Umschulung Kosmetikerin - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt

DAS WICHTIGSTE IN KĂśRZE

  • Dauer: rund 2 Jahre, ĂĽberwiegend schulisch, mit staatlicher AbschlussprĂĽfung.
  • Kosten: mehrere Tausend Euro LehrgangsgebĂĽhren – bei Förderung ĂĽbernimmt sie das Arbeitsamt.
  • Förderung: ĂĽber das Arbeitsamt bzw. Jobcenter per Bildungsgutschein bei bestehender oder drohender Arbeitslosigkeit (Kann-Leistung, kein Rechtsanspruch).
  • Voraussetzung Förderung: der Bildungsträger muss AZAV-zertifiziert sein.
  • Verdienst: rund 18.000 bis 30.000 Euro brutto im Jahr, je nach Erfahrung und Einsatzbereich.

Umschulung zur Kosmetikerin - Behandlung im Kosmetikstudio

Die Umschulung als Kosmetikerin beziehungsweise zum Kosmetiker dauert rund zwei Jahre und lässt sich bei bestehender oder drohender Arbeitslosigkeit über das Arbeitsamt per Bildungsgutschein finanzieren. Sie richtet sich an alle, die sich beruflich neu orientieren und im Bereich Körper- und Schönheitspflege Fuß fassen möchten.

Wer vor dem Beratungstermin beim Arbeitsamt gut vorbereitet ist, verbessert seine Chancen auf eine Förderung. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zu Berufsbild, Ablauf, Voraussetzungen, Kosten und Finanzierung der Kosmetiker-Umschulung.

Berufsbild Kosmetiker/in – Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten

Bevor es um die Details der Umschulung zur Kosmetikerin geht, bietet es sich an, dem Berufsbild auf den Grund zu gehen. Nur so können angehende Umschüler/innen bewusst entscheiden, ob sie sich zur Kosmetikerin umschulen lassen und somit im Beauty-Bereich einen beruflichen Neustart wagen möchten. So ist es wichtig zu wissen, dass sich Kosmetiker/innen der Körper- und Schönheitspflege widmen und entsprechende Behandlungen an ihren Kundinnen und Kunden durchführen.

Vorab finden eingehende Beratungen statt. Die Fachkompetenz als Kosmetiker/in wird vor allem in den folgenden Bereichen gebraucht:

  • Kosmetikstudios
  • Wellnesseinrichtungen
  • Bäder
  • Hautarztpraxen
  • Spa-Hotels
  • Saunas

In Abhängigkeit davon, wie erfahren und wo man tätig ist, kann der Verdienst als Kosmetiker/in variieren. Zur groben Orientierung kann ein durchschnittliches Gehalt von rund 18.000 Euro bis 30.000 Euro brutto im Jahr herangezogen werden. Berufseinsteiger/innen starten meist im unteren Bereich, während erfahrene Kosmetiker/innen in Hautarztpraxen, Spa-Hotels oder mit eigenem Studio deutlich mehr verdienen können. Wer sich selbstständig macht, bestimmt seinen Verdienst über Auslastung und Preise selbst.

Umschulung per Fernstudium - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt

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Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.

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Die Umschulung zur Kosmetikerin

Die klassische Kosmetiker-Ausbildung erfolgt in schulischer Form, so dass es keinen wesentlichen Unterschied macht, falls man eher auf eine Umschulung setzt. Diese ist ebenfalls auĂźerbetrieblich organisiert und kommt somit als Lehrgang daher.

Angehende Kosmetiker/innen müssen folglich in jedem Fall zunächst die Schulbank drücken und sich mit den folgenden Themen auseinandersetzen, um die staatliche Abschlussprüfung meistern zu können:

  • Anatomie und Physiologie
  • Psychologie
  • Dermatologie
  • Theorie der Kosmetik
  • Apparatekunde
  • Hygiene
  • Kommunikation
  • Körperbehandlungen
  • Massagen
  • ManikĂĽre
  • PedikĂĽre
  • Kosmetische Gymnastik

Eine duale Ausbildung als Kosmetiker/in ist allerdings auch möglich, wodurch betriebliche Umschulungsmaßnahmen ebenfalls denkbar sind. Es existieren somit verschiedene Wege zum Abschluss als Kosmetiker/in. Ein Quereinstieg per Umschulung ist hier problemlos möglich.

