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Umschulung SAP-Berater - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • SAP-Berater/in ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung mit anschlieĂźender SAP-Zertifizierung.
  • Der Quereinstieg gelingt häufig aus IT- oder kaufmännischen Berufen; wirtschaftliches oder technisches Vorwissen ist von Vorteil.
  • Die Weiterbildung dauert je nach Anbieter und Format zwischen wenigen Wochen und rund zwölf Monaten (Vollzeit, Teilzeit oder Fernlehrgang).
  • Ăśber einen Bildungsgutschein der Agentur fĂĽr Arbeit oder des Jobcenters ist eine Förderung bei AZAV-zugelassenen Anbietern möglich.
  • Gefragt sind vor allem S/4HANA sowie die Module FI/CO, MM und SD; Einstiegsgehälter liegen meist bei rund 45.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr.

Die Umschulung zum SAP-Berater beziehungsweise zur SAP-Beraterin ist streng genommen keine Umschulung, sondern eine Weiterbildung mit Qualifizierungscharakter. Der Grund: SAP-Berater/in ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Dennoch kann die Qualifizierung fĂĽr einen echten Wendepunkt im beruflichen Werdegang sorgen und Teilnehmenden spannende Perspektiven in der IT-Beratung verschaffen.

Wenn es um einen vielversprechenden Berufswechsel geht, ist die Qualifizierung zum SAP-Berater also durchaus eine Überlegung wert. Interessierte sollten einen gewissen Rechercheaufwand betreiben, um sich ein genaues Bild machen zu können. Auf dieser Grundlage können sie dann entscheiden, ob sie den Weg als SAP-Berater/in einschlagen möchten oder nicht.

SAP-Berater bei der Arbeit am Rechner mit Unternehmenssoftware

Das Berufsbild SAP-Berater bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Als SAP-Berater/in beziehungsweise SAP-Consultant widmet man sich der IT-Beratung im Zusammenhang mit der weit verbreiteten SAP-Software. Da es sich dabei um eine der führenden Enterprise-Softwarelösungen handelt, ergeben sich vielseitige Einsatzmöglichkeiten für SAP-Berater/innen.

Eine fundierte SAP-Beratung ist aufgrund der Komplexität der Software in vielen Unternehmen unverzichtbar. An Beschäftigungsmöglichkeiten fehlt es SAP-Consultants somit nicht.

SAP-Berater/innen sind entweder angestellt tätig oder agieren als externe Berater/innen auf selbständiger Basis. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Unternehmen bei der Einführung und Nutzung der SAP-Software zu unterstützen. Durch ihr Fachwissen tragen sie dazu bei, dass die betrieblichen Prozesse sinnvoll in der Software abgebildet werden.

Ein allgemeiner Richtwert zum Gehalt lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Arbeitssituationen, Module und Erfahrungsstufen nur schwer angeben. Die konkreten Verdienstmöglichkeiten hängen stark von der Spezialisierung und der Berufserfahrung ab.

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Per Weiterbildung zum SAP-Berater

Die vermeintliche SAP-Berater-Umschulung entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Weiterbildungslehrgang. Es wird kein offizieller Berufsabschluss erlangt, sondern eine anderweitige Qualifizierung mit anschließendem SAP-Zertifikat.

Dennoch handelt es sich um eine vielversprechende Maßnahme mit aussichtsreichen Perspektiven. Wissenswert ist dabei, dass es verschiedene Optionen innerhalb der SAP-Beratung gibt. Es bedarf daher einer Differenzierung, denn eine einheitliche Qualifizierung existiert nicht. Grundsätzlich kann man SAP-Berater/in mit einem der folgenden Schwerpunkte werden:

  • Analytics
  • Applications
  • Cloud
  • Database & Technology

Innerhalb der einzelnen Bereiche gibt es wiederum verschiedene Spezialthemen, die für eine fachlich fundierte Expertise sorgen. Es zeigt sich somit, dass es SAP-Berater/innen unterschiedlichster Art gibt. Interessierte sollten bei der Auswahl der Qualifizierung mit Bedacht vorgehen und stets die beruflichen Chancen im Blick behalten. Wer sich grundsätzlich für den Bereich interessiert, findet in unserer Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt weitere Wege in neue Berufe.

