Umschulung IT-Sicherheitstechniker - Quereinstieg über das Arbeitsamt
Eine Umschulung zum IT-Sicherheitstechniker führt über eine geförderte Weiterbildung in ein stark nachgefragtes Feld der IT. Der Beruf ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern wird über AZAV-zugelassene Lehrgänge vermittelt, die das Arbeitsamt bei arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen über einen Bildungsgutschein zu 100 Prozent finanzieren kann. Wer Interesse an Netzwerken, Datenschutz und der Abwehr von Cyberangriffen mitbringt, findet hier einen Quereinstieg mit guten Aussichten am Arbeitsmarkt.
Das Interesse an dieser Qualifizierung ist groß, weil die IT-Sicherheit in nahezu allen Branchen an Bedeutung gewinnt. Bevor die Maßnahme beginnt, sollten sich Interessierte umfassend informieren. Ein Beratungstermin beim Arbeitsamt klärt die Fördervoraussetzungen, ergänzend lohnt die eigene Recherche zu Anbietern und Lehrgangsinhalten. Nachfolgend finden sich detaillierte Informationen rund um die Umschulung zum IT-Sicherheitstechniker.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
- IT-Sicherheitstechniker ist kein anerkannter Ausbildungsberuf - die Qualifizierung läuft über zertifizierte Weiterbildungen und Lehrgänge.
- Das Arbeitsamt fördert die Maßnahme über den Bildungsgutschein, wenn ein AZAV-zugelassener Anbieter über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit gewählt wird.
- Die Lehrgänge dauern je nach Umfang wenige Wochen bis mehrere Monate und sind in Vollzeit, Teilzeit oder als Fernlehrgang möglich.
- Zentrale Inhalte sind Netzwerksicherheit, Datenschutz, Erkennung von Malware und Social Engineering sowie IT-Sicherheitsmanagement.
- Das Jahresgehalt bewegt sich meist zwischen rund 30.000 und 50.000 Euro brutto und steigt mit Erfahrung und Zertifizierungen.
Umschulung oder Weiterbildung per Fernstudium
Viele Umschulungen und Weiterbildungen lassen sich flexibel per Fernstudium absolvieren - bei Förderung bis zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein. Fordern Sie kostenloses Infomaterial direkt bei den Anbietern an und vergleichen Sie in Ruhe: Die Lehrgänge unterscheiden sich in Dauer, Service und Preis.

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Inhaltsverzeichnis
- Berufsbild, Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten
- Die Umschulung zum IT-Sicherheitstechniker
- Anerkennung der Qualifizierung
- Alternativen zur Umschulung
- Förderung durch das Arbeitsamt
- Der Berufsalltag als IT-Sicherheitstechniker
- Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
- Persönliche Voraussetzungen und passende Vorbildung
- So läuft der Abschluss der Weiterbildung ab
- Häufige Fragen zur Umschulung

Berufsbild IT-Sicherheitstechniker - Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten
Wer den Beruf des IT-Sicherheitstechnikers über eine Umschulung ergreifen möchte, sollte wissen, dass es sich um keinen dual geordneten Ausbildungsberuf handelt. Eine Umschulung im rechtlichen Sinne nach Berufsbildungsgesetz gibt es daher nicht. Stattdessen vermitteln Weiterbildungen und Lehrgänge die fachliche Kompetenz. In diesem Beruf ist man für die IT-Sicherheit zuständig und erarbeitet IT-Sicherheitskonzepte. Dazu gehören Analysen bestehender IT-Systeme sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen, die das Schutzniveau erhöhen.
Weil moderne IT heute allgegenwärtig ist, besteht ein hoher Bedarf an Fachkräften für IT-Sicherheit. Sie können in nahezu allen Branchen Fuß fassen, von Industrie und Handel über Behörden bis zu Kliniken und Banken. Je nach Einsatzbereich, Region und Vorbildung variiert das Einkommen. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt bewegt sich zwischen rund 30.000 Euro und 50.000 Euro. Mit anerkannten Zertifizierungen und einigen Jahren Berufserfahrung sind auch höhere Werte erreichbar.
Die Umschulung zum IT-Sicherheitstechniker
Menschen, die einen Berufswechsel vollziehen und als IT-Sicherheitstechniker tätig werden möchten, suchen für gewöhnlich nach passenden Umschulungen. Dabei stoßen sie auf Weiterbildungen, die den Quereinstieg in die IT-Sicherheitstechnik vorbereiten. Die Lehrgänge fallen inhaltlich unterschiedlich aus, weshalb sich ein ausführlicher Vergleich lohnt. Die folgenden Themen sind besonders relevant und sollten auf dem Lehrplan stehen:
- Informationstechnologie und Informationsverarbeitung
- Betriebssysteme und Netzwerke
- Informationssicherheit und Datenschutz
- Cyberkriminalität und Datendiebstahl
- Social Engineering und Malware
- IT-Sicherheitsmanagement
Voraussetzungen, Dauer und Kosten
Für die Qualifizierung zum IT-Sicherheitstechniker gibt es keine bundesweit einheitlichen Standards. Dadurch fallen die Inhalte je nach Lehrgang unterschiedlich aus. Das gilt ebenso für die Rahmenbedingungen. Weiterbildungen zur IT-Sicherheitstechnik lassen sich in Vollzeit, Teilzeit und sogar als Fernlehrgang absolvieren. Oft bestehen keine formalen Voraussetzungen, teilweise werden aber grundlegende IT-Kenntnisse vorausgesetzt. Ein technisches Grundverständnis erleichtert den Einstieg deutlich.
