Umschulung Personalsachbearbeiter - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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Eine Umschulung zum Personalsachbearbeiter im klassischen Sinne gibt es nicht, denn Personalsachbearbeiter/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Der Quereinstieg gelingt stattdessen über eine zertifizierte Weiterbildung (Anbieter- oder IHK-Zertifikat) oder über eine Umschulung in einem verwandten kaufmännischen Ausbildungsberuf. Die Agentur für Arbeit kann beides über einen Bildungsgutschein fördern, wenn die Maßnahme AZAV-zertifiziert ist und die Weiterbildung im Einzelfall befürwortet wird.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Personalsachbearbeiter/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf - eine eigentliche Umschulung existiert daher nicht.
  • Der Quereinstieg führt über eine zertifizierte Weiterbildung (meist mehrere Wochen bis Monate) oder über einen verwandten kaufmännischen Ausbildungsberuf.
  • Ein IHK-Abschluss wird am Arbeitsmarkt höher anerkannt als ein reines Anbieter-Zertifikat.
  • Typische Inhalte sind Arbeits- und Sozialrecht, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Personalverwaltung und -beschaffung sowie kaufmännisches Grundlagenwissen.
  • Über einen Bildungsgutschein kann die Agentur für Arbeit die Kosten übernehmen, sofern der Anbieter AZAV-zertifiziert ist.
AZAV-zertifiziertAnbieterKurssuche über KURSNET
32.000-45.000 €Verdienstbrutto/Jahr
IHK-ZertifikatAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

Personalsachbearbeiterin bearbeitet am Schreibtisch Personalunterlagen und Gehaltsabrechnungen

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Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium

Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

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Inhaltsverzeichnis

Das Berufsbild Personalsachbearbeiter/in im Überblick

Personalsachbearbeiter/innen sind für die Verwaltung und Sachbearbeitung im Personalwesen zuständig. Sie bilden die administrative Drehscheibe zwischen Geschäftsführung, Fachabteilungen und Beschäftigten. Zu ihren typischen Tätigkeitsschwerpunkten gehören:

Da das Personalwesen in jedem Unternehmen und auch in der öffentlichen Verwaltung eine große Rolle spielt, ergeben sich in nahezu allen Branchen Beschäftigungsmöglichkeiten. Personalsachbearbeiter/innen sind somit auf keinen Wirtschaftszweig festgelegt und finden in der Regel ohne größere Schwierigkeiten passende Stellenangebote.

Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt bewegt sich je nach Region, Branche und Berufserfahrung meist zwischen rund 32.000 Euro und 45.000 Euro. In größeren Unternehmen, mit einem IHK-Abschluss oder mit Zusatzverantwortung sind auch höhere Werte möglich.

So wird man über eine Weiterbildung Personalsachbearbeiter/in

Weil es keine anerkannte Berufsausbildung zum Personalsachbearbeiter gibt, existiert auch keine gleichnamige Umschulung. Wer diese Tätigkeit ausüben möchte, absolviert eine entsprechende Weiterbildung. Diese lässt sich häufig auch berufsbegleitend betreiben und vermittelt parallel zu Beruf und Familie das nötige Rüstzeug für die Personalarbeit.

Dabei stehen vor allem die folgenden Inhalte im Mittelpunkt:

Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Qualifizierung

Da es keine einheitliche Personalsachbearbeiter-Qualifizierung gibt, existieren auch keine allgemeingültigen Rahmenbedingungen. Interessierte müssen sich daher die verschiedenen Lehrgänge genau ansehen und unter anderem den erreichbaren Abschluss hinterfragen. Oftmals gibt es lediglich ein Zertifikat des jeweiligen Anbieters. Ein IHK-Abschluss ist aber ebenfalls möglich und verspricht eine höhere Anerkennung am Arbeitsmarkt.

In der Regel setzt die Qualifizierung eine kaufmännische Ausbildung und ein besonderes Interesse am Personalwesen voraus. Je nach Lehrgang sollte man einige Wochen bis Monate Zeit einplanen; berufsbegleitende Varianten dauern entsprechend länger. Auch die Kosten schwanken stark, weshalb ein durchdachtes Finanzierungskonzept sinnvoll ist.

