsrecht, Recruiting und Personalentwicklung

Unabhängig vom gewählten Format ähneln sich die inhaltlichen Kernbausteine einer Personalmanagement-Weiterbildung. Sie verbinden rechtliches, betriebswirtschaftliches und psychologisches Wissen mit praktischen HR-Prozessen. Typische Module sind:

Wer sich zusätzlich als Ausbilderin oder Ausbilder qualifizieren möchte, kann die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) ablegen. Sie ist ein sinnvoller Baustein, weil Personalabteilungen häufig auch die betriebliche Ausbildung verantworten.

Kaufmännische Vorerfahrung erleichtert den Einstieg

Das fachliche Wissen für das Personalmanagement erwerben Sie im Zuge der Weiterbildung. Für die anerkannten IHK-Fortbildungen sind allerdings bestimmte Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen, meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung plus einschlägige Berufspraxis. Für Seminare und viele Fernkurse gibt es dagegen keine formalen Hürden.

Neben der formalen Eignung sollte auch die persönliche Eignung gegeben sein, da sie die Basis für eine anhaltende Karriere schafft. Es kommt vor allem auf folgende Punkte an:

Dauer und Ablauf hängen von Vollzeit, Teilzeit oder Fernkurs ab

Wie lange eine Weiterbildung im Personalmanagement dauert, richtet sich nach Abschlussniveau und Lernformat. Ein Fachseminar ist in wenigen Tagen absolviert, eine IHK-Fortbildung nimmt je nach Format mehrere Monate bis zu zwei Jahre in Anspruch, und ein berufsbegleitendes Studium erstreckt sich über mehrere Jahre. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Wege ein:

FormatTypische DauerFür wen geeignet
Fachseminar1 bis 5 TageBerufstätige, die ein Einzelthema vertiefen
Fortbildung Vollzeitca. 4 bis 9 MonateArbeitsuchende mit Bildungsgutschein
Fortbildung Teilzeitca. 12 bis 24 MonateBeschäftigte neben dem Job
Fernkursca. 8 bis 18 Monatezeitlich flexibel Lernende
Berufsbegleitendes Studiumca. 3 bis 4 JahreAngehende HR-Führungskräfte

Vollzeitkurse eignen sich vor allem für Arbeitsuchende, die sich in kurzer Zeit intensiv qualifizieren möchten und dabei über das Arbeitsamt gefördert werden. Teilzeit- und Fernformate sind auf Berufstätige zugeschnitten, die parallel weiterarbeiten. Einen breiteren Überblick über kaufmännische Aufstiegswege bietet der Ratgeber zur kaufmännischen Weiterbildung.

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Kosten und Förderung entscheiden über die Finanzierung

Finanzielle Sorgen können das Lernen blockieren und mitunter die Aufnahme einer Weiterbildung verhindern. Wer sich für das Personalmanagement qualifizieren möchte, sollte die Finanzierung daher früh klären und die Zahlungsmodalitäten beim Anbieter erfragen. Die Kosten schwanken stark: Ein Kurztagesseminar kann wenige Hundert Euro kosten, eine IHK-Fortbildung liegt häufig im mittleren vierstelligen Bereich, ein berufsbegleitendes Studium darüber. Die gute Nachricht: Für fast jede Ausgangslage gibt es einen passenden Fördertopf.

Bildungsgutschein bei Arbeitslosigkeit

Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann bei der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III beantragen. Damit übernimmt das Arbeitsamt die Lehrgangskosten sowie oft Fahrt- und Kinderbetreuungskosten vollständig. Voraussetzung ist eine AZAV-zertifizierte Maßnahme und ein anerkannter Beratungsbedarf. Mehr dazu im Überblick zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Qualifizierungschancengesetz für Beschäftigte

Auch Beschäftigte in ungekündigter Stellung können gefördert werden. Über das Qualifizierungschancengesetz beteiligt sich die Agentur für Arbeit an Lehrgangskosten und teils am Arbeitsentgelt, wenn Arbeitnehmer sich für den Wandel der Arbeitswelt fit machen. Der Antrag läuft in der Regel gemeinsam mit dem Arbeitgeber.

Aufstiegs-BAföG für IHK-Fortbildungen

Für Aufstiegsfortbildungen wie Personalfachkaufmann/-frau oder Fachwirt greift das Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz). Es fördert Lehrgangs- und Prüfungsgebühren unabhängig vom Alter oder Vermögen mit einem einkommensunabhängigen Zuschuss plus zinsgünstigem Darlehen. Bei bestandener Prüfung wird ein erheblicher Teil des Darlehens erlassen.

Weiterbildungsgeld und Prämien

Wer eine geförderte Weiterbildung absolviert, kann zusätzlich vom Weiterbildungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich profitieren. Für das erfolgreiche Bestehen von Zwischen- und Abschlussprüfungen gibt es außerdem Prämien; Details erläutert der Ratgeber zur Weiterbildungsprämie.

Vier Förderwege im Überblick

Welcher Fördertopf infrage kommt, hängt vor allem von Ihrer aktuellen Situation ab: arbeitslos, angestellt oder auf einen anerkannten Aufstiegsabschluss ausgerichtet. Die folgende Tabelle stellt die vier wichtigsten Wege gegenüber.

