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Umschulung Gestalter fĂĽr visuelles Marketing - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Die Umschulung zum/zur Gestalter/in fĂĽr visuelles Marketing dauert in der auĂźerbetrieblichen Form meist etwa zwei Jahre und endet mit der IHK-AbschlussprĂĽfung.
  • Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es in der Regel keine; wichtig sind gestalterisches Talent, räumliches Vorstellungsvermögen und kaufmännisches Verständnis.
  • Ăśber einen Bildungsgutschein der Agentur fĂĽr Arbeit oder des Jobcenters können Lehrgangskosten und Lebensunterhalt vollständig ĂĽbernommen werden.
  • Einsatzfelder sind Einzelhandel, Messe- und Ladenbau, Werbeagenturen sowie Kongress- und Veranstaltungszentren.
  • Das Bruttojahresgehalt liegt ĂĽblicherweise zwischen rund 24.000 und 42.000 Euro und hängt stark von Branche, Region und Erfahrung ab.

Eine Umschulung zum/zur Gestalter/in für visuelles Marketing ermöglicht den Quereinstieg in einen kreativen Beruf, der Warenpräsentation, Raumgestaltung und Verkaufsförderung verbindet. Der übliche Weg für Berufswechsler führt über eine rund zweijährige außerbetriebliche Qualifizierung mit IHK-Abschluss, die sich über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanzieren lässt. Wer über einen solchen Neustart nachdenkt, vereinbart am besten zuerst einen Beratungstermin, um Förderung und Voraussetzungen im Einzelfall zu klären.

Im Zuge eines Beratungstermins erfährt man mehr über den Beruf und kann prüfen lassen, ob eine Förderung in Betracht kommt. Es kann sich also im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt machen, die Unterstützung der Arbeitsagentur zu nutzen.

Gestalterin für visuelles Marketing arbeitet an einem Gestaltungskonzept für eine Warenpräsentation

Berufsbild Gestalter/in fĂĽr visuelles Marketing – Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten

Gestalter/innen fĂĽr visuelles Marketing widmen sich im beruflichen Alltag visuellen Gestaltungskonzepten. Die Gestaltung von Verkaufsräumen gehört ebenso wie die Warenpräsentation zu ihren Kernaufgaben. Dabei entwickeln und setzen sie solche Konzepte eigenständig um – vom Schaufenster ĂĽber den Messestand bis zur kompletten Ladeneinrichtung.

Insbesondere in den folgenden Bereichen werden Fachkräfte mit entsprechender Qualifikation gebraucht:

  • Messebau und Ausstellungsgestaltung
  • Einzelhandel und Warenhäuser
  • Kongress- und Veranstaltungszentren
  • Werbe- und Marketingagenturen
  • Online-Marketing und E-Commerce

Ăśberall dort, wo es um eine ansprechende Präsentation von Waren, Dienstleistungen und Produkten geht, ergeben sich fĂĽr Gestalter/innen fĂĽr visuelles Marketing gute Karrierechancen. Der stationäre Handel setzt zunehmend auf Erlebnisorientierung, um sich vom Online-Geschäft abzuheben – das hält die Nachfrage nach gestalterisch versierten Fachkräften stabil.

Erwähnenswert sind zudem die Verdienstmöglichkeiten. Im Einzelfall kann es zwar erhebliche Schwankungen geben, aber grundsätzlich bewegt sich das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in diesem Beruf zwischen rund 24.000 Euro und 42.000 Euro. Wer Verantwortung für Teams oder ganze Filialkonzepte übernimmt, kann darüber hinaus verdienen.

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Per Umschulung Gestalter/in fĂĽr visuelles Marketing werden

Junge Menschen, die Gestalter/innen für visuelles Marketing werden möchten, absolvieren für gewöhnlich eine dreijährige duale Berufsausbildung. Für Berufswechsler/innen bietet sich dahingegen eine Umschulung an. Im Zuge dieser Qualifizierungsmaßnahme absolvieren sie eine verkürzte Zweitausbildung. Diese kann in betrieblicher Form erfolgen, die außerbetriebliche Form über einen Bildungsträger ist allerdings weiter verbreitet.

