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Umschulung Technischer Zeichner - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Eine Umschulung zum Technischen Zeichner ist heute nur noch über die beiden Nachfolgeberufe möglich: den Technischen Produktdesigner und den Technischen Systemplaner. Der klassische Ausbildungsberuf Technischer Zeichner wurde 2011 neu geordnet und existiert in seiner alten Form nicht mehr. Wer den Quereinstieg über das Arbeitsamt sucht, kann die zweijährige Umschulung mit einem Bildungsgutschein fördern lassen und erwirbt einen anerkannten IHK-Abschluss in einem der beiden modernen CAD-Berufe.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Der Ausbildungsberuf Technischer Zeichner wurde 2011 neu geordnet; heute umgeschult wird zum Technischen Produktdesigner oder Technischen Systemplaner.
  • Beide Nachfolgeberufe sind anerkannte IHK-Ausbildungsberufe mit dem Schwerpunkt CAD-gestĂĽtzte technische Zeichnungen und 3D-Modelle.
  • Die Umschulung dauert in der Regel etwa zwei Jahre (verkĂĽrzt gegenĂĽber der 3,5-jährigen Erstausbildung) und schlieĂźt mit der IHK-PrĂĽfung ab.
  • Das Arbeitsamt fördert die Umschulung mit einem Bildungsgutschein, der die Lehrgangskosten bei AZAV-zugelassenen Anbietern ĂĽbernimmt.
  • Das Einstiegsgehalt liegt meist bei rund 2.400 bis 2.900 Euro brutto im Monat, mit Berufserfahrung sind rund 3.000 bis 3.800 Euro erreichbar.

Technischer Zeichner erstellt am CAD-Arbeitsplatz eine technische Zeichnung

Berufsbild Technischer Zeichner – Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten

Technische Zeichner/innen setzten früher die Vorgaben von Konstrukteurinnen und Konstrukteuren in technische Pläne um. Dabei konzentrierten sie sich auf eine der folgenden Fachrichtungen:

  • Holztechnik
  • Elektrotechnik
  • Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik
  • Maschinen- und Anlagentechnik
  • Stahl- und Metallbautechnik

Mittlerweile haben der Technische Systemplaner und der Technische Produktdesigner den Technischen Zeichner abgelöst. Nachfolgend gibt es eine kurze Übersicht über die neuen Berufsbilder.

Technische/r Systemplaner/in:
Technische Systemplaner/innen legen sich auf eine von drei Fachrichtungen fest und kommen so in der Versorgungs- und AusrĂĽstungstechnik, in der Stahl- und Metallbautechnik oder im Bereich elektrotechnischer Systeme zum Einsatz. Dabei widmen sie sich in der Regel der Erstellung technischer Zeichnungen und Modelle. Ihre Kompetenzen fĂĽhren vor allem in den folgenden Bereichen zu guten Berufschancen:

  • IngenieurbĂĽros
  • KonstruktionsbĂĽros
  • Fahrzeugbau
  • Stahlbau
  • Metallbau
  • Fassadenbau

Technische/r Produktdesigner/in:
Technische Produktdesigner/innen befassen sich mit der Gestaltung und Konstruktion technischer Produkte und Gebrauchsgegenstände. Technische Dokumentationen für Bauteile und Baugruppen fallen ebenso wie 3D-Datenmodelle in ihr Aufgabengebiet. Daraus ergeben sich vor allem in den folgenden Bereichen gute Berufsaussichten:

  • KonstruktionsbĂĽros
  • Fahrzeugbau
  • Flugzeugbau
  • Möbelbau
  • Innenausbau
  • Verpackungsindustrie
  • Medizintechnik

Wissenswert sind zudem die Verdienstmöglichkeiten. Je nach Qualifikation, Region und Einsatzbereich gibt es Unterschiede, doch das Einstiegsgehalt bewegt sich meist zwischen rund 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat. Mit einigen Jahren Berufserfahrung sind rund 3.000 bis 3.800 Euro erreichbar, in der Industrie mit Tarifbindung teils mehr. Wer sich zum Techniker oder Konstrukteur weiterqualifiziert, verbessert die Aussichten zusätzlich.

