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Umschulung Hundetrainer - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

Eine Umschulung zum Hundetrainer läuft in aller Regel nicht als klassische Zweitausbildung, sondern als privater Lehrgang, Fernkurs oder berufsbegleitende Weiterbildung. „Hundetrainer“ ist keine geschĂĽtzte Berufsbezeichnung, doch wer gewerblich Hunde ausbildet, braucht seit 2014 eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus umsatteln möchte, sollte deshalb Anbieter, Kosten und die behördliche SachkundeprĂĽfung von Anfang an gemeinsam betrachten.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Hundetrainer ist kein anerkannter Ausbildungsberuf – die Qualifikation läuft ĂĽber private Lehrgänge, Fernkurse oder Präsenzseminare mit Zertifikat.
  • Wer gewerblich Hunde ausbildet, benötigt eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz; den Sachkundenachweis prĂĽft das zuständige Veterinäramt im Fachgespräch.
  • Die meisten Hundetrainer arbeiten selbständig mit eigener Hundeschule oder mobil, weshalb sich das Einkommen nicht pauschal beziffern lässt.
  • Da kein anerkannter Abschluss vorliegt, fördert die Agentur fĂĽr Arbeit reine Hundetrainer-Lehrgänge nur selten – anerkannte Alternativen wie Tierpfleger sind eher förderfähig.
  • Typische Lehrgangsinhalte sind Lernverhalten, Körpersprache, Hundeerziehung sowie Betriebswirtschaft und Recht fĂĽr die Selbständigkeit.

Hundetrainer arbeitet mit einem Hund an einem Agility-GerĂĽst auf dem Trainingsplatz

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten als Hundetrainer

Der Beruf Hundetrainer/in zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er zumeist zu einer beruflichen Selbständigkeit führt. In Ermangelung passender Stellenangebote für ein Angestelltenverhältnis müssen sich Hundetrainer/innen ihre Arbeitsplätze häufig selbst schaffen, indem sie eigene Hundeschulen eröffnen oder sich als mobile/r Hundetrainer/in selbständig machen.

Die Aufgaben eines Hundetrainers beziehungsweise einer Hundetrainerin können in gewissem Maße variieren, aber grundsätzlich geht es vor allem um die Hundeerziehung. Durch gezielte Maßnahmen soll der Gehorsam gesteigert werden, wodurch das Zusammenleben von Hund und Halter deutlich harmonischer werden kann. Treten Verhaltensprobleme auf, ist die Hundeschule die richtige Anlaufstelle. Am wirksamsten beginnt das Hundetraining aber bereits vorher und verhindert das Entstehen von Problemen in der Hundehaltung.

Viele Hundetrainer/innen verweisen dabei darauf, dass sie vor allem Menschen trainieren und diesen einen angemessenen Umgang mit ihrem Vierbeiner beibringen. Auf diese Art und Weise ist eine funktionierende Kommunikation möglich.

Hundetrainer/innen leisten einen wichtigen Beitrag zu einer harmonischen Hundehaltung. Dies ist sehr erfüllend und wird vielfach als Berufung empfunden. Trotz aller Leidenschaft für Hunde darf man nicht vergessen, dass es auch darum geht, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Verdienstmöglichkeiten sind daher nicht zu vernachlässigen. Der Umstand, dass Hundetrainer/innen zumeist selbständig tätig sind, lässt allerdings keine pauschalen Angaben zum durchschnittlichen Gehalt zu. Hier müssen sich Interessierte ein eigenes Bild machen, indem sie die Tarife der Hundeschulen vergleichen und mit Hundetrainern über ihre Einkommenssituation sprechen. Als grobe Orientierung: Angestellte in Hundeschulen bewegen sich häufig zwischen 1.900 und 2.800 Euro brutto monatlich, während bei Selbständigen der Verdienst stark von Auslastung, Region und Zusatzangeboten abhängt.

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Die Umschulung zum Hundetrainer im Ăśberblick

All diejenigen, die bislang in einem anderen Beruf tätig waren, dort aber keine Chancen mehr haben oder einfach vollkommen unzufrieden sind, sollten in Zusammenhang mit der Hundetrainer-Umschulung wissen, dass es sich um keine Zweitausbildung im eigentlichen Sinne handelt.