Voraussetzungen, Dauer und Ablauf der Kosmetiker-Umschulung

Wer per Umschulung Kosmetiker/in werden möchte, sollte nicht nur die Inhalte und groben Abläufe kennen, sondern sich auch mit den Rahmenbedingungen vertraut machen. Formal existieren keine besonderen Zugangsvoraussetzungen, aber persönlich sollte man eine gewisse naturwissenschaftliche Begabung, ein Gefühl für Ästhetik, Offenheit, Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsstärke mitbringen.

Die Umschulung zur Kosmetikerin dauert in Vollzeit ĂĽblicherweise zwei Jahre. In Teilzeit verlängert sich die Dauer entsprechend. Sie gliedert sich in theoretischen Unterricht, praktische Ăśbungen an Modellen und je nach Anbieter ein Praktikum. Den Abschluss bildet eine staatlich anerkannte PrĂĽfung, mit der man den Titel „staatlich geprĂĽfte/r Kosmetiker/in“ erwerben kann.

Kosten der Umschulung zur Kosmetikerin

Da die Kosmetiker-Umschulung überwiegend schulisch organisiert ist, verdient man während der Maßnahme kein Ausbildungsgehalt und muss zudem mit Lehrgangsgebühren rechnen. Je nach Bildungsträger, Dauer und Region bewegen sich diese meist im Bereich von einigen Tausend Euro. Hinzu kommen Kosten für Lernmittel, Arbeitskleidung und gegebenenfalls Fahrten zur Bildungsstätte.

Wichtig zu wissen: Wird die Umschulung vom Arbeitsamt gefördert, übernimmt die Agentur für Arbeit die Lehrgangsgebühren vollständig und sichert zusätzlich den Lebensunterhalt. Wer die Umschulung dagegen privat finanziert, sollte die Gesamtkosten inklusive Lebenshaltung über die zwei Jahre realistisch einplanen.

Finanzierung ĂĽber das Arbeitsamt

Dass die Finanzierung der Kosmetiker-Umschulung heikel sein kann, ist angesichts des finanziellen Drucks nicht verwunderlich. Interessierte sollten allerdings wissen, dass sie die Kosmetiker-Umschulung über das Arbeitsamt finanzieren können.

Dies gilt für Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und daher in den Genuss einer Förderung per Bildungsgutschein kommen. Damit sind eine Kostenübernahme und Hilfen zum Lebensunterhalt gleichermaßen sichergestellt. Auch das Jobcenter kann eine Umschulung zur Kosmetikerin fördern, wenn Bürgergeld bezogen wird und die Maßnahme die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt.

Den richtigen Bildungsträger für die Kosmetiker-Umschulung finden

Damit das Arbeitsamt eine Umschulung per Bildungsgutschein bezahlt, muss der Bildungsträger nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziert sein. Nur dann ist der Kurs förderfähig. Vor der Anmeldung lohnt es sich daher, gezielt nach einem zugelassenen Anbieter zu suchen.

Eine gute Anlaufstelle ist das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit, in dem sich zertifizierte Umschulungen und Lehrgänge nach Ort und Beruf filtern lassen. Bei der Auswahl sollten angehende Kosmetiker/innen auf den Praxisanteil, die Prüfungsvorbereitung und die Erfahrung des Anbieters achten.

Weiterbildung nach der Kosmetiker-Umschulung

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kosmetiker-Umschulung kann man im Beruf Fuß fassen und die berufliche Laufbahn beginnen. Das lebenslange Lernen darf dabei nicht zu kurz kommen und kann im Rahmen verschiedener Weiterbildungen befolgt werden. Neben einzelnen Seminaren und Kursen gibt es auch Fortbildungen, die unter anderem zu den folgenden höheren Berufsabschlüssen führen können:

  • Fachwirt/in – Kosmetik und Wellness
  • Kosmetikermeister/in

Auch die Akademisierung geht an Kosmetiker/innen nicht spurlos vorbei, weshalb diese ein berufsbegleitendes Studium in Betracht ziehen sollten. Per Fernstudium, Abendstudium oder anderweitigem Teilzeitstudium kann man sich den Kosmetikwissenschaften, dem Beauty-Management oder auch dem Maskenbild widmen.

Alternativen zur Kosmetiker-Umschulung

Obwohl die Umschulung zum Kosmetiker ihren Reiz hat, kann es mitunter sein, dass eine andere Qualifizierung die bessere Wahl wäre. Es ist daher ratsam, auch etwaige Umschulungsalternativen zu kennen.