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Ăśber die Umschulung Technischer Zeichner werden

Wer heute an eine Umschulung zum Technischen Zeichner denkt, muss aufgrund der Neuordnung des Berufs umdenken. So kommt entweder eine Qualifizierung als Technischer Systemplaner oder als Technischer Produktdesigner in Betracht. Obwohl es sich um zwei eigenständige Berufsbilder handelt, stehen diese in der Tradition des Technischen Zeichners und haben viele Inhalte übernommen.

Die folgende Ăśbersicht zeigt, dass die Ausbildung zum Technischen Zeichner zwar nicht mehr existiert, die fachliche Kompetenz fĂĽr technische Zeichnungen und Modelle aber nach wie vor vermittelt wird:

  • Werkstoffkunde
  • Technische Dokumentation
  • Fertigungstechnik
  • CAD

Eine Umschulung eröffnet den Quereinstieg auch ohne einschlägige Vorbildung. Sie ist Teil der beruflichen Neuorientierung, wie sie das Arbeitsamt im Rahmen der Umschulung über das Arbeitsamt gezielt fördert.

Bedingungen der Umschulung Technischer Zeichner

Die Rahmenbedingungen der Umschulung weichen etwas von den Konditionen der dualen Erstausbildung ab. Besondere Vorkenntnisse werden auch bei der Umschulung nicht verlangt. Diese dauert allerdings nicht 3,5 Jahre, sondern kann häufig bereits nach rund zwei Jahren abgeschlossen werden.

Teilweise fallen erhebliche LehrgangsgebĂĽhren an, sodass eine solide Finanzierung erforderlich ist. Das Arbeitsamt erweist sich dabei als groĂźe Hilfe und kann einen Bildungsgutschein sowie Leistungen zum Lebensunterhalt bereitstellen.

Anbieter und Ablauf der Umschulung Technischer Zeichner

Angehende Technische Zeichner/innen absolvieren die Umschulung zum Technischen Produktdesigner oder Technischen Systemplaner vornehmlich in außerbetrieblicher Form. Dabei handelt es sich um Lehrgänge, die an klassischen Schulunterricht erinnern und die nötigen Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln.

Dafür kommen vor allem AZAV-zugelassene Anbieter über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit in Betracht. Zusätzlich finden Praktika in einschlägigen Betrieben statt, um erste berufspraktische Kenntnisse zu vermitteln. Teilweise besteht die Möglichkeit, eine betriebliche Umschulung zu absolvieren und so von Anfang an die Berufspraxis zu erleben.

Alternativen zur Umschulung Technischer Zeichner

Da es die Ausbildung zum Technischen Zeichner nicht mehr gibt, stehen auch keine entsprechenden UmschulungsmaĂźnahmen unter diesem Namen zur VerfĂĽgung. Interessierte weichen daher auf den Technischen Systemplaner oder Technischen Produktdesigner aus.

DarĂĽber hinaus kommen die folgenden Berufe als Umschulungsalternativen infrage:

Wer eher in die Metallverarbeitung tendiert, findet mit dem Zerspanungsmechaniker oder dem Industriemechaniker weitere technische Wege. Wer stärker zur Gestaltung neigt, kann auch den Mediengestalter in Betracht ziehen.

Weiterentwicklung nach der Umschulung Technischer Zeichner

Nach dem Abschluss als Technischer Produktdesigner beziehungsweise Technischer Systemplaner hat das lebenslange Lernen keineswegs ausgedient.

Absolventen einer entsprechenden Umschulung sollten sich über ihre Weiterbildungsmöglichkeiten informieren und dabei vor allem den folgenden Qualifikationen Aufmerksamkeit schenken:

  • Konstrukteur/in
  • Technische/r Fachwirt/in
  • Techniker/in

Ein berufsbegleitendes Studium in Konstruktion oder Ingenieurwesen kann ebenfalls eine Ăśberlegung wert sein. So bietet sich ein flexibles Fernstudium fĂĽr Technische Zeichner/innen an. Weitere Wege zeigt die Ăśbersicht zur Weiterbildung ĂĽber das Arbeitsamt.