Die Dauer der Weiterbildung reicht je nach Umfang von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Die Kosten sind variabel und bewegen sich zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro. Diese unterschiedlichen Konditionen machen es erforderlich, sich vorab gut zu informieren. Neben einer Beratung beim Arbeitsamt bietet es sich an, bei verschiedenen AZAV-zugelassenen Anbietern über KURSNET der Bundesagentur für Arbeit das kostenlose Informationsmaterial unverbindlich anzufordern und die Angebote zu vergleichen.
Die Anerkennung der IT-Sicherheitstechniker-Weiterbildung wird immer wieder hinterfragt. Da es sich um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, gibt es keinen bundeseinheitlichen Abschluss. Ausschlaggebend ist somit vor allem das Ansehen des Lehrgangsanbieters. Besonders aussagekräftig ist ein Hochschulzertifikat oder eine anerkannte Branchenzertifizierung im Bereich IT-Sicherheit. Interessierte sollten zudem auf die vermittelten Inhalte achten und diese genau vergleichen. Anhand dieser Kriterien lässt sich ein guter Eindruck vom Wert der jeweiligen Weiterbildung gewinnen. Wichtig ist außerdem, ob abschließend eine Prüfung stattfindet, die das erworbene Wissen abfragt.
Alternativen zur Umschulung zum IT-Sicherheitstechniker
Weil eine bundeseinheitliche Anerkennung fehlt, steht ein reiner Quereinstieg über einen Lehrgang mitunter auf wackligen Füßen. Dass die IT-Sicherheitstechnik ein spannendes und aussichtsreiches Tätigkeitsgebiet ist, steht außer Frage. Wer einen anerkannten Abschluss anstrebt, sollte daher auch an einen der folgenden Ausbildungsberufe denken, die sich per Umschulung nachholen lassen:
- Fachinformatiker für Systemintegration
- IT-Systemelektroniker
- Informationselektroniker
Eine solche Umschulung eignet sich gut als Alternative und mündet in einen anerkannten Berufsabschluss. Ergänzend lässt sich statt einer klassischen oder außerbetrieblichen Umschulung auch eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Wer sich breiter orientieren möchte, findet in der IT-Umschulung einen Überblick über weitere Wege in die Informationstechnik. Für angehende Quereinsteiger in die IT-Sicherheitstechnik gibt es also mehrere sinnvolle Optionen.
Förderung der IT-Sicherheitstechniker-Umschulung durch das Arbeitsamt
Die Finanzierung des beruflichen Neuanfangs als IT-Sicherheitstechniker stellt viele Interessierte vor eine Herausforderung. Das Arbeitsamt kann hier behilflich sein und die folgenden Hilfen zur Verfügung stellen:
- Bildungsgutschein für die vollständige Übernahme der Lehrgangskosten
- Hilfen zum Lebensunterhalt während der Maßnahme
- Übernahme von Fahrt- und Kinderbetreuungskosten
Voraussetzung für den Bildungsgutschein ist, dass die Weiterbildung von einem AZAV-zugelassenen Träger angeboten wird und die Maßnahme im Einzelfall notwendig erscheint, etwa um Arbeitslosigkeit zu beenden oder abzuwenden. Über die Bewilligung entscheidet die zuständige Vermittlungsfachkraft. Durch eine Förderung erleben Umschüler deutlich weniger finanziellen Druck. Sie sollten die Beratungsangebote des Arbeitsamtes frühzeitig nutzen und in engem Kontakt mit ihrer Ansprechperson bleiben. Weitere Fördermöglichkeiten jenseits der Umschulung erklärt der Ratgeber zur Weiterbildung über das Arbeitsamt. Einen Gesamtüberblick über alle Wege in einen neuen Beruf bietet die Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt.
Der Berufsalltag als IT-Sicherheitstechniker
Der Arbeitsalltag im Bereich IT-Sicherheit ist abwechslungsreich und stark von der jeweiligen Branche geprägt. Ein zentraler Bestandteil ist die laufende Überwachung von Netzwerken und Systemen auf verdächtige Aktivitäten. Dazu werten Fachkräfte Protokolldaten aus, prüfen Firewalls und Zugriffsrechte und reagieren auf Sicherheitsvorfälle. Kommt es zu einem Angriff, gilt es, die Ursache schnell zu finden, den Schaden zu begrenzen und die betroffenen Systeme wieder abzusichern.
