Umschulung Kauffrau im Gesundheitswesen - Quereinstieg ĂĽber das Arbeitsamt
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Die Umschulung zur Kauffrau beziehungsweise zum Kaufmann im Gesundheitswesen dauert in der Regel zwei Jahre und schlieĂźt mit der PrĂĽfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.
- Vorkenntnisse im kaufmännischen oder medizinischen Bereich sind nicht nötig; ein mittlerer Schulabschluss und Berufserfahrung sind aber üblich.
- Bei drohender oder bestehender Arbeitslosigkeit kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Umschulung über einen Bildungsgutschein fördern und Lehrgangskosten sowie Lebensunterhalt übernehmen.
- Eingesetzt werden Gesundheitskaufleute in Kliniken, bei Krankenkassen, in Pflegeeinrichtungen, medizinischen Versorgungszentren und Arztpraxen.
- Das Bruttojahresgehalt liegt je nach Region, Träger und Erfahrung meist zwischen rund 24.000 und 40.000 Euro.
Die Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen beziehungsweise zum Kaufmann im Gesundheitswesen richtet sich an Menschen, die einen Berufswechsel anstreben und dabei kaufmännische Aufgaben mit dem Gesundheitssektor verbinden wollen. Die verkürzte Zweitausbildung dauert meist zwei Jahre, endet mit der IHK-Prüfung und lässt sich bei Arbeitslosigkeit über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit fördern.
Wer Gefallen an diesem Weg findet, sollte zunächst gründlich recherchieren, um sich ein klares Bild von Inhalten, Voraussetzungen und Fördermöglichkeiten zu machen. Danach ist man auch gut auf das Gespräch beim Arbeitsamt vorbereitet, um die Sachbearbeiterin oder den Sachbearbeiter von der geplanten Förderung zu überzeugen.
Das Berufsbild Kauffrau und Kaufmann im Gesundheitswesen
Als Kauffrau beziehungsweise Kaufmann im Gesundheitswesen übernimmt man im Gesundheitsbereich typische kaufmännische Aufgaben wie Organisation, Abrechnung, Qualitätsmanagement oder Marketing. Der Bezug zum Gesundheitswesen ist dabei stets gegeben, denn die kaufmännischen Prozesse orientieren sich an den Besonderheiten von Kliniken, Kassen und Pflegeeinrichtungen.
Gesundheitskaufleute finden vor allem in den folgenden Bereichen berufliche Perspektiven:
- Kliniken und Krankenhäuser
- Rehabilitationseinrichtungen
- Medizinische Versorgungszentren
- Arztpraxen
- Therapieeinrichtungen
- Krankenkassen
- Rettungsdienste
- medizinische Labore
- Pflegeeinrichtungen
Angesichts des allgemeinen Personalmangels im Gesundheitswesen sind auch die Aussichten für kaufmännische Fachkräfte gut. Über mangelnde Stellenangebote lässt sich in der Branche kaum klagen. Beim Verdienst gibt es je nach Träger, Region und Erfahrung deutliche Unterschiede: Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt bewegt sich meist zwischen rund 24.000 und 40.000 Euro, wobei größere Kliniken und Krankenkassen mit Tarifbindung tendenziell besser zahlen.
Umschulung per Fernstudium - bis zu 100% gefördert vom Arbeitsamt
Bei all unseren Fernschulen haben Sie die Möglichkeit, ein kostenloses vierwöchiges Probestudium zu absolvieren. So können Sie schon im Vorfeld ganz unverbindlich testen, ob das ausgewählte Fernstudium zu Ihnen passt und Sie die richtige Fernschule und den perfekten Studiengang für sich ausgesucht haben.
Doch die Wahl fällt oft schwer, denn insbesondere hinsichtlich Dauer, Kosten und Studieninhalte unterscheiden sich die Studiengänge meist zum Teil erheblich. Nutzen Sie daher die Möglichkeit und vergleichen Sie die Studienführer der Fernschulen untereinander. So haben Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick vorliegen und können sich in Ruhe entscheiden.
Fordern Sie dazu gleich jetzt kostenlos und unverbindlich die NEUEN StudienfĂĽhrer 2025 bei den folgenden Fernschulen an:
Jetzt kostenlos BroschĂĽre anfordern und vergleichen!
| Name | Fernschule | Abschluss | Qualität | Zertifierter Lehrgang | Studienführer |
|---|---|---|---|---|---|
| SGD | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Fernakademie (FEB) | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| ILS | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen | |
| Laudius | ![]() | Zertifikat | ![]() | Infomaterial bestellen |
Inhalte der Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen
Wer Gefallen an den Perspektiven von Kaufleuten im Gesundheitswesen findet, kommt mit einer entsprechenden Umschulung ans Ziel. Im Zuge dieser Zweitausbildung erlernt man den Beruf von Grund auf und kann beruflich neu durchstarten. Nach einer Phase der Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit eröffnet sich damit eine tragfähige berufliche Perspektive.