Die Teilnehmenden besuchen einen Lehrgang, der ihnen die fachliche Kompetenz vermittelt. Vor allem die folgenden Inhalte stehen dabei auf dem Plan:

  • IT und Bildbearbeitung
  • kaufmännische Grundlagen
  • Kalkulation
  • visuelle Verkaufsförderung
  • Marketing
  • Werbung
  • Beschaffung und Materialkunde
  • Präsentationstechniken
  • Kommunikation
  • Multimediatechnik
  • Veranstaltungsorganisation
  • Qualitätssicherung

Ein Teil der Ausbildung findet praxisnah statt: In Werkstätten und über Praktika lernen die Umschülerinnen und Umschüler, Konzepte nicht nur am Reißbrett zu entwerfen, sondern handwerklich umzusetzen. Als Einstieg in das Themenfeld lohnt sich auch der Blick in verwandte Weiterbildungen über das Arbeitsamt.

Voraussetzungen, Dauer und Kosten

Die Rahmenbedingungen der Umschulung zum Gestalter für visuelles Marketing können je nach Anbieter und Lehrgangsform variieren. Interessierte an einem entsprechenden Quereinstieg sollten dies beachten und individuell recherchieren. Zur groben Orientierung lassen sich die folgenden Eckdaten heranziehen:

  • Voraussetzung: keine besondere Vorbildung, gestalterisches Interesse
  • Dauer: ĂĽblicherweise zwei Jahre
  • Kosten: mehrere Tausend Euro, oft ĂĽber Bildungsgutschein gedeckt
Bildungsgutschein sichern
Bei arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen kann die Agentur fĂĽr Arbeit die kompletten Lehrgangskosten sowie den Lebensunterhalt ĂĽber einen Bildungsgutschein ĂĽbernehmen. Voraussetzung ist ein AZAV-zugelassener Anbieter, den man ĂĽber KURSNET der Bundesagentur fĂĽr Arbeit findet.

FĂĽr diese Interessenten eignet sich der Quereinstieg

Besondere formale Voraussetzungen existieren fĂĽr die Umschulung zur Gestalterin fĂĽr visuelles Marketing in der Regel nicht.

Wer einen entsprechenden Quereinstieg plant, sollte allerdings seine persönliche Eignung hinterfragen. Nur wenn diese gegeben ist, kann man langfristig Fuß fassen und eine tragfähige Karriere aufbauen.

Der Beruf verbindet kreatives und handwerkliches Arbeiten mit kaufmännischem Denken. Wer gern gestaltet, ein gutes Gespür für Farben, Formen und Proportionen hat und zugleich betriebswirtschaftliche Ziele im Blick behält, findet hier ein passendes Umfeld. Auch Teamfähigkeit ist wichtig, da man eng mit Einkauf, Verkauf und Marketing zusammenarbeitet.

Angehende Berufswechsler/innen sollten demnach beachten, dass Gestalter/innen fĂĽr visuelles Marketing die folgenden Eigenschaften mitbringen sollten:

  • Kreativität
  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Zeichentalent
  • Sinn fĂĽr Ă„sthetik
  • Kommunikationsstärke
  • Organisationsgeschick
  • gestalterisches Talent

So funktioniert die Finanzierung ĂĽber das Arbeitsamt

Die Finanzierung des Quereinstiegs als Gestalter/in für visuelles Marketing erweist sich immer wieder als Herausforderung. Die außerbetrieblichen Lehrgänge bieten keinen Verdienst und sind zudem mit teils hohen Gebühren verbunden. Wer arbeitslos ist und nach neuen Perspektiven sucht, kann sich die Teilnahme aus eigener Tasche oft nicht leisten.

Aus diesem Grund sollten Interessierte beim Arbeitsamt vorstellig werden und sich um eine Förderung bemühen. Dabei handelt es sich um eine Kann-Leistung, die aus den folgenden Elementen bestehen kann:

  • Bildungsgutschein fĂĽr die Lehrgangskosten
  • Weiterzahlung von Arbeitslosengeld beziehungsweise BĂĽrgergeld zur Sicherung des Lebensunterhalts

Ausführliche Informationen zu Antrag und Voraussetzungen bündelt unser Ratgeber zur Umschulung über das Arbeitsamt. Ob der Bildungsgutschein bewilligt wird, entscheidet die zuständige Vermittlungsfachkraft im Einzelfall.

Diese Alternativen zur Umschulung kommen infrage

Angesichts der Fördermöglichkeit über das Arbeitsamt muss man nicht aus finanziellen Gründen von einer Umschulung zum Gestalter für visuelles Marketing absehen.