Neben der akuten Gefahrenabwehr gehört auch die Vorbeugung zum Alltag. IT-Sicherheitstechniker führen Schwachstellenanalysen durch, spielen Sicherheitsupdates ein und entwickeln Konzepte für Datensicherung und Notfallwiederherstellung. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist zudem die Sensibilisierung der Belegschaft, denn viele Angriffe setzen beim Menschen an, etwa über gefälschte E-Mails im Rahmen von Social Engineering. Wer in diesem Beruf arbeitet, dokumentiert seine Maßnahmen sorgfältig und stimmt sich eng mit anderen IT-Abteilungen und der Geschäftsführung ab.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
Die Aussichten für Fachkräfte im Bereich IT-Sicherheit sind gut und dürften auf absehbare Zeit stabil bleiben. Durch die fortschreitende Digitalisierung, die Vernetzung von Maschinen und die zunehmende Zahl an Cyberangriffen wächst der Bedarf an Personen, die Systeme absichern können. Behörden, Krankenhäuser, Banken und Industrieunternehmen investieren verstärkt in ihre IT-Sicherheit, auch weil gesetzliche Vorgaben und Datenschutzregeln einen hohen Schutzstandard verlangen.
Der Fachkräftemangel in der IT wirkt sich hier zusätzlich aus. Wer eine passende Qualifizierung mitbringt und diese durch anerkannte Zertifizierungen ergänzt, hat gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Weiterbildung bleibt dabei ein Dauerthema, denn Bedrohungslagen und Technik verändern sich fortlaufend. Wer bereit ist, sich regelmäßig fortzubilden, kann sich langfristig auf sichere Perspektiven einstellen und in Spezialgebiete wie Netzwerksicherheit, Cloud-Sicherheit oder die Absicherung von Industrieanlagen hineinwachsen.
Persönliche Voraussetzungen und passende Vorbildung
Für den Quereinstieg in die IT-Sicherheitstechnik zählt weniger ein bestimmter Schulabschluss als vielmehr die richtige Mischung aus Interesse und Eigenschaften. Wer analytisch denkt, gerne strukturiert vorgeht und Freude daran hat, komplexen Problemen auf den Grund zu gehen, bringt gute Grundlagen mit. Da sich Bedrohungen ständig verändern, ist außerdem eine hohe Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung wichtig. Geduld und Sorgfalt helfen, weil Fehler in Sicherheitskonfigurationen weitreichende Folgen haben können.
Besonders leicht fällt der Einstieg Menschen, die bereits in verwandten Bereichen gearbeitet haben, etwa in der IT-Administration, im technischen Support oder in der Softwareentwicklung. Aber auch Quereinsteiger aus ganz anderen Feldern können den Weg gehen, wenn sie technisches Grundverständnis mitbringen und bereit sind, sich das nötige Wissen anzueignen. Wichtig ist zudem eine gewisse Kommunikationsstärke, denn IT-Sicherheit gelingt nur, wenn Fachleute ihr Wissen auch für Kollegen ohne technischen Hintergrund verständlich vermitteln können. Wer sich unsicher ist, ob das Feld passt, kann mit einem einführenden Kurs oder einem Praktikum erste Erfahrungen sammeln.
So läuft der Abschluss der Weiterbildung ab
Da IT-Sicherheitstechniker kein staatlich geordneter Ausbildungsberuf ist, gibt es keine einheitliche Abschlussprüfung wie bei dualen Berufen. Der Abschluss richtet sich nach dem jeweiligen Anbieter. Viele seriöse Lehrgänge schließen mit einer trägerinternen Prüfung ab, in der theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten abgefragt werden. Bestandene Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, das die vermittelten Inhalte dokumentiert.
Besonders aussagekräftig sind Hochschulzertifikate sowie anerkannte Branchenzertifizierungen, die sich international einordnen lassen. Wer den anerkannten Weg über einen Ausbildungsberuf wählt, etwa als Fachinformatiker, legt dagegen eine Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab. Vor der Anmeldung zu einem Lehrgang sollten Interessierte daher genau prüfen, welcher Abschluss am Ende steht und wie dieser von Arbeitgebern eingeschätzt wird. Ein Blick in aktuelle Stellenausschreibungen zeigt schnell, welche Nachweise in der gewünschten Branche gefragt sind.
Zur Vorbereitung auf den Abschluss gehört bei vielen Lehrgängen auch ein praktischer Teil, in dem Teilnehmer typische Aufgaben aus dem Berufsalltag bearbeiten. Dazu zählen etwa das Konfigurieren einer Firewall, das Aufspüren von Schwachstellen in einem Testnetzwerk oder das Erstellen eines Sicherheitskonzepts. Solche praxisnahen Übungen sind ein guter Indikator für die Qualität einer Weiterbildung, weil sie das Gelernte anwendbar machen. Wer nach dem Abschluss zusätzlich anerkannte Branchenzertifikate erwirbt, verbessert seine Position auf dem Arbeitsmarkt weiter und signalisiert Arbeitgebern ein aktuelles Kenntnisniveau.