Umschulung Masseur - Quereinstieg über das Arbeitsamt

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Die Umschulung zum Masseur und medizinischen Bademeister eröffnet einen anerkannten Zugang zum Gesundheitswesen und Wellnessbereich. Der Beruf ist bundesweit einheitlich über das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) geregelt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Wer über das Arbeitsamt umschulen möchte, kann die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen über einen Bildungsgutschein fördern lassen. Dieser Ratgeber erklärt Ablauf, Dauer, Voraussetzungen, Kosten und Berufsaussichten.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Der Beruf heißt offiziell "Masseur und medizinischer Bademeister" und ist über das MPhG bundeseinheitlich geregelt.
  • Die schulische Ausbildung dauert 2,5 Jahre: 2 Jahre Lehrgang plus 6 Monate praktische Tätigkeit nach der staatlichen Prüfung.
  • Voraussetzung sind mindestens ein Hauptschulabschluss, ein Alter ab 16 Jahren und die gesundheitliche Eignung.
  • Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt je nach Einsatzbereich und Erfahrung etwa zwischen 24.000 und 36.000 Euro.
  • Das Arbeitsamt kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein fördern, wenn sie beruflich notwendig ist.
2,5 JahreDauerVollzeit / je nach Lehrgang
24.000-36.000 €Verdienstbrutto/Jahr
Staatlich anerkanntAbschlussAnerkannte Qualifikation
BildungsgutscheinFörderung§ 81 SGB III, AZAV-Träger

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Inhaltsverzeichnis

Masseur behandelt einen Patienten mit einer Rückenmassage in einer physikalischen Praxis

Berufsbild Masseur/in - Berufliche Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten

Wenn es um einen anerkannten Beruf im Massage-Bereich geht, geht es stets um den Masseur und medizinischen Bademeister. Dabei handelt es sich um einen bundeseinheitlich geregelten Beruf mit staatlicher Abschlussprüfung nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz.

Als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in widmet man sich sogenannten physikalischen Therapien und behandelt so Patientinnen und Patienten. Vor allem in den folgenden Bereichen bestehen berufliche Perspektiven:

Die Verdienstmöglichkeiten sind bei der Berufswahl ebenfalls zu beachten. Vor allem diejenigen, die einen beruflichen Neuanfang wagen und noch einmal durchstarten möchten, sollten sich mit der Einkommenssituation im Massage-Bereich befassen. Je nach Einsatzbereich, Erfahrung und Position kann es Unterschiede geben, aber im Allgemeinen lässt sich ein durchschnittliches Gehalt zwischen rund 24.000 Euro und 36.000 Euro brutto im Jahr heranziehen. Wer sich später selbstständig macht oder in einer Praxisleitung tätig ist, kann darüber hinaus verdienen.

Die Umschulung zum/zur Masseur/in und medizinischen Bademeister/in

Wer sich zum/zur Masseur/in und medizinischen Bademeister/in umschulen lassen möchte, sollte das Berufsbild kennen und außerdem um die besondere Qualifizierung wissen. Eine Umschulung kommt als Zweitausbildung daher und richtet sich speziell an Menschen, die bereits einen anderen Beruf erlernt haben und nun einen Berufswechsel vollziehen wollen oder müssen.

Die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister ist grundsätzlich schulisch organisiert und findet an Berufsfachschulen statt. Eine außerbetriebliche Umschulung unterscheidet sich organisatorisch kaum von der Ausbildung und kann ebenfalls an einer öffentlichen Berufsfachschule stattfinden. Alternativ kommen auch private Bildungsanbieter in Betracht. Unabhängig davon, wo und wie man sich qualifiziert, geht es stets um die Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung.

Dazu stehen die folgenden Inhalte auf dem Plan:


Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Nicht nur die Inhalte, sondern auch die Rahmenbedingungen der Masseur-Umschulung sind von großem Interesse und sollten im Vorfeld ergründet werden. Interessierte tun gut daran, zu recherchieren und sich mit dem Ablauf vertraut zu machen.

