Umschulung Illustrator - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

DAS WICHTIGSTE IN KĂśRZE

  • Illustrator/in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, deshalb gibt es keine klassische, staatlich geregelte Umschulung zum Illustrator.
  • Der Weg fĂĽhrt ĂĽber AZAV-zugelassene Lehrgänge und Seminare, ein Studium (Illustration, Kommunikationsdesign) oder den Quereinstieg mit vorhandenem Talent.
  • Als Ersatz fĂĽr eine geregelte Umschulung eignen sich verwandte Ausbildungsberufe wie Mediengestalter/in Digital und Print oder Grafik-/Kommunikationsdesigner/in.
  • Das Arbeitsamt fördert nur AZAV-zertifizierte MaĂźnahmen, etwa ĂĽber einen Bildungsgutschein; ein reines Kunststudium wird in der Regel nicht als Umschulung finanziert.
  • Das durchschnittliche Jahresbrutto liegt meist zwischen rund 30.000 und 45.000 Euro, viele Illustratoren arbeiten freiberuflich mit stark schwankendem Einkommen.

Eine Umschulung zum Illustrator im klassischen Sinne gibt es nicht, weil Illustrator kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Wer den Beruf über das Arbeitsamt anstrebt, nutzt stattdessen AZAV-zugelassene Lehrgänge, ein Studium im Bereich Illustration oder Kommunikationsdesign oder den Quereinstieg über verwandte Medienberufe. Alle diejenigen, die auf diesem Weg Illustrator/in werden möchten, träumen von einem beruflichen Neustart im künstlerischen Bereich. In der Illustration kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und zugleich seinen Lebensunterhalt verdienen.

Das Klischee der brotlosen Kunst wird somit widerlegt. Wer daran Gefallen findet, sollte sich aber dennoch eingehend informieren und nichts ĂĽberstĂĽrzen.

Eine Beratung beim Arbeitsamt zur beruflichen Neuorientierung im Bereich Illustration kann daher sehr aufschlussreich sein. Zugleich sollte man auch eine eigenständige Recherche durchführen und die verschiedenen Qualifizierungswege vergleichen.

Illustratorin arbeitet am Grafiktablett an einer digitalen Illustration

Berufsbild Illustrator/in und Verdienstmöglichkeiten

Die Illustration ĂĽbt auf viele Menschen eine groĂźe Faszination aus und wird daher als spannendes Berufsfeld betrachtet.

Wer Illustrator/in werden möchte, sollte nicht nur an eine entsprechende Qualifizierung denken, sondern zunächst dem Beruf auf den Grund gehen. Die zentrale Aufgabe eines Illustrators besteht darin, Inhalte bildlich umzusetzen und Druckerzeugnisse sowie digitale Medien zu bebildern.

Er versieht BĂĽcher, Zeitschriften oder auch Online-Medien mit passenden Illustrationen, die den Inhalt auflockern und veranschaulichen.

Als Illustrator/in zeichnet und malt man passende Illustrationen, zunehmend am Grafiktablett mit Programmen wie Adobe Illustrator, Photoshop oder Procreate. Auch die Erstellung von Animationen kann zu den typischen Tätigkeiten gehören. Diese Kompetenz ist vor allem in den folgenden Bereichen gefragt:

  • Verlage
  • Werbeagenturen
  • Online-Agenturen
  • Kommunikationsagenturen
  • Designateliers
  • Filmproduktionen

Pauschale Aussagen zum Einkommen als Illustrator/in lassen sich nur schwer treffen. Die Verdienstmöglichkeiten hängen von diversen Faktoren ab, etwa vom Auftraggeber, von der Spezialisierung und davon, ob man angestellt oder freiberuflich tätig ist.

In der Regel lässt sich das durchschnittliche Gehalt auf rund 30.000 Euro bis 45.000 Euro brutto im Jahr beziffern. Freiberufliche Illustratoren rechnen häufig pro Projekt oder über Tagessätze ab, wodurch das Einkommen deutlich schwanken kann.

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So gelingt der Weg in den Beruf Illustrator/in

Ein beruflicher Neuanfang als Illustrator/in kann ein Wendepunkt im Leben vieler Menschen sein. Diejenigen, die daher nach einer passenden Umschulung suchen, mĂĽssen aber wissen, dass Illustrator kein Ausbildungsberuf ist.

