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Umschulung Yogalehrer

In Zusammenhang mit einer etwaigen Yogalehrer-Umschulung ist zunächst festzuhalten, dass Yogalehrer/in kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Eine Umschulungsmaßnahme mit offiziellem Berufsabschluss kann es folglich nicht geben. Es besteht aber die Möglichkeit, sich als Yogalehrer/in zu qualifizieren. Interessierte sollten dabei nicht nur auf das Zertifikat des jeweiligen Anbieters achten, sondern auch herausfinden, ob eine Kassenzulassung mit dem Abschluss möglich ist.

Menschen, die einerseits Yoga praktizieren und andererseits nach neuen beruflichen Perspektiven suchen, können beide Aspekte miteinander verbinden, indem sie eine Umschulung zum/zur Yogalehrer/in ins Auge fassen. Neben einer intensiven Recherche auf eigene Faust kann hier auch eine Beratung beim Arbeitsamt sehr aufschlussreich sein.

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten als Yogalehrer/in

Yogalehrer/innen sind die zentralen Ansprechpartner/innen für Menschen, die Yoga lernen oder praktizieren wollen. Sie leiten Yoga-Kurse, geben Seminare und sind zudem in der Prävention und Rehabilitation sehr gefragt. Ihre Aufgabe besteht dabei vor allem darin, die Yoga-Schüler/innen auf dem Weg zu mehr Gelassenheit und Achtsamkeit zu begleiten und anzuleiten.

Jobchancen bestehen fĂĽr sie vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Yogaschulen
  • Reha- und Kurkliniken
  • Sportzentren
  • Wellness-Einrichtungen
  • Volkshochschulen
  • Gesundheitszentren

Viele Yogalehrer/innen machen sich zunächst auch nebenbei selbständig und bauen sich so nach und nach ein zweites Standbein auf. Dass die Einkommensverhältnisse von Fall zu Fall variieren können, ist somit nicht verwunderlich. Eine konkrete Angabe zum durchschnittlichen Gehalt kann es aus diesem Grund nicht geben.

Die Umschulung zum Yogalehrer beziehungsweise zur Yogalehrerin

Die Qualifizierung zum/zur Yogalehrer/in wird vielfach als Umschulung empfunden, obwohl es sich eigentlich um eine Weiterbildungsmaßnahme handelt. Da dadurch der Quereinstieg in den Yoga-Bereich erst ermöglicht wird und somit ein beruflicher Neuanfang erfolgt, entsteht dennoch der Eindruck einer Umschulungsmaßnahme.

Teilweise wird diese als berufsbegleitende Ausbildung neben dem Beruf und/oder der Familie betrieben. Den Teilnehmenden geht es darum, sich nebenbei ein zweites Standbein als Yogalehrer/in aufzubauen und so einen behutsamen Berufswechsel zu vollziehen.

Unabhängig davon, wie man die Yogalehrer-Ausbildung angeht, soll diese für die fachliche Kompetenz sorgen, um Yogaunterricht geben zu können. Für die Teilnehmenden stehen daher zunächst die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • EinfĂĽhrung in die Yoga-Philosophie
  • Asanas
  • AtemĂĽbungen
  • Yogatherapie
  • Meditation
  • Medizin
  • Kommunikation

Voraussetzungen, Dauer und Kosten des Quereinstiegs als Yogalehrer/in

Je nach Bildungsanbieter können die Konditionen der Yogalehrer-Umschulung variieren. Die Dauer und Kosten lassen sich nicht pauschalisieren. Auch die Voraussetzungen betreffend gibt es bei den Instituten teils sehr unterschiedliche Ansätze. Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Wer selbst Yoga praktiziert und nun tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann so seine Erfüllung finden.

All diejenigen, die im Zuge der Yogalehrer-Umschulung die Krankenkassenzulassung anstreben, mĂĽssen jedoch gewisse Kriterien erfĂĽllen. So muss der Lehrgang mindestens 500 Stunden umfassen. Der Nachweis umfassender Praxiserfahrungen sowie der bestandene Abschluss sind ebenfalls nachzuweisen. Das Ganze nimmt dann zwei bis drei Jahre in Anspruch und erweist sich als fordernde Ausbildung.

Wie anerkannt ist die Yogalehrer-Umschulung?

Grundsätzlich ist Yogalehrer/in keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Ausbildung ist nicht einheitlich geregelt, was dazu führt, dass es keine offizielle Anerkennung gibt. Interessierte an einem entsprechenden Berufswechsel sollten zugleich um die mögliche Krankenkassenzulassung nach GKV-Präventionsleitfaden wissen.

Wer eine entsprechende Qualifizierung zum/zur Yogalehrer/in vorweisen kann, wird von den Krankenkassen anerkannt und kann bezuschusste Yogakurse zum Zwecke der Prävention anbieten.

Wer ist fĂĽr eine Yogalehrer-Umschulung besonders geeignet?

Die formalen Voraussetzungen für die Kassenzulassung sind ohne Frage wichtig und wegweisend, aber auf die persönliche Eignung als Yogalehrer/in kommt es ebenso an. Nur wer die persönlichen Voraussetzungen mitbringt, kann als Yogalehrer/in eine zweite Karriere starten.

Die folgenden Eigenschaften dürfen folglich nicht vernachlässigt werden:

  • Offenheit
  • Beweglichkeit
  • EinfĂĽhlungsvermögen
  • Toleranz
  • Gelassenheit
  • Stressresistenz
  • medizinisches Interesse
  • Einsatzbereitschaft

Welche Alternativen gibt es zur Yogalehrer-Umschulung?

Ein Neustart im Wellnessbereich kann nicht nur mithilfe einer Yogalehrer-Umschulung gelingen. Auch die folgenden Tätigkeiten sind hier zu nennen und können im Rahmen entsprechender Qualifizierungen erlernt werden:

  • Heilpraktiker/in fĂĽr Psychotherapie
  • Meditationslehrer/in
  • Personal Coach
  • Fitnesstrainer/in
  • Entspannungstrainer/in
  • Atemtherapeut/in

In all diesen Fällen handelt es sich um interessante Qualifikationen im Gesundheitsbereich. Insbesondere aufbauend auf einer einschlägigen Ausbildung ergeben sich dadurch exzellente Karrierechancen.