Wenn von Umschulungsalternativen die Rede ist, sind meist andere Berufe gemeint. Das muss aber nicht sein. Interessierte an einem Quereinstieg als Technische/r Zeichner/in sollten die Möglichkeit einer berufsbegleitenden Ausbildung beachten. Solche Teilzeitausbildungen sind gefragt und eignen sich für junge Eltern sowie pflegende Angehörige, denn so lässt sich trotz privater Verpflichtungen der offizielle Abschluss erlangen.

Fördermöglichkeiten für die Umschulung Technischer Zeichner

Die Teilnahme an einer außerbetrieblichen Umschulung kann kostspielig sein. Einerseits lässt sich in dieser Zeit kein voller Lebensunterhalt verdienen, andererseits werden Lehrgangsgebühren fällig.

Das Arbeitsamt kann hier eine Förderung gewähren, die sich aus den folgenden Bausteinen zusammensetzen kann:

  • Bildungsgutschein fĂĽr die Lehrgangskosten
  • finanzielle Hilfen zum Lebensunterhalt

Der Bildungsgutschein wird ausgestellt, wenn die Beraterinnen und Berater die Umschulung für notwendig halten, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Er ist an einen anerkannten, AZAV-zertifizierten Träger gebunden.

Der Berufsalltag als Technischer Zeichner

Der Arbeitstag der Nachfolgeberufe spielt sich überwiegend am CAD-Arbeitsplatz ab. Aus Vorgaben von Konstrukteurinnen, Ingenieuren oder dem Vertrieb entstehen präzise 2D-Zeichnungen und 3D-Modelle, aus denen sich Bauteile, Baugruppen und komplette Anlagen fertigen lassen. Verbreitete Programme sind CAD-Systeme wie AutoCAD, Inventor, SolidWorks oder Creo.

Neben dem eigentlichen Zeichnen gehören Stücklisten, technische Dokumentationen und die Pflege von Datenmodellen zum Alltag. Wer als Technischer Systemplaner in der Versorgungstechnik arbeitet, plant zum Beispiel Heizungs-, Lüftungs- oder Sanitäranlagen für Gebäude. Technische Produktdesigner sind dagegen stärker in Entwicklung und Konstruktion einzelner Produkte eingebunden. In beiden Fällen ist enge Abstimmung mit Konstruktion, Fertigung und Zulieferern gefragt, denn eine fehlerhafte Zeichnung kann in der Produktion teure Folgen haben.

Die Arbeit findet meist im Büro statt, häufig in Ingenieur- oder Konstruktionsbüros, in der Industrie oder in Planungsabteilungen des Handwerks. Die Aufgaben sind überwiegend am Bildschirm angesiedelt, verlangen aber genaues Arbeiten und ein gutes Verständnis für Normen, Maße und Toleranzen. Wer gern strukturiert vorgeht, sorgfältig ist und Freude an Technik hat, findet in diesen Berufen eine passende Grundlage. Weil viele Projekte im Team laufen, gehören Absprachen, Änderungsschleifen und die Rücksprache mit anderen Gewerken ebenfalls dazu.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt fĂĽr Technische Zeichner

Der Bedarf an Fachkräften mit CAD-Kompetenz ist stabil. Maschinenbau, Fahrzeug- und Anlagenbau, Elektroindustrie sowie das Baugewerbe benötigen Personal, das Konstruktionsdaten sauber aufbereitet und dokumentiert. Da viele erfahrene Beschäftigte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, entstehen Lücken, die Betriebe auch mit Umschülerinnen und Umschülern schließen.

Wichtig ist, dass sich die Tätigkeit gewandelt hat: Reine Zeichenarbeit ist selten geworden, gefragt sind 3D-Modellierung, Datenmanagement und der Umgang mit produktdatenbasierten Systemen. Wer diese digitalen Kompetenzen mitbringt oder in der Umschulung erwirbt, hat gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz. Regionale Unterschiede bestehen: In industriestarken Regionen ist die Nachfrage besonders hoch.

So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie folgt dem gleichen Standard wie bei der regulären Ausbildung, sodass der Abschluss vollwertig anerkannt ist. Geprüft werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fertigkeiten.