FörderwegFür wenWas wird übernommen
Bildungsgutschein (§ 81 SGB III)Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit BedrohteLehrgangskosten, oft Fahrt- und Betreuungskosten
QualifizierungschancengesetzBeschäftigte in ungekündigter StellungAnteil an Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt
Aufstiegs-BAföGTeilnehmende an IHK-AufstiegsfortbildungenZuschuss plus günstiges Darlehen, Teilerlass
Weiterbildungsgeld und PrämienGeförderte Weiterbildungsteilnehmende150 Euro/Monat plus Prämien für bestandene Prüfungen

Karriere und Gehalt entwickeln sich mit der Qualifikation

Das Personalwesen bietet klare Aufstiegsperspektiven. Wer über die Sachbearbeitung einsteigt, kann sich zur Personalreferentin oder zum Personalreferenten und weiter zur HR-Leitung entwickeln. Das Gehalt fällt je nach Position, Branche, Region und Unternehmensgröße unterschiedlich aus. Zur groben Orientierung lässt sich beim Einstieg von einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro ausgehen.

Mit einer anerkannten Fortbildung, Personalverantwortung oder einem Studienabschluss sind spürbar höhere Bezüge realistisch. Personalleiterinnen und Personalleiter in mittleren und großen Unternehmen erreichen häufig deutlich über 60.000 Euro brutto im Jahr. Weil qualifiziertes HR-Personal branchenübergreifend gefragt ist, ist die Beschäftigungssicherheit vergleichsweise hoch. Wer die Fachkarriere ergänzen möchte, findet weitere Optionen im Bereich der Umschulung über das Arbeitsamt.

Bei der Anbieterwahl zählt die AZAV-Zulassung

Vor der Anmeldung lohnt ein genauer Blick auf den Anbieter. Damit eine Förderung über das Arbeitsamt möglich ist, muss die Maßnahme nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zertifiziert sein. Prüfen Sie außerdem die IHK-Anerkennung des Abschlusses, die Erfahrung der Dozenten sowie die Betreuung im Fern- oder Onlineformat.

Tipp aus der Redaktion

Klären Sie die Finanzierung, bevor Sie sich anmelden. Lassen Sie sich frühzeitig bei der Agentur für Arbeit beraten und prüfen Sie parallel Bildungsgutschein, Qualifizierungschancengesetz und Aufstiegs-BAföG. Wer den passenden Fördertopf früh sichert, startet ohne finanziellen Druck in die Weiterbildung und kann sich voll auf das Lernen konzentrieren.

Häufige Fragen zur Weiterbildung Personalmanagement

Was macht man im Personalmanagement?
Im Personalmanagement steuern Sie alle Prozesse rund um die Mitarbeitenden eines Unternehmens. Dazu gehören Recruiting und Personalauswahl, Personalentwicklung, Entgeltabrechnung, Personalplanung sowie arbeitsrechtliche und verwaltende Aufgaben. Ziel ist es, die richtigen Menschen zu gewinnen, zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden.
Welche Weiterbildung passt für den Einstieg ins Personalwesen?
Für den Einstieg eignen sich kurze Fachseminare oder Fernkurse ohne formale Zugangsvoraussetzungen. Wer bereits kaufmännische Praxis mitbringt, kann direkt eine anerkannte IHK-Fortbildung wie Personalfachkaufmann/-frau anstreben. Quereinsteiger starten oft über eine Umschulung zum Personalsachbearbeiter und bauen darauf auf.
Wie lange dauert eine Weiterbildung im Personalmanagement?
Das hängt vom Format ab. Ein Fachseminar dauert wenige Tage, eine IHK-Fortbildung je nach Vollzeit oder Teilzeit rund 4 bis 24 Monate, ein Fernkurs meist 8 bis 18 Monate. Ein berufsbegleitendes Studium im Personalmanagement erstreckt sich in der Regel über drei bis vier Jahre.
Zahlt das Arbeitsamt eine Weiterbildung im Personalmanagement?
Ja, das ist möglich. Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen können einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III erhalten, der die Lehrgangskosten übernimmt. Voraussetzung ist eine AZAV-zertifizierte Maßnahme und ein festgestellter Weiterbildungsbedarf. Auch Beschäftigte werden über das Qualifizierungschancengesetz gefördert.
Was kostet eine Personalmanagement-Weiterbildung?
Die Kosten reichen von wenigen Hundert Euro für ein Tagesseminar bis zu mehreren Tausend Euro für eine IHK-Fortbildung oder ein Studium. Mit Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG oder Qualifizierungschancengesetz lassen sich diese Beträge häufig ganz oder teilweise finanzieren, sodass der Eigenanteil gering ausfällt.
Ist die Weiterbildung mit Aufstiegs-BAföG förderbar?
Ja, Aufstiegsfortbildungen wie Personalfachkaufmann/-frau oder Fachwirt sind über das Aufstiegs-BAföG förderbar. Es gewährt einkommens- und altersunabhängig einen Zuschuss zu Lehrgangs- und Prüfungsgebühren plus ein zinsgünstiges Darlehen. Bei bestandener Prüfung wird ein großer Teil des Darlehens erlassen.
Welches Gehalt ist im Personalmanagement möglich?
Zum Einstieg sind meist rund 30.000 bis 50.000 Euro brutto im Jahr üblich. Mit anerkannter Fortbildung, Personalverantwortung oder Studienabschluss steigen die Bezüge deutlich. Personalleiterinnen und Personalleiter erreichen in mittleren und großen Unternehmen häufig über 60.000 Euro brutto jährlich.
Lohnt sich die Weiterbildung Personalmanagement?
Für viele lohnt sie sich, weil qualifiziertes HR-Personal branchenübergreifend gefragt ist und die Beschäftigungssicherheit hoch ausfällt. Eine anerkannte Fortbildung verbessert Aufstiegschancen und Gehalt spürbar. Da sich die Kosten häufig fördern lassen, ist das finanzielle Risiko überschaubar.