Hundetrainer/in ist keine anerkannte Berufsbezeichnung und erfordert somit keine bestimmte staatliche Ausbildung. Wer jedoch gewerblich Hunde ausbildet oder Hundehalter anleitet, braucht eine behördliche Erlaubnis und muss dafür seine Sachkunde nachweisen. Eine solide Qualifikation ist damit in der Praxis unverzichtbar.

Dabei kann es sich um Vollzeitlehrgänge oder auch eine berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit handeln. Selbst Fernkurse werden angeboten und vermitteln umfassendes Wissen rund um den Hund. Angehende Hundetrainer/innen widmen sich beispielsweise den folgenden Inhalten:

  • Wesen des Hundes
  • Körpersprache des Hundes
  • Lernverhalten des Hundes
  • Hunderassen
  • Hundeerziehung
  • Hundesport
  • Kommunikation
  • Organisation
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Recht

Voraussetzungen, Dauer und Kosten des Quereinstiegs als Hundetrainer/in

Der Quereinstieg als Hundetrainer/in kann auf unterschiedliche Art und Weise vollzogen werden. Berufsbegleitende Ausbildungen, Fernkurse, Präsenzseminare und viele weitere Lehrgangsformen kommen in Betracht. Dementsprechend können auch die Rahmenbedingungen stark variieren. Interessierte sollten daher mit den verschiedenen Anbietern in Kontakt treten und sich genau über die Modalitäten informieren.

Je nach Format dauert die Qualifikation zwischen wenigen Monaten und rund zwei Jahren; die Kosten bewegen sich häufig im Bereich von etwa 1.500 bis 5.000 Euro. So mancher Lehrgangsanbieter offeriert einerseits eine Beratung und hält andererseits kostenloses Informationsmaterial bereit. Darin sollten sich auch Informationen zum Abschluss finden. Teilweise erwerben Hundetrainer/innen ein IHK-Zertifikat oder eine von einer Tierärztekammer anerkannte Qualifikation. Wer die Umschulung über einen Umschulung über das Arbeitsamt anstrebt, sollte früh klären, dass ein reiner Hundetrainer-Lehrgang mangels anerkanntem Abschluss nur in Ausnahmefällen gefördert wird.

Erlaubnispflicht nach § 11 Tierschutzgesetz
Seit 2014 benötigt jede Person, die gewerbsmäßig Hunde ausbildet oder deren Ausbildung durch den Halter anleitet, eine Erlaubnis nach § 11 Absatz 1 Nummer 8f Tierschutzgesetz. Zuständig ist das jeweilige Veterinäramt. Kernstück ist der Nachweis der fachlichen Sachkunde, den die Behörde in der Regel in einem Fachgespräch abnimmt. Da die Länder die Vorgaben unterschiedlich handhaben, lohnt sich vor Lehrgangsbeginn eine Rücksprache mit dem örtlichen Veterinäramt, um die konkreten Anforderungen zu kennen.

Erlaubnispflicht nach § 11 Tierschutzgesetz

Die wichtigste rechtliche Hürde auf dem Weg zur eigenen Hundeschule ist die Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Seit dem 1. August 2014 ist die gewerbsmäßige Hundeausbildung erlaubnispflichtig. Das betrifft sowohl das Training der Hunde selbst als auch die Anleitung von Haltern im Rahmen von Gruppen- oder Einzelstunden. Ohne diese Erlaubnis darf keine Hundeschule betrieben werden.

Die Erlaubnis erteilt das zuständige Veterinäramt nur dann, wenn die verantwortliche Person die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweist. In der Praxis geschieht das meist über ein Fachgespräch bei der Behörde, in dem Wissen zu Verhalten, Lernen, Gesundheit und rechtlichen Grundlagen abgefragt wird. Wer eine strukturierte Ausbildung mit anerkanntem Zertifikat vorweisen kann, hat das Fachgespräch häufig leichter, ein Zertifikat allein ersetzt die behördliche Erlaubnis jedoch nicht.

Da die Umsetzung nicht bundeseinheitlich geregelt ist, unterscheiden sich die Anforderungen von Bundesland zu Bundesland. Interessierte sollten deshalb frühzeitig beim örtlichen Veterinäramt nachfragen, welche Unterlagen und welcher Sachkundeumfang erwartet werden. So lassen sich Lehrgangswahl und behördliche Prüfung sinnvoll aufeinander abstimmen.