Diejenigen, die sich mit dem Konzept einer außerbetrieblichen Umschulung nicht anfreunden können, sollten jedoch eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit ins Auge fassen. So lässt sich die Ausbildung besser mit der Familie vereinbaren, während man nebenbei den offiziellen Berufsabschluss anstrebt.

Die berufsbegleitende Ausbildung ist nicht die einzige Alternative. Interessierte sollten gegebenenfalls auch verwandte Berufe in Betracht ziehen. Hier sind beispielsweise folgende Richtungen zu nennen:

Ansonsten ist auch ein vollständiger Quereinstieg in den Bereich Gestaltung beziehungsweise Marketing denkbar. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Stellenangeboten kann hier sehr hilfreich sein und Wege in dieses vielseitige Tätigkeitsfeld aufzeigen. Wer sich zwischen mehreren Richtungen unsicher ist, sollte die jeweiligen Ausbildungsinhalte, den Praxisanteil und die Arbeitsmarktlage vergleichen, bevor er sich festlegt. Ein Beratungsgespräch beim Arbeitsamt hilft dabei, die eigene Neigung mit den realen Beschäftigungschancen abzugleichen.

Der Berufsalltag als Gestalter/in fĂĽr visuelles Marketing

Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und wechselt zwischen konzeptioneller Schreibtischarbeit und praktischer Umsetzung vor Ort. Am Anfang eines Projekts steht meist eine Idee: Wie soll eine Warengruppe präsentiert werden, welche Botschaft soll ein Schaufenster transportieren, wie führt man Kundinnen und Kunden durch eine Verkaufsfläche? Aus diesen Fragestellungen entwickeln Gestalter/innen für visuelles Marketing Entwürfe, Skizzen und digitale Visualisierungen.

Anschließend geht es an die Umsetzung. Dekorationselemente werden gebaut oder beschafft, Beleuchtung und Farbkonzepte abgestimmt, Displays und Präsentationsflächen aufgebaut. Dabei ist handwerkliches Geschick ebenso gefragt wie ein Auge für Details. Häufig arbeiten die Fachkräfte im Team mit dem Einkauf, dem Verkauf und der Marketingabteilung zusammen, damit die Präsentation zur Gesamtstrategie des Unternehmens passt.

Saisonale Anlässe prägen den Jahresverlauf spürbar: Vor Weihnachten, zu Ausverkaufsphasen oder zu Produktneuheiten steigt der Arbeitsaufwand, weil Verkaufsflächen und Schaufenster kurzfristig umgestaltet werden. Wer flexibel ist und auch mit Termindruck umgehen kann, findet in diesem Beruf ein Umfeld, in dem kreative Ideen unmittelbar sichtbare Wirkung entfalten.

So läuft die Abschlussprüfung ab

Die Umschulung endet mit der IHK-Abschlussprüfung, die dem regulären Ausbildungsberuf entspricht. Sie gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Im schriftlichen Bereich werden Kenntnisse aus der visuellen Verkaufsförderung, aus Marketing und Werbung, aus der Kalkulation sowie aus den kaufmännischen Grundlagen geprüft.

Den Kern der praktischen Prüfung bildet in der Regel eine gestalterische Aufgabe: Die Prüflinge entwerfen und realisieren eine Warenpräsentation oder ein Gestaltungskonzept und erläutern ihre Entscheidungen im anschließenden Fachgespräch. Dabei zeigt sich, ob theoretisches Wissen und praktisches Können zusammenkommen.

Wer die Prüfung besteht, erhält einen bundesweit anerkannten IHK-Abschluss. Dieser eröffnet auch Wege zu weiterführenden Qualifikationen, etwa zum/zur Gestalter/in im Handwerk oder über ein späteres Studium im Bereich Design und Kommunikation. Zur gezielten Vorbereitung bieten viele Bildungsträger Prüfungssimulationen und Projektarbeiten an.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Der Beruf ist eng mit dem stationären Handel und der Erlebnisgestaltung von Verkaufsflächen verbunden. Zwar verlagert sich ein Teil des Einkaufs ins Internet, doch gerade deshalb investieren Handelsunternehmen in ansprechend gestaltete Geschäfte, um Kundinnen und Kunden ein Erlebnis zu bieten, das der reine Online-Kauf nicht ersetzen kann. Für qualifizierte Fachkräfte in der visuellen Verkaufsförderung bleibt die Nachfrage dadurch stabil.

