Umschulung IT-Systemelektroniker - Quereinstieg über das Arbeitsamt
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
- Die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in dauert als geförderte Maßnahme meist rund zwei Jahre und endet mit der IHK-Abschlussprüfung im anerkannten Ausbildungsberuf.
- IT-Systemelektroniker/innen planen, installieren und warten IT-Systeme und verbinden dabei Elektrotechnik mit Informationstechnik.
- Voraussetzung ist in der Regel eine bereits abgeschlossene Erstausbildung sowie technisches Verständnis; eine spezielle Vorbildung ist nicht vorgeschrieben.
- Das Arbeitsamt kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein vollständig fördern und zusätzlich den Lebensunterhalt sichern.
- Die Verdienstmöglichkeiten liegen im Einstieg meist zwischen rund 2.400 und 3.200 Euro brutto im Monat, mit Weiterbildung deutlich mehr.
Die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in verschafft Berufswechsler/innen den anerkannten Zugang zu einem gefragten IT-Beruf. Wer in seinem alten Job keine Perspektive mehr hat, muss nicht dauerhaft vom Arbeitsamt abhängig bleiben, sondern kann über eine Zweitausbildung noch einmal von vorne beginnen. Die IT-Systemelektroniker-Umschulung ist dafür gut geeignet und eröffnet solide Berufsaussichten.
In der IT-Branche werden auf allen Ebenen versierte Fachkräfte dringend gebraucht. Wer diese Nachfrage nutzen und sich zum IT-Systemelektroniker umschulen lassen möchte, sollte vorab etwas Rechercheaufwand betreiben, um sich ein genaues Bild zu machen. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt ist dabei ein sinnvoller erster Schritt.
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Inhaltsverzeichnis
- Berufsbild, Karrierechancen und Verdienst
- Die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in
- Für wen sich die Umschulung eignet
- Finanzielle Hilfen vom Arbeitsamt
- Alternativen zur Umschulung
- Stellenangebote als Orientierungshilfe
- Weiterbildungsmöglichkeiten
- Berufsbegleitendes Studium
- Der Berufsalltag als IT-Systemelektroniker/in
- Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
- So läuft die Abschlussprüfung ab
- Häufige Fragen zur Umschulung

Berufsbild IT-Systemelektroniker/in - Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten
Wer mit dem Gedanken spielt, den Beruf des IT-Systemelektronikers zu ergreifen, sollte sich zunächst eingehend mit dem Berufsbild befassen. IT-Systemelektroniker/innen sind für die Planung und Installation von IT-Systemen zuständig. Sie richten Stromversorgungen ein, verlegen Leitungen und nehmen Geräte in Betrieb.
Die Konfiguration gehört ebenso wie die Inbetriebnahme zu ihren charakteristischen Aufgaben. Wartungen, Fehleranalysen und elektrotechnische Arbeiten runden das Tätigkeitsprofil ab. Als IT-Systemelektroniker/in ist man einerseits für elektrotechnische Aufgaben zuständig, andererseits in der Informationstechnik beheimatet. Daraus ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen Karrierechancen:
- IT-Unternehmen und Systemhäuser
- Elektro-Branche und Elektroinstallation
- Telekommunikation
- Handel mit IT- und Elektronikprodukten
Die Verdienstmöglichkeiten von IT-Systemelektronikern hängen von Region, Branche und Berufserfahrung ab. Im Einstieg bewegt sich das Bruttogehalt meist zwischen rund 2.400 und 3.200 Euro im Monat. Mit wachsender Erfahrung sowie mit Fortbildungen zum Techniker oder Meister sind deutlich höhere Gehälter erreichbar.
Die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in
IT-Systemelektroniker/in wird man üblicherweise über eine duale Berufsausbildung. Nach drei Jahren und bestandener Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer kann man im Beruf Fuß fassen. Quereinsteiger/innen aus anderen Sparten schlagen dagegen einen anderen Weg ein und nutzen eine Umschulung als Zweitausbildung zum IT-Systemelektroniker.
Die Umschulung führt ebenfalls zum offiziellen IHK-Abschluss und vermittelt fundierte Kenntnisse in den folgenden Themenfeldern:
- Informatik
- Mathematik
- Physik
- Elektrotechnik
- Systemtechnik
- IT-Systeme
- Netzwerktechnik
- Wirtschaftslehre
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der IT-Systemelektroniker-Umschulung
Die inhaltliche Gestaltung der Umschulung zum IT-Systemelektroniker orientiert sich an der klassischen Ausbildung im dualen System. Vom Ablauf her unterscheidet sie sich jedoch. Eine bestimmte Vorbildung wird zwar nicht verlangt, doch angehende Umschüler/innen müssen für gewöhnlich eine abgeschlossene Ausbildung in einem beliebigen Beruf vorweisen. Für den überwiegend außerbetrieblichen Lehrgang sind in der Regel rund zwei Jahre einzukalkulieren.