Wer fĂĽr eine Hundetrainer-Umschulung besonders geeignet ist

Der Wunsch, Hundetrainer/in zu werden, besteht bei vielen Menschen, die in dem Hund den besten Freund des Menschen sehen und ihre Hundeliebe gerne zum Beruf machen wollen. Besteht zudem eine Arbeitslosigkeit, ist es kein weiter Schritt, sich dementsprechend umschulen zu lassen. Formale schulische Voraussetzungen bestehen nicht.

Allerdings sollten Interessierte ihre persönliche Eignung hinterfragen und dabei besonders auf die folgenden Kriterien achten:

  • Tierliebe
  • Offenheit
  • Durchsetzungsstärke
  • Fitness
  • Flexibilität
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Zuverlässigkeit
  • Belastbarkeit

Gerade weil viele Hundetrainer selbständig arbeiten, kommen zu den fachlichen Fähigkeiten auch unternehmerische Anforderungen hinzu: Kundengewinnung, Terminplanung und eine solide Kalkulation gehören ebenso zum Alltag wie das eigentliche Training.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Hundetrainer

Unabhängig davon, ob man eine Umschulung, berufsbegleitende Ausbildung oder einen Fernlehrgang zum/zur Hundetrainer/in absolviert hat, muss damit längst noch nicht Schluss sein. Seminare und Kurse zu den folgenden Themen erweisen sich als sehr lohnenswert:

  • Welpenerziehung
  • Aggression
  • Angstverhalten
  • TiergestĂĽtzte Therapie
  • Mantrailing
  • Dummy-Training
  • Obedience
  • Agility
  • Mehrhundehaltung

Solche Spezialisierungen helfen dabei, sich am Markt zu positionieren und zusätzliche Zielgruppen anzusprechen. Wer sein Angebot laufend erweitert, kann sich von rein allgemeinen Hundeschulen abheben. Weitere Impulse und Förderwege finden sich auch bei der Weiterbildung über das Arbeitsamt.

Anerkannte Alternativen zur Hundetrainer-Umschulung

Wer grundsätzlich an einer Hundetrainer-Ausbildung interessiert ist, in Sachen Umschulung aber auf einen anerkannten Berufsabschluss setzt, sollte unter anderem die folgenden Ausbildungsberufe als Alternativen ins Auge fassen:

Das Arbeitsamt kann dazu eingehend beraten und je nach Voraussetzungen auch eine passende Förderung bereitstellen, damit aus der Tierliebe neue berufliche Perspektiven entstehen. Der Vorteil dieser Alternativen: Sie führen zu einem staatlich anerkannten Abschluss und sind dadurch deutlich häufiger über einen Bildungsgutschein förderbar als ein reiner Hundetrainer-Lehrgang.

Der Berufsalltag als Hundetrainer

Der Arbeitsalltag richtet sich stark nach dem gewählten Schwerpunkt. In einer klassischen Hundeschule wechseln sich Gruppenstunden für Welpen und Junghunde mit Einzeltrainings ab, bei denen es um konkrete Verhaltensprobleme geht. Viele Termine liegen am späten Nachmittag, am Abend oder am Wochenende, weil die Halter berufstätig sind. Wer mobil arbeitet, ist zusätzlich viel im Auto unterwegs und trainiert direkt im Umfeld der Kundinnen und Kunden.

Ein großer Teil der Arbeit spielt sich in der Kommunikation mit den Menschen ab, nicht nur mit dem Hund. Hundetrainer erklären Zusammenhänge, geben Übungen für zu Hause mit und begleiten Halter oft über mehrere Wochen. Geduld, ein ruhiges Auftreten und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu vermitteln, sind daher ebenso wichtig wie Fachwissen über Hundeverhalten.

Hinzu kommen organisatorische und kaufmännische Aufgaben: Terminplanung, Buchhaltung, Versicherungen, Marketing und die Pflege der eigenen Website. Wer eine Hundeschule mit festem Platz betreibt, muss sich außerdem um Gelände, Ausstattung und Sicherheit kümmern. Der Beruf verbindet damit die Arbeit im Freien mit einem guten Stück Selbstorganisation.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Zahl der Hundehaltungen in Deutschland ist über die vergangenen Jahre deutlich gestiegen, was die Nachfrage nach professioneller Unterstützung erhöht hat. Gleichzeitig sind viele Halter bereit, in eine gute Erziehung und in die Lösung von Verhaltensproblemen zu investieren. Das schafft grundsätzlich einen tragfähigen Markt für qualifizierte Hundetrainer.

