Umschulung Marketing-Manager/in - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Marketing-Manager/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, deshalb gibt es keine klassische Umschulung mit IHK-Abschluss. Der Einstieg gelingt über eine berufliche Weiterbildung, die auf einer kaufmännischen oder gestalterischen Vorbildung aufbaut.
- Die Weiterbildungen dauern je nach Umfang wenige Wochen bis rund zwölf Monate und schließen meist mit einem Zertifikat des Anbieters oder der IHK ab.
- Das Arbeitsamt kann eine Weiterbildung über den Bildungsgutschein fördern, wenn sie beruflich notwendig ist und der Anbieter nach der AZAV zugelassen ist.
- Das Jahresgehalt liegt je nach Erfahrung, Branche und Region meist zwischen etwa 35.000 und 70.000 Euro brutto, in leitenden Positionen auch darĂĽber.
- Wer einen formal anerkannten Abschluss sucht, findet Alternativen wie Kaufmann/-frau fĂĽr Marketingkommunikation oder Gestalter/in fĂĽr visuelles Marketing.
Eine Umschulung zum/zur Marketing-Manager/in im klassischen Sinn gibt es nicht, weil Marketing-Manager kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist. Wer in das Marketingmanagement einsteigen möchte, qualifiziert sich stattdessen über eine berufliche Weiterbildung, die auf einer vorhandenen kaufmännischen oder gestalterischen Grundlage aufbaut. Das Arbeitsamt kann eine solche Maßnahme unter bestimmten Voraussetzungen über den Bildungsgutschein fördern.
Das Marketing ist ein spannender Tätigkeitsbereich, und eine Position im Management bringt Verantwortung und Gestaltungsspielraum mit sich. Genau deshalb tauchen rund um das Thema Umschulung und Quereinstieg viele Fragen auf. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt schafft hier Klarheit. Nachfolgend erfahren Sie das Wichtigste über die Wege ins Marketingmanagement, die Fördermöglichkeiten und die realistischen Berufsaussichten.
Das Berufsbild Marketing-Manager/in im Ăśberblick
Marketing-Manager/innen widmen sich im beruflichen Alltag der Konzeption, Koordination und Organisation von Marketingmaßnahmen. Auch die Steuerung sowie Kontrolle der Werbeaktivitäten fallen in ihr Aufgabengebiet. Darüber hinaus gehören PR-Strategien im Rahmen der betrieblichen Öffentlichkeitsarbeit in ihren Zuständigkeitsbereich. Zunehmend verlagert sich die Arbeit dabei in den digitalen Raum, etwa in die Bereiche Online-Marketing, Social Media, Suchmaschinenmarketing und Marketing-Automation.
Marketing-Manager/innen sind Schlüsselfiguren im Marketing und tragen wesentlich zur Außenwirkung des Unternehmens sowie zur Vermarktung seiner Produkte und Dienstleistungen bei. Marketingaktivitäten sind für jedes Unternehmen von großer Bedeutung, weshalb sich Beschäftigungsmöglichkeiten in nahezu allen Wirtschaftsbereichen finden. Besonders gefragt sind Fachkräfte in den folgenden Bereichen:
- Werbeagenturen
- Internet- und Digitalagenturen
- PR-Agenturen
- Marketing-Abteilungen von Unternehmen
- Verlage
- Kommunikations- und Medienberatungen
- Medienhäuser
Das Marketingmanagement geht mit einem hohen Maß an Verantwortung einher, da es wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen kann. Wer eine solche Position bekleidet, sollte auch entsprechend vergütet werden. Je nach Einsatzbereich, Erfahrung und Qualifikationsprofil bewegt sich das durchschnittliche Jahresgehalt in einer Spanne von rund 35.000 Euro bis 70.000 Euro brutto. In leitenden Funktionen mit Personal- und Budgetverantwortung sind auch höhere Bezüge möglich.