Die Anerkennung des Abschlusses als SAP-Berater

SAP-Berater/in ist kein offizieller beruflicher Abschluss, sodass es keine staatliche Anerkennung im Sinne einer anerkannten Berufsausbildung gibt. Dennoch ist die Zertifizierung in der Branche bekannt und angesehen.

Dafür sorgt nicht zuletzt das Zertifizierungskonzept des Softwareherstellers SAP selbst. Die weite Verbreitung der Enterprise-Software leistet zusätzlich einen Beitrag zum guten Ruf der Qualifikation. Wer ein SAP-Zertifikat vorweisen kann, signalisiert Arbeitgebern ein geprüftes Fachwissen zu einem bestimmten Modul oder einer bestimmten Anwendung.

Als SAP-Berater eignen sich IT- und kaufmännische Fachkräfte

Die Frage, wer die Weiterbildung zum SAP-Berater in Angriff nehmen sollte, lässt sich pauschal nicht beantworten. IT-Fachkräfte und ausgebildete Kaufleute sind eine wichtige Zielgruppe, denn sie bringen entweder IT-Kenntnisse oder ökonomisches Know-how mit.

Wer zudem kommunikativ ist und ĂĽber eine schnelle Auffassungsgabe verfĂĽgt, bringt gute Voraussetzungen fĂĽr eine Karriere als SAP-Consultant mit. Wichtig ist auch die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzubilden, denn die SAP-Software wird laufend weiterentwickelt. Verwandte Wege bieten etwa die Umschulung zum Fachinformatiker oder die Qualifizierung zum Informatikkaufmann.

Die Förderung über Bildungsgutschein und Arbeitsamt

Auch wenn die SAP-Qualifizierung keine klassische Umschulung ist, kommt eine finanzielle Unterstützung durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter in Betracht. Voraussetzung ist, dass Kurs, Träger und Maßnahme im Einzelfall förderfähig sind.

Viele Weiterbildungsanbieter geben an, dass ihre SAP-Kurse über einen Bildungsgutschein gefördert werden können. Entscheidend ist dabei, dass der Anbieter nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen ist. Passende Angebote lassen sich über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit finden. AZAV-zugelassene Anbieter über KURSNET stellen sicher, dass die Maßnahme grundsätzlich mit einem Bildungsgutschein förderfähig sein kann.

Ob die Kosten tatsächlich übernommen werden, entscheidet die zuständige Vermittlungsfachkraft im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Es lohnt sich daher, frühzeitig einen Termin beim Arbeitsamt zu vereinbaren. Weitere Informationen zu geförderten Lehrgängen finden Sie in unserem Bereich zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Der Berufsalltag als SAP-Berater

Der Arbeitsalltag als SAP-Berater/in ist abwechslungsreich und stark von Projekten geprägt. In der Regel begleiten SAP-Consultants Unternehmen bei der Einführung, Anpassung oder Optimierung ihrer SAP-Systeme. Dabei wechseln sich Phasen der Analyse, der Konfiguration und der Schulung von Anwendern ab.

Zu Beginn eines Projekts steht meist die Aufnahme der betrieblichen Anforderungen. SAP-Berater/innen sprechen mit den Fachabteilungen, verstehen die bestehenden Prozesse und übersetzen diese in die Logik der SAP-Software. Anschließend richten sie das System ein, testen die Abläufe und passen einzelne Einstellungen an, bis die Prozesse zuverlässig funktionieren.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht in der Kommunikation. SAP-Berater/innen vermitteln zwischen der technischen Seite und den Anwendern in den Fachabteilungen. Sie erklären Zusammenhänge, schulen Mitarbeitende und stehen als Ansprechpartner für Rückfragen zur Verfügung. Häufig arbeiten sie eng mit Entwicklern zusammen, wenn individuelle Anpassungen über die Programmiersprache ABAP nötig werden.

Viele SAP-Berater/innen sind projektbezogen bei wechselnden Kunden im Einsatz, was mit einer gewissen Reisetätigkeit verbunden sein kann. Zunehmend werden Projekte jedoch auch aus dem Homeoffice oder in gemischten Arbeitsmodellen begleitet. Die Fähigkeit, sich schnell in neue Branchen und Unternehmensstrukturen einzuarbeiten, gehört zum Berufsalltag dazu.

Berufsaussichten und Verdienst als SAP-Berater

Die Berufsaussichten für SAP-Berater/innen gelten als gut. Da SAP-Software in zahlreichen mittleren und großen Unternehmen im Einsatz ist, besteht ein anhaltender Bedarf an Fachkräften, die diese Systeme betreuen und weiterentwickeln können. Insbesondere die Umstellung vieler Betriebe auf S/4HANA sorgt für eine hohe Nachfrage.

Besonders gefragt sind Berater/innen mit Kenntnissen in den zentralen Modulen. Dazu zählen unter anderem FI/CO für Finanzbuchhaltung und Controlling, MM für die Materialwirtschaft sowie SD für den Vertrieb. Auch Kenntnisse in der Programmiersprache ABAP oder im Personalmodul HCM können die Berufsaussichten verbessern.

Das Gehalt hängt stark von Modul, Erfahrung und Verantwortungsbereich ab. Beim Einstieg werden häufig Beträge von rund 45.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr genannt. Mit wachsender Erfahrung sind Werte von etwa 75.000 bis 95.000 Euro und mehr möglich. Erfahrene Senior-Berater/innen erreichen teils sechsstellige Jahresgehälter. Diese Angaben sind Richtwerte und können je nach Region, Branche und Anstellungsform abweichen.

Wer sich fĂĽr weitere IT-nahe Berufe interessiert, findet passende Wege bei der Umschulung zum IT-Systemelektroniker oder in Richtung Programmierer.

So läuft die SAP-Zertifizierung ab

Am Ende einer SAP-Weiterbildung steht in der Regel eine Zertifizierung. Anders als bei einer anerkannten Berufsausbildung mit AbschlussprĂĽfung vor einer Kammer handelt es sich um ein herstellerbezogenes Zertifikat, das direkt an ein bestimmtes Modul oder eine bestimmte Anwendung gebunden ist.

Typischerweise gliedert sich der Weg in mehrere Stufen. Zunächst werden die Grundlagen der SAP-Software vermittelt. Darauf folgt häufig eine Anwenderzertifizierung, die den sicheren Umgang mit dem System bestätigt. Wer tiefer einsteigen möchte, kann anschließend eine Beraterzertifizierung anstreben, die weiterführendes Fachwissen nachweist.

Die Zertifikate werden häufig als sogenannte SAP Certified Associate-Zertifikate vergeben, etwa in den Bereichen Implementierung, Cloud oder Finance. Die eigentliche Prüfung erfolgt meist in Form eines strukturierten Tests, in dem das erlernte Fachwissen zum jeweiligen Modul abgefragt wird. Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, das ihre Kenntnisse dokumentiert.

Die Dauer der vorbereitenden Weiterbildung variiert stark. Modulare Angebote reichen von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten, während Fernlehrgänge teils bis zu zwölf Monate umfassen. Die konkrete Ausgestaltung hängt vom gewählten Anbieter und vom angestrebten Schwerpunkt ab.

Häufige Fragen zur Umschulung zum SAP-Berater

Ist SAP-Berater ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Nein. SAP-Berater/in ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, sondern ein Berufsbild, das über eine Weiterbildung mit anschließender SAP-Zertifizierung erreicht wird. Der Einstieg gelingt meist aus einem IT-nahen oder kaufmännischen Beruf heraus. Das Zertifikat ist herstellerbezogen, in der Branche aber anerkannt und angesehen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum SAP-Berater?
Die Dauer hängt vom Anbieter und vom Format ab. Modulare Angebote reichen von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Fernlehrgänge in Teilzeit können bis zu zwölf Monate umfassen. Wer sich auf mehrere Module spezialisiert, muss entsprechend mehr Zeit einplanen. Eine feste Regeldauer wie bei einer Ausbildung gibt es nicht.
Kann das Arbeitsamt die SAP-Weiterbildung fördern?
Ja, eine Förderung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist, dass der Anbieter AZAV-zugelassen ist und die Maßnahme im Einzelfall als förderfähig eingestuft wird. Passende Kurse lassen sich über KURSNET finden. Die Entscheidung trifft die zuständige Vermittlungsfachkraft im Beratungsgespräch.
Welche SAP-Module sind besonders gefragt?
Besonders gefragt sind Kenntnisse rund um S/4HANA sowie die zentralen Module FI/CO für Finanzen und Controlling, MM für die Materialwirtschaft und SD für den Vertrieb. Auch die Programmiersprache ABAP und das Personalmodul HCM werden je nach Spezialisierung nachgefragt. Die Wahl des Moduls beeinflusst die Berufsaussichten und die Verdienstmöglichkeiten spürbar.
Wie viel verdient man als SAP-Berater?
Einsteiger verdienen häufig rund 45.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr. Mit wachsender Erfahrung sind etwa 75.000 bis 95.000 Euro und mehr möglich, erfahrene Senior-Berater/innen erreichen teils sechsstellige Gehälter. Die konkreten Werte hängen von Modul, Erfahrung, Region und Anstellungsform ab. Es handelt sich daher um Richtwerte, keine festen Beträge.
FĂĽr wen eignet sich die Qualifizierung zum SAP-Berater?
Gut geeignet sind IT-Fachkräfte und ausgebildete Kaufleute, da sie technisches oder wirtschaftliches Vorwissen mitbringen. Von Vorteil sind außerdem Kommunikationsstärke, eine schnelle Auffassungsgabe und die Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung. Auch Quereinsteiger mit passenden Grundkenntnissen können den Weg einschlagen, sollten sich aber gezielt für ein Modul entscheiden.
Achtung! Tipp aus der Redaktion

Wenn es um die Qualifizierung zum SAP-Berater geht, sollte man nicht nur an die betreffende Schulung selbst denken. Interessierte sollten die Rahmenbedingungen der Kurse ergrĂĽnden und ihre Eignung ehrlich hinterfragen.

Grundsätzlich lohnt es sich, sich an das Arbeitsamt zu wenden und dort einen Beratungstermin zu vereinbaren. Außerdem sollten Berufswechsler/innen den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beachten.

Befassen Sie sich mit den Alternativen zum SAP-Berater!

Alternativ zu einer Qualifizierung zum SAP-Consultant gibt es einige weitere Optionen, die in Betracht kommen können. Für diejenigen, die Wert auf einen anerkannten Abschluss legen, kann es eine Möglichkeit sein, einen der folgenden Ausbildungsberufe per Umschulung zu erlernen:

  • IT-System-Elektroniker/in
  • Fachinformatiker/in
  • Kaufmann/-frau fĂĽr IT-System-Management
  • Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in
  • Technische/r Assistent/in fĂĽr Informatik
  • Kaufmann/-frau fĂĽr Digitalisierungsmanagement
  • Informationstechnische/r Assistent/in

Ansonsten kann auch ein Studium aus dem Bereich der Informatik die Basis fĂĽr eine Karriere in der IT-Beratung schaffen.

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