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Berufsberatung fĂĽr Ausbildungssuchende beim Arbeitsamt

Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlt zuweilen die Orientierung in Zusammenhang mit der Berufswahl. Sie kennen sich in den einzelnen Berufsfeldern nicht aus, sind nicht mit den Berufsbildern vertraut und kennen auch die örtlichen Ausbildungsmöglichkeiten nicht. Eine Berufsberatung beim Arbeitsamt kann hier Abhilfe schaffen und Arbeitsplatzsuchenden die Augen öffnen.

Viele Menschen denken beim Arbeitsamt nur an finanzielle Hilfen für Arbeitslose, aber die Behörde kann weitaus mehr. Insbesondere ihre geballte Beratungskompetenz ist hier anzuführen und kommt unter anderem Ausbildungssuchenden zugute.

Was bietet die Berufsberatung des Arbeitsamtes?

Die Berufsberatung des Arbeitsamtes soll Orientierung im Dschungel der vielfältigen Arbeitswelt bieten. Die Sachbearbeiterin beziehungsweise der Sachbearbeiter hat zunächst ein offenes Ohr für die Wünsche und Vorstellungen der Ausbildungssuchenden. Dabei findet der angestrebte oder erlangte Schulabschluss Beachtung. Unter diesen Gesichtspunkten werden die beruflichen Pläne eingeschätzt. Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die Aussichten für die Zukunft fließen ebenfalls mit ein.

Ausbildungssuchende erfahren im Rahmen einer persönlichen Berufsberatung, wie realistisch und aussichtsreich ihre Pläne sind. Zudem werden sie darauf hingewiesen, ob sie noch weitere Qualifikationen benötigen. Möglicherweise kann der/die Berufsberater/in geeignete Ausbildungsbetriebe in der Region nennen und ein Bewerbungstraining in die Wege leiten.

Darüber hinaus darf das Berufsinformationszentrum nicht unerwähnt bleiben. Unabhängig von einer persönlichen Berufsberatung kann man sich dort über verschiedene Berufe und Ausbildungswege direkt beim Arbeitsamt informieren. Junge Menschen, die einerseits auf das Arbeitsamt vertrauen, andererseits aber eigenständig vorgehen möchten, sollten zudem die Jobbörse und das Kursnet online nutzen.

Wann sollten Jugendliche und junge Erwachsene eine Berufsberatung des Arbeitsamtes in Anspruch nehmen?

In der Regel beginnt die Ausbildungssuche bereits ein Jahr vor dem Schulabschluss. Teilweise besuchen Berufsberater/innen der Arbeitsämter die betreffenden Klassen und sensibilisieren sie für das Thema. Mitunter findet auch ein Ausflug ins Berufsinformationszentrum statt.

Nun begeben sich die Jugendlichen auf eigene Faust auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz, einer weiterführenden Schule oder einem Studium. Bleibt die Suche erfolglos, stellt sich spätestens kurz vor dem Schulabschluss eine gewisse Panik ein.

Idealerweise werden Betroffene aber nicht erst so spät beim Arbeitsamt vorstellig, sondern lassen sich frühzeitig beraten und unterstützen. Grundsätzlich ist es nie zu früh für eine ausführliche Berufsberatung, sofern der Schulabschluss zumindest schon in Sicht ist.

Welche Perspektiven ergeben sich im Rahmen der Berufsberatung?

Im Rahmen der Berufsberatung beim Arbeitsamt erfahren junge Menschen viel über die Berufswelt und ihre individuellen Einstiegsmöglichkeiten. Der/Die Sachbearbeiter/in zeigt die Möglichkeiten unter Berücksichtigung des Abschlusses und der Berufswünsche auf. Für all diejenigen, die sich mit der Berufswahl noch nicht sicher sind, bietet sich ein Besuch im BIZ an. Ansonsten lohnt es sich, die Angebote zur Berufsorientierung zu nutzen.

In anderen Fällen werden erfolglose Ausbildungssuchende zunächst zum Bewerbungstraining geschickt. Ansonsten kann das Arbeitsamt auch eine überbetriebliche Erstausbildung anbieten und so jungen Menschen ohne Ausbildungsbetrieb dennoch den Weg zum Berufsabschluss ebnen.