Im Falle der Kosmetikerin sind dies vor allem die folgenden Berufe:

Die berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Kosmetiker/in als Umschulungsalternative

Der Beruf der Kosmetikerin beziehungsweise des Kosmetikers kann auf unterschiedliche Art und Weise erlernt werden. Eine duale Ausbildung ist ebenso wie eine schulische Ausbildung möglich. Zudem kann man sich umschulen lassen und so einen Berufswechsel vollziehen.

Die Option einer berufsbegleitenden Ausbildung wird vielfach vergessen, besteht aber auch. Die Teilnehmenden absolvieren dabei eine Teilzeitausbildung und können auf diese Art und Weise neben anderen Verpflichtungen den Abschluss als Kosmetiker/in erlangen.

Möglichkeiten für einen Quereinstieg als Kosmetiker/in

Ein vollkommener Quereinstieg ohne Ausbildung oder Umschulung ist ebenfalls möglich. Viele Anbieter bieten spezielle Lehrgänge fĂĽr Quereinsteiger/innen an und vermitteln ihnen zumindest die Grundlagen der Kosmetik. Die beruflichen Aussichten sind hier allerdings nicht so gut, denn viele Arbeitgeber legen Wert auf eine anerkannte Qualifikation. Ohne staatlich anerkannten Abschluss bleibt zudem die Bezeichnung „staatlich geprĂĽfte/r Kosmetiker/in“ verwehrt. Interessierte sollten daher gut ĂĽberlegen, ob sie sich nicht doch zur Kosmetikerin umschulen lassen.

Stellenangebote fĂĽr Kosmetiker/innen

Wer sich selbst als Kosmetiker/in verwirklichen möchte und zu diesem Zweck umschulen lassen will, sollte von Anfang an berufliche Pläne schmieden. Dabei kann es helfen, Stellenangebote zu lesen und sich so über die Perspektiven und Anforderungen zu informieren. Gleichzeitig sollten angehende Kosmetiker/innen über eine Existenzgründung nachdenken. Als selbständige Kosmetiker/innen sind sie unabhängig von Stellenangeboten und gründen ihr eigenes Studio.

FĂĽr wen sich die Umschulung zur Kosmetikerin eignet

Die Umschulung lohnt sich vor allem für Menschen, die im bisherigen Beruf keine Perspektive mehr haben und echtes Interesse an Körper- und Schönheitspflege mitbringen. Da der Beruf viel Kundenkontakt und ruhige, konzentrierte Handarbeit verbindet, sollten Umschüler/innen gern mit Menschen arbeiten und zugleich sorgfältig und geduldig sein.

Wer bereits Erfahrung aus verwandten Bereichen wie Friseurhandwerk, Pflege oder Verkauf mitbringt, tut sich beim Einstieg oft leichter. Vor der Entscheidung kann ein Praktikum in einem Kosmetikstudio helfen, den Berufsalltag realistisch kennenzulernen.

Der Berufsalltag als Kosmetiker/in

Der Arbeitsalltag von Kosmetiker/innen ist geprägt von direktem Kundenkontakt und ruhiger, konzentrierter Handarbeit. Zu den täglichen Aufgaben zählen Gesichts- und Körperbehandlungen, Maniküre und Pediküre, Haarentfernung, dekorative Kosmetik sowie die Beratung zu Pflegeprodukten und Behandlungsplänen. Hygiene und Sorgfalt haben dabei oberste Priorität, da unmittelbar an der Haut der Kundinnen und Kunden gearbeitet wird.

Viele Kosmetiker/innen arbeiten in Kosmetikstudios, Wellnesshotels, Spas oder Hautarztpraxen, wo auch Abend- und Samstagstermine üblich sind. Wer sich selbstständig macht, übernimmt zusätzlich Terminplanung, Wareneinkauf, Buchhaltung und Marketing. Der Beruf verlangt Einfühlungsvermögen und Geduld, denn ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht darin, auf die Wünsche und das Wohlbefinden der Kundschaft einzugehen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Berufsaussichten und Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach Kosmetik- und Wellnessleistungen ist über die Jahre stabil geblieben und wird durch das wachsende Gesundheits- und Körperbewusstsein gestützt. Für qualifizierte Kosmetiker/innen ergeben sich daraus solide Perspektiven, insbesondere für diejenigen, die sich auf gefragte Bereiche wie apparative Kosmetik, medizinische Fußpflege, dauerhafte Haarentfernung oder dermatologische Assistenz spezialisieren.