Grundsätzlich sollten Interessierte mehrere Anbieter kontaktieren und unverbindlich das kostenlose Informationsmaterial anfordern. Anhand der Unterlagen erfahren sie mehr über Inhalte, Dauer, Abschluss und Kosten. Eine gute Orientierung bietet außerdem unser Ratgeber zur geförderten Weiterbildung über das Arbeitsamt.


Förderung durch das Arbeitsamt

Bildungsgutschein und Kostenübernahme

Menschen, die die Weiterbildung zur Personalsachbearbeitung nicht aus eigener Tasche finanzieren können, sollten frühzeitig das Gespräch mit ihrer Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter suchen. Diese bieten nicht nur umfassende Beratung, sondern gegebenenfalls auch Zugang zu einer passenden Förderung. Die Förderung ist eine Kann-Leistung und wird nur gewährt, wenn die Behörde die Qualifizierung im konkreten Einzelfall befürwortet und der Anbieter nach der AZAV zertifiziert ist. Angehende Personalsachbearbeiter/innen, die gefördert werden, erhalten einen Bildungsgutschein für die Lehrgangskosten und zusätzlich Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Dadurch sind sowohl die Weiterbildungskosten als auch die finanzielle Existenz während der Maßnahme abgesichert. Passende Kurse lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit recherchieren.


Anerkannte Ausbildungsberufe als Alternative

Dass Personalsachbearbeiter/in kein anerkannter Ausbildungs- beziehungsweise Umschulungsberuf ist, missfällt vielen Interessierten. Im Zweifelsfall lohnt sich der Blick auf anerkannte Ausbildungsberufe im Personal- und kaufmännischen Bereich, etwa:

Mit einer solchen Berufswahl absolviert man eine richtige Umschulung mit anerkanntem Berufsabschluss und kann darauf die weitere Karriere aufbauen. Verwandte kaufmännische Umschulungen mit klarer Bürobetonung sind zum Beispiel die Umschulung zum Sachbearbeiter, der Weg zum Industriekaufmann oder eine Umschulung zum Buchhalter. Es lohnt sich, über den Tellerrand zu schauen und verschiedene Optionen zu prüfen. Einen vollständigen Überblick bietet unsere Übersicht der Umschulungen über das Arbeitsamt.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Personalwesen

Menschen mit kaufmännischem Berufsabschluss, die sich auf die Personalsachbearbeitung konzentrieren möchten, brauchen in der Regel keine spezielle Umschulung, sondern profitieren von einer gezielten Weiterbildung im Bereich Personal.

Insbesondere die folgenden Qualifikationen sind hier zu nennen:

Der Personalfachkaufmann beziehungsweise die Personalfachkauffrau gilt dabei als anerkannter IHK-Fortbildungsabschluss und öffnet vielen Personalsachbearbeiter/innen den Weg in verantwortungsvollere Positionen.

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Berufsbegleitendes Studium für die Personalarbeit

Personalsachbearbeiter/innen sollten das lebenslange Lernen im Blick behalten und der zunehmenden Akademisierung Rechnung tragen. Häufig liegt daher ein berufsbegleitendes Studium nahe.

Für ein Studium neben dem Beruf bestehen die folgenden Optionen:

Unabhängig von der Studienform eignen sich vor allem Fächer wie BWL, Wirtschaftswissenschaft, Personalmanagement und Human Resources für eine Karriere in der Personalarbeit.


Berufsbegleitende Ausbildung als Basis für den Quereinstieg

Nicht nur ein Studium, sondern auch eine Berufsausbildung kann heutzutage berufsbegleitend stattfinden. Dabei handelt es sich typischerweise um Teilzeitausbildungen, die viel Flexibilität und dadurch eine gute Vereinbarkeit mit der Familie bieten.

Auch anerkannte Ausbildungsberufe aus dem Personalbereich lassen sich auf diese Weise erlernen. Es muss also nicht zwingend eine Umschulung sein - ein Quereinstieg kann ebenso über eine Teilzeitausbildung gelingen.