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Der Weg ins Marketingmanagement ĂĽber eine Weiterbildung
Eine Umschulung zum/zur Marketing-Manager/in gibt es nicht, denn es handelt sich nicht um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Ein vollständiger Quereinstieg ohne jede Vorbildung ist wegen des hohen fachlichen Anspruchs unüblich. Wer eine Karriere im Marketingmanagement anstrebt, absolviert stattdessen eine entsprechende Weiterbildung, die häufig über die IHK oder über AZAV-zugelassene Bildungseinrichtungen angeboten wird. Solche Lehrgänge widmen sich unter anderem den folgenden Inhalten:
- Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen
- Marketingmanagement und MarkenfĂĽhrung
- Vertrieb und Kundenbeziehungsmanagement
- Online-Marketing, SEO und Social Media
- Ă–ffentlichkeitsarbeit und Kommunikationsmanagement
- Projektmanagement
- Marktforschung und Datenanalyse
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Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Qualifizierung
Marketing-Manager ist kein Ausbildungsberuf und kann daher nicht per klassischer Umschulung erlernt werden. Die Qualifikation entsteht stattdessen im Rahmen einer Weiterbildung. Da sich die Lehrgänge teils stark voneinander unterscheiden, lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zu den Rahmenbedingungen treffen.
Der zeitliche Umfang reicht von kompakten Zertifikatskursen über wenige Wochen bis zu berufsbegleitenden Weiterbildungen über etwa sechs bis zwölf Monate. Kürzere Lehrgänge kosten häufig einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag, umfangreiche Programme können darüber hinausgehen. Wird die Maßnahme über einen Bildungsgutschein gefördert, übernimmt die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten ganz oder teilweise. Als Zugang genügt in der Regel eine kaufmännische oder gestalterische Vorbildung; formale Zugangshürden wie ein bestimmter Schulabschluss variieren je nach Anbieter.
Interessierte sollten daher mit verschiedenen Anbietern in Kontakt treten und sich beraten lassen. Zudem ist es sinnvoll, das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern. So liegen alle Informationen vor, und man kann sich einen umfassenden Ăśberblick verschaffen.
UnterstĂĽtzung durch das Arbeitsamt und den Bildungsgutschein
Die verschiedenen Weiterbildungsanbieter bieten persönliche Beratungen an, zielen aber darauf ab, Interessierte für ihren eigenen Lehrgang zu gewinnen. Das Arbeitsamt hebt sich davon ab: Es berät neutral und ist vor allem daran interessiert, die beruflichen Perspektiven der Ratsuchenden zu fördern. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt kann daher für Klarheit sorgen und die passende Richtung aufzeigen.
Das Arbeitsamt berät nicht nur ausführlich, sondern stellt für berufliche Qualifizierungen unter bestimmten Voraussetzungen auch Förderungen bereit. Zentrales Instrument ist der Bildungsgutschein: Er kommt in Betracht, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um eine drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder eine bestehende zu beenden, und wenn der Anbieter sowie die Maßnahme nach der AZAV zugelassen sind. Der Gutschein deckt die Lehrgangskosten und kann auch Fahrt- und Betreuungskosten umfassen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht; die Entscheidung trifft die zuständige Beraterin oder der Berater im Einzelfall. Ein frühzeitiges Gespräch vor Vertragsabschluss mit einem Anbieter ist deshalb wichtig.
Die Anerkennung der Marketingmanager-Qualifizierung
Da es keinen geschützten Abschluss gibt, entscheidet in der Praxis das Renommee des Bildungsträgers über den Wert des Zertifikats. Ein Abschluss einer bekannten Institution oder ein IHK-Zertifikat wirkt im Lebenslauf überzeugender als ein Nachweis eines wenig bekannten Anbieters. Arbeitgeber achten zusätzlich auf konkrete Kompetenzen, etwa im Online-Marketing, in der Kampagnenplanung oder in der Auswertung von Kennzahlen. Ein aussagekräftiges Portfolio mit umgesetzten Projekten kann daher genauso viel zählen wie das Zertifikat selbst.
Wer sich hinsichtlich der Anerkennung unsicher ist oder einen formal geschĂĽtzten Abschluss bevorzugt, sollte die anerkannten Alternativen prĂĽfen.