Es existieren daher keine staatlich geregelten Umschulungen mit anerkanntem Abschluss. Es besteht aber die Möglichkeit eines Seminars, Lehrgangs oder Studiums. Im Zuge dessen lernen die Teilnehmenden die Grundlagen der Illustration und werden so für den beruflichen Alltag fit gemacht.

Gegebenenfalls ist auch ein kompletter Quereinstieg möglich, denn in der Illustration kommt es darauf an, dass man das notwendige Talent besitzt und die relevanten Techniken beherrscht. Ein aussagekräftiges Portfolio ist beim Quereinstieg häufig wichtiger als ein formaler Abschluss.

Es kommt somit immer wieder vor, dass Fachfremde in den Beruf des Illustrators hineinwachsen, ohne eine Umschulung zu absolvieren. Wer strukturiert vorgehen möchte, kombiniert einen zertifizierten Lehrgang mit dem eigenständigen Aufbau eines Portfolios. Einen Überblick über weitere Wege gibt der Ratgeber zur Umschulung über das Arbeitsamt.

Diese Voraussetzungen erleichtern den Neuanfang

Menschen, die in ihrem ursprĂĽnglichen Beruf keine Zukunftsaussichten mehr haben, tun gut daran, einen Berufswechsel zu vollziehen.

Das Arbeitsamt unterstützt sie vielfach dabei, indem es unter anderem Förderungen zur Verfügung stellt. Die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme muss somit keine Frage des Geldes sein.

Diejenigen, die über einen Neuanfang als Illustrator/in nachdenken, sollten allerdings ihre persönliche Eignung hinterfragen. Entscheidend sind dabei vor allem die folgenden Aspekte:

  • zeichnerisches Talent
  • kĂĽnstlerische Begabung
  • Fingerfertigkeit
  • Kreativität
  • Ideenreichtum
  • Flexibilität
  • Leidenschaft

Hinzu kommt die Bereitschaft, sich kontinuierlich mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen. Wer bereits Erfahrung im gestalterischen oder medialen Bereich mitbringt, findet den Einstieg oft leichter und kann auf vorhandenen Kenntnissen aufbauen.

Verwandte Ausbildungsberufe als geregelte Alternative

Als Alternative zu einer Umschulung kommt stets eine berufsbegleitende Ausbildung oder ein kompletter Quereinstieg in Betracht. Im Falle des Berufs Illustrator ist zudem zu beachten, dass es keine geregelte Ausbildung gibt.

Dementsprechend existieren auch keine Illustrator-Umschulungen im eigentlichen Sinne. Die Qualifizierung kann daher im Rahmen eines Studiums erfolgen.

Ansonsten sind die folgenden anerkannten Berufe zu nennen, die auch als Umschulungen daherkommen können und sich als Alternativen zur Illustrator-Umschulung eignen:

Diese Berufe verbinden gestalterisches Arbeiten mit einem anerkannten Abschluss und werden vom Arbeitsamt eher gefördert als ein reines Kunststudium. Wer sich gestalterisch breiter aufstellen möchte, findet auch als Webdesigner/in oder Fotograf/in verwandte Tätigkeitsfelder. Ergänzende Kurse lassen sich zudem über die Weiterbildung über das Arbeitsamt finanzieren.

So unterstĂĽtzt das Arbeitsamt die Qualifizierung

Weil es keine geregelte Umschulung zum Illustrator gibt, richtet sich die Förderung nach der konkret gewählten Maßnahme. Gefördert werden können nur Lehrgänge, die nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zugelassen sind. Passende Angebote finden sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit.

Für solche Maßnahmen kommt ein Bildungsgutschein infrage, mit dem die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Lehrgangskosten übernimmt. Ob ein Gutschein ausgestellt wird, entscheidet die zuständige Vermittlungsfachkraft nach einem Beratungsgespräch anhand der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage.

Ein klassisches Kunst- oder Designstudium wird dagegen in der Regel nicht als Umschulung finanziert, sondern fällt eher unter die Studienförderung wie BAföG. Umso wichtiger ist es, vor Beginn einer Maßnahme das Gespräch mit dem Arbeitsamt zu suchen und die Fördervoraussetzungen zu klären.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um eine fundierte Qualifizierung auf dem Gebiet der Illustration geht, kommen zwar einige Alternativen in Betracht, Illustrator selbst ist aber kein anerkannter Ausbildungsberuf.