Nachfolgend findet sich eine Übersicht zur ersten Orientierung.


Die Umschulung zum Masseur ist staatlich anerkannt

Nicht nur die reguläre Ausbildung, sondern auch die Umschulung zum Masseur dient zur Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich so als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in und dürfen die geschützte Berufsbezeichnung führen.

Die offizielle Anerkennung steht somit außer Frage und ist auch im Falle der Umschulungsmaßnahme gegeben. Grundlage ist das Masseur- und Physiotherapeutengesetz, das den Beruf bundesweit einheitlich regelt. Damit ist der Abschluss in ganz Deutschland gültig.


Alternativen zur Umschulung zum/zur Masseur/in

Menschen, die grundsätzlich an einem beruflichen Neuanfang als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in interessiert sind, sich mit der Berufswahl aber noch nicht sicher sind, sollten auch die folgenden Alternativen im Hinterkopf haben:

Dabei handelt es sich um ähnliche Berufe, die trotz der bestehenden Parallelen eigene Besonderheiten aufweisen und somit andere Schwerpunkte setzen. Dadurch sichern sich angehende Umschüler/innen eine größere Auswahl und können schlussendlich die Qualifizierung finden, die am besten zu ihren Karriereplänen passt. Einen Überblick über weitere Berufe bietet die Seite zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Wer die Weichen für seine Zukunft stellen und beruflich von vorne anfangen möchte, sollte also auch für Umschulungsalternativen offen sein.


So kann das Arbeitsamt bei der Umschulung zum/zur Masseur/in helfen

Das Arbeitsamt ist nicht nur für die Gewährung von Sozialleistungen für Arbeitslose zuständig, sondern bietet umfassende Beratungen für Arbeitssuchende. Interessierte an einer Umschulungsmaßnahme können sich vertrauensvoll an das Arbeitsamt wenden.

Dort erfahren sie mehr, können von einer direkten Vermittlung profitieren und eine Förderung beantragen. Einerseits kann es einen Bildungsgutschein und andererseits Hilfen zum Lebensunterhalt geben. Der Bildungsgutschein deckt bei bewilligten Maßnahmen die Lehrgangskosten sowie mögliche Fahrt- und Betreuungskosten ab. Ob eine Förderung gewährt wird, entscheidet die zuständige Beraterin oder der Berater im Einzelfall.

Reguläre Umschulungsmaßnahmen kommen üblicherweise in Vollzeit daher. Wer jedoch eigene Kinder versorgen muss oder einen Angehörigen pflegt, kann dies nicht immer leisten. Genau für solche Fälle gibt es die berufsbegleitende Ausbildung, die als Teilzeitausbildung konzipiert ist und sich mit privaten Verpflichtungen vereinbaren lässt. Anstelle einer Masseur-Umschulung kommt somit vielleicht auch eine berufsbegleitende Ausbildung in Betracht. Weitere Fördermöglichkeiten erklärt der Ratgeber zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

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Spezielle Weiterbildungen für Masseure und Masseurinnen

Als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in mit offiziellem Abschluss ist man gut für den beruflichen Alltag gerüstet. Gleichzeitig darf man die Relevanz regelmäßiger Weiterbildungen nicht unterschätzen.

Unter den speziellen Weiterbildungen für Masseure und Masseurinnen finden sich unter anderem Seminare zu den folgenden Themen:

Wer sich in diesen Bereichen fortbildet, kann sich fachlich spezialisieren und den eigenen Marktwert steigern. Manche Weiterbildungen sind zudem Voraussetzung, um bestimmte Leistungen über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu dürfen. AZAV-zugelassene Anbieter lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden.

Der Berufsalltag als Masseur

Der Arbeitsalltag als Masseur und medizinischer Bademeister ist geprägt vom direkten Kontakt mit Patientinnen und Patienten. Nach einer kurzen Befunderhebung wählt die Fachkraft die passende Behandlung aus, etwa eine klassische Massage, eine Lymphdrainage oder eine Anwendung mit Wärme, Kälte oder Wasser. Die Arbeit erfordert körperliche Belastbarkeit, weil die Behandlungen im Stehen und mit Krafteinsatz erfolgen.

