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Gehalt bei einer Umschulung beim Arbeitsamt

Umschüler/innen stehen vor dem Neubeginn ihrer beruflicher Laufbahn und müssen nicht nur einen erheblichen Lernaufwand meistern, sondern das Ganze auch finanziell bewältigen. Oftmals kommt daher die Frage nach dem Gehalt bei einer Umschulung beim Arbeitsamt auf. Da es sich typischerweise um außerbetriebliche Lehrgänge handelt, gibt es keine Vergütung, so dass von einem Gehalt im eigentlichen Sinne keine Rede sein kann.

Im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme über das Arbeitsamt gibt es kein Gehalt. Die Teilnehmenden werden zugleich mit gewissen Kosten konfrontiert, denn einerseits fallen Lehrgangsgebühren an, während andererseits der laufende Lebensunterhalt sichergestellt werden muss.

Auf den ersten Blick ergibt sich für Umschüler/innen somit eine prekäre Situation, da sie Kosten haben, aber nichts verdienen. Hier springt das Arbeitsamt ein, denn anstelle eines Gehalts gibt es die folgenden Förderungen:

  • Bildungsgutschein
  • Hilfen zum Lebensunterhalt

Warum erhalten UmschĂĽler/innen kein Gehalt?

Auszubildende erhalten zwar noch kein volles Gehalt, aber zumindest eine Ausbildungsvergütung. So verdienen sie ihr erstes eigenes Geld, während sie einen Beruf von der Pike auf erlernen. Für Umschüler/innen stellt sich die Situation anders dar, denn sie lernen zwar auch einen Beruf, absolvieren aber keine klassische Ausbildung. Stattdessen nehmen sie an einem außerbetrieblichen Lehrgang teil. Dies hat zur Folge, dass sie kein Geld verdienen und stattdessen Lehrgangsgebühren zahlen sollen. Folglich kann eine Umschulung zu einer echten finanziellen Belastung werden.

Dass Teilnehmende an einer auĂźerbetrieblichen Umschulung kein Gehalt erwirtschaften, liegt in der Natur der Sache. Sie arbeiten in keinem Betrieb, sondern nehmen die Dienste eines privaten Bildungsanbieters in Anspruch. Dadurch entstehen Kosten, die neben dem laufenden Lebensunterhalt ebenfalls finanziert werden mĂĽssen.

Was zahlt das Arbeitsamt bei einer Umschulung?

Ohne finanzielle Unterstützung ist eine Umschulung finanziell nicht zu bewerkstelligen. Allein schon aus diesem Grund müssen angehende Umschüler/innen einen Termin beim Arbeitsamt vereinbaren und sich dort um eine Förderung ihres Berufswechsels bemühen. Bereits vorab stellen sich Interessierte an einer Umschulungsmaßnahme die Frage, was das Arbeitsamt zahlt. Grundsätzlich lassen sich die Förderungen in die folgenden beiden Kategorien einteilen:

  • Hilfen zum Lebensunterhalt
  • Ăśbernahme der Umschulungskosten

Einerseits kann das Arbeitsamt die Umschulung befürworten und dann einen Bildungsgutschein ausstellen. Dieser geht mit der Übernahme sämtlicher Umschulungskosten einher. Darüber hinaus erhalten Umschüler/innen gegebenenfalls auch Hilfen zum Lebensunterhalt. Dabei kann es sich beispielsweise um eine der folgenden Leistungen handeln:

  • Arbeitslosengeld I
  • Arbeitslosengeld II
  • Ăśbergangsgeld

Welche Umschulungen bezahlt das Arbeitsamt?

Das Gehalt während einer Umschulung über das Arbeitsamt kommt in Form eines Übergangsgeldes daher. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn das Amt die Umschulung bewilligt. Es stellt sich daher nicht nur die Frage, wie viel, sondern auch ob das Arbeitsamt überhaupt bezahlt.

Grundsätzlich besteht kein Rechtsanspruch auf eine entsprechende Förderung, weshalb die Entscheidung im Ermessen des Sachbearbeiters liegt. In der Regel ist es aber auch im Interesse des Arbeitsamtes, dass Arbeitssuchende der Perspektivlosigkeit entkommen und gegebenenfalls einen neuen Beruf lernen.

Handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf und besteht die Aussicht darauf, dass der Abschluss zu einer nachhaltigen Rückkehr ins Arbeitsleben führt, stehen die Chancen auf eine Förderung durch das Arbeitsamt sehr gut.

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