Passende Anbieter finden

Der Quereinstieg als Personalsachbearbeiter/in gelingt am besten über eine Weiterbildung im Personalwesen oder über eine Umschulung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf.

Dabei handelt es sich vielfach um außerbetriebliche Lehrgänge. Diese werden nicht von den Arbeitsämtern selbst, sondern vornehmlich von privaten Bildungseinrichtungen angeboten. Für eine Förderung über den Bildungsgutschein sollten Interessierte gezielt nach AZAV-zugelassenen Anbietern über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit suchen. Die Anbietersuche erfordert somit eine gewisse Recherche und einen Vergleich von Inhalten, Abschluss und Kosten.

Der Berufsalltag als Personalsachbearbeiter/in

Der Arbeitstag in der Personalsachbearbeitung ist geprägt von einer Mischung aus administrativen Routinen und dem Kontakt zu Menschen. Ein typischer Vormittag beginnt oft mit der Bearbeitung eingehender Post und E-Mails: Bewerbungen werden gesichtet, Arbeitszeugnisse vorbereitet und Fristen für befristete Verträge im Blick behalten. Ein großer Teil der Arbeit entfällt auf die Pflege der Personalstammdaten in einer Personalsoftware.

Rund um den Monatswechsel rückt die Lohn- und Gehaltsabrechnung in den Vordergrund. Personalsachbearbeiter/innen erfassen Fehlzeiten, Überstunden und variable Bezüge, prüfen die Abrechnungen auf Plausibilität und stimmen sich mit der Buchhaltung sowie mit Krankenkassen und Sozialversicherungsträgern ab. Fehler wirken sich hier unmittelbar auf das Gehalt der Beschäftigten aus, weshalb Sorgfalt und ein gutes Zahlenverständnis gefragt sind.

Hinzu kommt die Beratung: Beschäftigte wenden sich mit Fragen zu Urlaubsansprüchen, Elternzeit, Arbeitszeugnissen oder der betrieblichen Altersvorsorge an die Personalabteilung. Diese Mischung aus Verwaltung, Recht und persönlichem Kontakt macht den Reiz des Berufs aus - erfordert aber auch Diskretion, denn Personalsachbearbeiter/innen haben Einblick in sensible und vertrauliche Daten.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Aussichten in der Personalsachbearbeitung sind stabil. Da jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe Personal verwalten muss, besteht eine breite und branchenübergreifende Nachfrage - vom Handwerksbetrieb über den Mittelstand bis zum Konzern und zur öffentlichen Verwaltung. Personalarbeit lässt sich zudem kaum ins Ausland verlagern, weil sie eng an nationales Arbeits- und Sozialrecht gebunden ist.

Gleichzeitig verändert die Digitalisierung das Berufsbild. Standardisierte Aufgaben wie die Abrechnung werden zunehmend von Software unterstützt, während Kompetenzen in HR-Systemen, Datenschutz und Prozessdenken an Bedeutung gewinnen. Wer sich in diesen Feldern fortbildet und einen anerkannten Abschluss wie den Personalfachkaufmann anstrebt, verbessert die eigenen Aufstiegs- und Verdienstchancen spürbar.

Für Quereinsteiger/innen mit kaufmännischem Hintergrund ist der Weg in die Personalsachbearbeitung damit realistisch und dauerhaft tragfähig. Wichtig ist, die Qualifizierung mit einem am Arbeitsmarkt anerkannten Abschluss zu verbinden und die Wahl der Weiterbildung vorab mit der Agentur für Arbeit abzustimmen, falls eine Förderung angestrebt wird.

Abgrenzung zu verwandten Personalberufen

Rund um das Personalwesen kursieren viele Berufsbezeichnungen, die sich in Aufgaben und Anspruch unterscheiden. Eine klare Abgrenzung hilft bei der Wahl der passenden Qualifizierung.

Die Personalsachbearbeitung ist stark administrativ ausgerichtet: Sie umfasst Verwaltung, Abrechnung und die Umsetzung personalrechtlicher Vorgaben. Der oder die Personalreferent/in arbeitet dagegen konzeptioneller und beratender, etwa in der Personalentwicklung, im Recruiting oder bei der Betreuung von Führungskräften. Der Personalfachkaufmann (IHK) ist ein anerkannter Fortbildungsabschluss, der beide Ebenen verbindet und häufig als Sprungbrett in leitende Positionen dient.

