Psychologisches Gutachten beim Arbeitsamt wegen einer Umschulung

Wenn das Arbeitsamt eine Umschulung f├Ârdern soll, pr├╝ft es die formalen Voraussetzungen genau und geht auch der Frage auf den Grund, ob das Ganze sinnvoll ist oder nicht. Da Umschulungen in den Bereich der sogenannten Kann-Leistungen fallen, ist dies auch das gute Recht der Arbeits├Ąmter.

So mancher Interessent ist dann aber mehr als ├╝berrascht, wenn das Arbeitsamt wegen der gew├╝nschten Umschulung auf ein psychologisches Gutachten pocht.

Berufspsychologischer Test als Hilfestellung bei der Entscheidung ├╝ber eine Umschulung

Sachbearbeiter/innen der Agentur f├╝r Arbeit beziehungsweise des Jobcenters tun sich zuweilen schwer, die Sinnhaftigkeit einer Umschulung zu erfassen. Einerseits sind sie gewillt, ihren Kunden beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu helfen, andererseits geht es aber darum, dass nur aussichtsreiche Ma├čnahmen gef├Ârdert werden sollen, schlie├člich geschieht all dies gewisserma├čen auf Kosten der Steuerzahler.

Falls der Sachbearbeiter Unterst├╝tzung braucht, kann er den berufspsychologischen Service hinzuziehen. F├╝r den angehenden Umsch├╝ler bedeutet dies, dass er sich einer psychologischen Begutachtung unterziehen muss.

Warum fordert das Arbeitsamt ein psychologisches Gutachten vor der Zustimmung zu einer Umschulung?

Zun├Ąchst fragt man sich nat├╝rlich, warum man ein psychologisches Gutachten ├╝ber sich erstellen lassen soll, um eine Umschulung ├╝ber das Arbeitsamt zu bekommen. Grunds├Ątzlich liegt es im Ermessen des Sachbearbeiters, ob ein Bildungsgutschein f├╝r eine Umschulung ausgestellt wird oder nicht.

Ist sich dieser nicht ganz sicher und will aber keine pauschale Absage erteilen, zieht er den berufspsychologischen Service hinzu und veranlasst eine psychologische Begutachtung. Im Rahmen dieser soll unter anderem festgestellt werden, ob der Antragsteller f├╝r den betreffenden Beruf geeignet ist.

Es geht also darum, eine Prognose dar├╝ber zu erstellen, ob der angehende Umsch├╝ler den Belastungen und Anforderungen der Umschulung gerecht werden kann. Weiterhin soll das psychologische Gutachten einen Eindruck davon vermitteln, ob der Antragsteller anschlie├čend ├╝ber solide Besch├Ąftigungschancen im betreffenden Bereich verf├╝gt.

Wie l├Ąuft die psychologische Begutachtung ab?

Wer eine Einladung zur psychologischen Begutachtung beim berufspsychologischen Service des Arbeitsamtes erh├Ąlt, ist zumeist verunsichert und nerv├Âs. Es geht schlie├člich um die eigene berufliche Zukunft.

Au├čerdem wei├č man gar nicht, was auf einen zukommt. Zumindest in dieser Hinsicht kann Abhilfe geschaffen werden, denn das psychologische Gutachten besteht aus verschiedenen Fragen und Aufgaben.

Typischerweise findet man sich mit anderen Kunden des Arbeitsamtes ein und erh├Ąlt einen Computerarbeitsplatz, weil die Fragen und Aufgaben vornehmlich am PC bearbeitet werden.

Dabei sollen beispielsweise die folgenden Bereiche gepr├╝ft werden:

  • logisches Denkverm├Âgen
  • Vorstellungsverm├Âgen
  • Mathematik
  • Ged├Ąchtnisleistung
  • Sprachfertigkeit

Anschlie├čend kann noch ein Gespr├Ąch mit einem Psychologen oder einer Psychologin folgen. In begr├╝ndeten Einzelf├Ąllen wird mitunter auch noch ein Drogentest verlangt. Interessenten an einer Umschulung werden so auf Herz und Nieren gepr├╝ft.

Wer den Belastungs- und Eignungstest besteht, hat gute Chancen auf eine gef├Ârderte Umschulung.