Auf der anderen Seite ist der Wettbewerb spürbar, weil der Zugang zum Beruf über private Lehrgänge vergleichsweise offen ist. Wer sich behaupten will, punktet mit nachweisbarer Sachkunde, einer bestandenen § 11-Prüfung und einer klaren fachlichen Ausrichtung, etwa auf Welpen, Angst- oder Aggressionsverhalten. Empfehlungen zufriedener Kunden spielen für den Aufbau eine wichtige Rolle.

Feste Anstellungen sind eher selten und finden sich am ehesten in größeren Hundeschulen, bei Tierheimen oder bei spezialisierten Einrichtungen. Für die meisten führt der Weg daher in die Selbständigkeit. Ein realistischer Blick auf die Anlaufphase, in der das Einkommen oft noch schwankt, gehört deshalb zur seriösen Planung dazu. Wer die fachliche Qualifikation mit unternehmerischem Denken verbindet, hat gute Chancen, sich langfristig eine Existenz aufzubauen.

Häufige Fragen zur Umschulung Hundetrainer

Ist Hundetrainer ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Nein. „Hundetrainer“ ist keine geschĂĽtzte Berufsbezeichnung und kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Qualifikation erfolgt ĂĽber private Lehrgänge, Fernkurse oder Präsenzseminare, die häufig mit einem Zertifikat abschlieĂźen. Wer gewerblich Hunde ausbildet, benötigt jedoch zusätzlich eine behördliche Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.
Welche Erlaubnis brauche ich, um eine Hundeschule zu eröffnen?
Für die gewerbsmäßige Hundeausbildung ist seit 2014 eine Erlaubnis nach § 11 Absatz 1 Nummer 8f Tierschutzgesetz nötig. Sie wird vom zuständigen Veterinäramt erteilt, wenn die verantwortliche Person ihre Sachkunde nachweist, meist in einem Fachgespräch. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Behörde.
Was kostet eine Hundetrainer-Ausbildung und wie lange dauert sie?
Je nach Anbieter und Format dauert die Qualifikation zwischen wenigen Monaten und etwa zwei Jahren. Die Kosten liegen häufig zwischen rund 1.500 und 5.000 Euro. Fernkurse sind meist günstiger als intensive Präsenzausbildungen. Ein Vergleich mehrerer Anbieter samt Blick auf Abschluss und Praxisanteil ist vor der Buchung empfehlenswert.
Fördert das Arbeitsamt eine Hundetrainer-Umschulung?
Eine Förderung ist möglich, aber nicht die Regel. Da Hundetrainer kein anerkannter Abschluss ist, unterstützt die Agentur für Arbeit reine Hundetrainer-Lehrgänge nur in Ausnahmefällen. Anerkannte Alternativen wie eine Umschulung zum Tierpfleger lassen sich häufiger über einen Bildungsgutschein fördern. Ein Beratungsgespräch klärt die individuellen Möglichkeiten.
Wie viel verdient man als Hundetrainer?
Da die meisten Hundetrainer selbständig arbeiten, gibt es keine einheitliche Gehaltsangabe. Angestellte bewegen sich oft zwischen etwa 1.900 und 2.800 Euro brutto im Monat. Bei Selbständigen hängt der Verdienst stark von Auslastung, Region, Preisgestaltung und Zusatzangeboten ab. In der Anfangsphase ist das Einkommen häufig noch gering.
Welche Voraussetzungen sollte ich als Hundetrainer mitbringen?
Formale schulische Voraussetzungen gibt es nicht. Wichtig sind Tierliebe, Geduld, Durchsetzungsstärke, körperliche Fitness und die Fähigkeit, gut mit Menschen zu kommunizieren. Da viele Trainer selbständig sind, kommen unternehmerische Fähigkeiten hinzu. Für die gewerbliche Tätigkeit ist zudem die nachgewiesene Sachkunde für die § 11-Erlaubnis entscheidend.
Tipp der Redaktion
Klären Sie vor der Buchung eines Lehrgangs beim örtlichen Veterinäramt, welche Sachkunde für die § 11-Erlaubnis erwartet wird, und lassen Sie sich parallel bei der Agentur für Arbeit zu förderfähigen Alternativen wie einer Umschulung zum Tierpfleger beraten. So investieren Sie von Anfang an in eine Qualifikation, die sowohl behördlich als auch am Markt anerkannt ist.

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