Aus diesem Grund sollten Interessierte die verschiedenen Wege in den Beruf ergrĂĽnden. Der folgende Tipp aus unserer Redaktion kann dabei sehr hilfreich sein.

Denken Sie über ein einschlägiges Studium nach!

In Zeiten zunehmender Akademisierung kann ein einschlägiges Studium für angehende Illustratoren sehr wertvoll sein. Im Zuge dessen erwerben diese einen akademischen Grad, der ihre fachlichen Kompetenzen bestätigt.

Teilweise ist auch ein Fernstudium oder anderes Teilzeitstudium möglich, sodass man parallel zum Beruf studieren kann. Im Umfeld der Illustration bieten sich vor allem die folgenden Studiengänge an:

  • Grafikdesign
  • Mediendesign
  • Kommunikationsdesign
  • Illustration
  • Visuelle Kommunikation

Der Berufsalltag als Illustrator/in

Der Arbeitsalltag von Illustratoren ist stark projektgeprägt. Am Anfang steht meist ein Briefing durch den Auftraggeber, in dem Stil, Format und Zielgruppe abgesteckt werden. Auf dieser Grundlage entstehen erste Skizzen und Entwürfe, die abgestimmt und mehrfach überarbeitet werden, bis die Bildidee sitzt.

Anschließend folgt die Reinzeichnung, häufig digital am Grafiktablett, teils weiterhin analog mit Stift, Tusche oder Aquarell. Neben dem eigentlichen Zeichnen gehören organisatorische Aufgaben zum Alltag: Termine mit Kunden, Angebotskalkulation, Rechnungsstellung und die Pflege des eigenen Portfolios.

Viele Illustratoren arbeiten freiberuflich von zu Hause oder aus einem Atelier heraus. Wer angestellt ist, etwa in einer Agentur oder einem Verlag, arbeitet enger im Team und stimmt sich mit Art-Direktoren, Textern und Layoutern ab. In beiden Fällen sind Eigenorganisation und der Umgang mit Feedback zentrale Bestandteile der täglichen Arbeit.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach guten Illustrationen ist durch die Verlagerung vieler Inhalte ins Digitale eher gestiegen. Social Media, Onlineshops, Apps, Erklärvideos und E-Learning benötigen laufend Bildmaterial, das sich von austauschbaren Stockfotos abhebt. Gerade ein erkennbarer eigener Stil kann hier zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

Gleichzeitig ist der Markt umkämpft, und Werkzeuge zur automatischen Bilderzeugung verändern die Anforderungen. Illustratoren, die sich spezialisieren, etwa auf Kinderbücher, medizinische Illustration, Infografik oder Character-Design, und die klassisches Handwerk mit digitalen Werkzeugen verbinden, haben gute Aussichten.

Ein tragfähiges Standbein entsteht meist aus einer Mischung fester Auftraggeber und wechselnder Projekte. Wer bereit ist, sich fortlaufend weiterzubilden und sein Netzwerk zu pflegen, kann sich als Illustrator/in dauerhaft am Markt behaupten. Verwandte Qualifikationen aus dem Medienbereich erhöhen dabei die Flexibilität.

Mit einer Spezialisierung Profil gewinnen

Der Begriff Illustration umfasst zahlreiche Teilbereiche, die jeweils eigene Anforderungen stellen. Wer sich frĂĽh fĂĽr eine Richtung entscheidet, kann sein Portfolio gezielter aufbauen und sich fĂĽr passende Auftraggeber sichtbar machen. Typische Felder mit stabiler Nachfrage sind:

  • Kinderbuch- und Jugendbuchillustration
  • medizinische und wissenschaftliche Illustration
  • Infografik und Datenvisualisierung
  • Character-Design fĂĽr Games und Animation
  • Editorial-Illustration fĂĽr Magazine und Zeitungen
  • Werbe- und Packaging-Illustration

Eine Spezialisierung schließt andere Bereiche nicht aus, gibt der eigenen Arbeit aber einen wiedererkennbaren Schwerpunkt. Gerade zum Berufsstart hilft es, sich mit gezielten Arbeitsproben in einem Feld zu positionieren, statt möglichst viele Stile parallel zu bedienen.