Typischerweise gliedert sich die Prüfung in schriftliche Teile zu Themen wie technischer Kommunikation, Fertigungstechnik und Wirtschafts- sowie Sozialkunde und einen praktischen Teil, in dem eine Arbeitsaufgabe mit CAD gelöst und dokumentiert wird. Wer die außerbetriebliche Umschulung absolviert, kann als Externer zur Prüfung zugelassen werden, sofern die geforderten Praxiszeiten nachgewiesen sind. Nach bestandener Prüfung steht dem Berufseinstieg als Technischer Produktdesigner oder Technischer Systemplaner nichts im Wege.

Häufige Fragen zur Umschulung Technischer Zeichner

Gibt es den Beruf Technischer Zeichner heute noch?
Der Ausbildungsberuf Technischer Zeichner wurde 2011 neu geordnet und existiert in seiner alten Form nicht mehr. An seine Stelle sind die Berufe Technischer Produktdesigner und Technischer Systemplaner getreten. Die fachlichen Inhalte rund um technische Zeichnungen und CAD werden dort weiterhin vermittelt, sodass sich der Quereinstieg über diese Nachfolgeberufe realisieren lässt.
Wie lange dauert die Umschulung zum Technischen Zeichner?
Die Umschulung dauert in der Regel rund zwei Jahre und ist damit kürzer als die 3,5-jährige duale Erstausbildung. Die genaue Dauer hängt vom Anbieter und vom gewählten Nachfolgeberuf ab. Sie endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer und führt zu einem vollwertig anerkannten Berufsabschluss.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr die Umschulung?
Besondere Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Hilfreich sind technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an Computerarbeit, da CAD-Software zentral ist. Ein mittlerer Schulabschluss wird von vielen Anbietern erwartet. Über die konkreten Zugangsvoraussetzungen und passende Träger berät das Arbeitsamt im Vermittlungsgespräch.
Zahlt das Arbeitsamt die Umschulung Technischer Zeichner?
Ja, das Arbeitsamt kann die Umschulung über einen Bildungsgutschein fördern. Dieser übernimmt die Lehrgangskosten bei einem AZAV-zugelassenen Träger. Zusätzlich sind Leistungen zum Lebensunterhalt möglich. Voraussetzung ist, dass die Umschulung als notwendig für die berufliche Eingliederung eingestuft wird. Der Antrag läuft über die zuständige Beraterin oder den zuständigen Berater.
Was verdient man als Technischer Zeichner?
Das Einstiegsgehalt liegt meist bei rund 2.400 bis 2.900 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung sind rund 3.000 bis 3.800 Euro erreichbar, in tarifgebundenen Industriebetrieben teils mehr. Die Höhe hängt von Region, Branche und Qualifikation ab. Eine Weiterbildung zum Techniker oder Konstrukteur steigert das Gehalt zusätzlich.
Technischer Produktdesigner oder Technischer Systemplaner - was passt besser?
Der Technische Produktdesigner konstruiert und gestaltet einzelne Produkte und Bauteile, oft in Fahrzeug-, Maschinen- oder Möbelbau. Der Technische Systemplaner plant größere Systeme wie Versorgungs-, Elektro- oder Stahlbautechnik für Gebäude und Anlagen. Wer gern gestaltet, tendiert eher zum Produktdesigner; wer an Gebäudetechnik und Anlagen interessiert ist, zum Systemplaner.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

All diejenigen, die ernsthaft an einer Umschulung zum Technischen Zeichner interessiert sind und auf einen beruflichen Neuanfang hoffen, sollten Eigeninitiative zeigen und die Hilfe des Arbeitsamtes annehmen.

Das gilt auch fĂĽr Technische Zeichner/innen, die nach der passenden Weiterbildung suchen. Das offenbart der folgende Tipp aus unserer Redaktion.

Lassen Sie sich vom Arbeitsamt in Sachen Weiterbildung beraten!

Die Umschulung betreffend erhalten angehende Technische Zeichner/innen alle Informationen vom Arbeitsamt. Zudem können sie dort eine passende Förderung beantragen. Wer den Abschluss bereits in der Tasche hat, sollte sich an die Beratungskompetenz des Arbeitsamtes erinnern und auf der Suche nach der passenden Weiterbildung hier Unterstützung suchen.

Die Sachbearbeiter/innen kennen die Lage auf dem Arbeitsmarkt und haben Kontakte zu Bildungsanbietern. So hat man den richtigen Partner an der Seite, wenn es um das lebenslange Lernen als Technische/r Zeichner/in geht.

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