Wer schwerpunktmäßig mit Zahlen arbeiten möchte, sollte auch die Nähe zur Lohn- und Gehaltsbuchhaltung bedenken. Hier gibt es Überschneidungen zur klassischen Buchhaltung, weshalb sich für manche Interessierte eine kaufmännische Umschulung mit Rechnungswesen-Schwerpunkt eher eignet als eine reine Personal-Weiterbildung. Die eigenen Stärken und Interessen sollten daher am Anfang der Entscheidung stehen - nicht die Berufsbezeichnung.

Häufige Fragen zur Umschulung Personalsachbearbeiter

Gibt es eine anerkannte Umschulung zum Personalsachbearbeiter?
Nein. Personalsachbearbeiter/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, daher gibt es keine gleichnamige Umschulung mit staatlichem Abschluss. Der Quereinstieg gelingt über eine zertifizierte Weiterbildung mit Anbieter- oder IHK-Zertifikat oder über eine Umschulung in einem verwandten kaufmännischen Ausbildungsberuf wie Personaldienstleistungskaufmann/-frau.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Personalsachbearbeitung?
Die Dauer hängt stark vom Anbieter und der Lernform ab. Kompakte Vollzeitlehrgänge dauern oft einige Wochen bis wenige Monate. Berufsbegleitende oder Fernlehrgänge, die parallel zum Job absolviert werden, erstrecken sich in der Regel über mehrere Monate bis etwa ein Jahr. Ein IHK-Abschluss ist meist mit einem längeren Lehrgang verbunden.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?
Üblich ist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und Interesse am Personalwesen. Wichtig sind außerdem Sorgfalt, Zahlenverständnis, Diskretion und Kommunikationsstärke. Formale Zugangsvoraussetzungen variieren je nach Anbieter; manche Lehrgänge stehen auch Quereinsteiger/innen ohne kaufmännischen Abschluss offen, wenn einschlägige Berufserfahrung vorliegt.

Übernimmt das Arbeitsamt die Kosten?
Das ist möglich. Über einen Bildungsgutschein kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Lehrgangskosten übernehmen. Voraussetzung ist, dass der Anbieter nach der AZAV zertifiziert ist und die Behörde die Weiterbildung im Einzelfall befürwortet. Es handelt sich um eine Kann-Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Ein frühzeitiges Beratungsgespräch ist daher wichtig.

Wie viel verdient ein Personalsachbearbeiter?
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt je nach Region, Branche, Unternehmensgröße und Berufserfahrung meist zwischen rund 32.000 und 45.000 Euro. Mit einem IHK-Abschluss, zusätzlicher Verantwortung oder in größeren Unternehmen sind höhere Gehälter erreichbar. In der öffentlichen Verwaltung richtet sich die Vergütung nach dem jeweiligen Tarifvertrag.

Lohnt sich stattdessen der Personalfachkaufmann?
Für viele Interessierte ja. Der Personalfachkaufmann beziehungsweise die Personalfachkauffrau ist ein anerkannter IHK-Fortbildungsabschluss und am Arbeitsmarkt höher angesehen als ein reines Anbieter-Zertifikat. Wer bereits eine kaufmännische Ausbildung und Berufserfahrung mitbringt, kann mit diesem Abschluss deutlich bessere Aufstiegs- und Verdienstchancen im Personalwesen erschließen.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Der Wunsch nach einer zweiten Karriere in der Personalsachbearbeitung ist angesichts der guten Chancen und abwechslungsreichen Aufgaben gut nachvollziehbar. Interessierte sollten allerdings nichts überstürzen und stattdessen den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung für die Personalsachbearbeitung.

Die persönliche Eignung darf bei der Entscheidungsfindung nicht vernachlässigt werden. Kommunikationsstärke, Organisationsgeschick, Offenheit, ökonomisches Interesse, Verantwortungsbewusstsein, Diskretion und Zuverlässigkeit sind in diesem Beruf in besonderem Maße gefragt.