Neben der eigentlichen Behandlung gehören die Dokumentation, die Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten sowie mit Physiotherapeuten und die Beratung der Patienten zum Alltag. In Kliniken und Reha-Einrichtungen arbeitet man häufig im Team, in einer eigenen Praxis kommen zusätzlich organisatorische und kaufmännische Aufgaben hinzu. Einfühlungsvermögen und ein freundlicher Umgang sind wichtig, weil viele Patienten mit Schmerzen oder Beschwerden kommen.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Aussichten für Masseure und medizinische Bademeister gelten als stabil. Der demografische Wandel und das wachsende Gesundheitsbewusstsein sorgen für eine gleichbleibend hohe Nachfrage nach physikalischen Therapien. Gerade in Reha-Kliniken, Krankenhäusern und im Pflegebereich werden qualifizierte Fachkräfte gesucht.

Auch der Wellness- und Präventionsmarkt bietet Beschäftigungsmöglichkeiten, etwa in Hotels, Thermen und Fitnessstudios. Wer flexibel bei Einsatzort und Arbeitszeit ist, findet in der Regel ohne lange Suche eine Anstellung. Aktuelle Stellenangebote lassen sich über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit recherchieren. Mit zusätzlicher Qualifikation, etwa als Physiotherapeut, lassen sich die Karrierechancen weiter ausbauen.

So läuft die staatliche Abschlussprüfung ab

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht. Im schriftlichen Teil werden Kenntnisse aus Fächern wie Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre und den Behandlungsverfahren abgefragt. Der mündliche Teil vertieft dieses Wissen im Gespräch mit den Prüfenden.

Im praktischen Teil weisen die Prüflinge nach, dass sie Massagen, Bäder und weitere Anwendungen fachgerecht durchführen können. Erst nach bestandener Prüfung folgt die sechsmonatige praktische Tätigkeit, nach deren Abschluss die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung erteilt wird. Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie in der Regel wiederholen. Eine gute Vorbereitung während des Lehrgangs ist daher entscheidend für den erfolgreichen Abschluss.

Finanzierung und Ablauf des Bildungsgutscheins

Wer die Masseur-Umschulung nicht selbst finanzieren kann oder möchte, sollte frühzeitig das Gespräch mit dem Arbeitsamt suchen. Der Bildungsgutschein ist das zentrale Förderinstrument und wird ausgestellt, wenn die Umschulung als beruflich notwendig eingestuft wird, etwa weil der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann oder um Arbeitslosigkeit abzuwenden.

Wichtig ist die Reihenfolge: Der Gutschein muss vor Beginn der Maßnahme beantragt und bewilligt werden. Erst danach lässt er sich bei einem zugelassenen Anbieter einlösen. Zugelassen sind Bildungsträger, die über ein AZAV-Zertifikat verfügen; entsprechende Anbieter lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden. Neben den reinen Lehrgangskosten können auch Fahrtkosten, auswärtige Unterbringung und die Betreuung von Kindern übernommen werden. Ergänzend besteht während der Umschulung häufig ein Anspruch auf Sicherung des Lebensunterhalts, sodass der finanzielle Einschnitt überschaubar bleibt.

Häufige Fragen zur Masseur-Umschulung

Wie lange dauert die Umschulung zum Masseur?
Die Ausbildung dauert insgesamt 2,5 Jahre. Sie besteht aus einem zweijährigen schulischen Lehrgang mit theoretischem und praktischem Unterricht sowie einer anschließenden praktischen Tätigkeit von sechs Monaten nach der staatlichen Prüfung. Erst danach darf die Berufsbezeichnung geführt werden.

Welche Voraussetzungen gelten für die Umschulung?
Interessierte benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Zusätzlich müssen sie das 16. Lebensjahr vollendet haben und die gesundheitliche Eignung für den Beruf mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen. Eine bestimmte Vorbildung im Gesundheitsbereich ist nicht erforderlich.