Unabhängig davon, ob man eine betriebliche oder außerbetriebliche Umschulung absolviert, setzt man sich als angehende Kauffrau oder angehender Kaufmann im Gesundheitswesen vor allem mit den folgenden Themen auseinander:
- Betriebswirtschaft
- Marketing
- Personalwesen
- Rechnungswesen
- Materialwirtschaft
- Qualitätsmanagement
- kaufmännische Steuerung und Kontrolle im Gesundheitswesen
Hinzu kommen gesundheitsspezifische Themen wie das Sozial- und Gesundheitsrecht, die Abrechnung mit Kostenträgern und die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems. Eine Umschulung baut damit auf denselben Rahmenlehrplan wie die reguläre dreijährige Ausbildung auf, verdichtet die Inhalte aber auf rund zwei Jahre.
Voraussetzungen, Dauer und Kosten der Umschulung
Die Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen setzt weder kaufmännische noch gesundheitswissenschaftliche Vorkenntnisse voraus. Da es sich um eine Umschulungsmaßnahme handelt, sollte man aber bereits berufliche Erfahrung mitbringen. In der Praxis wird häufig ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Wichtig sind außerdem Organisationsgeschick, vielseitige Interessen und Kommunikationsstärke. Auch Ausdauer hilft, denn bis zum Abschluss der Umschulung vergehen in der Regel zwei Jahre.
Insbesondere bei einer außerbetrieblichen Umschulung sollte man die Kosten im Blick behalten. Einerseits fallen Lehrgangsgebühren von mehreren Tausend Euro an, andererseits muss der laufende Lebensunterhalt weiter finanziert werden. Bei einer betrieblichen Maßnahme erhalten Umschülerinnen und Umschüler dagegen eine Vergütung, die allerdings meist knapp bemessen ist. In beiden Fällen lohnt es sich, frühzeitig eine Förderung über das Arbeitsamt zu prüfen.
Die Finanzierung ĂĽber den Bildungsgutschein im Ăśberblick
Der Bildungsgutschein ist das zentrale Förderinstrument für eine Umschulung über das Arbeitsamt. Er wird ausgestellt, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder abzuwenden, und wenn die persönlichen Voraussetzungen stimmen. Mit dem Gutschein lässt sich der Lehrgang bei einem AZAV-zertifizierten Träger frei wählen. Übernommen werden neben den Lehrgangskosten in der Regel auch Prüfungsgebühren sowie Fahrt- und gegebenenfalls Kinderbetreuungskosten. Der Anspruch auf die Förderung liegt im Ermessen der Sachbearbeitung, weshalb ein gut vorbereitetes Beratungsgespräch entscheidend ist. Wer bereits Kontakt zu möglichen Arbeitgebern hat, kann die Notwendigkeit der Umschulung besonders überzeugend darstellen.
Weiterbildungen fĂĽr Kaufleute im Gesundheitswesen
Mit der abgeschlossenen Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen lässt sich beruflich weiterkommen. Das lebenslange Lernen gilt auch für erfolgreiche Umschülerinnen und Umschüler, die den Karriere-Neustart nachhaltig absichern möchten. Einzelne Seminare und Kurse sind gut geeignet, ein höherer beruflicher Abschluss bringt aber oft mehr. Daher sollten Kaufleute im Gesundheitswesen die folgenden Fortbildungen kennen und in Betracht ziehen:
- Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)
- Betriebswirt/in fĂĽr Management im Gesundheitswesen
- Betriebswirt/in im Sozialwesen
- Qualitätsbeauftragte/r im Gesundheits- und Sozialwesen
Der Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen gilt dabei als klassischer Aufstiegsweg und ist dem Bachelorniveau zugeordnet. Solche Fortbildungen lassen sich häufig über das Aufstiegs-BAföG fördern. Wer sich breiter aufstellen möchte, findet auch im Bereich der geförderten Weiterbildung über das Arbeitsamt passende Angebote.
Alternativen zur Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen
Kaufleute im Gesundheitswesen, die auf der Karriereleiter aufsteigen möchten, sollten auch die zunehmende Akademisierung der Branche im Blick behalten. Ein berufsbegleitendes Studium in Form eines Fernstudiums, Abendstudiums oder eines anderen Teilzeitstudiums kann eine passende Lösung sein, denn so lässt sich nach der Umschulung ein anerkannter Studienabschluss anstreben. Für Kaufleute im Gesundheitswesen bieten sich vor allem die folgenden Studienfächer an:
- Gesundheitswissenschaft
- Pflegewissenschaft
- Gesundheitsmanagement
- Pflegeökonomie
- Betriebswirtschaftslehre
- Public Health
- Health Care Management
Auch verwandte kaufmännische Berufe können eine Alternative sein, etwa die Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten mit Schwerpunkt Krankenversicherung oder eine Umschulung zur Bürokauffrau. Wer eher patientennah arbeiten möchte, findet mit der Umschulung zur Medizinischen Fachangestellten einen weiteren Weg ins Gesundheitswesen.