Neben dem klassischen Einzelhandel eröffnen sich Perspektiven im Messe- und Ladenbau, in Werbeagenturen und in der Veranstaltungsbranche. Wer bereit ist, sich regelmäßig weiterzubilden – etwa in digitaler Bildbearbeitung, in 3D-Visualisierung oder in nachhaltiger Materialkunde – erhöht die eigenen Chancen deutlich. Auch die Kombination aus gestalterischem und kaufmännischem Wissen macht Gestalter/innen fĂĽr visuelles Marketing fĂĽr Arbeitgeber attraktiv.

Regionale Unterschiede sind zu beachten: In Ballungsräumen mit vielen Handelsketten, Agenturen und Messestandorten ist die Nachfrage höher als in dünn besiedelten Gebieten. Wer flexibel beim Arbeitsort ist, findet leichter eine passende Stelle. Aktuelle Stellenangebote und Anbieter lassen sich über die Jobbörse und KURSNET der Bundesagentur für Arbeit recherchieren.

Passende Stellen finden
Freie Stellen für Gestalter/innen für visuelles Marketing bündelt die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Es lohnt sich, auch verwandte Suchbegriffe wie Visual Merchandiser, Dekorateur/in oder Schaufenstergestalter/in einzugeben, um das Angebot breiter abzudecken.

Häufige Fragen zur Umschulung Gestalter/in für visuelles Marketing

Wie lange dauert die Umschulung zum Gestalter fĂĽr visuelles Marketing?
In der außerbetrieblichen Form über einen Bildungsträger dauert die Umschulung üblicherweise etwa zwei Jahre. Gegenüber der regulären dreijährigen dualen Ausbildung ist sie verkürzt, da sie sich gezielt an Erwachsene mit Berufserfahrung richtet. Die genaue Dauer hängt vom Anbieter und der gewählten Lehrgangsform ab.
Welche Voraussetzungen muss ich erfĂĽllen?
Formale Zugangsvoraussetzungen wie ein bestimmter Schulabschluss bestehen in der Regel nicht. Wichtiger sind persönliche Eignungen wie gestalterisches Talent, räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick und kaufmännisches Verständnis. Für eine Förderung durch das Arbeitsamt sollte man arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein.
Ăśbernimmt das Arbeitsamt die Kosten?
Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter kann die Lehrgangskosten über einen Bildungsgutschein vollständig übernehmen und zusätzlich den Lebensunterhalt sichern. Es handelt sich um eine Kann-Leistung: Über die Bewilligung entscheidet die zuständige Vermittlungsfachkraft im persönlichen Beratungsgespräch anhand der individuellen Situation.
Wie viel verdient man als Gestalter fĂĽr visuelles Marketing?
Das Bruttojahresgehalt liegt üblicherweise zwischen rund 24.000 und 42.000 Euro. Die konkrete Höhe hängt stark von Branche, Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung ab. Wer Leitungsverantwortung übernimmt oder in großen Handelsketten und Agenturen arbeitet, kann darüber hinaus verdienen.
Wo kann ich nach der Umschulung arbeiten?
Einsatzfelder gibt es überall dort, wo Waren und Dienstleistungen ansprechend präsentiert werden. Dazu zählen der Einzelhandel und Warenhäuser, der Messe- und Ladenbau, Werbe- und Marketingagenturen sowie Kongress- und Veranstaltungszentren. Auch im E-Commerce und in der visuellen Aufbereitung von Online-Shops sind die Fähigkeiten zunehmend gefragt.
Welche Alternativen gibt es zu diesem Beruf?
Als verwandte Umschulungen kommen etwa Mediengestalter/in, Grafikdesigner/in, Raumausstatter/in oder Kaufmann/-frau im Einzelhandel infrage. Auch eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit ist eine Option, wenn sich die außerbetriebliche Form nicht mit der persönlichen Situation vereinbaren lässt. Ein Beratungsgespräch beim Arbeitsamt hilft bei der Orientierung.
Tipp der Redaktion
Vereinbare vor der Anmeldung ein Beratungsgespräch bei deiner Agentur für Arbeit und lass dir mehrere AZAV-zugelassene Anbieter über KURSNET zeigen. So kannst du Lehrgangsinhalte, Praxisanteile und Betreuung vergleichen und den Bildungsgutschein gezielt einsetzen.

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