Nebenjob

Ein Nebenjob gehört für viele Menschen zum Alltag, da der Verdienst aus der Haupttätigkeit nicht ausreicht oder sie aus persönlichen Gründen keiner Beschäftigung in Vollzeit nachgehen können. In solchen Fällen bietet es sich an, einem Minijob beziehungsweise einer geringfügigen Beschäftigung nachzugehen.

Das daraus resultierende Einkommen ist allerdings nicht besonders üppig und kann daher bestenfalls als Zuverdienst dienen. Anders sieht dies jedoch bei Menschen aus, die keine Festanstellung finden und sich daher mit mehreren Nebenjobs behelfen, um möglichst ohne staatliche Unterstützung über die Runden zu kommen.

All diejenigen, die knapp bei Kasse sind und ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft verdienen möchten, interessieren sich sehr für einen Nebenjob und tun gut daran, vorab zu recherchieren. Typische Fragen und Tipps sind ebenso wichtig wie eine exakte Definition. So ist man im Bilde und kann die eigene Situation korrekt einschätzen und vielleicht auch nachhaltig verbessern.

 

Nebenjob – Das zeichnet eine geringfügige Beschäftigung aus

Viele Menschen empfinden den Begriff Nebenjob als recht schwammig und sind mitunter verunsichert. Die Tatsache, dass vielfach auch von einem Minijob oder einer geringfügigen Beschäftigung die Rede ist, trägt ebenfalls zur Verunsicherung bei. Hier bedarf es zunächst einer eindeutigen Definition, die beispielsweise folgendermaßen lauten kann:

Ein Nebenjob zeichnet sich dadurch aus, dass er parallel zum Hauptberuf gegen Entgelt ausgeĂĽbt wird.

Der Umfang der Nebentätigkeit kann grundsätzlich variieren, so dass es sich längst nicht immer um einen Minijob handeln muss. Da das Ganze aber mit der hauptberuflichen Beschäftigung vereinbar sein muss, handelt es sich bei dem Nebenjob typischerweise doch um eine geringfügige Beschäftigung. Diese kommt mit einem relativ geringen Einkommen daher, das den gesetzlich festgelegten Höchstbetrag nicht übersteigt, weshalb auch von einem 450-Euro-Job gesprochen wird. Außerdem besteht kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.

Welche Bedingungen gelten fĂĽr einen Nebenjob neben dem Bezug von Hartz IV?

Wer einerseits Hartz IV bezieht und andererseits einem Nebenjob nachgeht, muss einiges beachten. Zunächst ist es natürlich sehr löblich, wenn man einer Tätigkeit nachgeht und zumindest versucht, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten. Da ein Minijob allein dazu kaum ausreicht, ist der gleichzeitige Bezug von Sozialleistungen nicht ungewöhnlich. Hartz-IV-Empfänger mit Nebenjob sollten aber wissen, dass jegliches Einkommen angerechnet wird.

Es steht ihnen allerdings ein monatlicher Freibetrag in Höhe von 100 Euro zur Verfügung. Geht das im Minijob erzielte Einkommen darüber hinaus, ergibt sich die Anrechnung aus § 11b Absatz 3 SGB II. Dementsprechend wird ein Einkommen zwischen 100 und 1.000 Euro zu 20 Prozent angerechnet. Der Teil des Monatseinkommens, der zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro liegt, wird mit 10 Prozent angerechnet. Bei Eltern minderjähriger Kinder erhöht sich dieser Betrag auf 1.500 Euro.

Grundsätzlich ist bei einer bestehenden Erwerbstätigkeit natürlich zu prüfen, ob überhaupt eine Bedürftigkeit vorliegt. Ist dies nicht der Fall, besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

Darf man bei Kurzarbeit einen Nebenjob haben?

Arbeitnehmer/innen, die aufgrund einer schlechten Konjunkturlage von Kurzarbeit betroffen sind, erhalten vom Arbeitgeber aufgrund des Arbeitsausfalls weniger Geld. Das Kurzarbeitergeld soll diese Verdienstlücke zumindest zum Teil schließen und ist eine Entgeltersatzleistung der Bundesagentur für Arbeit. Häufig besteht bei Betroffenen aber der Wunsch, möglichst unabhängig vom Amt zu sein. Dies gelingt beispielsweise, indem man sich kurzfristig einen Nebenjob sucht.

Grundsätzlich spricht nicht dagegen, wobei man doch einiges beachten muss. So ist die Aufnahme eines Nebenjobs während der Kurzarbeit zulässig, darf aber die hauptberufliche Tätigkeit nicht beeinträchtigen. Es kommt also auf eine problemlose Vereinbarkeit an. Zu beachten ist außerdem, dass das zusätzliche Einkommen die tatsächliche Verdienstlücke verringert, wodurch wiederum weniger Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

Achtung! Zwei Tipps aus der Redaktion

All diejenigen, die einen Nebenjob haben oder aufnehmen möchten, sollten sich Gedanken über die Vereinbarkeit mit dem Beruf und/oder der Familie machen. Außerdem ist es wichtig zu wissen, wie es sich dann mit etwaigen Sozialleistungen verhält. Wer sich ein paar Tipps wünscht, wird im Folgenden fündig und findet hier zwei Ratschläge aus unserer Redaktion.

Zahlen Sie freiwillig in die Rentenversicherung ein!

Kennzeichnend für einen Minijob ist, dass es sich um keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Als Minijobber zahlt man demnach nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Vor allem für Minijobber, die keiner anderen Beschäftigung nachgehen oder ohnehin Geringverdiener sind, kann dies problematisch werden, weil sie keine Rentenansprüche erwerben und ihnen somit die Altersarmut droht.

Hier kann man aber zumindest teilweise Abhilfe schaffen, denn als Minijobber kann man freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen, indem man sich ausdrücklich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt.

Suchen Sie sich einen Online-Nebenverdienst!

Unabhängig davon, wie es arbeitstechnisch im Hauptjob aussieht oder wie der private Alltag organisiert ist, kann es eine große Herausforderung sein, einen Nebenjob mit dem alltäglichen Leben zu vereinbaren. Weite Wege und unpassende Arbeitszeiten können zu echten Problemen werden. Dies bedeutet aber nicht, dass man sich nicht doch etwas dazuverdienen kann.

Ein Online-Job ist dann eine Überlegung wert, denn über das Internet kann man sich auf unterschiedlichste Art und Weise einen Nebenverdienst sichern und kommt dabei in den Genuss maximaler Flexibilität. Ein Nebenjob im Homeoffice ist folglich eine elegante Lösung und zeigt, dass man online Geld verdienen kann.