Umschulung in Teilzeit: Alles Wissenswerte im √úberblick (2020)

Dass eine berufliche Neuorientierung mit einigen Herausforderungen verbunden ist, steht au√üer Frage. Insbesondere Menschen, die nach der Familienzeit den Wiedereinstieg schaffen m√∂chten und parallel weiterhin famili√§ren Verpflichtungen gerecht werden m√ľssen, wissen die M√∂glichkeit einer Umschulung in Teilzeit sehr zu sch√§tzen. In der Regel sind Umschulungen zwar als Ma√ünahmen in Vollzeit konzipiert, aber dennoch besteht h√§ufig die M√∂glichkeit, das Ganze in Teilzeit zu absolvieren.

In Zusammenhang mit Teilzeit-Umschulungen kommen h√§ufig Fragen auf. Interessierte k√∂nnen sich nat√ľrlich an die jeweiligen Anbieter beziehungsweise das Arbeitsamt wenden, aber in der Regel empfiehlt es sich, zun√§chst auf eigene Faust zu recherchieren und sich einen Eindruck zu verschaffen.

Wie funktioniert eine Teilzeit-Umschulung?

Die M√∂glichkeit einer Umschulung in Teilzeit ist ohne Frage gegeben, aber wie das Ganze funktioniert ist Interessierten h√§ufig nicht klar. Grunds√§tzlich ist festzuhalten, dass au√üerbetriebliche Umschulungen vielfach problemlos in Teilzeit absolviert werden k√∂nnen. Die Teilnehmenden besuchen einen Teilzeitlehrgang und brauchen so nur etwas l√§nger, um zum Ziel zu gelangen. Dadurch werden aus zwei Jahren vielfach vier oder f√ľnf Jahre Umschulungsdauer.

Die gestreckte Umschulung bietet den gro√üen Vorteil, dass sie nicht die gesamte Zeit in Anspruch nimmt. Berufliche und/oder private Verpflichtungen stehen der Teilnahme folglich nicht im Wege. Die Umsch√ľler/innen besuchen den Lehrgang nur halbtags und haben ansonsten Zeit, um sich anderen Dingen zu widmen. Dadurch l√§sst sich eine Umschulung auch in besonderen Lebenslagen realisieren, obwohl die Teilnahme an einem Vollzeitlehrgang keine Option ist.

Wer profitiert besonders von einer Umschulung in Teilzeit?

Auf den ersten Blick bietet sich eine Teilzeit-Umschulungsma√ünahme f√ľr all diejenigen an, die trotz beruflicher Umorientierung nicht auf ausreichend Freizeit verzichten m√∂chten. Dies entspricht allerdings nicht der Wahrheit, denn das Arbeitsamt stimmt einer Umschulung in Teilzeit nur bei triftigen Gr√ľnden zu. Macht die Situation des angehenden Umsch√ľlers eine Teilzeit-Qualifizierung erforderlich, kann diese durchaus gef√∂rdert werden.

Dementsprechend kommen vor allem die folgenden Personengruppen in den Genuss einer Teilzeit-Umschulung:

  • M√ľtter und V√§ter von betreuungsbed√ľrftigen Kindern
  • Eltern in Elternzeit
  • pflegende Angeh√∂rige
  • Menschen mit psychischer oder physischer Erkrankung

Unter diesen Voraussetzungen kann das Arbeitsamt eine Teilzeit-Umschulung bewilligen und einen Bildungsgutschein ausstellen sowie gegebenenfalls Hilfen zum Lebensunterhalt gewähren.

Worin bestehen die Nachteile einer Teilzeit-Umschulung?

Auf den ersten Blick k√∂nnen Umschulungen in Teilzeit auf ganzer Linie punkten, weil sie eine gute Vereinbarkeit mit der Familie bieten und dabei eine umfassende Vorbereitung auf den Berufsabschluss der Zweitausbildung darstellen. Angehende Umsch√ľler/innen finden daher vielfach gro√üen Gefallen an den beruflichen Qualifizierungen in Teilzeit.

Dabei sollten sie allerdings nichts √ľberst√ľrzen und auch um die folgenden Nachteile wissen:

  • l√§ngere Umschulungsdauer
  • geringeres Angebot an geeigneten Ma√ünahmen
  • nur unter bestimmten Voraussetzungen m√∂glich
  • geringerer Praxisteil
  • zus√§tzliche Belastung neben der Familie