Der Quereinstieg als Kaufmann im Gesundheitswesen
Wer nach der Schule keine duale Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen absolviert hat, kann dies später im Zuge eines Berufswechsels per Umschulung nachholen. Möglich ist aber auch ein Quereinstieg, indem man einen entsprechenden Job findet und einer kaufmännischen Tätigkeit im Gesundheitssektor nachgeht.
Wer langfristig auf einen offiziellen Abschluss setzt, kann die eigene Berufserfahrung nutzen und sich der Externenprüfung vor der IHK stellen. Dafür ist in der Regel eine einschlägige berufliche Tätigkeit von mindestens dem Eineinhalbfachen der regulären Ausbildungszeit nachzuweisen. Parallel zum Job lässt sich eine berufsbegleitende Vorbereitung besuchen, um sich gezielt auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Ein solcher Lehrgang ist jedoch nicht zwingend, sodass auch reine Autodidakten eine Chance auf einen erfolgreichen Quereinstieg haben. Einen Überblick über weitere Wege bietet die zentrale Übersicht zur Umschulung über das Arbeitsamt.
Der Berufsalltag als Kauffrau im Gesundheitswesen
Der Arbeitsalltag von Gesundheitskaufleuten ist vielseitig und spielt sich überwiegend im Büro ab. Typische Aufgaben sind die Abrechnung von Leistungen mit Krankenkassen und weiteren Kostenträgern, die Verwaltung von Patienten- und Versichertendaten sowie die Beschaffung von Material und Dienstleistungen. Hinzu kommen die Personalverwaltung, die Kostenrechnung und die Mitarbeit im Qualitätsmanagement.
Je nach Einsatzort verschieben sich die Schwerpunkte: In einer Klinik dominiert häufig die Leistungsabrechnung und Materialwirtschaft, bei einer Krankenkasse stehen Beratung und Vertragswesen im Vordergrund, in einer Pflegeeinrichtung eher die Verwaltung und Kostenkalkulation. Gemeinsam ist allen Stellen, dass kaufmännisches Denken mit einem guten Verständnis für die Abläufe im Gesundheitswesen zusammenkommt. Wer gern organisiert, mit Zahlen umgeht und im Team arbeitet, ist in diesem Beruf gut aufgehoben.
Berufsaussichten und Arbeitsmarkt
Das Gesundheitswesen zählt zu den wachstumsstarken Branchen in Deutschland. Der demografische Wandel, steigende Anforderungen an Dokumentation und Abrechnung sowie die Digitalisierung sorgen für einen anhaltenden Bedarf an kaufmännisch geschultem Personal. Gesundheitskaufleute profitieren davon, weil sie an der Schnittstelle zwischen medizinischem Betrieb und Verwaltung arbeiten.
Beschäftigung finden sie in Krankenhäusern, bei gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, in medizinischen Versorgungszentren, in der Pflege sowie bei Verbänden und Behörden des Gesundheitssektors. Die Beschäftigungsaussichten gelten als stabil, und wer sich fortbildet, kann in Leitungs- und Spezialistenfunktionen aufsteigen. Tarifgebundene Arbeitgeber wie große Kliniken und Krankenkassen bieten dabei häufig planbare Gehaltsstufen und zusätzliche Sozialleistungen.
So läuft die Abschlussprüfung ab
Die Umschulung endet mit der Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Sie gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Schriftlich werden unter anderem die Bereiche Geschäfts- und Leistungsprozesse im Gesundheitswesen, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.
Im praktischen und mündlichen Teil bearbeiten die Prüflinge eine fallbezogene Aufgabe aus dem Gesundheitswesen und führen darüber ein Fachgespräch mit dem Prüfungsausschuss. Bewertet werden dabei die Fähigkeit, kaufmännische Sachverhalte im gesundheitlichen Kontext zu lösen, sowie die mündliche Darstellung. Wer die Prüfung besteht, erhält den anerkannten IHK-Abschluss als Kauffrau oder Kaufmann im Gesundheitswesen, der bundesweit gilt und die Grundlage für Fortbildungen und Aufstiegswege bildet.
Häufige Fragen zur Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen
In Zusammenhang mit der Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen eröffnen sich Interessierten gute Perspektiven. Im Gesundheitswesen werden auf allen Ebenen Fachkräfte gebraucht, sodass auch im kaufmännischen Bereich anhaltender Bedarf besteht. Wer diese Chancen nutzen möchte, kann von einer Umschulung profitieren und die eigenen Aussichten durch den folgenden Tipp verbessern.
Nehmen Sie früh Kontakt zu möglichen Arbeitgebern auf!
Informationen über die Umschulung und über andere Qualifizierungswege zu sammeln, ist sinnvoll und richtig. Berufswechslerinnen und Berufswechsler sollten aber nichts dem Zufall überlassen und schon im Vorfeld mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt treten. So kann man nach gesuchten Qualifizierungen fragen, erste Erfahrungen in einem Praktikum sammeln oder sogar eine betriebliche Umschulung aufnehmen. In jedem Fall kommt man dem Job so näher und hat während der Qualifizierung ein klares Ziel vor Augen.