Bildungsgutschein und Förderung im Überblick

Weil es keine geregelte Umschulung zum Illustrator gibt, prüft die Agentur für Arbeit die Förderung immer bezogen auf die konkrete Maßnahme. Voraussetzung ist eine AZAV-Zulassung des Anbieters. Der Bildungsgutschein deckt bei Bewilligung die Lehrgangskosten und teils Fahrt- oder Kinderbetreuungskosten ab. Wichtig: Der Gutschein muss vor Beginn der Maßnahme vorliegen. Ein rechtzeitiges Beratungsgespräch ist deshalb der erste Schritt.

Ein Portfolio als SchlĂĽssel zum Einstieg

Ob Quereinstieg, Lehrgang oder Studium: Ohne aussagekräftiges Portfolio geht es in der Illustration nicht. Es ersetzt in weiten Teilen den formalen Nachweis und zeigt Auftraggebern unmittelbar, was man kann. Sinnvoll ist eine Auswahl von zehn bis fünfzehn starken Arbeiten, die den angestrebten Schwerpunkt widerspiegeln, statt einer möglichst großen Menge.

Neben eigenen freien Arbeiten überzeugen fiktive Auftragsarbeiten, die zeigen, wie man ein Briefing umsetzt. Eine eigene Website, ergänzt um Präsenz auf einschlägigen Plattformen, macht das Portfolio auffindbar. Wer während eines Lehrgangs oder Studiums bereits erste bezahlte Projekte übernimmt, baut parallel Referenzen und ein Netzwerk auf, das den Berufseinstieg spürbar erleichtert.

Häufige Fragen zur Umschulung Illustrator

Gibt es eine offizielle Umschulung zum Illustrator?
Nein. Illustrator ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, deshalb existiert keine staatlich geregelte Umschulung mit anerkanntem Abschluss. Der Weg in den Beruf führt über AZAV-zugelassene Lehrgänge und Seminare, ein Studium im Bereich Illustration oder Kommunikationsdesign oder über einen Quereinstieg mit vorhandenem Talent und einem aussagekräftigen Portfolio.
Fördert das Arbeitsamt den Weg zum Illustrator?
Das Arbeitsamt fördert ausschließlich AZAV-zertifizierte Maßnahmen, die sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden lassen. Für solche Lehrgänge kann ein Bildungsgutschein ausgestellt werden. Ein klassisches Kunst- oder Designstudium wird dagegen meist nicht als Umschulung finanziert. Ob eine Förderung möglich ist, klärt ein Beratungsgespräch mit der zuständigen Vermittlungsfachkraft.
Welche Ausbildungsberufe eignen sich als Alternative?
Als geregelte Alternativen bieten sich Mediengestalter/in Digital und Print, Grafik- und Kommunikationsdesigner/in, Technische/r Zeichner/in sowie Assistent/in für Medientechnik an. Diese Berufe verbinden gestalterisches Arbeiten mit einem anerkannten Abschluss und werden vom Arbeitsamt eher gefördert. Sie bilden zugleich eine solide Grundlage, um sich anschließend auf Illustration zu spezialisieren.
Ist ein Quereinstieg als Illustrator möglich?
Ja. Weil es keinen geschützten Berufszugang gibt, ist ein Quereinstieg grundsätzlich möglich. Entscheidend sind zeichnerisches Talent, sicherer Umgang mit gängigen Programmen und ein überzeugendes Portfolio. Viele Auftraggeber achten stärker auf Arbeitsproben als auf formale Abschlüsse. Ein zertifizierter Lehrgang kann den Einstieg strukturieren und fehlende Grundlagen gezielt vermitteln.
Wie viel verdient man als Illustrator?
Das Einkommen schwankt stark und hängt von Auftraggeber, Spezialisierung und Beschäftigungsform ab. Im Durchschnitt liegt das Jahresbrutto häufig zwischen rund 30.000 und 45.000 Euro. Freiberufliche Illustratoren rechnen meist pro Projekt oder über Tagessätze ab, weshalb ihr Verdienst je nach Auftragslage deutlich variieren kann. Feste Anstellungen bieten ein planbareres, aber oft begrenztes Einkommen.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Wichtig sind zeichnerisches Talent, künstlerische Begabung, Kreativität und Ideenreichtum. Hinzu kommen Fingerfertigkeit, Flexibilität und die Bereitschaft, sich in digitale Werkzeuge wie Adobe Illustrator, Photoshop oder Procreate einzuarbeiten. Wer bereits Erfahrung im gestalterischen oder medialen Bereich mitbringt, findet den Einstieg leichter. Ausdauer und der professionelle Umgang mit Kundenfeedback runden das Profil ab.

Umschulung

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