Anerkannte Alternativen mit Ausbildungsabschluss
All diejenigen, die einen staatlich anerkannten Abschluss anstreben oder nicht die passende Vorbildung mitbringen, sollten sich über Alternativen zur Marketingmanager-Qualifizierung informieren. In vielen dieser Berufe ist auch eine reguläre, über das Arbeitsamt förderbare Umschulung möglich. In Betracht kommen unter anderem:
- Kaufmann/-frau fĂĽr Marketingkommunikation
- Kaufmann/-frau fĂĽr Dialogmarketing
- Medienkaufmann/-frau Digital und Print
- Veranstaltungskaufmann/-frau
- Kaufmann/-frau fĂĽr audiovisuelle Medien
- Kaufmann/-frau im E-Commerce
Verwandt und über das Arbeitsamt gut erreichbar sind zudem gestalterisch-mediale Wege wie die Umschulung zum Gestalter für visuelles Marketing oder zum Mediengestalter. Wer den Fokus stärker auf digitale Kanäle legen möchte, findet mit der Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager (IHK) einen passenden Anschluss. Auch kaufmännische Grundberufe wie der Industriekaufmann bilden eine solide Basis für spätere Marketingaufgaben. Einen Überblick über alle Wege bietet die Umschulung über das Arbeitsamt; ergänzende Qualifizierungen finden sich im Bereich Weiterbildung über das Arbeitsamt.
Der Berufsalltag im Marketingmanagement
Der Arbeitsalltag im Marketingmanagement ist abwechslungsreich und stark projektorientiert. Ein typischer Tag beginnt häufig mit einem kurzen Abgleich im Team, in dem laufende Kampagnen besprochen werden. Danach folgen Aufgaben wie die Planung von Werbemaßnahmen, das Briefing von Agenturen oder internen Kreativteams, die Abstimmung mit Vertrieb und Geschäftsführung sowie die Auswertung von Kennzahlen aus laufenden Aktivitäten.
Ein wachsender Teil der Arbeit betrifft digitale Kanäle. Marketing-Manager/innen steuern Inhalte für Websites und soziale Netzwerke, betreuen Newsletter, beobachten die Leistung von Anzeigen und leiten aus den Daten Verbesserungen ab. Analytisches Denken, Organisationstalent und Kommunikationsstärke sind daher zentrale Eigenschaften. Weil viele Projekte parallel laufen und Termine eng getaktet sind, gehören auch Belastbarkeit und ein gutes Zeitmanagement zum Anforderungsprofil. Wer Freude daran hat, kreative Ideen mit betriebswirtschaftlichem Denken zu verbinden, findet in diesem Feld eine erfüllende Aufgabe.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
Die Aussichten im Marketing sind langfristig stabil, weil Unternehmen aller Branchen auf Sichtbarkeit und Kundengewinnung angewiesen sind. Besonders im digitalen Marketing besteht anhaltender Bedarf an qualifizierten Fachkräften, da sich Kanäle, Werkzeuge und Auswertungsmethoden schnell weiterentwickeln. Wer sich in Bereichen wie Online-Marketing, Datenanalyse oder Content-Strategie fortlaufend weiterbildet, verbessert seine Position am Arbeitsmarkt spürbar.
Der Einstieg gelingt oft über eine Fachposition in einer Marketingabteilung oder Agentur, aus der sich mit Erfahrung eine Führungsrolle entwickeln kann. Regionale Unterschiede sind deutlich: In Ballungsräumen mit vielen Agenturen und Unternehmenszentralen ist das Angebot an Stellen größer als im ländlichen Raum. Die Bereitschaft, sich regelmäßig weiterzubilden und mit neuen Werkzeugen zu arbeiten, ist in diesem Berufsfeld ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Arbeitsamt unterstützt solche Qualifizierungswege im Rahmen seiner Fördermöglichkeiten.
Wer bereits im Beruf steht, kann seine Chancen durch gezielte Spezialisierung verbessern. Gefragt sind unter anderem Kenntnisse in Suchmaschinenmarketing, in der Betreuung sozialer Netzwerke, in der Marketing-Automation und im Umgang mit Analyse- und Kampagnenwerkzeugen. Auch Zusatzqualifikationen im Projektmanagement oder in der Führung kleiner Teams erweitern die beruflichen Möglichkeiten. Viele Weiterbildungen lassen sich berufsbegleitend absolvieren, sodass sich der Aufbau neuer Kompetenzen mit der laufenden Tätigkeit verbinden lässt. Wer diesen Weg planvoll geht, kann sich schrittweise vom Sachbearbeiter über eine Fachfunktion bis in eine Managementrolle im Marketing entwickeln.