Wer einen anerkannten Abschluss und Zusatzqualifikationen mitbringt, hat auf dem Arbeitsmarkt klare Vorteile gegenüber ungelernten Kräften. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Studio ist ein realistischer Karriereweg, der jedoch kaufmännisches Geschick und einen soliden Kundenstamm voraussetzt.

Umschulung oder Quereinstieg: Was lohnt sich?

Grundsätzlich führen mehrere Wege in den Kosmetikberuf. Die Umschulung ist der sicherste, weil sie mit einer staatlich anerkannten Prüfung und der geschützten Bezeichnung endet und über das Arbeitsamt förderfähig ist. Ein reiner Quereinstieg über kurze Anbieterlehrgänge ist schneller und günstiger, vermittelt aber keinen anerkannten Abschluss und schränkt die Jobchancen ein.

Wer langfristig im Beruf Fuß fassen oder ein eigenes Studio eröffnen möchte, ist mit der vollständigen Umschulung besser beraten. Für erste Einblicke oder eine Nebentätigkeit kann ein spezialisierter Lehrgang, etwa im Bereich Nageldesign oder Wimpernverlängerung, ein sinnvoller Einstieg sein.

Häufige Fragen zur Umschulung zur Kosmetikerin

Was kostet die Umschulung zur Kosmetikerin?
Die Lehrgangsgebühren liegen je nach Anbieter und Dauer meist bei einigen Tausend Euro, hinzu kommen Lernmittel und Fahrtkosten. Bei einer Förderung durch das Arbeitsamt werden diese Kosten übernommen.
Wie lange dauert die Umschulung zur Kosmetikerin?
Die Umschulung dauert in Vollzeit in der Regel zwei Jahre, in Teilzeit entsprechend länger. Sie ist überwiegend schulisch organisiert und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung.
Zahlt das Arbeitsamt oder Jobcenter die Umschulung zur Kosmetikerin?
Bei bestehender oder drohender Arbeitslosigkeit kann das Arbeitsamt die Umschulung per Bildungsgutschein fördern, das Jobcenter beim Bezug von Bürgergeld. Übernommen werden Lehrgangskosten und Hilfen zum Lebensunterhalt. Ein Rechtsanspruch besteht nicht, es ist eine Kann-Leistung.
Welche Voraussetzungen brauche ich fĂĽr die Kosmetiker-Umschulung?
Formale Zugangsvoraussetzungen gibt es kaum. Wichtig sind ein Gefühl für Ästhetik, naturwissenschaftliches Interesse, Kommunikationsstärke und Kontaktfreude. Für eine Förderung ist zudem meist eine abgeschlossene Erstausbildung nötig.
Kann man ohne Ausbildung als Kosmetiker/in arbeiten?
Ein Quereinstieg über Anbieterlehrgänge ist möglich, führt aber nicht zu einem staatlich anerkannten Abschluss. Für bessere Chancen und die geschützte Bezeichnung empfiehlt sich eine vollständige Umschulung mit Prüfung.
Welche Alternativen gibt es zur Kosmetiker-Umschulung?
Als verwandte Berufe kommen unter anderem Friseur/in, Podologe/Podologin und Maskenbildner/in infrage. Auch eine berufsbegleitende Ausbildung oder ein Quereinstieg über Anbieterlehrgänge sind möglich.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Persönliche Eignung als Kosmetiker/in prüfen

Schönheit und Wohlbefinden sind vielen Menschen wichtige Anliegen und das tägliche Arbeitsfeld von Kosmetiker/innen. Wer sich damit identifiziert und nach neuen Perspektiven sucht, kann eine Kosmetiker-Umschulung ins Auge fassen.

Vorab sollten Interessierte jedoch dem folgenden Tipp aus unserer Redaktion Beachtung schenken.

Hinterfragen Sie Ihre persönliche Eignung als Kosmetiker/in!

Ein Faible für Schönheit ist die Basis für eine Tätigkeit als Kosmetiker/in, allein aber noch nicht ausreichend.

Die persönliche Eignung lässt sich auch an den folgenden Punkten festmachen:

  • Offenheit
  • Freundlichkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Blick fĂĽr Ă„sthetik
  • Organisationsgeschick
  • Flexibilität
  • medizinisches Interesse
  • Fingerfertigkeit

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