Private Lehrgangsanbieter finanzieren sich über Gebühren, sodass eine Umschulung zum IT-Systemelektroniker mehrere Tausend Euro kosten kann. Wird die Maßnahme über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit gefördert, übernimmt das Amt die Lehrgangskosten. Konkrete Preise nennt stets der jeweilige Anbieter; AZAV-zugelassene Anbieter lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden.
Für wen sich die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in eignet
Finanzielle Hilfen vom Arbeitsamt für die IT-Systemelektroniker-Umschulung
Alternativen zur Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in
- Informationselektroniker/in
- Elektroniker/in für Geräte und Systeme
- Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik
- Elektroniker/in für Automatisierungstechnik
- Mechatroniker/in
Stellenangebote für IT-Systemelektroniker/innen als Orientierungshilfe
Weiterbildungsmöglichkeiten für IT-Systemelektroniker/innen
Berufswechsler/innen, die sich mit den Stellenangeboten für IT-Systemelektroniker/innen befassen, stellen immer wieder fest, wie wichtig lebenslanges Lernen ist. Die geforderten Kenntnisse übersteigen oft die Inhalte der klassischen Ausbildung und werden zum Beispiel über Seminare zu den folgenden Themen vermittelt:
- IT-Management
- Datenschutz und IT-Sicherheit
- Informations- und Kommunikationstechnik
- Qualitätsprüfung
Es besteht zudem die Möglichkeit, einen höheren beruflichen Abschluss zu erlangen, indem man eine der folgenden Aufstiegsfortbildungen absolviert. Diese Wege sind über das Weiterbildungsangebot der Agentur für Arbeit teils förderfähig:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in - Informatik
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in - Elektrotechnik
- Technische/r Fachwirt/in
- Industriemeister/in - Elektrotechnik
Berufsbegleitendes Studium für IT-Systemelektroniker/innen
Der Beruf des IT-Systemelektronikers bietet spürbares Entwicklungspotenzial. Dazu zählt auch die Akademisierung: Ein Fernstudium oder ein anderes berufsbegleitendes Studium kann die nächste Stufe der Qualifizierung sein. Vor allem die folgenden Fächer eignen sich für ambitionierte IT-Systemelektroniker/innen:
- Informatik
- Technische Informatik
- Elektrotechnik
- Informationstechnik
- Wirtschaftsingenieurwesen
- Automatisierungstechnik
Der Berufsalltag als IT-Systemelektroniker/in
Der Arbeitstag von IT-Systemelektroniker/innen ist abwechslungsreich und verbindet handwerkliche mit informationstechnischen Aufgaben. Häufig beginnt er mit der Auftragsplanung: Welche Komponenten werden benötigt, wie ist die Stromversorgung auszulegen und welche Netzwerktopologie ist sinnvoll? Anschließend geht es an die praktische Umsetzung.
Zu den typischen Tätigkeiten gehört das Aufbauen von Serverschränken, das Verlegen von Netzwerk- und Stromleitungen sowie das Einrichten von Betriebssystemen und Netzwerkkomponenten. Wenn Systeme in Betrieb genommen sind, kümmern sich IT-Systemelektroniker/innen um Wartung, Fehlersuche und Reparaturen. Die Arbeit findet je nach Einsatzgebiet im Serverraum, beim Kunden vor Ort oder in der Werkstatt statt. Ein sicherer Umgang mit elektrotechnischen Vorschriften und Messgeräten gehört ebenso dazu wie kommunikatives Geschick, denn oft ist der direkte Kontakt mit Kunden gefragt.