Zahlt das Arbeitsamt die Masseur-Umschulung?
Das Arbeitsamt kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein fördern, wenn sie beruflich notwendig ist. Der Gutschein deckt die Lehrgangskosten sowie mögliche Fahrt- und Betreuungskosten ab. Über die Bewilligung entscheidet die zuständige Beraterin oder der Berater nach einem persönlichen Beratungsgespräch im Einzelfall.

Was verdient man als Masseur und medizinischer Bademeister?
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt je nach Einsatzbereich, Erfahrung und Position etwa zwischen 24.000 und 36.000 Euro. In Kliniken mit Tarifbindung fällt die Vergütung oft höher aus als in kleinen Praxen. Mit einer Selbstständigkeit oder einer Leitungsfunktion sind darüber hinaus höhere Einkommen möglich.

Ist die Umschulung staatlich anerkannt?
Ja. Die Umschulung bereitet auf dieselbe staatliche Prüfung vor wie die reguläre Ausbildung. Grundlage ist das Masseur- und Physiotherapeutengesetz, das den Beruf bundesweit einheitlich regelt. Der Abschluss ist damit in ganz Deutschland gültig, und die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt.

Kann man die Umschulung in Teilzeit machen?
Reguläre Umschulungen finden meist in Vollzeit statt. Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, kann jedoch eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit prüfen. Nicht jeder Anbieter hält ein solches Modell bereit, daher lohnt sich eine gezielte Recherche und ein Gespräch mit der Beratung des Arbeitsamts.
Welche Inhalte hat die Umschulung zum Masseur?
In der Umschulung zum Masseur lernen Sie vor allem physikalisch-therapeutische Grundlagen sowie verschiedene Techniken der Massagetherapie. Zu den Inhalten der Umschulung gehören z.B. Anatomie, Bewegungslehre und physiotherapeutische Anwendungen, mit denen Sie Beschwerden Ihrer Patienten lindern. So erwerben Sie das fachliche Rüstzeug, das Sie für die staatliche Prüfung benötigen.
Wo kann man als Masseur und medizinischer Bademeister arbeiten?
Nach dem Abschluss können Sie z.B. in einem Krankenhaus, in Rehakliniken, in Alten- und Pflegeheimen oder in Massagepraxen arbeiten. Auch in klinischen Fachbereichen wie der Strahlentherapie werden Masseure eingesetzt, um Patienten begleitend zu betreuen und Verspannungen zu lindern. In welchem Umfeld Sie tätig sein möchten, können Sie je nach Interesse und Angebot auswählen.
Gehört ein Praktikum zur Umschulung zum Masseur?
Ja, an den schulischen Lehrgang schließt sich eine praktische Tätigkeit an, in der Sie erste Berufserfahrung erhalten. In dieser Phase wenden Sie physiotherapeutische und massagetherapeutische Techniken direkt am Patienten an. So vertiefen Sie im Praktikum die Kenntnisse, die Sie zuvor im theoretischen Teil der Umschulung erwerben.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

In Zusammenhang mit einer Masseur-Umschulung müssen viele Dinge bedacht werden. Interessierte sollten daher nicht vor einem erhöhten Rechercheaufwand zurückschrecken, sondern alle Informationen sammeln, um den Berufswechsel von Anfang an gezielt anzugehen. Daher gibt es nachfolgend auch einen Tipp für die Masseur-Umschulung.

Fordern Sie Informationsmaterial bei Anbietern der Masseur-Umschulung unverbindlich an!

Die Umschulungsanbieter liefern Informationen rund um die Umschulung zum/zur Masseur/in aus erster Hand. Daher sollten Interessierte direkt an der Quelle nachfragen und die Unterlagen verschiedener Anbieter anfordern.

Dadurch können angehende Masseure die Umschulungen vergleichen und zudem mit einzelnen Anbietern in Kontakt treten. So gewinnen sie einen persönlichen Eindruck und können die richtigen Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen.