Umschulung Restaurantfachmann - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt
Eine Umschulung zum Restaurantfachmann beziehungsweise zur Restaurantfachfrau dauert in der Regel zwei Jahre, endet mit einem anerkannten IHK-Abschluss und lässt sich ĂĽber das Arbeitsamt fördern – etwa per Bildungsgutschein. Der Beruf trägt seit der Neuordnung 2022 offiziell die Bezeichnung Fachmann beziehungsweise Fachfrau fĂĽr Restaurants und Veranstaltungsgastronomie. Wegen des anhaltenden Personalmangels im Gastgewerbe sind die Beschäftigungschancen nach dem Abschluss gut.
DAS WICHTIGSTE IN KĂśRZE
- Die Umschulung dauert meist zwei Jahre und schlieĂźt mit einer IHK-PrĂĽfung zum anerkannten Berufsabschluss ab.
- Seit der Neuordnung 2022 heiĂźt der Beruf offiziell Fachmann/-frau fĂĽr Restaurants und Veranstaltungsgastronomie.
- Eine schulische Vorbildung ist nicht zwingend erforderlich; entscheidend sind Serviceorientierung und Belastbarkeit.
- Die Kosten übernimmt bei Förderung häufig das Arbeitsamt über einen Bildungsgutschein (AZAV-zugelassene Anbieter).
- Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei rund 24.000 Euro brutto im Jahr, mit klaren Aufstiegschancen.
Die Umschulung zum Restaurantfachmann beziehungsweise zur Restaurantfachfrau kann den Startschuss fĂĽr einen beruflichen Neustart in der Gastronomie geben. Da dort ohnehin Personalmangel herrscht, ergeben sich gute Perspektiven. Wer in seinem bisherigen Job Perspektivlosigkeit erlebt, kann somit von einer Umorientierung profitieren.
Dass eine Zweitausbildung mit einigen Herausforderungen einhergeht und nicht unĂĽberlegt in Angriff genommen werden sollte, steht jedoch auĂźer Frage.
Daher ist ein Beratungstermin beim Arbeitsamt sehr empfehlenswert. Dabei erfährt man unter anderem auch, dass mittlerweile von Fachleuten für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie die Rede ist. Dieses Wissen ist für die eigenständige Recherche von großem Wert. Wie andere Wege in den Neustart aussehen, zeigt die Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt.
Berufsbild Restaurantfachmann/-frau: Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten
Interessierte an einer Restaurantfachmann-Umschulung sollten zunächst auf das Berufsbild eingehen und sich so einen Eindruck vom beruflichen Alltag verschaffen. Im Zuge dessen zeigt sich, dass Restaurantfachleute vielfältige Aufgaben im Gastgewerbe übernehmen.
Das Spektrum reicht von der Betreuung der Gäste über das Servieren der Speisen und Getränke bis hin zum Kassieren. Darüber hinaus sind sie maßgeblich an Veranstaltungen beteiligt. Überall dort, wo Gäste bewirtet werden, ergeben sich somit berufliche Perspektiven für Restaurantfachleute.
Dementsprechend finden diese in den folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten vor:
- Catering
- Restaurants
- Hotels
- Kantinen
In Zusammenhang mit dem Berufsbild des Restaurantfachmannes beziehungsweise der Restaurantfachfrau sind auch die Verdienstmöglichkeiten in diesem Beruf von Interesse.
Je nach Position, Erfahrung und Einsatzbereich kann die Einkommenssituation zwar variieren, aber grundsätzlich liegt das durchschnittliche Gehalt bei rund 24.000 Euro brutto im Jahr. Mit zusätzlicher Verantwortung, etwa als Schichtleitung oder im Bankettservice, steigt der Verdienst spürbar an.
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So läuft die Umschulung zum Restaurantfachmann ab
All diejenigen, die ursprünglich einen anderen Beruf erlernt haben und nun im Zuge einer beruflichen Umorientierung ins Restaurantfach wechseln möchten, treffen mit der Umschulung zum Restaurantfachmann beziehungsweise zur Restaurantfachfrau eine solide Wahl.
Im Rahmen der Zweitausbildung befassen sie sich vor allem mit den folgenden Inhalten:
- Service
- Ernährung
- Getränkekunde
- Veranstaltungswesen
- Organisation
- Hygiene
Abschließend findet dann die Prüfung vor der IHK statt, die auch Umschülerinnen und Umschülern den anerkannten Berufsabschluss bescheren kann. Wer sich anschließend weiter qualifizieren möchte, findet passende Angebote in der Übersicht zur Weiterbildung über das Arbeitsamt.
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Restaurantfachmann-Umschulung
Die klassische Ausbildung zum Restaurantfachmann findet in dualer Form statt, sodass sich die Zeiten im Betrieb und in der Berufsschule abwechseln.
Eine betriebliche Umschulung setzt dahingegen auf eine praktische Zweitausbildung im Restaurant, während außerbetriebliche Umschulungen als Lehrgänge daherkommen. Dass der Ablauf der Restaurantfachmann-Umschulung variieren kann, steht somit außer Frage.
Dennoch suchen Interessierte nach Orientierungspunkten. Die folgenden Eckdaten können dabei angeführt werden und vermitteln zumindest einen ersten Eindruck.
- Voraussetzung: keine einschlägige Vorbildung erforderlich
- Dauer: in der Regel zwei Jahre
- Kosten: variabel, aber beispielsweise durch das Arbeitsamt förderfähig
Alternativen zur Restaurantfachmann-Umschulung
Wer ernsthaft über eine Umschulung zum Restaurantfachmann beziehungsweise zur Restaurantfachfrau nachdenkt, hat typischerweise ein Faible für die Bewirtung von Gästen und sieht seine berufliche Zukunft dementsprechend im Gastgewerbe. Diese Kriterien erfüllt aber nicht nur der Beruf des Restaurantfachmannes.
Auch die folgenden Berufe kommen mitunter in Betracht und eignen sich dementsprechend als Alternativen zur Restaurantfachmann-Umschulung:
- Hotelfachmann/-frau
- Hotelkaufmann/-frau
- Fachmann/-frau fĂĽr Systemgastronomie
- Fachkraft fĂĽr Gastronomie
Wer sich stärker für die Planung und Organisation von Events begeistert, wirft am besten einen Blick auf die Umschulung zur Veranstaltungskauffrau. Auch die Umschulung zum Tourismuskaufmann und die Umschulung zum Konditor bewegen sich im weiteren Umfeld des Gastgewerbes.
Weiterbildungen fĂĽr Restaurantfachleute
Fachleute fĂĽr Restaurants und Veranstaltungsgastronomie verfĂĽgen nach ihrer Ausbildung beziehungsweise Umschulung ĂĽber eine anerkannte Qualifikation, die den Grundstein fĂĽr eine gastgewerbliche Karriere schafft.
Zugleich sollten sie sich stets um weitere Qualifikationen bemĂĽhen, indem sie sich dem lebenslangen Lernen widmen. Seminare zu den folgenden Themen erweisen sich dabei als interessante Option:
- Restaurantservice
- Bankettservice
- Barservice
- KĂĽche
- Weine
- Hygiene
- Kommunikation
Eine anerkannte Fortbildung kommt für ambitionierte Restaurantfachleute ebenfalls infrage. Die folgenden Abschlüsse können hier als wichtige Karrierebausteine dienen:
- Gastronom/in
- Barmeister/in
- Restaurantmeister/in
- Hotelmeister/in
- Betriebswirt/in – Hotel-, Gaststättengewerbe
- Betriebswirt/in – Catering/Systemverpflegung
- Fachwirt/in – Gastgewerbe
- Fachwirt/in – Veranstaltung
- Sommelier
- Betriebsleiter/in – Hotel/Gaststätten
Zu guter Letzt darf auch das berufsbegleitende Studium nicht unerwähnt bleiben. In Zeiten zunehmender Akademisierung kann es sich anbieten, anstelle einer klassischen Weiterbildung ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren.
Die folgenden Disziplinen sind fĂĽr Restaurantfachleute besonders interessant:
- Ernährungswissenschaft
- Hotelmanagement
- Eventmanagement
- Tourismuswirtschaft
Der Berufsalltag als Restaurantfachmann
Der Arbeitstag von Restaurantfachleuten ist eng an die Gästezeiten gekoppelt und daher von wechselnden Schichten geprägt. Abende, Wochenenden und Feiertage gehören ebenso dazu wie das ruhigere Vorbereiten am Nachmittag. Wer den direkten Kontakt zu Menschen schätzt und Freude an einem lebendigen Umfeld hat, findet hier ein abwechslungsreiches Berufsbild.
Vor der ersten Bestellung stehen das Eindecken der Tische, das Polieren von Gläsern und Besteck sowie die Absprache mit der Küche über die Tageskarte. Während des Service beraten Restaurantfachleute die Gäste zu Speisen und Getränken, nehmen Bestellungen auf, servieren fachgerecht und behalten mehrere Tische gleichzeitig im Blick. Am Ende folgen das Kassieren, die Abrechnung und das Herrichten des Gastraums für den nächsten Tag.