Für Umschüler/innen bedeutet das: Der Beruf verlangt Sorgfalt und Genauigkeit, belohnt aber mit sichtbaren Ergebnissen. Wer gerne selbst Hand anlegt und zugleich logisch an technische Probleme herangeht, findet hier ein passendes Betätigungsfeld. Auch die Bereitschaft, sich in neue Technik einzuarbeiten, ist wichtig, da sich Hard- und Software fortlaufend weiterentwickeln. Wer während der Umschulung ein betriebliches Praktikum absolviert, sammelt erste Praxiserfahrung und knüpft nebenbei Kontakte zu möglichen Arbeitgebern.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt für IT-Systemelektroniker/innen
Die Berufsaussichten für IT-Systemelektroniker/innen sind stabil. Die fortschreitende Digitalisierung, der Ausbau von Netzwerken und die wachsende Zahl vernetzter Geräte sorgen für anhaltende Nachfrage nach Fachkräften, die Elektrotechnik und IT zusammenbringen. Systemhäuser, Telekommunikationsunternehmen, Rechenzentren und die Elektroindustrie suchen regelmäßig qualifiziertes Personal.
Für Umschüler/innen ist das ein Vorteil: Wer den anerkannten Abschluss vorweisen kann und Bereitschaft zur Weiterbildung mitbringt, findet in vielen Regionen gute Beschäftigungschancen. Da IT-Systeme in nahezu allen Branchen zum Einsatz kommen, ist der Beruf zudem vergleichsweise krisensicher. Wer sich zusätzlich in gefragten Feldern wie IT-Sicherheit oder Netzwerktechnik spezialisiert, verbessert seine Position auf dem Arbeitsmarkt weiter.
So läuft die Abschlussprüfung ab
Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Da der Beruf zu den anerkannten IT-Berufen zählt, ist die Prüfung als gestreckte Abschlussprüfung aufgebaut: Sie besteht aus zwei zeitlich getrennten Teilen, deren Ergebnisse zusammen die Endnote bilden.
Teil 1 wird bereits vor dem Ende der Maßnahme abgelegt und prüft die bis dahin vermittelten Grundlagen. Teil 2 folgt am Ende und umfasst schriftliche Prüfungsbereiche sowie eine praktische Aufgabe, in der eine betriebliche Situation bearbeitet und im Fachgespräch erläutert wird. Bestehen Umschüler/innen beide Teile, erhalten sie das IHK-Zeugnis über den Berufsabschluss - dieselbe Qualifikation wie Absolvent/innen der regulären dualen Ausbildung. Eine gezielte Prüfungsvorbereitung, etwa über den Lehrgangsanbieter oder die IHK, erhöht die Erfolgschancen deutlich.
Neben den fachlichen Inhalten prüft die Abschlussprüfung auch Wirtschafts- und Sozialkunde. Wer sich frühzeitig mit alten Prüfungsaufgaben beschäftigt und die praktischen Abläufe im Lehrgang ernst nimmt, geht mit einem soliden Fundament in die Prüfung. Sollte ein Prüfungsteil nicht auf Anhieb bestanden werden, ist eine Wiederholung möglich. Nach bestandener Prüfung steht dem Berufseinstieg als IT-Systemelektroniker/in nichts mehr im Weg, und die zuvor gesammelte Praxiserfahrung zahlt sich bei der Bewerbung aus.
Häufige Fragen zur Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in
Wie lange dauert die Umschulung zum IT-Systemelektroniker?
Welche Voraussetzungen brauche ich für die Umschulung?
Zahlt das Arbeitsamt die Umschulung zum IT-Systemelektroniker?
Mit welchem Abschluss endet die Umschulung?
Wie viel verdient man als IT-Systemelektroniker/in?
Welche Berufe sind Alternativen zum IT-Systemelektroniker?
Welche Aufgaben übernimmt man im Berufsalltag als IT-Systemelektroniker/in?
Worin unterscheidet sich der IT-Systemelektroniker von einem Fachinformatiker?
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen nach der Umschulung?
Weitere Berufe und alle Fördermöglichkeiten im Überblick bietet unsere Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt. Wer eher eine verwandte technische Richtung sucht, findet auch bei der Umschulung zum Mechatroniker passende Informationen.
Angehende IT-Systemelektroniker/innen, die per Umschulung oder im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung den Quereinstieg schaffen wollen, sollten vorab alle verfügbaren Informationen sammeln. Nur so lässt sich ein genaues Bild machen und die Weichen für einen aussichtsreichen Berufswechsel stellen.
Lassen Sie sich rund um die Umschulung zum/zur IT-Systemelektroniker/in beraten!
Beratungsangebote rund um Qualifizierungsmaßnahmen hält vor allem das Arbeitsamt bereit. Zudem lohnt sich der Kontakt zu IHK und HWK. Auch die Anbieter entsprechender Qualifizierungen sind gute Ansprechpartner. Wer sich umfassend beraten lässt und idealerweise auch mit IT-Systemelektronikern spricht, kann auf dieser Grundlage die richtige Entscheidung treffen.