Neben dem klassischen Restaurantservice zählt zunehmend die Veranstaltungsgastronomie zum Alltag. Bankette, Tagungen, Hochzeiten und Firmenfeiern verlangen sorgfältige Planung, ein sicheres Zeitmanagement und Teamarbeit mit Küche und Organisation. Körperliche Belastbarkeit, Freundlichkeit auch in Stoßzeiten und ein gepflegtes Auftreten gehören zu den Eigenschaften, die in diesem Beruf gefragt sind.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
Das Gastgewerbe sucht seit Jahren händeringend nach qualifiziertem Personal. Nach der pandemiebedingten Delle sind viele Fachkräfte in andere Branchen abgewandert, sodass Restaurants, Hotels und Cateringbetriebe offene Stellen oft nur schwer besetzen können. Für Umschülerinnen und Umschüler bedeutet das gute Chancen auf eine Anstellung direkt nach dem Abschluss.
Wer flexibel ist und bereit, in unterschiedlichen Betriebstypen zu arbeiten, kann zwischen klassischer Gastronomie, gehobener Küche, Hotellerie, Systemgastronomie und Veranstaltungsservice wählen. Aktuelle Stellenangebote lassen sich über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sowie über regionale Gastronomiebetriebe recherchieren.
Langfristig eröffnen sich Aufstiegswege bis zur Schicht- oder Restaurantleitung, in den Bankett- und Veranstaltungsbereich oder in die Selbstständigkeit. Wer sich über Fortbildungen wie den Restaurantmeister oder den Fachwirt im Gastgewerbe weiterqualifiziert, verbessert seine Position und sein Gehalt zusätzlich.
So läuft die Abschlussprüfung ab
Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil und stellt sicher, dass der erworbene Abschluss dem einer regulären Ausbildung gleichwertig ist.
Im schriftlichen Teil werden Kenntnisse in Bereichen wie Gästeempfang und Beratung, Getränke- und Menükunde, Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde abgefragt. Der praktische Teil verlangt typische Servicesituationen: Restaurantfachleute decken ein, beraten Gäste, empfehlen passende Getränke und führen einen Service fachgerecht durch, häufig ergänzt durch ein Fachgespräch mit den Prüfenden.
Wer die Prüfung besteht, darf die geschützte Berufsbezeichnung Fachmann beziehungsweise Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie führen. Bei Nichtbestehen ist eine Wiederholung möglich. Eine gute Vorbereitung durch den Umschulungsanbieter, Übungsdurchläufe und praktische Erfahrung im Betrieb erhöhen die Erfolgsaussichten deutlich.
Den passenden Umschulungsanbieter auswählen
Die Wahl des Bildungsträgers entscheidet mit über den Erfolg der Umschulung. Wer eine Förderung durch das Arbeitsamt anstrebt, sollte darauf achten, dass der Anbieter nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) zugelassen ist. Nur dann lässt sich die Maßnahme über einen Bildungsgutschein finanzieren. Eine bundesweite Übersicht bietet KURSNET, das Portal der Bundesagentur für Arbeit für berufliche Aus- und Weiterbildung.
Vor der Anmeldung lohnt es sich, mehrere Angebote zu vergleichen. Wichtige Kriterien sind der Anteil an Praxis, die Anbindung an Ausbildungsbetriebe, die Erfahrung der Dozenten sowie die Erfolgsquote bei den IHK-Prüfungen. Bei einer betrieblichen Umschulung findet ein großer Teil der Ausbildung direkt im Restaurant statt, was den späteren Berufseinstieg erleichtert. Außerbetriebliche Lehrgänge bieten dagegen einen strukturierten Rahmen mit festen Unterrichtszeiten.
Auch die Lage und Erreichbarkeit des Bildungsträgers, mögliche Kombinationen aus Präsenz- und Onlineunterricht sowie begleitende Angebote wie Bewerbungstraining sollten in die Entscheidung einfließen. Ein persönliches Gespräch mit dem Anbieter und der Agentur für Arbeit hilft, die passende Variante zu finden und offene Fragen zur Finanzierung zu klären.
Häufige Fragen zur Restaurantfachmann-Umschulung
Die Umschulung zum Restaurantfachmann beziehungsweise zum Fachmann fĂĽr Restaurants und Veranstaltungsgastronomie erscheint vielen Menschen sehr reizvoll.
Vor allem diejenigen, die in der gehobenen Gastronomie Karriere machen möchten, liegen mit dieser Qualifizierung richtig. Vorab sollte man aber genau abwägen und dabei auch den folgenden Tipp beherzigen.
Lassen Sie sich vom Arbeitsamt zur Restaurantfachmann-Umschulung beraten!
Interessierte an der Restaurantfachmann-Umschulung können zunächst eigenständig recherchieren und mit entsprechenden Lehrgangsanbietern in Kontakt treten. Zudem sollten sie es aber auch nicht versäumen, einen Termin beim Arbeitsamt zu vereinbaren.
Eine entsprechende Beratung kann sehr aufschlussreich sein, da man mehr über den Beruf und die Qualifizierungsmöglichkeiten erfährt. Außerdem hat man so die Chance auf eine Förderung der Maßnahme.






